Lastenrad Rapid

Kann es sein, dass der rechte Hinterbau tiefer liegt als der linke? Der Rahmen demnach verzogen ist?
Ihr habt die Achse auf Anschlag rein, dann sollten Rad und Bremsscheibe doch parallel zur Fläche der beiden Slider liegen außer diese liegen auf unterschiedlicher Höhe... Oder versteh ich da was falsch? Vertikale Einstellmöglichkeiten wären mir neu. Dass das von Euch zur Korrektur nicht ganz auf Anschlag eingespannte Rad im Betrieb wieder ganz rein rutscht (und dadurch dann schräg steht) erscheint mir normal, ist ja ordentlich Last drauf.

Ergänzung: sind die Slider auf beiden Seiten gleich weit hinten? das würde ja auch eine Schrägstellung des Rad hervorrufen, wenn auch eigentlich nicht vertikal...
 
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Hallo zusammen! Vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen, die hier geteilt wurden. Wir haben bereits viel gelernt, konnten jedoch zu unserem Problem keine passenden Beiträge finden:

Wir haben seit 10 Monaten eine neue Radkutsche mit Gangschaltung und haben nach ein paar Monaten, wie empfohlen, die Inspektion durchführen lassen. Trotzdem haben wir wiederholt Probleme mit dem Hinterrad, das nicht richtig ausgerichtet ist, was zu Schwierigkeiten mit den Bremsbelägen führt. Wenn wir das Rad am Ende der Ausfallenden ausrichten und links sowie rechts gleichmäßig positionieren, ist das Rad zwar zentriert, aber leicht vertikal nach rechts geneigt (polarer Winkel). Dadurch ist auch die Scheibe der Scheibenbremse leicht nach rechts geneigt. Unten ist ein Bild, das das Problem zeigt – mit einer Differenz von etwa 2 mm zwischen oben und unten (markiert durch rote Kreise).

Wir können dieses Problem vorübergehend lösen, indem wir das Rad manuell so justieren, dass eine Seite des Rads das Ende des Ausfallendes nicht erreicht, bevor wir den Schnellspanner schließen. Nach einigen Wochen rutscht das Hinterrad jedoch wieder in eine andere Position und das Problem tritt erneut auf. Dadurch berührt die Bremse ständig die Bremsbeläge, egal wie wir den Bremsbelaghalter neu einstellen.
Ich habe auch ein paar Bilder von der linken und rechten Seite beigefügt, falls euch dort etwas auffällt, das wir korrigieren sollten.

Hat jemand einen Vorschlag, wie wir dieses Problem dauerhaft beheben können? Vielen Dank!
Das Laufrad muss natürlich korrekt eingespeicht sein, da hat der Händler vollkommen Recht. Ob das Rad aber außer mittig eingespeicht ist oder nicht hat erstmal nichts mit deinem Problem zu tun da man ja nur die Position der Felge, und nicht der Achsaufnahme oder der Bremse, dadurch ändern kann.
Für mich klingt das so, als ob die vertikalen Schlitze der Ausfallenden nicht die gleiche Höhe haben. Du könntest, anstatt auf einer Seite das Rad leicht anzuheben, den Schlitz auf der gegenüberliegenden Seite ein wenig tiefer feilen. Vielleicht hat dein Händler ein Richtwerkzeug für Ausfallenden. Damit kannst du den Fehler zwar nicht beheben, du kannst aber sehen ob sich die Ausfallenden korrekt gegenüber liegen.
Um wie viel musst du das Rad denn auf einer Seite anheben damit es gerade ist? Und auf welcher Seite musst du es anheben?
 
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns bei der Lösungsfindung zu unterstützen. Aufgrund eurer Kommentare und einer visuellen Inspektion durch einen lokalen Fahrradmechaniker gestern scheint es tatsächlich ein Problem mit der Rahmenausrichtung zu sein.

Zu den Punkten:
Der Rahmen weist keine sichtbaren Schäden auf und hat keinen Unfall oder besondere Belastung erlebt.
Unser Rapid hat Paragon-ähnliche Schiebenausfallenden, die eine Korrektur der Neigung nicht zulassen.
Wie vorgeschlagen, können wir das Problem vorübergehend beheben, indem wir die vertikale Position auf der rechten Seite um etwa 2 mm höher setzen und dann das Rad festziehen, aber nach wenigen Kilometern kehrt das Problem zurück.
Die Ausfallenden links und rechts haben gemessen mit einem Messschieber einen Unterschied von etwa 1 mm. Wir haben unsere Messungen auch mit einem anderen Radkutsche Rapid in der Stadt verglichen, das die gleiche Schaltung und Bremse hat, aber keine Probleme. Selbst wenn wir alle Maße nachstellen, bleibt unser Problem bestehen.
Das Laufrad scheint korrekt eingespeicht und die Bremsscheibe ist weder verbogen noch falsch montiert.

Ich kann derzeit nicht genau sagen, ob das Problem vom Rad oder vom Rahmen ausgeht. Ich habe jetzt Radkutsche kontaktiert und werde hier Bescheid geben, sobald wir eine Antwort haben.
 
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Vom Rad wohl nicht, sonst würde das ja sichtbar eiern, oder?

Entweder Rahmen oder verschiebliche Ausfallenden (Slider, oder wie immer die Dinger heißen? Was meintest Du mit Paragon-ähnlich?) würde ich sagen, wobei diese Schieblinge ja normalerweise CNC-gefräste Serienteile sind und eine so große Streuung irgendwie unwahrscheinlich erscheint.

Bollerbirnes Ansatz, das obere Ende der tieferliegenden Achsaufnahme entsprechend auszufeilen würde das Problem vermutlich quick'n'dirty lösen und das Ding ohne lange Wartezeiten wieder auf die Straße bringen. Tut man bei einem so jungen Rad halt ungern, wenn unklar ist ob nicht was gröberes, und die Garantie, und überhaupt... usw.
Evtl. lässt sich als (Dauer?)-Provisorium auch auf der Seite, die tiefer liegen müsste, etwas metallisches (gefaltetes Blech von Getränkedose, oder so) zwischenlegen um ein Zurückrutschen der Achse mechanisch zu unterbinden und den Wartungsintervall zumindest deutlich zu erhöhen...

Bitte berichten! Gerne mit Fotos, falls aussagkräftig. Für Euch Betroffenen natürlich super nervig, für uns Außenstehende aber immer lehrreich.
Ich wünsch Euch, dass es sich schnell erledigt.
 
Das ist ein leidiges Thema. Wichtig ist, die aktuellen Ausfallenden zu haben. Sehr massiv und CNC gefräst. Die Ausfallendend müssen richtig ausgerichtet sein und wirklich fest geballert werden. Ich hab selbst mit Loctide immer wieder lockerungen. An der Achse habe ich eine Weber Kupplung und die Schnellspannachse durch eine geschraubte Version getauscht. Auch diese regelmäßig auf festen sitz prüfen. Dann geht es.





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Interpretiere ich das richtig, dass die neue mehr als doppelt so schwer ist? Was kosten die bei Radkutsche? Hatte öfters streiferscheinungen bei großem Reifen und kurzer neuer kette...
Sauber eingestellt aber dann trotzdem nach kurzer Zeit wieder verschoben v.a. durch starkes bremsen hinten.
Ist bei mir mit Nord-Lock Scheiben gesichert und ordentlich angezogen...
 
sind das M8 Schrauben? hätte gedacht dass die ausreichen... Ist da vllt der starke Sachs Mittelmotor der Grund fürs Verschieben?
 
Sehe ich richtig, dass die Schieblinge bei Euch gar keine Nut haben? Sprich die Position auch höhenmäßig wird einzig durch die Schrauben gesichert??
 
Ist das nicht wieder ein Fall für Sekundenkleber.
(Ernst gemeint, der würde durch Wärme wieder lösbar und hält das Rad in der Zwischenzeit fest. Ich nutze das für Anhängerkupplungen.)
 
Ok, bei Vergleich vom Schraubenkopfdurchmesser mit Achsschlitz zeigt sich dass es M6 ist... vllt etwas knapp für ausreichend Klemmkraft, gerade mit Scheibenbremse und e-Antrieb. Das Ortler Lasti hat auch M6, da sind die Schrauben auch gern mal lose. Muli auch aber kleineren Raddurchmesser, was die Kräfte etwas reduziert.
 
@pkw wenn ich die beiden Achsplatten miteinander vergleich wurde an deinen eh schon ordentlich rumgefeilt. Für mich sieht das so aus, als ob jemand schon mal die Achsplatten für einen Nabenmotor passend gefeilt hat (für eine abgeflachte Achsnabe). Auf jeden Fall sieht es nicht sonderlich sorgfältig aus was mich dann auch an der Genauigkeit zweifeln lässt. Ich würde behaupten, Die Achsschlitze sind unterschiedlich tief gefeilt worden und deshalb hängt das Rad schief.

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Weiß jemand was das für Beilagscheiben sind? woher man die bekommen könnte?
Die scheinen stabil genug um sich nicht durchzubiegen bei trotzdem großer Auflagefläche.


@HolgersonPeterson ('tschuldige, dass ich die Frage wiederhole) Hab ich das richtig gesehen? Der Schiebling wird plan an den Rahmen gepresst ohne irgendeine Führungsnut, die ihn in seiner Position halten und gegen Verkippen sichern würde?

Weiß jemand ob das eine gängige Methode ist? Bei mir (anderes Rad, Alurahmen) haben die Dinger diese Führungsnut, wie sie auch bei Rohloff gezeigt werden... (vermutlich auch bei mir von Laube&Fichter)...
...und sie werden mit M8 angeschraubt. Trotzdem können sie durch die Wechselwirkung aus e-unterstützter Beschleunigung und dauerndem Bremsen relativ schnell gelockert werden, wenn die Führungsnut nicht unterstützt.

für ausreichend Klemmkraft, gerade mit Scheibenbremse und e-Antrieb.
wie fest (Nm) zieht ihr die an?
 
@pkw wenn ich die beiden Achsplatten miteinander vergleich wurde an deinen eh schon ordentlich rumgefeilt. Für mich sieht das so aus, als ob jemand schon mal die Achsplatten für einen Nabenmotor passend gefeilt hat (für eine abgeflachte Achsnabe). Auf jeden Fall sieht es nicht sonderlich sorgfältig aus was mich dann auch an der Genauigkeit zweifeln lässt. Ich würde behaupten, Die Achsschlitze sind unterschiedlich tief gefeilt worden und deshalb hängt das Rad schief.

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Krasser Hinweis. Das Ende deiner Achsplatte sieht echt mitgenommen aus.
 
bei Paragon haben die parallel verschiebbaren dropouts alle die Führungsnut. Bei unseren dropouts gibts auch keine, aber bisher auch keine Probleme, zumindest mit M8. An sich muss ja auch die Schraube die Klemmkraft bringen um das Verschieben zu vehindern. Die Klemmlängen sind halt kurz, dadurch verliert die Schraube schneller an Vorspannkraft
 
Sauberste Lösung wären wahrscheinlich neue Ausfallenden.
Ansonsten brauchst Du etwas, damit die Achse in der optimal Position bleibt und nicht immer wieder nach oben rutscht.
Evtl. kannst du eine Verdrehsicherung nehmen. Die Nut würde dann als Spacer fungieren:


Oder an der anderen Seite mit der Feile 1-2mm wegnehmen, damit die Achse vertikal gerade sitzt. Aber alles auf eigene Gefahr :X3:
 
Das sind die Ausfallenden Schaltungseite / Gewicht identisch. Andere Seite war wirklich mehr als doppelt so schwer. Ich werde das mit Sekundenkleber mal probieren.

Die werden ohne Nut geliefert, jedoch die Mutter auf der anderen ist ein Nutenstein, damit wird es verhindert.

Ich fahre das Rapid, glücklicher Weise, mit dem Ezee Frontmotor. Ich habe es aber auch stramm im Einsatz :)




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Moin Moin, Ne Frage was ist das für ein Anhänger?Ist das gute Stück selbst gefertigt oder gekauft?
 
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