Ich habe einen Riss an meinem Load60 entdeckt.

Wie geschrieben werde ich euer Denken wohl nicht nachvollziehe können.
Mag etwas dran liegen das ich in einem anderen Gewerk mal das war was dem Händler beim Fahrrad am ehesten entspricht.
Habe auch viele Garantie Anträge gestellt.
Wenn es Hier so ein solidarisches Denken gibt könnte man doch ein Spendenkonto eröffnen und zB. den 50er der ja so
lächerlich ist einzahlen.

wer wird vom Händler explizit auf diese Garantiebedingungen hingewiesen?
Und warum ist das so und wer ist da eher der Nutznießer?
Eher der Händler und keiner kann es da wirklich richtig machen.
Das: "5Jahre Garantie gibt es für den Erstbesitzer wenn Sie das Bike registriert und alle Inspektionen durchführt lassen"
will doch auch keiner wirklich hören und sich dann an alle Inspektionen halten.
Mal als Gegenrechnung: 6Jahre alt = mindestens 7 Inspektionen.
Wer 4 davon nicht machen lässt hat das Geld für die Schwinge schon mal nicht beim Händler gelassen.

"Keine Garantie, nerv Deinen Händler" ist nicht was man hören möchte.
Ist aber halt annähernd überall so, der Geschäftspartner ist der Händler und nicht der Hersteller.
Mag alles nicht so empathisch rüberkommen was ich schreibe, nur ist es eher die Wahrheit als dem Hersteller alle Schuld zu geben.
Mit gemeinschaftlichen "R&M ist Driss" schreiben wird sich das Bike nicht reparieren lassen.

Schwinge ausbauen und ab zur Schlosserei des Vertrauen bringen statt endlos auszudiskutieren wer da jetzt Schuld ist.
Glaube mein Berufsleben hat mich da wohl zu pragmatisch gemacht.
Bei meinem Gewerk war es vorrangig das es möglichst schnell wieder funktionierte.
Meist stand da halt nicht nur die defekte Maschine, das Ganze drumherum stand meist mit.
 
TO scheint in US, kann natürlich dann eine andere story sein. Portland ist zum glück recht bike-affin..
 
Dein Lösungsvorschlag wäre wahrscheinlich auch mein Weg.
Aber abgesehen davon finde ich - auch wenn es nicht an vielen Stellen anders läuft - die Kommunikation verbesserungswürdig.
 
Moin,

in Portland habt ihr doch eine Menge begnadeter WIG-Schweisser...
Ich würde die Quick&Dirty Methode anwenden:
Rad auf die Bühne, Elektrik vom Rahmen entkoppeln, Schadstelle blank machen und Riss ausschleifen, Naht darübelegen, versiegeln, fertig!
Auf gehts...:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Um den Aufwand einer Reparatur einzugrenzen wäre es nützlich, die Legierung zu kennen, warm aushärten oder nicht? Weiß jemand was die da zusammengebrutzelt haben?

Schwinge und Rahmen haben ja mehr Schweißnähte, von daher fände ich es sinnvoll, eine Reparaturmöglichkeit zu erarbeiten und bereit zu haben. Wenn @Trommelbremser s Methode Aussichten hat und man vor Ort einen Schweißer findet, dann ist das schneller erledigt als wir hier rumschreiben.
 
Muss man die Legierung wirklich selbst kennen?
Es reicht doch wenn der es schweißt erkennt um was es sich grob handelt und dann entsprechen schweißt.
Es geht da auch eher um 60er oder 70er Legierung.
Die Wahrscheinlichkeit das ein schwerer Aluminium Rahmen mit hohen Stückzahlen der in Taiwan gefertigt wurde aus 60er Aluminium ist
liegt bei über 95%.
70er Legierungen findet man eher bei sehr leichten Bikes die in kleinen Stückzahlen gebaut werden.

Der es Schweißt erkennt das schon genau genug wenn er nicht ganz unbedarft ist.
 
Ich habe es vor weniger als sieben Jahren neu gekauft und es hat immer noch weniger als 10.000 km Laufleistung. Ich glaube, R&M behauptet, dass sie das Ersatzteil für die Schwinge dieses Load60-Modells nicht mehr vorrätig haben. Mir wurde vor dem Kauf versichert, dass sowohl R&M als auch Bosch sich verpflichtet hätten, Ersatzteile und Serviceleistungen noch zehn Jahre nach Einstellung der Produktion des Produkts anzubieten. Leider scheint das in meinem Fall nicht zuzutreffen.
 
Da hat dir aber Jemand einen Bären aufgebunden, es gab und gibt von R&M (auch Anderen) keine Zusicherung
10Jahre Ersatzteile zu liefern.
Das ein Fahrrad Hersteller das zusichert wäre mal eine Idee sich von den Anderen abzuheben.
 
Riese und Müller sind da etwas speziell. Deren Urprodukt Birdy war ja konstruktiv ein durchaus geniales Teil. Die erste Generation Rahmen sind in vielen Fällen an der Sattestützklemmung gerissen und wurden auch lange nach Garantieablauf noch großzügig ersetzt. Ähnlich ging es mit den Brüchen bei Vorbauten. Die später dann eingeführten Austauschvorgaben für Vorbauten, Lenker, Vorder- und Hinterschwinge waren für ein Gebrauchsrad außergewöhnlich und nicht alltagstauglich. Einige Zeit später wurden dann hydrogeformte Vorbauten ohne Schweißnaht bei einer neuen Birdy-Serie eingeführt. Bei sonst ähnlichen Abmessungen des Rahmens war das Steuerkopfrohr geringfügig kürzer, sodass die neueren Vorbauten nicht zu den älteren Rahmen passten. Das führte dazu, dass über einen längeren Zeitraum der vorgeschriebene Vorbautausch bei diesen älteren Rahmen unmöglich war, weil es die alten Vorbauten nicht mehr gab. Tatsächlich wurden dann später neue Vorbauten produziert, die für beide Rahmengenerationen passten.
Die vom TO geschilderte wenig kundenorientierte Unternehmens-Kommunikation halte ich auch für fragwürdig.
 
Ich finde das Schadensbild komisch: Ein Riss in der Druckzone.
@ilovemyload Existiert der Riss noch, wenn die Farbe/Beschichtung entfernt ist?
Metalle halten Zugspannung in etwa gleich gut aus wie Druck (anders als Beton z.B.), drum ist das durchaus normal

ein erfahrener Schweißer kriegt das gut repariert, wohl mit Gusset wenns 6061 ist. Das ist ja mit der nicht durchgehenden Naht schon eine Sollbruchstelle, sehe nicht wieso sie da das Schwingenlager nicht voll angeschweißt haben...
Hier schöne Beispiele für Reparaturen an Alurahmen https://www.rotte-schweisstechnik.de/fahrradrahmen-reparatur/
 
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