Holz- Anhänger (Eigenbau)

Moin Liebes CargoBike- Forum,

ich überlege momentan, mir einen Lasten- Anhänger selber zu bauen. Da ich momentan "nur" zugang zu einer Holzwerkstatt habe, muss dieser aus Holz sein.
Ich habe das Thema (auch hier im Forum) schon öfter gesehen, aber war nie so ganz zufrieden mit dem, was ich gefunden habe. Also habe ich mich rangesetzt und selber etwas entworfen.

Vielleicht möchte sich ein erfahrener Lastenrad- Selberbauer mal zu meinen Überlegungen äußern, ob das so alles Sinn macht.

Die Anforderungen:
Der Anhänger soll
- handlich genug sein für den Großstadtverkehr.
- groß genug für Transporte rund um den Kleingarten, oder auch mal ein Möbelstück.
- eine einfache Bauweise haben, die schnell umsetzbar ist.

Das Material:
- 19mm Multiplex Birke (ist noch aus einem anderen Projekt ausreichend vorhanden).
- Deichsel und Räder (20") können von einem alten Kinderanhänger genommen werden.
- Kupplung soll die Lollypop von carryfreedom werden (muss zugekauft werden) und die umständliche bisherige Kupplung ersetzen.

Die Idee:
Die Idee ist ein "flatbed", auf dem drei Euronormboxen (60 x 40 cm) platz finden. Für den Stadtverkehr soll dieser möglichst schmal sein, die Länge ist glaube ich weniger ein Problem.

Die Konstruktion:
Eine große Bodenplatte wird von einem Rahmen außen ausgesteift. Die Platte wird mit Aussparungen versehen, um Gewicht zu sparen (ca 5kg).
Die Räder müssen sich in der Platte befinden, da diese auf beiden Seiten aufgehangen sind. Der Rahmen steht oben 7cm über, um ein verrutschen der Boxen zu verhindern; aber gleichzeitig größere Beladungen zuzulassen.
Nach bisheriger Rechnung wiegt das Holz ca. 13 kg, dazu kommen noch Räder, Deichsel, Schrauben etc.

Ich würde mich sehr über feedback freuen :)

anhänger.png
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Moin
Hallo EinMannKübel

Sieht doch schon mal ganz gut aus!

Ich würde die Achse in die Mitte setzen, dann kann die hintere Kiste auch quer sitzen.
Das ganze wird kürzer und leichter.
Multiplex 19mm wäre nicht meine erste Wahl (zu schwer und nicht wasserfest) aber wenn das schon da ist.
Bei den senkrechten Brettchen zwischen den Rädern würde ich über der Achse einen Steg stehen lassen.
Bei den senkrechten Brettern außen ist eine Breite von 10 cm vorne und hinten in Ordnung.
Je nach Last würde ich die Breite auf Höhe der Achse erhöhen (nach oben oder unten )

Wieviel Last (kg) willst Du transportieren?
Hat das Zugrad einen Motor?
Je nach Hängergesamtgewicht würde ich über eine Bremse nachdenken !!! Besonders wenn es bergab geht.

Viel Erfolg!

Sechsrädrige Grüße Christoph
 
Moin Christoph,

danke für die Antwort :)

Die Variante quer-längs-quer hatte ich auch schon überlegt. Das würde mir ca. 18cm Gesamtlänge einsparen, funktioniert aber nur, wenn die Achse genau mittig sitzt.
Wie ändert sich denn da das fahrverhalten? Ich meine gelesen zu haben, dass es stabiler ist, die Achse ein wenig außermittig zu setzen. Habe in dem Bereich aber keinerlei praktische Erfahrung.

Das Zugrad hat keinen Motor, dem entsprechend wird auch die Zuladung zwangsweise nicht ganz so üppig ausfallen. Schätze, 50-70kg sollten machbar sein?
Größter Schwachpunkt ist vermutlich die Alu- Deichsel vom Kinderanhänger (bzw. die Befestigung).
Ziel ist aber tatsächlich eher, Volumen transportieren zu können - Holzplatten, Grünabfälle, Einkäufe, Party-Zelt etc...
Ich wollte es erstmal ohne Bremse probieren (zumal Berge hier in Norddeutschland zum Glück selten sind ;) ). Sollte sich das als zu wackelig herausstellen, kann man ja sicher noch mal nachrüsten.

Edit: Nachfrage: Sind 13-15 kg Leergewicht zu viel?
 
Moin

Viel Erfahrung im Radanhängerbau habe ich auch nicht (einmal komplett und einmal Pritsche drauf gebaut).
Die Pritsche ist aus 9 mm Siebdruckplatten mit Allu 4 kantrohr verstärkt.

Mein Radanhänger wiegt 30 kg hat Auflaufbremse und Federung.
Er ist für 100 kg Zuladung und 4 Getränkekisten ausgelegt.
Das ganze ist abschließbar.
Ich habe mehrfach die Nutzlast mit einem Rad ohne Motor ausgereizt, das geht schon wenn man fahren kann (nicht im Sinne von Fähigkeiten sondern kein Ampeln und so). Ansonsten ist es halt Arbeit die Fuhre in Gang zu bringen.
Ohne Auflaufbremse wäre mir das zu gefährlich, wenn mir mal wieder die Vorfahrt genommen wird und mich das Ding voll reinschieben würde. Manche Fehler macht man nur einmal.
Die Achse ist mittig und die Deichsel lang um die vermeidbaren Kräfte auf die Kupplung zu reduzieren.
Je länger der Abstand zwischen Hinterrad und Hängerachse um so weiter muss man ausholen um nicht mit dem kurveninneren Hängerrad ein Hindernis zu erwischen.
Das ist nur meine Meinung, ich habe das nicht studiert, würde es aber nur so wieder machen.

Sechsrädrige Grüße Christoph
 
Du bist schnell,
Anhänger gesucht, was kann man am besten nehmen ?
Mein Beitrag vom 18.01.19
Sorry ich möchte nicht jedes mal den PC für Bilder hochfahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, schönes Projekt! :)
Im Bereich der Räder würde ich deutlich mehr Material stehen lassen, die Spannungen nehmen zu den Aufhängungen und zwischen den Rädern hin zu, nicht zu vergessen die Momente die auftreten, wenn du um die Kurven fliegst .
Und die radinnenseitigen stehenden Verstärkungen sollten länger als die Radöffnungen sein... könnte man auch gut mit Klötzchen mit dem Außenrahmen verblocken.
Viele Grüße!
 
Was die Position von Achse und Deichsel angeht, hab ich mich bei meinem Anhänger an der Skizze von Hinterher orientiert und entsprechend skaliert. Passte sehr gut.
 
@EinMannKübel Hast du schon eine Idee für die Deichsel/ Kupplung?

Möchte mir auch einen solchen Anhänger bauen. Bei mir werden alte Rollstuhlräder (24") verwendet. Ich habe absolut keine Ahnung, welche Deichsel und Kupplung ich für die Verbindung zum Bullitt verwenden soll.
 
@lowtech Du musst Dich nicht hier outen, wer länger im Forum liest, hat das eh schon gemerkt ;)
Passt denn diese olle Chariot-Deichsel an den oben beschriebenen Multiplexanhänger?
Ich habe hier im Forum schon öfters von Weber-Kupplungen gelesen. Was ist mit denen?

Und nein, ich wollte den Thread nicht kapern, sondern den von @EinMannKübel geplanten Anhänger etwas modifiziert nachbauen. Dafür braucht es halt eine Deichsel mit Kupplung.....
 
Na, so geoutet postet es sich gleich viel freier....☺
Die Deichsel ist halt viereckig und müsste in ein passendes Quadratrohr passen , das man unter dem Hänger verschraubt. Mit passenden Bohrungen im Aufnahmerohr wäre die dann sogar mit Knopfdruck entnehmbar.
Weber macht ja Kupplungen.
Chariot hat einen Gummiball an der Deichsel und eine Hüftgelenkartige Pfanne als Kupplung.
Weber nutzt ein sehr gut funktionierendes Bajonett System.
Und ja, da hätte ich auch eine Kupplung und einen Adapter von unserem Anhänger da. Wir nutzen die Croozer Kupplung.
 
@lowtech Jetzt willste mich fertigmachen. Vierkantrohr ist prima. Da ist die Möglichkeit der Befestigung mit Bolzen und Sicherungssplinten (Splinte wie am "Tischlein-deck-dich" ) relativ einfach unter das Deck des Anhängers zu schrauben. Einfacher als Rundrohr. Weber ist dann also nur der Kupplungskopf. Wie sieht denn die Croozer-Kupplung aus?
Sehe da nur zwei Möglichkeiten, entweder Du postest mal ein Foto oder ich komme mal zu Dir in den Düsseldorfer Süden / Kölner Norden...
 
Ich mache gern ein Paar Bilder, wir sollten uns aber wg. OT auf PN oder Mail verlagern.
Und die Existenz der Bilder soll natürlich kein Hindernis fürceiben Besuch in der Domstadt sein. Vielleicht kann ich ja auch noch Holzwissen für die Sortimo Kiste absaugen.
 
Ich finde die Lollypop Kupplung nach wie vor gelungen, gerade wegen der einfachen, aber wirkungsvollen Konstruktion und Funktion.
https://shop.planet-used.com/shop/de/carry-freedom-lollypop-kupplung-2.html
Als Deichsel dient dann irgendeine Vierkantkonstriktuon. Z.b. aus Alu, wie beim Original. Die findet man mit diversen Zubehör bei den Händlern für Alustecksysteme. Habe nur keine Idee, wie man die Biegung in die Deichsel bekommt, aber bestimmt jemand anders. Die Originale Deichsel ohne Kupplung kostet wohl unter 50€.
 
Ich fand die auch gut, finde aber für einen Splint, einen Winkel, eine Stück Draht und ein Stück Elastomer den Preis sportlich.
Daher habe ich mich bisher immer am Gebrauchtmarkt bedient. Die Croozer Kupplung finde ich schön, weil sie sehr unauffällig am Rad ist.
Leider gibt es die nicht einzeln als E-Teil sondern nur mit Deichsel. Aber man könnte ja seine Knider-Anhänger Deichsel am Lastenhänger nutzen.
Die Rahmenaufnahme gibt es als Ersatzteil.
Es ist übrigens die Click and Crooze Kupplung.
 
@lowtech Denke übrigens nicht, dass das OT ist. Immerhin baue ich den Anhänger von @EinMannKübel (mehr oder weniger) nach und dem fehlte ja auch noch eine Deichsel mit Kupplung....

Leuts so langsam verwirrt ihr mich....



...und ja, wir sollten uns wirklich mal treffen :) Gerne auch zu dritt, Düsseldorf-Köln, da würde sich Worringen anbieten. Geschichtlich gesehen haben da ja schon einmal die Düsseldorfer gemeinsam mit den Kölnern unternommen https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Worringen
Es gab ja geschichtlich gesehen, nie ein Düsseldorf vs. Köln
 
Ich habe bei mir die Thule Kupplung nachgekauft. Gibt es auch einzeln.
+

Habe dieses System verwendet, weil ich schon einen Kinderanhänger damit habe und die Kupplungen am Rad schon vorhanden. Ansonsten finde ich die Lollypop besser
 
Na dann.
Also so eine Chariot Kupplung mit anhängender Deichsel ist es, die hier herumliegt. Eine Fahrrad-Kupplung hängt auch noch dran.
Holzwurm, ich dachte, eine gewisse Grund-Verwirrtheit gehört hier dazu und ging davon aus, daß das nicht auch noch wir erledigen müssen... ;-)

Aus dem Grund wie Milan0 möchte ich die Croozer Kuplung auch am Lastenhänger nutzen. Die ist schon am Kinderanhänger und vielen der Räder.
Der Lastenanhänger ist noch ein komplettes Provisoriunm und hat so eine billig-China Kupplung, die momentan nur am Cargo Trike ein Gegenstück findet.

Mein Babboe hat gerade eine Chariot Kupplung, weil der Ausleih-Himnterher enweder diese oder eine Weber Kupplung an der Deichsel hat. Und Weber verbietet die Montage an hinten offenen, horizontalen ausfallenden, wie sie das Babboe hat.
 
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