Konstruktionsfehler an der Bremsaufnahme?

Handelt es sich um einen Konstruktionsfehler der durch den Hersteller beseitigt werden müsstge?

  • Konstruktionsfehler, der Hersteller sollte das Problem lösen.

  • Konstruktionsfehler, nicht optimal aber Rahmen der Toleranz.

  • Wo ist das Problem? Du bist ganz schön pingelig.


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
Beiträge
8
Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und möchte direkt eine technische Frage in die Runde werfen, die mich bei meinem neuen Lastenrad (Neupreis ca. 7.000 €, Kaufdatum Dez. 24) umtreibt. Da ich eine objektive technische Einschätzung möchte, nenne ich bewusst weder Hersteller noch Modell.

Die Situation:An meinem Lastenrad ist eine Magura 4-Kolben-Bremsanlage verbaut. Besonders am Hinterrad fällt auf, dass der Bremssattel offenbar nicht optimal zur Scheibe positioniert ist. Die Bremsbacken sitzen ca. 1 mm zu weit außen.

Die Folgen:

  • Es bildet sich im Betrieb ein Steg am oberen Rand der Beläge, da dieser Teil die Scheibe nicht berührt.
  • Sobald die Beläge etwas verschleißen, stoßen diese Stege irgendwann zusammen.
  • Ein gleichmäßiger Anpressdruck ist nicht gewährleistet, und der Verschleißzustand lässt sich durch den Steg optisch kaum noch zuverlässig beurteilen.
Die Reaktionen bisher:Ich habe den Händler und die beteiligten Hersteller bereits kontaktiert. Die Aussagen reichen von "Das ist bei diesem Modell bauartbedingt so und zu akzeptieren" bis hin zu "Die Bremsleistung wurde so getestet und ist ausreichend". Der Bremsenhersteller verweist auf die Zuständigkeit des Fahrradherstellers.

Meine Frage an euch:Ich empfinde das bei einem Sicherheitsbauteil und in dieser Preisklasse als unbefriedigend.

  1. Ist das eurer Meinung nach eine hinnehmbare Toleranz oder ein klarer technischer Mangel?
  2. Sollte man so etwas bei einem Neufahrzeug akzeptieren, oder ist das ein Problem, das der Hersteller mit einfachen Hilfsmitteln (z.B. Planfräsen der Aufnahme oder passende Adapter) beheben müsste?
Ich hänge euch Fotos der Beläge und der Einbausituation an. Ich bin gespannt, ob ihr das als "pingelig" einstuft oder ob ihr hier auch Handlungsbedarf seht.

Viele Grüße, Asinus

magura 3.png
magura2.png
Magura1.png
 
Moin @Asinus und erst einmal ein Willkommen im Forum.

An meinem Bullitt hatte ich damals auch so ein Problem. Ich habe das Problem nicht mit Mails gelöst, ich habe das Problem mit einem Innensechskant Gr. 5 und einem 15er Schlüssel gelöst, in dem ich den Bremssattel, bzw. den Bremssattelbock, sowie das betreffende Rad einfach ausgerichtet habe. Das war eine Sache von ca. 5 min. und ist nun gefixt für eine Ewigkeit.
Und da die Beläge noch genug Belag hatten, habe ich die Stege mit einem Cutter einfach wegeschnitten. So bremsten die Beläge dann noch ein paar Tausend km.
 
ich konnte nicht anders. Für mich die einzig passende Antwort ist 3.
Wäre schön zu wissen um welches Lastenrad es sich handelt, welche Achsaufnahme und welche Bremsaufnahme verbaut ist.
Kann sein, dass ein falscher IS-PM Adapter verbaut ist, die Bremse zum HR nicht richtig ausgerichtet ist, oder ein falscher PM-PM Adapter oder nur verdreht. Konstruktionsfehler ist da keiner. Maximal unpassende Komponenten zusammengebaut.
Bremshersteller hat damit nichts zu tun. Dein Händler sehr wohl. Wenn du es nicht kannst und weißt was du tun musst, Händler nerven.
 
Grundsätzlich darf das so nicht sein und dein Händler sollte sich darum kümmern.

Wenn Du es selbst richten willst und Du hier Hilfe suchst, bräuchte es wirklich mehr Infos und Bilder.
Ich hatte mal ein ähnliches Problem am Yuba Kombi, nachdem ich andere Bremsen verbaut hatte. Ich hab es mit einer angepassten Kombination von Adaptern gelöst, dadurch kam der Bremssattel näher zu Radmitte:

 
Die grundsätzliche Frage die sich stellt lautet ja: Lässt sich der Bremssattel so verstellen, das die Beläge nicht überstehen?

Wenn ja, dann was @holzwurm geschrieben hat. Wenn nein, dann halte ich das in der Tat für Pfuscherei.
 
Moin @Asinus und erst einmal ein Willkommen im Forum.

An meinem Bullitt hatte ich damals auch so ein Problem. Ich habe das Problem nicht mit Mails gelöst, ich habe das Problem mit einem Innensechskant Gr. 5 und einem 15er Schlüssel gelöst, in dem ich den Bremssattel, bzw. den Bremssattelbock, sowie das betreffende Rad einfach ausgerichtet habe. Das war eine Sache von ca. 5 min. und ist nun gefixt für eine Ewigkeit.
Und da die Beläge noch genug Belag hatten, habe ich die Stege mit einem Cutter einfach wegeschnitten. So bremsten die Beläge dann noch ein paar Tausend km.
Leider ist es in meinem Fall nicht so leicht zu lösen. Es handelt sich um eine Herstellerspezifische, nicht standardisierte Radaufnahme.

ich konnte nicht anders. Für mich die einzig passende Antwort ist 3.
Wäre schön zu wissen um welches Lastenrad es sich handelt, welche Achsaufnahme und welche Bremsaufnahme verbaut ist.
Kann sein, dass ein falscher IS-PM Adapter verbaut ist, die Bremse zum HR nicht richtig ausgerichtet ist, oder ein falscher PM-PM Adapter oder nur verdreht. Konstruktionsfehler ist da keiner. Maximal unpassende Komponenten zusammengebaut.
Bremshersteller hat damit nichts zu tun. Dein Händler sehr wohl. Wenn du es nicht kannst und weißt was du tun musst, Händler nerven.
Ggf. löse ich es noch auf. Im Internet können sich dinge schnell verselbstständigen und ich möchte nicht für schlechte Publicity für den Hersteller sorgen sondern eine Lösung finden beziehungsweise den Hersteller motivieren das Problem zu lösen.

Die Adapter sind laut Hersteller die dafür vorgesehenen, durch verdrehen kann das Problem ebenfalls nicht gelöst werden. Der Händler hat mir weitere Lastenräder des Herstellers gezeigt, alle mit dem selben Problem. Einen Adapter der das Problem lösen würde gibt es nicht, könnte aber leicht hergestellt werden. In wie weit so ein Produkt zugelassen und getestet werden muss weiß ich natürlich nicht. Durch Abschleifen könnte das Problem auch gelöst werden aber ich möchte eigentlich ein ordnungsgemäß zusammengebautes Lastenrad für den Preis erhalten und kein Bastelset. Nach Ablauf der Garantie oder bei einem gebrauchten Rad würde ich das Problem selbst beheben.
Die grundsätzliche Frage die sich stellt lautet ja: Lässt sich der Bremssattel so verstellen, das die Beläge nicht überstehen?

Wenn ja, dann was @holzwurm geschrieben hat. Wenn nein, dann halte ich das in der Tat für Pfuscherei.
Nein, der Bremssattel lässt sich nicht in die korrekte Position verstellen.
 
Grundsätzlich darf das so nicht sein und dein Händler sollte sich darum kümmern.

Wenn Du es selbst richten willst und Du hier Hilfe suchst, bräuchte es wirklich mehr Infos und Bilder.
Ich hatte mal ein ähnliches Problem am Yuba Kombi, nachdem ich andere Bremsen verbaut hatte. Ich hab es mit einer angepassten Kombination von Adaptern gelöst, dadurch kam der Bremssattel näher zu Radmitte:

Vielen Dank, vielleicht werde ich das Problem mit der Zeit selbst beheben. Der Zustand ist für mich nicht zu akzeptieren. Ich ärgere mich jedes mal wenn ich mit dem Rad fahre. Aktuell möchte ich aber noch abwarten ob der Hersteller einsichtig wird und eine Lösung für das Problem findet.

Ich würde mit Blender3D einen neuen Spacer basteln und diesen Fräsen lassen. Ggf. bräuchte ich dann noch einmal Hilfe für ein solches Projekt. (y)
 
Wieso Händler? Händler verkaufen, die handeln nicht.
Du brauchst ne Werkstatt oder Werkzeug.
Und wir brauchen aussagekräftige Bilder ;)
Gruß Krischan
 
Ohne Details zur Konstruktion und den verbauten Komponenten lässt sich keine Aussage treffen. Gerade wenn Teile von Drittanbietern eingesetzt werden und auch noch Adapter im Spiel sind.
Geht es Dir um ein quick-fix oder darum dem Hersteller auf die Füße zu treten?
 
Mir geht es darum, meinen meinen Anspruch an die Qualität eines gebrauchten Rades richtig einzuordnen. Bisher bin ich nur gebrauchte Räder gefahren, ein neues Rad ab Werk zählte ich noch nicht zu meinem Eigentum. Ich möchte also herausfinden ob mein Anspruch völlig daneben ist.

Sollte mein Anspruch nicht daneben sein, möchte ich natürlich damit dem Hersteller entsprechend Druck machen dieses Problem zu lösen. Insbesondere vor dem Hintergrund das es ein sehr einfach zu lösendes Problem in meinen Augen wäre.

An einem Quick-Fix bin ich aktuell noch nicht interessiert es sei denn jmd. hat das Problem bereits für sich bei dem gleichen Rad gelöst. Aktuell würde ich das Teil konstruieren und Fräsen lassen.

Beste Grüße
 
Können wir mal die Anbausituation sehen, Ausfallende, ggfs verbauten Adapter?
Natürlich ist da alles mögliche genormt, aber eine ungünstige Kombi von Ausfallende, Adapter, Sattel und Scheibe kann zu do einem mangelhaften Tragbild führen. Oder mangelhafte Montage/Einstellung.
Bisher kann ich nur sagen: So sollen die Beläge nicht aussehen.

Und btw: Willkommen bei uns!
 
10 Beiträge und wir wissen noch immer nicht von welche Marke und welches Modell dein vermeintlich mangelhaftes Rad ist. So wird dir keiner helfen können.
Er will von uns ja anscheinend derzeit nur wissen ob wir das als akzeptabel, nicht akzeptabel oder total daneben einschätzen, was halt a bissl schwer ist, wenn man das Detail nicht sieht.
Ich glaub dass wir grundsätzlich festhalten können, dass das so nicht sein soll. Viel mehr Aussage wird es aktuell dazu aber ohne Detailbilder nicht geben können.

Was mir noch einfällt, wenn diese Bremsaufnahme tatsächlich völlig abseits aller Standardteile und nicht justierbar ist: vielleicht versehentlich eine 200er statt einer 203er Bremsscheibe verbaut?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube die Fragen sind beantwortet, ich fasse es mal zusammen:
  1. Ist das eurer Meinung nach eine hinnehmbare Toleranz oder ein klarer technischer Mangel? Mangel
  2. Sollte man so etwas bei einem Neufahrzeug akzeptieren, oder ist das ein Problem, das der Hersteller mit einfachen Hilfsmitteln (z.B. Planfräsen der Aufnahme oder passende Adapter) beheben müsste? Nicht akzeptabel
Jetzt aber bitte nicht aufgeben und noch 3. woran liegt's? in den Fragenkatalog aufnehmen!

Wie an den vielen Beiträgen zu sehen ist, führen zu leichte Fragen hier zu Unterforderung und Unzufriedenheit da hier die Lösung von Problemen so gerne diskutiert wird. Und dafür brauchen wir Bilder.
 
Oder falsche Adapter oder falsche Bremsbeläge oder oder oder.
Wir wissen ja noch nichtmal ob wir über PM, IS oder Flatmount (gibt es das am Cargobike?) sprechen.
Aber @Asinus schreibt, dass der Fehler besonders am HR auffällt. Also gibt es ihn vorne auch? Das klingt für mich dann eher nach falschen Komponenten.
 
Das wäre für mich:
Die Bremsfunktion ist vermindert. Bitte den Verkäufer schriftlich auf Besserung inklusive Frist (14 Tage oder so). Falls der Verkäufer es nicht kann oder gewillt ist Rücktritt von Kaufvertrag. Du hattest bis jetzt genutzt daher musst du die Nutzung vielleicht bezahlen aber so kommst du zumindest aus der Nummer raus.

Ich mag nicht den rechtlichen Schritt Vorschlagen aber wenn der Verkäufer nicht sich bewegt gibt's keinen anderen Weg. OK, er kann ja auch nix dafür dass es so "falsch" verbaut ist vom Hersteller, aber er ist ja der Vertragspartner und nicht der Hersteller. Vielleicht ändert er seine Meinung und gibt dem Druck (Kosten) weiter an Hersteller und dann kommt vielleicht etwas Bewegung...


Die Bremsleistung wurde so getestet und ist ausreichend"
Die Frage die ich mir stelle ist: War der Bremskuchen auch so verschlissen so dass der Steg berührt haben (beim Test)? Oder war dass eine einfache Antwort zu. 1mm zu weit außen? Wenn ich das Bild genauer anschauen ist es bestimmt mehr wie 1mm an Steg übrig.
 
Du bist nicht der erste mit diesem Problem.



Gibt bestimmt auch noch mehr Fälle.

Du hast jetzt drei Möglichkeiten, damit umzugehen:
  1. Händler und Hersteller so lange auf den Füßen stehen, bis sie das Problem lösen. Das wird eventuell den Rechtsweg einschließen und niemandem Spaß machen außer deinem Anwalt.
  2. Beläge häufiger tauschen.
  3. Adapter nacharbeiten.
Entscheide selbst, wofür du deine Zeit nutzt und was dir im Leben wichtig ist. Natürlich hast du im Prinzip recht, aber wird das Fahrrad davon in Ordnung und bereichert die Diskussion dein Leben?

Ich würde mit der Feile einen Millimeter vom Adapter wegnehmen und weiterfahren. Vergiss CAD und all das, das ist viel zuviel Aufwand.

t.
 
Vielen Dank, vielleicht werde ich das Problem mit der Zeit selbst beheben. Der Zustand ist für mich nicht zu akzeptieren. Ich ärgere mich jedes mal wenn ich mit dem Rad fahre. Aktuell möchte ich aber noch abwarten ob der Hersteller einsichtig wird und eine Lösung für das Problem findet.
Das mit der Bremse ist so sicherlich nicht richtig. Aber völlig ungewöhnlich allerdings auch nicht.

Normalerweise wird das vom Händler in der Werkstatt problemlos beseitigt.

Mir dünkt allerdings durch die Art und weise wie du das Problem beschreibst das du damit keine Freunde bei den Händler findest.
Vielleicht liegt´s ja auch daran?

Ausserdem fände ich es eigentlich selbstverständlich wenn du in einem Forum fragst das die Notwendigen Informationen um sowas sinnvoll zu beantworten auch mitgeteilt werden.

Ist auch ne Sache der Höflichkeit...
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal vielen Dank für die rege Beteiligung.

Wie bereits Geschrieben, liegt das Problem bei allen betrachteten Rädern dieses Herstellers und dieses Modells vor. Wenn es die falsche Scheibe, der falsche Adapter oder ähnliches wäre könnte das Problem dadurch bei allen Rädern behoben werden. Mein Ziel ist es, dass das Problem nicht nur bei meinem sondern durch den Hersteller bei allen Rädern behoben wird. Dieser beruft sich jedoch darauf, dass gar kein Problem vorliegt, da die Bremsleistung ausreichend wäre. Ich sehe das anders, und habe auch eine Anfrage an den ADAC gestellt. Vielleicht bin ich ein Monk aber in meiner Berufswelt wird auf den Mikrometer genau gearbeitet und da fällt mir es schwer sowas zu akzeptieren.

Aktuell hat es hier -10°C, vlt schaffe ich es die Tage weitere Fotos zu machen. Welche Fotos würdet ihr euch noch wünschen?

Verbauter Adapter und Aufnahme, es ist übrigens PM und ein vertikaler Dropout.
 
Ebenfalls wie bereits geschrieben:
Ohne zumindest Detailbilder von Bremsaufnahme/Adapter/Sattel und Scheibe ist das nur Raterei.

Wenn sich das Problem leicht selbber abstellen lässt, würde ich das so machen. Wenn allerdings nicht, wäre der Händler Dein Ansprechpartner.
Daß ein Hersteller Dir (wenns nicht der Manufakturbetrieb ums Eck ist) Gehör schenkt ist eher so mittel wahrscheinlich.
 
Zurück
Oben Unten