KB: Lastenrad für 2 ältere Kinder (7+8)?

Wir haben die Taschen von Decathlon am Longtail und unten zum Schutz eine zugeschnittene Isomatte. Bei Regen oder Kälte stecken die Kinder die Füße da rein, das fängt auch eventuelle Decken zum einkuscheln auf. Zusammen mit dem Verdeck von oben hilft das relativ gut gegen Regen. Ein schmaler Spalt bleibt, bei starkem Regen ziehen die Kinder daher trotzdem eine Regenhose an, aber für kürzere Fahrten und nicht so starken Regen geht es wunderbar ohne.

Zum Aufsteigen: wenn das Rad stabil gerade steht, können die Kinder prima selbständig aufsteigen. Ich bevorzuge allerdings, das Rad schon vom Ständer zu schieben und die Kinder dann (ebenfalls selbständig) aufsteigen zu lassen (und das Rad dabei zu halten), da das vom Ständer schieben mit zunehmendem Gewicht der Kinder nicht einfacher wird.
 
@Mogliki Wenn ich verschiedene Fahrräder fahre oder gefahren habe, dann waren das in meinem Fall eh glückliche Fügungen und vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass ich nicht so auf Autos stehe und eben da kein Geld reininvestiere, so wie dies andere Menschen tun.
Dennoch habe ich wohl das Falsche studiert, um wirklich reich zu werden. Ist aber auch egal, Geld macht nicht glücklich. Und selbst wenn ich Geld in unverhältnismäßig hohem Maße zur Verfügung hätte, würde ich mir nur bestimmt Räder kaufen, dennoch wäre mein Fuhrpark sehr schnell größer.
Aber ist ja auch schön, noch Sehnsüchte zu haben, finde ich. Und unendlich Platz hätte ich dennoch nicht.

@wimmeling
Das mit den Beinen hängt von der Größe der Kinder, der Größe des Hinterrads ab. Zudem gibt es ja noch Vollverkleidungen für Longtails, da passt das schon mit den Beinen, ich finde Regenhosen dennoch sinnvoller, denn je nach Vollverkleidung wird so ein Rad hinten dann eben noch schwerer.
Auch Regenverdecke hinten kenne ich und habe ich genutzt, das Regenverdeck aber nicht im Blick zu haben (bei starkem Wind und dem dann nötigen Abbau oder Entschärfen z.B. durch Rausnehmen der Seitenscheiben) sehe ich als Nachteil.
Raufklettern hängt ganz davon ab, wie Kinder hinten gesichert werden. Mit einem Relingsystem kann es doof sein (Bicicapace, Radkutsche, R&M) oder es gibt halboffene System, Systeme zum Klappen (Bicicapace, Bike 43, Yuba) etc oder ganz offene Systeme nur mit Haltebügel.

Und das Umkippen hängt mMn stark vom Ständer ab. Generell finde ich das aber bei einem Long John einfacher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beinen der Passagiere auf dem Longtail? Eine Regenhose benötigt man dann trotzdem oder?
Wenn man unten so offen fährt wie ich, dann benötigt es eine Regenhose. Aber erstaunlicher Weise reicht es, dass die Kinder nicht frieren. Ohne Verdeck war ihnen selbst mit Heizweste kalt mit Verdeck hatten sie die Weste nicht mehr eingeschaltet.
Es gibt aber auch die Möglichkeit Taschen zu montieren, die die Beine schützen. Da ich aber auch Erwachsene sperrige Gegenstände etc mitnehme ist das keine Option für mich, da ich flexibel bleiben möchte.
Die Kinder steigen immer alleine auf und ab. Ich halte dann das Rad fest. Sprich das Rad steht nicht mehr auf dem Ständer. Kinder steigen zwischen Sitzbank und Reling auf. Erwachsene steigen über die Reling auf.
Nur mit dem Verdeck ist Wind bis jetzt kein Thema gewesen. Auch wenn es komplett geschlossen war. Ich genieße es aber, dass ich das Verdeck in einer knappen Minute montiert und demontieren kann. Je nach dem was ich benötige oder nicht. Gerade im Zug wäre das Verdeck nicht förderlich.

Johannes
 
Wir sind gestern das Cluuv bei einer netten Familie, die es gerade erworben hatten, privat probegefahren.
Die Box und Sitze sind natürlich der Hammer und unsere Kinder waren erwartungsgemäß begeistert. Insgesamt machte es nen sehr hochwertigen Eindruck. Das Fahrgefühl meinerseits war gut. Es macht schon Spaß es zu fahren und es ist auch komfortabel. Aber, und auch damit hatte ich gerechnet, auch wenig dynamisch und ungewohnt behäbig. Ist halt ein richtiges Schlachtschiff.
Meine Frau ist leider überhaupt nicht damit klargekommen. Sie fühlte sich sehr unsicher und hatte teilweise Schwierigkeiten loszufahren :(
Was uns beide enttäuscht hat, ist das Aufständern. Das ist für meine Frau mit beiden Kindern drinnen nicht möglich und auch ich hatte meine Schwierigkeit damit. Da fehlt es an einem geeigneten Griff wie z.B. beim UA am Sattel, um die Kraft optimal einsetzen zu können.

Wir waren eigentlich mit der Erwartung hingefahren, dass wir es noch einmal pro forma Probefahren und dann kaufen. Von daher war es gestern für meine Frau eine große Enttäuschung.

Wir sind uns nicht sicher, ob meine Frau sich daran gewöhnen kann und wird.

Wir wollen jetzt noch einmal versuchen die Radkutsche zu fahren. Ich werde mal versuchen hier über das Forum jemanden im Raum Bremen zu finden. Oder wir fahren mal nach Oldenburg.

Viele Grüße
 
Ist deine Frau grundsätzlich geübt, Lastenräder zu fahren oder kann sich das vielleicht mit Übung noch geben, so dass sie besser zurecht kommt?
Und zum aufständern: das Cluuv kenne ich nicht, aber zB beim Riese Müller Load finde ich es auch eher schwer, rein vollbeladenes Rad auf den Ständer zu bekommen. Kinder dürfen daher bei mir grundsätzlich aussteigen, bevor ich das Rad abstelle, auch bei unserem Longtail. Es geht ja auch um größere Kinder, die können das prima lernen. Das würde ich daher nicht zum entscheidenden Kriterium machen, jedenfalls wenn ihr das Rad nicht auch sonst regelmäßig für sehr schwere Lasten nutzen wollt.
 
Wir haben bisher 3 Long Johns Probe (UA, R&M Load, Cluuv) gefahren. Also geübt nein, aber Vergleichswerte haben wir schon.
Meine Frau ist das UA beim Händler gefahren mit mir (90kg) vorne drin und sie kam damit gut klar. Das ist jetzt für meine Frau die Benchmark.
Ich persönlich fande das R&M fantastisch. Ich komme aber tendenziell mit jedem 2-Rad klar. Ich würde für mich nur ein 3-Rad ausschließlich, wobei ich eines mit Neigung gerne mal ausprobieren würde.
 
Wir haben bisher 3 Long Johns Probe (UA, R&M Load, Cluuv) gefahren. Also geübt nein, aber Vergleichswerte haben wir schon.
Meine Frau ist das UA beim Händler gefahren mit mir (90kg) vorne drin und sie kam damit gut klar. Das ist jetzt für meine Frau die Benchmark.
Ich persönlich fande das R&M fantastisch. Ich komme aber tendenziell mit jedem 2-Rad klar. Ich würde für mich nur ein 3-Rad ausschließlich, wobei ich eines mit Neigung gerne mal ausprobieren würde.
Dann werfe ich zusätzlich noch das Mäx & Mäleon in den Ring. Gibt wohl einen Händler in der Nähe von Bremen, bei dem Probefahrten möglich sind. Zwei auch große Kinder gehen auf die Bank, Platz für Ranzen sollte noch da sein und ein simples, aber praktisches Regenverdeck gibt es auch.
Zudem Bosch mit 85 oder 120 Nm, Enviolo oder 3x3 ... glaub auch Rohloff, bin mir nicht sicher.

Klar, die Preise sind ordentlich (aber bitte auch Bedenken, dass es ein relativ kleiner, deutscher Solohersteller ist, der auch lokal produziert, analog zu Cluuv und Radkutsche), aber das sind sie bei den anderen Kandidaten teilweise auch.

Platz zum Abstellen ist eben von Nöten und selber warten würde ich das Bike nicht wollen.

Das Fahren ist gewönungsbedürftig, auch beeindruckend. eine Lernkurve ist schon dringend nötig. Ich hätte da noch einen Moment gebraucht.
Ich wurde mal darin gefahren und das war schon der Wahnsinn und sehr gemütlich. Zuladung vorne liegt bei 100 kg.

PS: Das intensive Probefahren @wimmeling finde ich immens wichtig. Macht weiter so, ist durchaus keine einfache Entscheidung. Macht im Zweifel mal nen WE-Trip nach HH oder eben irgendwohin, wo es die Wunschräder gibt.
So ein UA, hatte ich ja auch, ist schon "ok", eben nicht perfekt und wird schnell schnuckelig gemütlich. Aber es "passt" vielen.
Gleichzeitig gibt es auch Gründe für den Erfolg und in der Form gibt es das Ding schon lange. Frag mal @cargoposaune (sorry btw, das ich dich ständig erwähne). Die sind vom UA aufs Cluuv gewechselt afaik und in manchen Bereichen wurde das UA vermisst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein HNF Nicolai CD2 wär südlich von Bremen bei KA...
Oder ein älteres für den halben Preis:

 
Zurück
Oben Unten