Kosten für Lastenfahrrad?

Hallo ihr,
was meint ihr wieviel € sollte ich für ein halbwegs gutes E-Lastenrad ungefähr ausgeben...?
Ansprüche: eher kleinere Transporte, sowas wie Einkäufe für 2 Personen, vielleicht mal ne Kiste Wasser, ein Hund - der Transportbehälter sollte vorne sein.
Gegenheiten: Stadtverkehr, teilweise sehr hügelig. (Bei Stadtverkehr: 2 rädrig oder besser 3 rädrig?)

Es gibt hier nämlich einen Zuschuss von der Stadt von 1000 €, und ich frage mich ob ich das angehen sollte.

Wieviel habt ihr so ausgegeben, seid ihr mit dem Teil zufrieden? (Wenn ja, könnte ich mal ein Foto sehen?

vielen Dank!

:eek:)
 
wäre für meine Zwecke so eins tauglich?:


sind 450 Wh ausreichend für 20-30 kg Last (also nur die Zuladung) bei Steigungen?
 
hab mal eben bei einem lokalen Händler angerufen.
ich werde dort einen Beratungstermin wahrnehmen.

das Babboe Ding hat keinen Mittelmotor und ist zudem für Steigungen nicht wirklich geeignet. Deswegen haben sie es garnicht in ihr Programm aufgenommen.
hm schade. sah gut aus. aber naja, das ist ja nicht das Kriterium.
 
Im Stadtverkehr ist Wendigkeit und kompakte Abmessungen hilfreich. Nicht zwingend erforderlich, aber eben besser. Ein Dreirad ist etwas breiter und das kann an manchen Stellen nicht mehr durch passen, wo man mit dem Zweirad noch durch kommt.
Ein Dreirad steht beladen besser als ein Zweirad, das dann immer seinen Ständer brauch und das kann schwer beladen anstrengend werden, es aufzubocken und wieder runter zu drücken. Also ein sechzig Kilo Frauchen wird mit einem achzig Kilo Lastenzweirad (inkl. Wocheneinkauf mit Getränken) vielleicht überfordert oder muss den Umgang sorgsam üben.
Eine Probefahrt sollte unbedingt schwer beladen unternommen werden. 40-50kg sollte man einladen. Steine, Getränkekisten oder vielleicht hat der Fahrradladen ein paar Stapel Werbeprospekte und noch ein paar Stahlteile die man in die Kiste legen kann.
Preislich geht es bei E-Rädern bei etwa 2500 Euro erst los, 3500-4000 sind eher der Durchschnitt und Zubehör kann mehrere hundert Euro hinzu addieren.
 
Preislich geht es bei E-Rädern bei etwa 2500 Euro erst los, 3500-4000 sind eher der Durchschnitt und Zubehör kann mehrere hundert Euro hinzu addieren.
Also würdest du sagen für 2500 € bekommt man nix Gutes?
Was denn für ein Zubehör? Braucht man zwingend noch Zubehör?
Fahrradschloß fällt mir ein -> zwingend nötig.
 
und das kann an manchen Stellen nicht mehr durch passen
ok muss man auf jeden Fall bedenken, aber wäre glaub ich kein Problem. Ich kenne die Strecken wo ich langfahren würde. Das würde gehen.

Ansonsten danke für deinen Kommentar. Das bestätigt soweit erstmal meinen Gedanken dass es eher ein Dreirad werden soll.

Die in dem Laden haben eine große Auswahl verschiedener Marken. Da werden die bestimmt auch "Last" haben, wenn man Probe fährt.
Aber gut dass du mich drauf hinweist, das wäre mir nun eher nicht eingefallen...
 
Also wenn der Hund eher so "Körbchengrösse" haben soll, also die Größe die andere Leute so im normalen Lenkerkorb am Fahrrad mitnehmen, dann könnte man auch über ein Bicicapace, Workcycles FR8 oder ähnliches nachdenken.
 
Also wenn der Hund eher so "Körbchengrösse" haben soll, also die Größe die andere Leute so im normalen Lenkerkorb am Fahrrad mitnehmen, dann könnte man auch über ein Bicicapace, Workcycles FR8 oder ähnliches nachdenken.
ja klar. sehen beide gut aus, also ich meine: für meine Zwecke tauglich. :)

Ich hätte auch kein Problem mir selber eine Kiste o.ä. zu bauen. Brauche also nur irgendwas stabiles tragfähiges, und nicht zwingend eine bereits verbaute Kiste oder so.
 
Also würdest du sagen für 2500 € bekommt man nix Gutes?
Was denn für ein Zubehör? Braucht man zwingend noch Zubehör?
Fahrradschloß fällt mir ein -> zwingend nötig.
Da dieser Preis die untere Schwelle markiert, ist hier das Rad in der Regel einfacher konstruiert und häufig schwerer als vergleichbare Räder. Gerade beim Dreirad ist die Konstruktion einer guten Lenkung teurer, preiswerte Räder verfügen über keinerlei Dämpfung. Neigetechnik kostet deutlich mehr, als ein "starres" Dreirad, fährt sich aber gerade bergab und in Kurven deutlich besser.
Das wird mit kleinen Runden auf dem Parkplatz schnell deutlich für Dich. Versuch macht kluch!

Neben dem Schloss (beim Dreirad besser zwei Schlösser, eine Kette und ein Rahmenschloss etwa) gehen Regenabdeckungen, Dächer, Sitzbänke (für Kindertransport) sehr ins Geld. Teilweise wird auch für Licht Aufpreis verlangt, was den Grundpreis günstiger erscheinen lässt.
Elektroantriebe sind der größte Kostenfaktor und günstigere Räder werden mit schwächerem Akku geliefert oder es gibt eben längere Reichweiten gegen Aufpreis.

Stell bei Probefahrten auch mal den Motor aus und fahre zumindest eine kurze Strecke ohne Hilfsantrieb. Hier trennt sich dann oft die Spreu vom Weizen. Manch ein preiswerter Stahl- und Holzpanzer radelt sich dann auch wie ein Panzer - sehr schwerfällig. Aber geht unterwegs einmal die Energie zur Neige, sollte man fähig sein, das Rad noch nach Hause zu radeln.

Hat dein Händler Babboe, dann wäre das Curve-E (knapp unter 4000) eine günstigere Möglichkeit, ein Dreirad mit Neigetechnik zu bekommen. Das Butchers&Bicycle MK1 hingegen liegt je nach Angebot bei 5000-5500, ebenso das Rad von Chike.
Es kann also auch sein, das Du preislich Kompromisse eingehen willst und dann landest Du eher bei einem Zweirad (hier das Abstellen und Abfahren mit Beladung üben) oder bei einem Dreirad mit starrer Lenkung (Kurvenfahren ausprobieren, aber langsam).
 
Hallo Petra, Dein "jut" läßt mich vermuten, daß Du eventuell auch aus Berlin kommst. Solltest Du die Zeit haben, würde ich Dir zu einem Besuch bei Velogut in Berlin-Kreuzberg raten (https://velogut.de/). Dort kannst Du eine ganze Reihe verschiedener Lastrenradtypen auch in der E-Version ausprobieren. Ich werde nicht müde, das Omnium (Cargo oder Minimax, https://omniumcargo.dk/) zu empfehlen, weil es leicht und kompakt ist, sich tatsächlich fast genau wie ein "normales" Fahrrad fährt und preislich noch im Rahmen ist. Ich denke Du wirst bei einem Neukauf mit minimal 2.500-3.500 € rechnen müssen. Einige Lastenräder lohnen sich auch als Gebrauchtkauf (z.B. das Bullitt). Aber auch dann werden immer noch zwischen 2.000 und 2.500 € fällig, da diese Räder ziemlich wertstabil sind. Ich denke es macht Sinn, zwei bis drei infrage kommende Räder durch Probefahrten einzukreisen und dann noch mal im Detail zu schauen, was Dir wirklich liegt. Von Dreirädern würde ich Dir aufgrund des hohen Gewichts, der nötigen erhöhten Lenkkräfte, der großen Spurbreite und geringen Agilität eher abraten. Zum Testen kannst Du in Berlin und Potsdam übrigens auch kostenlos Räder der ADFC https://flotte-berlin.de/ benutzen. Viel Erfolg bei der Auswahl Deines Lastenrads! Herzliche Grüße, Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
Die fLotte hat inzwischen auch mehrere E-Räder im Programm, allerdings alles Longjohns oder Christianiatypen. Ausleihen, ausprobieren, und dann erst investieren. Erhöht den letztendlichen Nutzwert.
 
ja klar. sehen beide gut aus, also ich meine: für meine Zwecke tauglich. :)

Ich hätte auch kein Problem mir selber eine Kiste o.ä. zu bauen. Brauche also nur irgendwas stabiles tragfähiges, und nicht zwingend eine bereits verbaute Kiste oder so.
Der Vorteil bei diesen Rädern wäre dass sie sich wie ein normales Fahrrad fahren. Das Workcycles hat bis zu 60*40cm Gepäckträger vorne, da geht schon gut was drauf.
Das Omnium, das @Milmesbach vorschlug, ist auch noch schön kompakt, auf jeden Fall die kürzeren Varianten, und auch noch nah am normalen Fahrrad dran. Für eure Zwecke mit kleinem Hund und Einkauf für nur zwei Leute braucht es vielleicht wirklich nicht mehr.
 
ok, super, vielen Dank euch allen für eure Tipps und Kommentare!
Dann werd ich mal rumschauen und ausprobieren.. :eek:)
 
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