Kaufempfehlung Trekkingrad?

Ich bin mit dem folgenden Thema so richtig OT, aber diese Forums-Gemeinde gefällt mir sehr! Wenn Euch oder dem Moderator das Thema stört, dann bitte ich den Moderator um das Löschen dieses Beitrags. Vielen Dank und entschuldigt ggf. die Belästigung mit einem OT.


Ich bin auf der Suche nach einem Fahrrad (Biobike) für alltägliche Fahrten in der Stadt, auch im Winter. Außerdem soll das Rad ein paar mal im Jahr für Ausflüge auf dem Land funktionieren. Keine Ahnung, wie man so ein Rad heute nennt, irgendetwas zwischen „Stadtrad” und „Trekkingrad”?
  • Rahmenhöhe: 57 bis 62 cm (mit „Rahmenhöhe” meine ich diese Höhe)
  • Sitzposition: irgendetwas zwischen sportlich („Rennrad”) und aufrecht („Hollandrad”)
  • Alu oder Stahl: egal
  • Gewicht: egal
  • Optik: möglichst dezent
  • Federgabel: muss nicht sein
  • Kindertransport auf dem Gepäckträger: muss nicht sein
  • Gebrauchtrad oder Neurad: egal
  • Marke: egal
Damit es alltagstauglich (=wenig Wartung) ist, dachte ich bisher an folgende Komponenten:
  • Hydrauliche Felgenbremsen oder Scheibenbremsen
  • Nabenschaltung mit Kette oder Riemen (Wirkungsgrad ist für mich zweitrangig)
  • Nabendynamo oder Akkuleuchten
  • Schutzbleche
  • Gepäckträger
Bisher habe ich so etwas wie das T50S von vsf Fahrradmanufaktur im Blick (hat aber Kettenschaltung).

Ich habe mittlerweile verstanden, dass es auch bei Fahrrädern nicht die Eierlegende Wollmilchsau gibt, deshalb muss ich mir in Zukunft wohl für unterschiedliche Verwendungszwecke auch unterschiedliche Fahrräder zulegen.

Wenn möglich, soll sich das Rad bei 500 bis 700 Euro ohne Schloss einpendeln. Ich weiß, dass das kein Geld ist. Aber es muss auch kein Neurad sein und ich mache auch gerne Abstriche bei teuren Komponenten. Wenn es für dieses Geld kein halbwegs solides Alltagsrad gibt, muss ich halt tiefer in die Tasche greifen. Ich wollte aber nicht gleich oben anfangen, sondern mich preislich eher von unten nach oben bewegen, wenn es notwendig ist. Ich lasse mich bei allen Komponenten gerne belehren, auch was die Alltagstauglichkeit betrifft. Ich freue mich über jeden Hinweis.
 
Wir waren vor dem Kauf des Lastenrads beide mit Raleigh Devon Brooks unterwegs und waren sehr zufrieden. Die Räder sind aus Stahl mit gemufften Rahmen und grundsolide. Wir hatten aber auch nach Packeseln gesucht und da passten sie. Listenpreis war in 2011 ca. 1000 EUR, gebraucht würde so etwas also gut in Dein Budget passen. Serienausstattung war Shimano Deore LX, Schaltung 3x9.

Bis auf die Bremsen (Stand 2011!) würde das Rad zu Deinen Anforderungen passen.
Du wohnst nicht zufällig im Rhein-Main-Gebiet, oder?
 
Ich hatte dafür das Ghost Panamao C7 Bj. 2015 im Einsatz. Hat neu 1500€ gekostet.
Anforderungen waren ähnlich:
- Scheibenbremse
- NaDy
- Schutzbleche
- Nabenschaltung > Alfine8
- Keine Federgabel
- Breite Reifen möglich
- Kettenspanner in den Ausfallenden (kein Extendertrettlager)

Das hat das Rad alles erfüllt und über 5000km in 2 Jahren seinen Zweck gut erfüllt. Die Verluste der Alfine11 empfand ich spürbar und nervten mich am Ende mehr als ich anfangs dachte. Nach Umzug und Radpendeln in die Arbeit nur noch bei ausreichend Zeitbudget und besserem Wetter stand es noch 1 Jahr ungenutzt in der Garage. Dann habe ich es für ganze 750 inkl Versand verkauft :cry:

Es gibt es leider nicht mehr neu, aber denke es passt gut in dein Anforderungsprofil
 
Riemen + Scheibenbremse + Nabendynamo/Licht gibt es nur im Sonderangebot oder gebraucht unter 1.000€. Das Diamant 247 gibt es ab und zu auch für 900€. Hab selbst ein Scott Sub mit Riemen und 8 Gang Alfine gebraucht für 400€ gekauft und Nabendynamo plus Verschleißteile gemacht. Da muss dann aber flexibel sein und selbst was machen.
Ohne Riemen sollte es bei den großen Versendern auch was im Bereich 600-800 geben.
Wenn Du lieber beim kleinen Händler kaufst und ein Böttcher-Händler in der Nähe hast, wäre vielleicht auch das was:
 
Ich habe 2013 ein VSF T50 gekauft.
Man liest, das sei das billigste, was man Fahrrad nennen darf.
Ich war aber zufrieden.
Wie die Ausstattung heute ist, weiss ich nicht, aber Nexus8, Magura HS11 und Nabendynamo an einem nicht top, aber ordentlich ausgestatteten und gut gebauten Rad für damals 649 fand ich fair.
Heute würde ich wohl ein Modell mit Stahlrahmen wählen, aber genau den von Dir beschriebenen Zweck hat das Rad für mich erfüllt. Da ich es wg. der Lastenräder kaum noch fuhr, habe ich es für 200 verkauft. Um diesen Betrag herum gibt es immer mal welche. Investiere in eine Inspektion und Reifen und passe Vorbau und Lenker an. Dann hast Du für 300-350 ein ordentliches Gefährt.
Gilt ähnlich für viele Räder der 800-1100 Euro Klasse, die jetzt so 4-7 Jahre sind. Gebraucht günstig und mit wenig Aufwand besser, als neue für das gleiche Geld.
 
Gebraucht günstig und mit wenig Aufwand besser, als neue für das gleiche Geld.
Ja, das finde ich einen guten Ansatz. Ich habe mir die Marken und Modelle, die von Donnerknipsel, MilanO und vnweit genannt wurden, notiert und gucke jetzt auf Ebay-Kleinanzeigen. Ich gucke schon seit zwei Wochen, leider ist die Ausbeute nicht so riesig. Aber ich habe noch nicht aufgegeben.
 
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Fahrrad-Anzeigen in seiner Region durchzuklicken
Was meinst Du damit? Ich kenne solche Vor-Ort-Kleinanzeigen nur aus einer Zeit vor Ebay-Kleinanzeigen aus lokalen Papier-Zeitungen, aber nicht als Online-Version. Ich habe das Gefühl, dass Ebay-Kleinanzeigen diese Funktion völlig übernommen hat. Oder übersehe ich irgendwelche Internetseiten?
 
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Was meinst Du damit? Ich kenne solche Vor-Ort-Kleinanzeigen nur aus einer Zeit vor Ebay-Kleinanzeigen aus lokalen Papier-Zeitungen, aber nicht als Online-Version. Ich habe das Gefühl, dass Ebay-Kleinanzeigen diese Funktion völlig übernommen hat. Oder übersehe ich irgendwelche Internetseiten?
Ich meinte auch ebay-kleinanzeigen. Statt nach bestimmten Modellen zu suchen, kann man auch Glückstreffer haben, wenn man sich mal alle Räder im Umkreis anschaut.
 
Auf eBay Kleinanzeigen könnte es sich auch einfach lohnen nach Rohloff zu schauen. Da gibt es immer mal wieder Räder um die 600 Euro. Die Rohloff wurde eigentlich nur in höherwertige Räder eingebaut, so dass man da gebraucht nicht so viel falsch machen kann, wenn man ein wenig aufpasst.
 
Bei Rohloff würde ich mir aber immer einen privaten Kaufvertrag aufsetzen lassen, in dem auch die Rohloff Seriennummer vermerkt ist. Ansonsten bekommst Du Probleme die Rohloff auf Deinen Namen registrieren zu lassen.
 
Meinst Du Alfine 11 oder Alfine 8?
mit > Alfine8 meinte ich besser, höherwertiger als die. Also meine Anforderung war mindestens die 11er, da die 8er noch eine Fettschmierung hat und die 11er ein Ölbad wie die Rohloff. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Aber selbst die „hochwertige“ Alfine11 war mir zu verlustbehaftet. Ich bin noch keine Rohloff gefahren, aber alle Nabenschaltungen bisher sind bei mir durchgefallen <- SSP oder Kettenschaltung. Was anderes habe ich nicht mehr im Betrieb
 
Hallo Kalle2020!

Ich kann Deine Fragestellung gut verstehen. So oder ähnlich hätte ich es auch formuliert. Eine Besonderheit bei mir war, dass ich nicht etwa aufgrund mangelnder Rücklagen einen sehr niedrigen Kaufpreis anpeilte, sondern wegen dem allfälligen, lästigen Diebstahls-Thema. Ist mir wiederholt passiert, mal ist auch ein fast-Neurad (6 Monate alt) gestohlen worden. Neben Cargobike oder auch Bahnhofsgurke brauche ich immer ein halbwegs fittes Trekking-Rad. Ich finde es eigentlich blöde, und zwar in Bezug auf Verkehrswende und die Daseinsberechtigung des Fahrradhändlers vor Ort, immer das letzte beim Preis rauszudrücken zu wollen. Andererseits ist es dermaßen ärgerlich, beklaut zu werden. Und manche schicken Räder locken Diebe ja auch noch an.

Einige Jahre war ich gut damit gefahren, bei besagtem Kleinanzeigen-Portal einfach den Kaufpreis nach Wunsch einzuschränken (180 bis 220€ beispielsweise) und dann bei einem guten Angebot in der Nachbarschaft schnell zu sein. Einmal gab mir ein Mitt-Zwanziger Hipster ein gutes und fast neues Trekkingrad für schlappe 200€ und erklärte dazu: "ich wollte ein Singlespeed, aber meine Eltern schenkten mir das da zu Weihnachten. Für 200 bekomme ich genau mein Rad auf dem Gebrauchtmarkt, das reicht mir". Papiere, alles dabei. Da schlägt man doch achselzuckend ein, oder? Hauptsache, natürlich: Keine Hehlerware!

Der letzte Kauf lief anders. Ich hatte einfach mal einen Internet-Kauf erwogen und das da eine Zeit lang beobachtet:

https://www.fahrrad.de/vermont-jame...20Herren&utm_content=Vermont&utm_term=1122776

Wie das so ist mit den "Internet-Buden": Es schwankte der Verkaufspreis ständig hin und her, zwischen nahe 700 und dann wieder deutlicher unter 500. Wobei man ja auch nie weiß, was man von den durchgestrichenen, angeblichen vorherigen UVP halten soll. Keine Ahnung. Nach einigen Wochen Schauen flatterten plötzlich E-Gutscheine des Anbieters in mein Postfach (aha: cookies ...) und in der Kombination von Winterpreis, Rabbataktion (15%?) und sonstwas (herabgesetzt, Vorjahresmodell) habe ich das Rad dann frei Haus für etwas über 300,-€ bekommen. Verbaut eine Magura HS 11 (die HS 33 ist natürlich besser), eine Alivio-Gruppe, na ja. Sattel, Vorbau und Lenker habe ich nicht verändern müssen. Gepäckträger filigran wirkend, aber hält dennoch Wochenendeinkäufe in Ortliebs über 30kg, Rahmen völlig o.k., Federgabel passabel, NaDy und Licht gut, in die Reifen eine Pannenschutzeinlage gelegt - fertig. Die RH 60cm passte gut.

Natürlich: es gibt immer ein Risiko beim Internetkauf, Probefahrt vorher wäre besser. Und eine etwaige Retoure ist bei so großen Dingen eher lästig.

Na, ja. Ich wollte nur mal "kurz" Erfahrungen schildern. Dein Thema sprach etwas in mir an. Das Rad fahre ich jetzt drei Jahre und schone es nicht.

Beste Grüße, ich wünsche gutes Gelingen!
 
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