Lastenrad per Leasing für Freiberufler

Hallo in die Runde,

ich bin die Neue ;-)

Ich habe in den letzten Tagen viel bei euch quer gelesen. Ich überlege, mir ein Lastenrad (Yuba Boda Boda mit Motor) vor allem für Einkäufe, hin und wieder die Fahrt zur Arbeit (als Alternative zum normalen Rad) und zwischendurch auch den Transport meiner Tochter (9) zu kaufen.
Wir haben leider zu gute Luft, also sind wir beim NRW-Förderprogramm raus. Aber ich bin auf die Jobrad/Businessbike/Leasing-Angebote gestoßen. Das wäre ja eventuell eine Alternative, um den hohen Preis etwas zu drücken.

Hat damit jemand eventuell Erfahrung? Macht das überhaupt Sinn?

Liebe Grüße!
 
Servus,

Leasing ist so eine Sache - in der Regel solltest Du die gleichen Sicherheiten haben wie beim Kauf - also ist es oft nur möglich einen Gegenstand zu leasen wenn Du ihn Dir eigentlich auch kaufen kannst.

Unterm Strich für das Finanzamt bezüglich Abschreibung interessant - aber real gesehen erwirbst Du daran keinen Besitz und bezahlst dafür hohe Gebühren.

Einmal im Leben einen Sprinter geleast - und nach Rückgabe war ich heilfroh dass das Leasing endlich beendet war. Hat viel Geld gekostet und einzig die Service Kosten wurden vermieden. Ansonsten habe ich eigentlich für die Zeit draufgezahlt.
Hätte ich mit den Leasingraten in andere Geräte und Sachen für die Firma investiert - wäre heute der Verlust nicht so hoch.

...nur mal so zum anregenden Nachdenken....;)
 
Macht durchaus Sinn für Freiberufler oder Angestellte. Die Rate kannst Du als FB oder Arbeitgeber komplett absetzen und für das Rad per Fahrtenbuch oder Prozentlösung bei "Betriebsfahrten" auch die Fahrtkostenpauschale geltend machen. Allerdings zahlst Du beim Leasing (das eigentlich eine versteckte Finanzierung ist) mehr und eigentlich wäre das Rad zum Vertragsende als Gebrauchtkauf auch einkommenssteuerpflichtig. Die Leasinggesellschaften bieten die Übernahme dieser Steuer an. Es macht Sinn, das Model einmal komplett durchzurechnen. Einen Vorteil gibt es noch dabei - bei bestimmten Fahrzeugtypen erzielst Du einen recht ordentlichen Wiederverkaufswert (bspw. beim Bullitt). Die Leasinggesellschaft darf Dir das Rad zu Vertragsbeginn nicht offiziell zum späteren Gebrauchtkauf anbieten (denn das wäre kein Leasing, also keine Miete mehr). Zwei Monate vor Vertragsende können sie Dir das Rad zum Kauf anbieten, die dafür fällige Abschlußrate variiert anhand der aktuellen Steuergesetzgebung. Viel Glück und ein gutes Händchen bei der Auswahl des Anbieters!
 
Lieben Dank ihr Beiden, das klingt jetzt nicht so überwältigend gut. Dann zahle ich lieber den vollen Kaufpreis, als drei Jahre lang nur Ärger zu haben. Dann gehört das Rad wenigestens uns.
 
Wie gesagt, rechne doch mal durch, was Du bei Businessbike insgesamt zahlen würdest und was Dich das Rad beim Händler bar kosten würde. Ein monatlicher Posten, denn Du steuerlich geltend machen kannst, kann durchaus sinnvoll sein, wenn Du Freiberuflerin bist. Das Rad gehört Dir nach Ende des Leasingvertrags auch, nur die drei Jahre davor ist es Besitz des Leasinggebers.
 
Als Freiberufler würde ich das Rad kaufen, ins Betriebsvermögen nehmen, dafür AfA ziehen und während der Nutzungszeit damit tun und lassen, was du möchtest. Dann ist es deine Entscheidung, was du wie versicherst, ob zwischendurch was umgebaut werden soll, welche Wartungszyklen du gern hättest,wer das machen soll oder du ggf. zwischenzeitlich wieder verkaufen willst.
Am Ende muss der Leasinggeber am Produkt auch was verdienen, unterm Strich kommt dich kaufen als Betrieb immer günstiger - die Entscheidung liegt also zwischen Einmalinvest oder monatlicher Dauerrechnung.

Grüße, M.
 
@Stina: In NRW gilt die Förderung für E-Latenräder für Firmen überall, es gibt keine Einschränkung bzwl. NOX-Überschreitung. Diese Regelung bzw. NOX und Luftqualität gilt nur für Privatpersonen.
Ich habe diesen Weg gewählt, bin selbständig mit Gewerbeschein. Ich weiss jetzt nicht, wie die Regelung bzw. Freiberufler aussieht. Denke aber, wenn eine "offizielle Bescheinigung" vorliegt könnte es auch klappen. Vielleicht mal bei der Bezirksregierung Arnsberg nachfragen.
Bei Firmen wird 30% bis max. 2000 Euro (netto) erstattet.
 
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