Kind und Hund im Lastenrad zu wackelig?

Hallo zusammen,
jetzt habe ich mich auch mal angemeldet, nachdem ich hier im Forum schon ganz viele richtig gute Tipps und Beiträge gelesen habe. Tolles Forum!
Ich hoffe, ich bekomme von Euch auch viele gute Ideen.
Zu meiner Situation: ich fahre seit einem Jahr ein Babboe City Mountain. Mit meiner Tochter (2 Jahre) beladen und für meine Zwecke war das bisher auch völlig in Ordnung. Ich bin eher Schönwetterradler und fahre nur weil es mir Spaß macht. Das heißt, ich habe noch ein Auto und möchte es auch behalten. Das Fahrrad nutze ich hauptsächlich für Ausflüge und auch mal um damit in die Stadt zufahren.
Seit einiger Zeit haben wir noch einen Hund, der natürlich bei Ausflügen auch mit fahren soll. Ich habe schon viel mit ihm geübt und mittlerweile ist er auch total entspannt in der Kiste.
Nur finde ich, wenn er sich mal von rechts nach links legt, das Babboe total wackelig. Er ist momentan noch ein Welpe und erst 11 Kilo schwer. Wenn er mal ausgewachsen ist, wird er ungefähr 28 Kilo auf die Waage bringen - ich befürchte dass ich das nicht mehr ausbalancieren kann.

Meine Frage/n an Euch: liegt das am Babboe oder an mir?
Liegt ein Riese und Müller Load zum Beispiel ruhiger auf der Straße? Das Rad finde ich nämlich richtig cool.
Ich habe schon viel über das Butchers MK 1 e gelesen und frage mich, was der wirkliche Vorteil gegenüber einem Zweirad ist? Das ist doch mit der Neigetechnik genauso wackelig, oder? Ansonsten fände ich das auch sehr schick...
Ich habe noch ein Winter Kangaroo Luxe ins Auge gefasst, bin mir aber nicht so sicher ob da Touren mit ca 30 Kilometer Spaß machen.
Babboe bringt ja auch ein Rad mit Achsschenkellenkung raus. Das Flow Mountain. Könnte das die Lösung sein?

Mir geht es nicht ums schnell fahren. Das mache ich alleine mit meinem MTB oder Rennrad. Ich möchte aber schon "normal zügig" vorankommen, damit mein Mann mit uns mitfahren kann ohne sich zu langweilen. Außerdem sind hier die Radwege nicht ganz so toll. Also ein ganz normales Dreirad ist schon mal raus.

Ich hoffe sehr, dass ihr mir weiterhelfen könnt.
Ich weiß, ich sollte alle mal fahren. Im besten Fall mit Kind und Hund. Das ist hier in der Gegend aber nicht möglich und ich möchte so viele Infos wie möglich sammeln, bevor ich losziehe.

Vielen Dank schon mal im Voraus!
 
Muss gleich weg, also von mir nur eine kurze Antwort ;)

Wenn sich die "Ladung" bewegt und dadurch ihr Gewicht deutlich verlagert, spürt man das im Zweirad deutlich, denn der Radler muss das Gefährt ja im Gleichgewicht halten.
Hierbei spielen die Massenverhältnisse auch eine Rolle. Ein Fahrer mit 100kg eigener Masse kann 11kg munteren Hund besser ausgleichen, als ein 60kg Fahrer den 28kg Hund. Das steht im Verhältnis zueinander, zumindest in einem Zweirad.

Im Dreirad, auch mit Neigetechnik, verteilt sich die Last auf ein von Vorneherein stabileres Dreieck und das Halten des Gleichgewichts spielt eine Nebenrolle. Aber ja, bei der Neigetechnik kann ebenfalls das Verhältnis zwischen ausgleichendem Fahrer und beweglicher Last ungünstig werden.

Du solltest dem Hund eine Möglichkeit schaffen, von einer liegenden oder hockenden Position aus seine Umgebung sehen und wahrnehmen zu können. Auch er will die Fahrt erleben. Vielleicht eine Art Sockel, auf dem er über den Rand der Kiste blicken kann, oder ein Fenster oder Gitter?
 
Für mich war das eine Sache der Übung. Ich transportiere zwei Hunde, 23 und 37 kg schwer. Anfangs war ich froh, mit einem Hund im zweirädrigen Bakfiets fahren zu können und der durfte sich auf keinen Fall bewegen. Lange Zeit bin ich sofort angehalten, wenn die Jungs sich gerührt haben, die Position wechseln wollten.
Heute finde ich das nicht mehr schlimm. Der Leichtere bevorzugt meistens die Position direkt am Lenker, der ist auch fast taub und möchte gerne nah bei mir sein. Manchmal steht er kurz auf. Da tippe ich ihn heute während der Fahrt einfach an, damit er sich wieder setzt.
Der Große hat damit die ungünstigere, vordere Position und er wechselt ganz gern mal vom Sitzen ins Liegen. Anfangs hatte ich dann fast einen Herzkasper ;), heute kostet mich das nur noch etwas erhöhte Aufmerksamkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, also mehr üben:)! Der Hund wird zwangsläufig vorne sitzen müssen, da auf der Bank mein Kind sitzt.
Ich hab sein "Bettchen" schon so gebastelt, dass er im sitzen rausschauen kann. Außerdem ist er mit einem Geschirr angeschnallt, so dass er nicht raushopst. Ich bin halt am überlegen, ob ein Lastenrad mit drei Rädern oder eines mit einem tieferen Schwerpunkt einfach sicherer ist.
Auch beim Thema "was sehen und erleben bei der Fahrt" wären die von mir genannten Räder ganz gut, glaube ich. Bis auf das Babboe Flow, das hat ähnlich hohe Seitenwände wie meins.
Aber das Bakfiets ist ja vom Fahrverhalten dem Babboe City ganz ähnlich, oder? Und Du, "mittendrin", scheinst ja mittlerweile gut damit klar zu kommen.
Naja, ich warte mal ab ob noch mehr Antworten kommen und übe bis dahin einfach weiter.
Euch beiden schon einmal vielen Dank für Eure Antworten.
 
Ich hatte nie Gelegenheit, ein Babboe zu fahren. Aber wirkliche Unterschiede würde ich nicht erwarten. Bei mir wäre für den Größeren der Platz am Lenker wegen des Schwerpunktes angenehmer. Der wiegt einfach deutlich mehr. Wenn er liegt, legt er den Kopf vorne auf den niedrigen Kistenrand.

Ich glaube wirklich, das lernt man mit der Zeit. Neulich habe ich zusätzlich noch 15 kg Futter mitgenommen. Das war etwas seitenlastig, aber für 7 km Heimweg tolerierbar. Vor 2 Monaten hätte ich das noch nicht gemacht.

IMG_20200827_170739.jpg
 
Ich fahre jeden Tag mit einem Kind (17 kg) und Labradorhund (35 kg) in unserem UA, gelegentlich fährt noch ein Kind mit. Wenn man die Anfahrt geschafft hat (und das schafft Bosch Cargo schon), fährt man eigentlich ganz in Ordnung.

“Wackelig” wird es, wenn das Kind und der Hund auf der gleichen Seite fahren wollen, also wenn das ganze Gewicht auf einer Seite gelagert ist. Das kann man aber auch kompensieren. Ich wiege selbt ca 55 kg und finde es nicht sonderlich schwer.

Mein großtes Problem ist der Labrador rein und rauszunehmen. Er ist kein Leichgewicht mehr :D
 
Danke für Eure Antworten. Ich hatte mittlerweile die Möglichkeit verschiedene Modelle zu testen. Ein Zweirad mit tiefem Schwerpunkt ist definitiv schon mal viel besser und stabiler. Ein UA war nicht dabei, aber ich denke, da liegt/sitzt die Fracht schon tiefer als in meinem Babboe. Ich habe aber verletzungsbedingt einfach zu wenig Kraft in der rechten Schulter um wirklich sicher die lebhafte Ladung auszugleichen. Hund alleine geht, Kind alleine auch - beide zusammen geht für mich (momentan) definitiv nicht.
Am ehesten ginge noch das R+M Load. Das liegt echt wie ein Brett. Super tolles Rad. Aber wie die Kids da sitzen, wenn man nicht diese Bodenwanne hat, finde ich nicht gut gelöst. Vielleicht wird das mein Rad wenn meine Tochter selbst fährt, der Hund weitere Strecken laufen kann und ich die beiden nur noch ab und zu für ne Verschnaufpause drin habe.
Deswegen habe ich mich jetzt für ein ganz normales Dreirad entschieden. Ich fand das vom Fahrverhalten jetzt auch nicht soooo schlecht. Sicherlich ist es nicht so sportlich und flott zu fahren wie ein Zweirad, aber gut, alles kann ich halt nicht haben.
Ich bin mal gespannt, wie es sich dann bei Ausflügen wirklich bewährt - oder auch nicht.
Wegen Ein- und Aussteigen des Hundes: ich habe mir einen Klapphocker/tritt zugelegt. Damit kann der Hund selbst rein und raus (mit viel Leckerlie geübt) und zusammengeklappt passt der echt überall hin. Wäre vielleicht auch was für Deinen Labrador.
 
Dass eine Schulterverletzung/-Beeinträchtigung am Zweirad Probleme macht, kann ich mir gut vorstellen.
Da ist ein Dreirad natürlich viel weniger belastend. Mit Junghund hat das auch noch ganz andere Vorteile. Meine Hunde haben am Dreirad allesamt die richtige Nebenherlaufposition und zig andere praktische Dinge gelernt. Man kann ja jederzeit anhalten, sitzenbleiben, Hund clickern und belohnen. Das schafft man mit keinem Zweirad.
 
Magst Du uns verraten welches Dreirad es geworden ist? Da gibt es ja inzwischen auch einige.
Schön, dass Ihr eine Lösung gefunden habt!
 
Das war auch mein Gedanke. Mit einem Dreirad kann ich vieles besser mit dem Hund üben. Auch wenn meine Tochter mit dem Laufrad nebenher "saust" kann ich langsam fahren und sie samt Rad schnell auch wieder einladen.
Zum Glück gibt es ja mittlerweile für (fast) jede Lebenslage das passende Cargobike:).

Ich habe mich nach etlichen Probefahrten und hin und her überlegen für das Babboe Curve Mountain entschieden. Das passt momentan super zu uns, ich hab mich darauf wohl gefühlt und es war sofort verfügbar. Alternativ hätte ich noch das Bakfiets Cargo Trike genommen, aber ich wollte keine 12 Wochen mehr warten...
Ich wollte unbedingt eine Holzkiste, weil ich da selbst noch ein bisschen rumbasteln kann. Hab ich bei meinem City auch gemacht und auch hier hab ich schon wieder ein paar Ideen...(Kindersitz, Laufradhalterung,...)
Hier im Forum habe ich gelesen dass jemand die Tür von dem neuen "Go - E" ins Curve bauen möchte. Die Idee an sich finde ich total klasse. Ich habe aber leider von Babboe die Nachricht bekommen, dass es die wohl noch nicht einzeln zu bestellen gibt. Mal abwarten wie sich das entwickelt.
 
Oben Unten