Kaufberatung: Lastenrad „tourenfähig“ machen?

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Mit oder ohne "E". Und falls "E", wie hast du wieder aufgeladen?
Mit E, aufgeladen immer über Nacht, das war mit Doppelakku. Je nach Wetter und Wind war aber auch Nachladen schon mal nötig bei einer längeren Pause. Das macht sehr viel Unterschied. Ich bin die Strecke schon mehrmals gefahren (Schokofahrt), bei bestem Wetter und wenig Beladung mit einem Akku / 120km, bei miesem Wetter und Beladung mussten wir auch schon nachladen.
Es gibt Apps mit Ladestationen (z.B. "Fahrrad" für iOS)
 
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Ein anderer, namens "Düsselflitzer" fährt die "kleine" Schokofahrt am nächsten Samstag von Düsseldorf nach Weeze, um dort Schokolade abzuholen und retour. Das sind auch einige Kilometer...
Schokofahrt Köln-Amsterdam bin ich mit o.g. Standard-Packster von Donk-EE gefahren und hatte eigentlich nix zu meckern. Auch mit dem Chike bin ich das schon gefahren, da sitzt man etwas aufrechter, aber auch langstreckentauglich. Beim Chike ist die Kiste prima, da kann man auch Kaffee einschenken während der Fahrt :)
 
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Mit E, aufgeladen immer über Nacht, das war mit Doppelakku. Je nach Wetter und Wind war aber auch Nachladen schon mal nötig bei einer längeren Pause. Das macht sehr viel Unterschied. Ich bin die Strecke schon mehrmals gefahren (Schokofahrt), bei bestem Wetter und wenig Beladung mit einem Akku / 120km, bei miesem Wetter und Beladung mussten wir auch schon nachladen.
Es gibt Apps mit Ladestationen (z.B. "Fahrrad" für iOS)
Das ist ja ein anderes Problem.

Ich nutze ein "googlefreies" Android und da wird die Luft dünn bei manchen Apps.
 
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Das ist ja ein anderes Problem.

Ich nutze ein "googlefreies" Android und da wird die Luft dünn bei manchen Apps.
Muss man dann ggf. vorher schauen und notieren oder ausdrucken, oder sich halt durchfragen.

Eine ausgewiesene Ladestation habe ich noch nie gebraucht, im Cafe nett gefragt, dann war das nie ein Problem. Wenn man das Trinkgeld dann etwas großzügiger bemisst, dürfen die nächsten Radler auch noch laden.
 
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Mein Plan ist es auch den Einsatzradius zunehmend zu erweitern, einfach weil es großen Spaß macht und richtig praktisch ist mit großem Stauraum für allen Tourenkram und der Möglichkeit Kinderräder samt müder Piloten schnell noch mit drauf zu packen. Kürzere Touren (so 25-30km Gesamt mit viel Selberfahren der Kinder) waren ein großer Erfolg - und eine Balanceübung am Lastenrad, wenn Töchterlein trotz aller "ich-überhol-Dich-jetzt"-Ankündigungen von ihrem soliden 10,5km/h Schnitt auf einen 6,0km/h Schnitt zurückfällt.

20210221_114905.jpg


Ich würde sagen, sobald Geometrie und Schaltung des Rads den Ansprüchen des Fahrers entspricht, spricht nichts dagegen es als Tourenrad einzusetzten. Im Flachen läuft es - wenn einmal in Fahrt gebracht - eh gut dahin und an Steigungen gleicht der Motor die zusätzliche Last für den mitteltrainierten Fahrer je nach Unterstützungslevel mehr als aus. Je mehr es um Touren und Akkuabhängigkeit geht, umso mehr spielt halt auch die Komponenten- Wirkungsgrad- und Geometriefrage eine Rolle, damit die mitteltrainierte Kraft zu möglichst überdurchschnittlichem Anteil auf die Straße kommt.

"Lange" Touren - also so 30-40km pro Strecke - habe ich bisher noch nicht gemacht. Innerfamiliäre Standpunktsuche, komplexe Witterungsfragen und überzeugende Einsatzgelegenheit warten noch auf günstige Konstellation für den Erstversuch.

Das Hauptproblem sehe ich eigentlich im Zeitaufwand, der sich bei diesen Strecken, insbesondere wenn überwiegend Überland, schnell verdreifacht. Sprich: Das muss als Erlebnisfaktor eingebaut bzw. eingepreist werden inklusive allfälligem Nachtfahrterlebnis beim Heimkommen...
Oder natürlich die genannte HS-Option wobei man das halt auch mögen muss, mit fast 50km/h dahin zu bügeln bzw. muss es die Strecke hergeben. Auf der Landstraße sind 50km/h ja trotzdem eher wenig und für den ungepflegten Radweg (abgesehen vom Verbot) schnell zu viel.

Was die Akkukapazität anbelangt, hängt wohl auch viel vom Höhenprofil ab, das gefahren werden soll. Mein Plan ist ja für solche Touren das Ladegerät mitzunehmen. Wenn ich es richtig beobachtet habe, dann dauert es um die 3 Stunden, dass der Akku wieder voll ist. Sollte sich ausgehen am Ziel einen signifikanten Teil nachzuladen, sofern dieses nicht abseits aller Steckdosen liegt.
 
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Oder natürlich die genannte HS-Option wobei man das halt auch mögen muss, mit fast 50km/h dahin zu bügeln bzw. muss es die Strecke hergeben. Auf der Landstraße sind 50km/h ja trotzdem eher wenig und für den ungepflegten Radweg (abgesehen vom Verbot) schnell zu viel.

Was die Akkukapazität anbelangt, hängt wohl auch viel vom Höhenprofil ab, das gefahren werden soll. Mein Plan ist ja für solche Touren das Ladegerät mitzunehmen. Wenn ich es richtig beobachtet habe, dann dauert es um die 3 Stunden, dass der Akku wieder voll ist. Sollte sich ausgehen am Ziel einen signifikanten Teil nachzuladen, sofern dieses nicht abseits aller Steckdosen liegt.
Was das "HS" angeht, kann ich nur für das Load 75 HS sprechen und da auch nur für die geringe Laufleistung (< 400 km), die das Rad in seinem kurzen Leben bewegt wurde. Das Load ist aktuell das einzige Long John S-Pedelec auf dem Markt; wie andere HS-Lastenräder "so sind" kann ich nicht beurteilen.

Ausschlaggebend für die HS-Version ist bei mir gewesen, dass wir hier auf dem Lande wohnen. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs sind zwar in angenehmen Entfernungen (5 bis 13 km) auch für ein 25er, viele andere Ziele (Kreisstadt, R&M-Händler ;) ...) sind aber > 30, teils über 40 km entfernt

Da zieht es sich auf einem 25er schon.

Bei den bisher gefahrenen Strecken habe ich mich meist im Fenster 33 bis 38 km/h bewegt. Zumindest bei meinem aktuell schlechten Trainingsstand ist es für mich illusorisch dauerhaft 45 km/h zu halten. Ja, bin ich auch schon gefahren, aber es waren anstrengende 5 km, bei denen ich auch schon fast hören konnte, wie die Elektronen aus den Akkus gesaugt wurden.

Der aktuelle Bosch Cargoline Speed liefert im Turbo-Modus 400% Unterstützung. Hier äußert sich Markus Riese über den "Faktor 4", zwar am anderen Ende der Geschwindigkeitsskala, aber auch da ist Faktor 4 seiner Meinung nach zu wenig:

Leva-EU fordert Europäische Union zu Kurswechsel bei S-Pedelecs auf

...

Eine Vorschrift als Sicherheitsrisiko

Riese wies auf den entscheidenden Punkt hin: „Mit Faktor 4 können Sie keine Ladungsgeschwindigkeits-Pedelecs bauen, mit denen Sie sicher bergauf fahren können. Faktor 4 erlaubt es kaum, 10 km/h zu erreichen, und wenn Sie dann beispielsweise mit zwei Kindern vorne gezwungen sind, auf der Straße zu fahren, riskieren Sie ihr Leben.“

...
Zumindest für mich sind die 45 km/h noch weit entfernt.
 
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