Ladeflächenhöhe wo?

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kürbelwürbel

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Hola Gemeinde,

in welcher Höhe relativ zum Boden sind bei Euren Lastern die Ladeflächen? Könnt Ihr vielleicht mal schildern, was sich bewährt hat, und was weniger?

Ich vermute, dass tiefer = besser ist, liegt ja auf der Hand, allerdings würde mich interessieren, wieviel Bodenfreiheit Ihr dabei noch als notwendig erachtet...

Hintergrund ist ein Eigenbauprojekt.

Vielen Dank im Voraus,

Bastian
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Achshöhe ist für Lastenräder ideal. Alles wesentlich höher oder tiefer macht Probleme.


Gruß
Mick
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Dieses hier scheint mir etwas hoch:

http://cgi.ebay.de/Transportrad-Lastenfahrrad-/190410551844?cmd=ViewItem&pt=Sport_Radsport_Fahrr%C3%A4der&hash=item2c555a7224

Vermutlich muß man aufpassen, damit es nicht umfällt. Ansonsten interessantes Rad.

Ich denke, je tiefer desto besser. Die Bodenfreiheit muß halt ausreichend sein, wobei man hierfür keinen festen Wert angeben kann, hängt ab von Radstand/Spurbreite und der zu befahrenden Strecke.

Im Zweifelsfall man schauen was die Anderen so bauen, man muß nicht immer das Rad neu erfinden.
 
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kürbelwürbel

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AW: Ladeflächenhöhe wo?

tach Christian,
Danke für den Link; Wir sind auf der Tiefladerschiene, Achshöhe passt da schon gut.

im Moment habe ich bei meinem Entwurf 13 cm Bodenfreiheit, eher 11. erscheint mir recht mager. Was sind da Eure Erfahrungen?

Außerdem würde mich interessieren, welche Lenkwinkel und Nachläufe Ihr an Euren Rädern habt, wenn Ihr das rausfinden könnt.
thx.

b.
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Lenkwinkel und Nachlauf sind relativ schwierig genau zu messen, und ein Ergebnis mit 3° Meßfehler bringt dir nichts. Vielleicht hat ja ein Hersteller Geometriedaten im Netz?

Wie soll das Ganze denn aussehen? Ich nehme mal an, 2 rädrig, sonst wärst Du im falschen Unterforum.
Ich habe ein cargobike long von bakfiets.NL. Da liegt der tiefste Punkt (unteres Ende vom (hinteren) Steuerrohr, etwa 15cm über dem Boden (es ist ein etwas kleineres Hinterrad verbaut als serienmäßig). Setzt regelmäßig auf, wenn ich bei unserer Fußgängerunterführung die Kinderwagenrampe hochschiebe. Da muß ich an der Kuppe das Rad am Sattel anheben. Im Fahrbetrieb aber unkritisch, hat vielleicht 2-3 mal an stärkeren Kuppen aufgesetzt. Der kritische Punkt liegt hier fast in der Mitte des doch enormen Radstands.
Die Kiste liegt deutlich höher und ist auch nicht so wahnsinnig breit, sprich, die Schräglagenfreiheit ist völlig unkritisch. Zumindest wenn so Schisser wie ich um die Kurve schleichen.
Dann habe ich noch das Chinesendreirad mit der Kiste vorne. Da ist die tiefste Stelle die Achse, um die sich der Kasten dreht. Also genau zwischen den Vorderrädern. Liegt etwa 13cm über der Fahrbahn. Hatte noch nie Bodenberührung.
Am Kritischsten ist das selbsgebaute Seitenwagenrad. Da liegt der vordere Querträger des Seitenwagenrahmens etwa 10cm über der Fahrbahn. Damit sind hohe Bordsteine echt ein Problem, auch sonst bleibt man damit häufiger mal hängen.
 
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kürbelwürbel

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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Hi Christian,
Danke für Deine Einschätzungen/erfahrungswerte. 2-Rad ist richtig, vorne 20" Rad, hinten 28", Radstand so ~2,5m, hab ich aber noch nich so richtig im Blick. Indirekte Lenkung mit geradem Lenkrohr beim Fahrer und ~73° Lenkwinkel am VR (sofern sich nichts anderes als sinnvoll erweist tippe ich, dass ich da schon mal nicht ganz daneben liege. Sitzposition sportlich nach vorne geneigt, mit Rennlenker.
Gitterrohrrahmen aus ST38 in bislang 22-42mm Durchmesser, m.a.W. bis 1,5" Außendurchmesser. Ob sich was Größeres empfiehlt, vermag ich im Moment nicht zu sagen, den Durchmessern am LarryvsHarry nach zu urteilen schon, aber die Ladefläche ist auch anders gestaltet; Unsere Konstruktion sieht 3 Rohre vor, die die Ladefläche mit dem Tretlager bzw. dem Antrieb und Sitzstrang des Rades verbinden: zwei ~35er Rohre oben und ein 42er Rohr unten, immer mit 22er Stegen verbunden. Ladefläche 1m breit, 1,5 lang, nach Möglichkeit. Karre wird relativ tief liegen müssen, ich hatte daran gedacht, die untere Steuersatzschale durch eine Art Deflektorschild aus Alu vor Beschädigungen beim Aufsetzen zu schützen. Als Ladefläche vorauss. Siebdruckplatte, möglicherweise doch n Alublech mit Sicken drin zur Verstärkung. Von den 3 Rohren ausgehend Arme zur Flattersicherung der Ladefläche, evtl. noch ein Außenrahmen, möglicherweise kommt die aber auch mit ner Sicke daher.
Vorne möglicherweise geschobene Schwinge wg. besserer Bodenhaftung, is aber noch unklar;
Komponenten für meine Büchse: Alfine oder Nexus 8 hinten mit Rollerbrake oder mech. betriebener Disk mit 180er Durchmesser, vorne 230er. Bereifung ist noch ein Problem, weil ich nicht wüsste, welcher (dünne) Reifen einer derart hohen Last zuverlässig standhält. Nabendynamo. So leicht wie nötig, so stabil wie möglich-ich würd' brechen, wenn der Rahmen das Flattern kriegte.

Für qualifizierte Bemerkungen dankbar!

B.
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Hi Christian,
Danke für Deine Einschätzungen/erfahrungswerte. 2-Rad ist richtig, vorne 20" Rad, hinten 28", Radstand so ~2,5m,

Ich weiß jetzt nicht genau den Radstand vom bakfiets cargobike long, aber 2,5m ist da doch eher die Gesamtlänge. Dein Ding wird also riesig?

hab ich aber noch nich so richtig im Blick. Indirekte Lenkung mit geradem Lenkrohr beim Fahrer und ~73° Lenkwinkel am VR (sofern sich nichts anderes als sinnvoll erweist tippe ich, dass ich da schon mal nicht ganz daneben liege. Sitzposition sportlich nach vorne geneigt, mit Rennlenker.

Mit der sportlichen Sitzposition würde ich es nicht übertreiben. Luftwiderstand des Fahrers ist bei so einem u-boot vergleichsweise vernachlässigbar. Ich habe ja auch einen (im Vergleich zum Hollandrad!) relativ tiefen Lenker und überlangen Vorbau montiert. Aber so, daß es durchaus noch bequem ist, so eine versammelte Sitzposition. Wenn du den Fahrer nach vorne richtig strecken willst, bringt das doch nix außer zusätzliche Baulänge, die dir die Steifigkeit ruiniert.
Vom größeren Wendekreis ganz zu schweigen.
Dein Lenker steht deiner Beladung im Weg, insbesondere Kinder freuen sich nicht über permanente Kopfnüsse vom Lenker.



Gitterrohrrahmen aus ST38 in bislang 22-42mm Durchmesser, m.a.W. bis 1,5" Außendurchmesser. Ob sich was Größeres empfiehlt, vermag ich im Moment nicht zu sagen, den Durchmessern am LarryvsHarry nach zu urteilen schon, aber die Ladefläche ist auch anders gestaltet; Unsere Konstruktion sieht 3 Rohre vor, die die Ladefläche mit dem Tretlager bzw. dem Antrieb und Sitzstrang des Rades verbinden: zwei ~35er Rohre oben und ein 42er Rohr unten, immer mit 22er Stegen verbunden. Ladefläche 1m breit, 1,5 lang, nach Möglichkeit.

Nicht riesig, super-riesig. Was willst du transportieren, Styroporblöcke? Machs doch gleich 1,6m lang, dann kannst du zwei Paletten quer nehmen?:)
Mit 10cm Bodenfreiheit bei 2,5m Radstand und 1m breiter Ladefläche sehe ich wirklich bisschen schwarz.

Karre wird relativ tief liegen müssen, ich hatte daran gedacht, die untere Steuersatzschale durch eine Art Deflektorschild aus Alu vor Beschädigungen beim Aufsetzen zu schützen.

Normalerweise ist ja nicht die Lagerschale der tiefste Punkt, sondern der Lenkhebel. Die Teile sind bei mir aus Stahl, ein paar Kratzer tun den nichts

Als Ladefläche vorauss. Siebdruckplatte, möglicherweise doch n Alublech mit Sicken drin zur Verstärkung. Von den 3 Rohren ausgehend Arme zur Flattersicherung der Ladefläche,
Also am cargobike long hängt die Kiste an vier Schloßschrauben M8. Damit wird das Ganze an zwei Vierkantrohren glaube 20x20 befestigt, die sind dann mit dem Zentralrohr verschweißt. Ziemlich windig und in meinen Augen unterdiemensioniert, hält aber.

evtl. noch ein Außenrahmen, möglicherweise kommt die aber auch mit ner Sicke daher.
Vorne möglicherweise geschobene Schwinge wg. besserer Bodenhaftung, is aber noch unklar;

Ich fürchte, die Bodenhaftung wird sich schon von selbst ergeben... so ein Riesenteil kann nicht ganz leicht sein.

Komponenten für meine Büchse: Alfine oder Nexus 8 hinten mit Rollerbrake oder mech. betriebener Disk mit 180er Durchmesser, vorne 230er.


Vorne empfehle ich unbedingt hydraulische Bremse, wegen sonst ungünstiger Zugverlegung im U unter der Kiste durch.

Bereifung ist noch ein Problem, weil ich nicht wüsste, welcher (dünne) Reifen einer derart hohen Last zuverlässig standhält.

Wie hoch ist denn die Last? Damit steht und fällt ja die ganze Auslegung. Mit ner 8-fach Nabe darf die Last jedenfalls nicht zu hoch bzw. der Berg nicht zu steil sein.
Einen wirklich dünnen Reifen zu verwenden, halte ich für Quatsch. Den fährst du dir Ruck-zuck kaputt. Ich habe früher Radtouren in den Alpen mit 23-28mm Bereifung gemacht, mit 25kg Gepäck. Da ging bei jeder Urlaubstour ein Mantel über die Wupper.
Es gibt aber im BMX-Bereich ordentliche Reifen in 20", fast profillos, die 6-8 bar packen, sowas wäre eine gute Basis.

Nabendynamo. So
leicht wie nötig, so stabil wie möglich-ich würd' brechen, wenn der Rahmen das Flattern kriegte.

Die Geschichte mit dem Flattern, das ist ja Torsion des Rahmens. Weiß jetzt auch nicht, ob ein Gitterrohrrahmen da so viel bringt. Man müßte die Verbindungen zwischen den Rohren schräg einschweißen, sonst kann er keine Torsion aufnehmen.
Ideal wäre ein geschlossenes, möglichst großvolumiges Profil.
Und überlege Dir genau, wie du Deinen Radstand minimieren kannst. Das vereinfacht die Sache ungemein.
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Was mir noch einfällt, da Du ja eh über ne Ladefläche aus Aluriffelblech nachdenkst:
Wirklich innovativ wäre es, das Alublech zu einem Kastenprofil kanten zu lassen und dann längs verschweißen. Querschnitt ähnlich wie etwa eine Autobahnbrücke.
Dann wäre oben Ladefläche, die Kante der Ladefläche wäre versteift und du hättest gleichzeitig den stabilsten und steifsten Rahmen, den man sich vorstellen kann.
Den Längslenker kannst du dann elegant im Kastenprofil laufen lassen.
Problem dabei natürlich die Krafteinleitung vorne und hinten in die anderen Teile des Rahmens. Denke aber, das bekommt man hin.
Wo kann ich mir die Idee patentieren lassen?
 
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Hallo Bastian, schwebt Dir sowas vor? Supiextremlang und breit! Sic! Der Lenker stört die Dame nicht!
 

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... und ~73° Lenkwinkel am VR (sofern sich nichts anderes als sinnvoll erweist tippe ich, dass ich da schon mal nicht ganz daneben liege.
moin,
die Lenkungsgeometrie hängt nicht nur vom Lenkwinkel ab, sondern v.a. vom erzielten Nachlauf. Dafür gibt es/gab es einen Rechner bei kreuzotter.de, der immer noch in irgendwelchen webarchive Seiten zu finden ist. -> google
Würde den Nachlauf in Richtung 60 -80 mm trimmen. Wenn du die Gabel zukaufst (falls sich die Eigenkoonstruktion nicht realisieren lässt), ergibt sich durch die dann gegebene Vorbiegung der gesuchte Lenkwinkel automatisch.
Winkel-Anleihen bei normalen Fahrrädern sind schwierig, da diese selten 20" Vorderräder haben. Aber Falträder vermessen könnte hilfreich sein.
Ich denke, dass ein eher steiler Lenkwinkel >73° für Transporträder gut ist, da dann die Absenkung des Schwerpunktes beim Lenken nicht so groß ist und eine halbwegs lastneutrale Lenkung möglich ist. Aber grau ist alle Theorie... und fahren lässt sich vieles irgendwie
Was die Ausgangsfrage betrifft: Ich halte Bordsteinkantenkontakt (wenn's mal enger wird) , v.a. bei der anvisierten Breite, für kritisch und würde versuchen die Fläche höher zu machen als der gemeine Bordstein ist.
Ein anderer Grund für ausreichend Höhe ergibt sich aus der Kurvenneigung...

Vorderradfederung halte ich für sehr sinnvoll, da das Rad im (sportlichen! und danach klingen die Sitzpositionsvorstellungen) Leerbetrieb ziemlich springt
Wobei: Bei den angepeilten Gesamtabmessungen, Rohrdurchmessern und der üblicherweise erhältlichen Wandstärke von 1,5mm solltest du mal eine kleine Gewichtsabschätzung machen - klingt seeehr schwer. Dann reichen auch dicke Reifen...

Viel Erfolg,
joerg
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Ich denke, dass ein eher steiler Lenkwinkel >73° für Transporträder gut ist, da dann die Absenkung des Schwerpunktes beim Lenken nicht so groß ist und eine halbwegs lastneutrale Lenkung möglich ist. Aber grau ist alle Theorie... und fahren lässt sich vieles irgendwie

Aber ist es nicht - neben dem Nachlauf - vor allem die Schwerpunktabsenkung die die Fuhre stabilisiert und den Lenker zurückstellt?
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Sehr ausgewogen scheint das Bullitt zu sein, dass läßt sich sogar freihändig fahren.
 
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AW: Ladeflächenhöhe wo?

Aber ist es nicht - neben dem Nachlauf - vor allem die Schwerpunktabsenkung die die Fuhre stabilisiert und den Lenker zurückstellt?

Ja, das stimmt natürlich. Es stellt sich nur die Frage wie stark dieser Effekt sein soll.
Nimmt man eine große Absenkung und dazu ein sehr schweres Gefährt, kann dieses wegen der hohen Lenkkräfte womöglich kaum Kurven fahren.
Und schwer sind Transporträder ja gelegentlich...

Grüße,
joerg
 
K

kürbelwürbel

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AW: Ladeflächenhöhe wo?

hallo zusammen, vielen dank für die gesammelten Ausführungen. Komme hoffentlich nächste Woche dazu, das Projekt genauer vorzustellen.

gruß,
k.
 
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