Hilfe bzgl. Umgang mit Lastenrad

Ich behaupte mal, dass die Unsicherheit ganz klar von der sehr großen Länge des 80ers herrührt. Das 80er ist mit die schwierigste Herausforderung im Handling. Ein Packster 60 ist wesentlich agiler und ein 40er fährt sich nahezu wie ein normales Rad. Ich würde klar zu einem Rad mit einem deutlich kleineren Radstand raten. Das Muli hat ein gutes Konzept, aber fährt sich mir zu flatterig, zudem sieht man den kleinen Schlaglochsucher (Vorderrad) nicht, was zudem auch zu Unsicherheit führt. Ein Hocheinsteiger wie das Bullitt hat den Vorteil, dass du beim Absteigen mit den Oberschenkeln das Rad zusätzlich noch stabilisieren kannst. Das steigert das Sicherheitsgefühl.
 
Interessant, so langsam geht es ja doch in zwei Richtungen: Diejenigen, die sagen, das Packster mag durchaus zu wuchtig sein, und diejenigen, die sagen, das ist egal, das ist vom Modell unabhängig :)

Wo kann ich denn ein eswap testen außer in Süddeutschland? Habe bereits Antwort von electrowheels, dass sie hier in NRW keine Kontakte haben.
Jemand aus dem Ruhrpott hier mit eswap oder bubblebob, was ja baugleich ist?

Danke für das Bochumer Packster 60-Angebot; aber zuerst würde ich dann doch mal beizeiten „ganz“ andere Marken/Modelle testen. Unser R&M-Händler hier in Do hätte ansonsten auch ein P60 zum Testen, aber danke!
 
Aber verkompliziert das nicht unter Umständen das Auf- und Absteigen? Ist bestimmt alles Gewohnheitssache.

Ich denke auch, dass vieles mit dem Unfall zu tun hat und die dazugehörigen Ängste langsam in ruhigerer Umgebung abgebaut werden sollten. Also üben, üben, üben - überhaupt wieder am Verkehr teilzunehmen und dann eben mit dem Lastenrad.

BTW Wir warten auf das Rapid, was ja auch zu den längeren Kutschen gehört und es wird in erster Linie mein Rad sein (w, 170m groß). Mein Mann soll es aber auch fahren können mit seinen 1,93m und deutlich anderer Statur. Hier im Thema kam ja häufiger der Punkt auf in Richtung "meiner Frau hat sich auch erst nicht getraut". Ich denke, es ist einfach auch Typsache. Ich habe recherchiert, das Rad bewusst ausgesucht und bin es auch einen halben Tag bei Nieselregen mit zwei großen Kindern (zusammen ca. 70kg) probegefahren.
 
Interessant, so langsam geht es ja doch in zwei Richtungen: Diejenigen, die sagen, das Packster mag durchaus zu wuchtig sein, und diejenigen, die sagen, das ist egal, das ist vom Modell unabhängig :)

Wo kann ich denn ein eswap testen außer in Süddeutschland? Habe bereits Antwort von electrowheels, dass sie hier in NRW keine Kontakte haben.
Jemand aus dem Ruhrpott hier mit eswap oder bubblebob, was ja baugleich ist?

Danke für das Bochumer Packster 60-Angebot; aber zuerst würde ich dann doch mal beizeiten „ganz“ andere Marken/Modelle testen. Unser R&M-Händler hier in Do hätte ansonsten auch ein P60 zum Testen, aber danke!
Ich wohne im Mainzer Großraum, falls du Mal in der Gegend bist, darfst du gerne zum Testfahren kommen.

Liebe Grüße
Reiterin
 
Das 80er Packster ist bisher meine einzige Lastenraderfahrung. Mini Probefahrt einmal um den Pudding beim Händler und einfach bestellt. Knapp 4 Monate und 900 km später kann ich jetzt so langsam auch im dichten Verkehr ohne große Schlangenlinien und erhöhten Puls anfahren. Also Geduld ist schon von Nöten. Klar, es gibt auch Naturtalente wie meine Frau, Die steigen einfach auf und fahren los. Aber sie hat ne stärker Balance orientierte Sportvorgeschichte. Trotzdem isses ihr aber schon mal umgekippt.
Also mein Rat wäre, einfach entspannt dran gehen, wenns fällt, dann fällts eben, loslassen und Füsse weg. Weil, es lohnt sich einfach, es macht jede Menge Spaß, auch wenn ich wahrscheinlich nie damit sauber geradeaus fahren kann. Zumindest wird man auch von den Motorisierten viel ernster genommen und in großem Bogen umfahren. Die erhöhte Sitzposition durch das hoch positionierte Tretlager bringt Übersicht und Sicherheit (ist halt auch ein Teil des Problems). Die Menge an Zeugs, das man da reinwerfen kann, ist schon genial. Die Kinder sind natürlich auch echt selig in dem Teil.
Klar, mit Beladung wird die Lenkung nochn Ticken störrischer, mit Beladung plus bergauf schwabbelt alles noch ein wenig mehr. Für einen etwas größeren Hebelarm würde ich deshalb empfehlen, den Lenker auf maximale Höhe einzustellen.
Wenn man aus Klickies intuitiv rauskommt, dann halte ich sie fahrtechnisch für vorteilhaft. Vorm Anfahren stellt man rückwärts tretend das Anfahrpedal in die optimale Position und kommt damit schnell auf Tempo ohne das Risiko abzurutschen.
Soviel von meiner Seite, schönen Advent und tolle Feste.
 
So, kleines Update: Habe ab heute bis Dienstag, also 4 Tage lang, das chike e-kids vom Händler geliehen bekommen. Bin damit heute circa 18 gefahren, Stadtverkehr, Nieselregen, Fußballfans ;-) , jede Menge Schlaglöcher, Ampeln, Dunkelheit. Dafür fand ich‘s richtig gut!
Auch wenn ich bisher nur auf langen geraden Abschnitten auf circa 20 bzw maximal 23 km/h komme. Sonst eher sehr gemütliche 15-18 km/h, was sich für mich recht langsam anfühlt; bin aber auch fast nur im Eco-/Normal-Modus gefahren.
An die chike-Fahrer hier: Nutzt ihr eher die Automatikschaltung oder die manuelle? Habe immer wieder mal gewechselt... hatte das Gefühl, mit Automatik eher langsamer zu bleiben und vor allem beim Anfahren nicht schnell wegzukommen. Und es knackt immer wieder mal ekelig im Tretlager, soll das etwa noch ein normales Schaltgeräusch sein? Ist alles anders beim manuellen Schalten.
Hatte manchmal das Gefühl, dass es insgesamt etwas nach rechts zieht, mag aber daran liegen, dass nur rechts eine Kiste montiert ist? (die Version mit Zahlenschloss)
Frage: Wofür braucht man die erste Neigestufe, also die Stufe zwischen Parkmodus und voller Neigestufe?

Ansonsten positiv: Frontlicht schön hell, Sicherheitsgefühl insbesondere in Kurvenlage bisher ausreichend (ich reize die Neigetechnik noch nicht so sehr aus), Abstand Lenker-Sattel angenehm, insgesamt klappert nix (so wie bei unserem Packster), Federung top! Ich fürchte, die würde ich dann wohl beim eswap doch arg vermissen, wenn ich sie nach so wenigen km beim chike schon so zu schätzen weiß, oder? Ich glaube, Dortmund hat einen Vertrag mit fiesen kleinen Schlaglochbau-Gnomen...

Ach so, natürlich das beste Argument: Kind ist sofort drin eingeschlafen :)

Wenn man das chike kaufen will: Lieber jetzt oder lieber das neue Modell 2020 abwarten? (chike arbeitet ja dann mit irgendeinem Großhändler zusammen, also evtl besserer Preis? Und soweit ich weiß mit Gepäckträger und besserem Motor...?)
(Lastenrad-Förderung möglich! Wie lange noch, weiß wohl keiner...?!)
 
Hallo @LuziEva ,

ich hatte ja schon mal viel über meine 3 Monatige Testphase des Chike gepostet + bebildert.

Wie Dir schon geschrieben, ist dies ein super Rad. NUR..... ich würde eine andere Motorvariante bevorzugen. Den Automatic-Kram kann man m.M. nach in die Tonne treten (gerade im Winter, denn da ist er komplett überfordert), Lt. Werkstatt des Vertrauens gibt es auch immer wieder Probleme, wenn man zuviel Automatik fährt, d.h. Defekte.

Das ist mir persönlich zuviel sinnloser Technikkram, der nur kaputt gehen kann.

Es gibt einen sehr engagierten Händler bzw. Bastler in der Nähe vom Bodensee, der die Chike-Motoren-Version auf Bafang umgerüstet hat.

Damit könnte ich mich sehr viel mehr anfreunden. Erst recht mit dem Handgas.

Guckst Du link!



Leider kann ich Dir hier das Bildschirmfoto nicht anhängen. Musst Du einfach den link aufrufen und runterscrollen, bis das Chike-Rad auftaucht.

L.G. Cargomaniac
 
Hallo, und danke, da schaue ich gleich mal auf den Link!
Stimmt, deinem chike-Testbericht habe ich gerade eben nochmal gelesen, hatte ich vorhin doch glatt vergessen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @LuziEva,

die Automatikschaltung ist so eine Sache. Für mein Empfinden funktioniert sie nur, wenn man gemütlich in die Pedale tritt und den Motor zuschaltet. Wenn man zu sportlich Tritt kracht's im Getriebe und wenn der Motor nicht zugeschaltet ist, wechselt er viel zu früh in die höheren Gänge. Ich fahre mittlerweile wieder vollständig mit manueller Schaltung, da die Gänge dann besser zur gewünschten Trittfrequenz passen und ich das Krachen im Getriebe meistens vermeiden kann.
 
Ich hab nie ein Chike live gesehen, geschweige denn gefahren. Aber ich finde die Videos und Beschreibungen beeindruckend. Wäre meine Tochter deutlich jünger (=kleiner) und ich hätte 3500 bis 4000 Euro mehr gehabt, wäre das mein Favorit gewesen.
Aktuell ist das Eswap für uns aber tatsächlich ziemlich perfekt. Meine 10jährige Tochter passt rein (und wird wohl noch ne Weile reinpassen) und es macht echt Spaß zu fahren.
Wenn Tochterkind Mal gar nicht mehr mitfährt bin ich gespannt auf die Berichte der Johansson Bikes.
Das Oskar S würde mich auch interessieren, oder eben ein Chike, wenn das Eswap irgendwann ausgedient hat.
 
Hm stimmt schon, 10 Jahre ist ein gewaltiger Unterschied zu 1,5 ;-) Ich weiß nicht, ob wir unseren mit 10 Jahren noch herumfahren müssen/wollen/dürfen (dürfen eigentlich nicht, ist nur bis 7 erlaubt, oder?). Würde ja jedenfalls im chike eh nicht gehen.

Vermutlich ist es mit Lastenrädern wie mit Computern - man muss (und will!) sich eh alle paar Jahre das Neuste holen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden...

Schade, dass man beim chike die Automatikschaltung mitzahlt und sie dann lieber nicht nutzen sollte aus genannten Gründen.
Und auch ein bisschen schade, dass der Nutzen rein aufs Kind aus ist und man kaum noch nen Rucksack dazulegen kann. Heißt, das Rad ist für uns in 1-3 Jahren nicht mehr sinnvoll.
Insgesamt tendiere ich trotzdem zum Kauf, da ich mich damit wohler fühle als mit dem Packster. Vom muli wurde hier ja doch zumindest leicht abgeraten...


Kann jemand etwas zu der Frage sagen, ob man lieber das neue Modell 2020 abwartet oder jetzt zuschlägt?
 
M

mrcFFM

Guest
Was du am Ende machst, musst du glaube ich selbst entscheiden bzw. die Entscheidung musst du glaube ich selbst treffen. Hängt vielleicht auch ein wenig vom persönlichen Leidensdruck, dem Haben wollen Faktor, der finanziellen Möglichkeiten ab?

Dennoch ein paar Anmerkungen:
1.) Ja, es gibt immer neuere, verbesserte Lastenräder, aber zumindest bei mir ist es nicht so, dass ich da immer das neueste Modell haben muss/will. Für mich sind Lastenräder eine "Produktkategorie", die einfach zufrieden macht.
Vielleicht will man noch ein zusätzliches/zweites Lastenrad, aber diesen Wunsch habe ich mir schon erfüllt.
Einzig man möchte sein Lastenrad vielleicht für sich optimieren, aber das kann man ja leicht bewerkstelligen.

2.) Das mit der Automatik beim Chike ist tatsächlich schade, aber solange man sie auch nicht nutzen kann, stört sie ja auch nicht.
Das mit dem Rucksack dazulegen, sehe ich nicht so. Man kann doch die Boxen hinter/unter der Kabine nutzen?
Und später kann man doch das Chike zum reinen Transportrad umbauen. Glaube die Plattform kostet so rund 500? Da sehe ich nicht so das Problem. UND das Chike bekommt man doch auch ziemlich wertstabil wieder los?

3.) Wurde das Muli denn wirklich negativ bewertet? Ich finde, dass es ein wirklich tolles und durchdachtes (sehr kompaktes) Lasti ist. Fährt toll, allerdings bin ich nur die unmotorisierte Variante gefahren. Den Pendix finde ich nicht sooo überzeugend. Aber alternative Motoren sind nachrüstbar und nächstes Jahr sollte der Shimano kommen, nur fürchte ich, dass der zu teuer wird.

Kurzum: Ein zweites Lastenrad ist IMMER sinnvoll.
Wenn der Leidensdruck groẞ ist, die finanziellen Ressourcen da sind und du ein Chike zu gutem Kurs bekommen kannst, dann könntest du zuschlagen? Vielleicht nen Aussteller bzw. etwas verhandeln?

Viel negative Berichte zum Chike habe ich nicht gefunden, eigentlich nur grundsätzlich großes Lob. Auch hier im Forum findet sich noch etwas wenig. Die vorhandenen Berichte hören sich aber gut an und warten nur darauf von weiteren Nutzern ergänzt zu werden ;)
 
Je mehr ich mich jetzt wieder damit befasse, desto schwieriger wird es mal wieder ;-)
Eigentlich müsste ich noch viel mehr Probe fahren:
- muli (einfach um es mal zu wissen, ob es aufgrund der normalen Länge besser ist oder mir ein 2Rad generell nicht gefällt)
- sblocs calderas one oder 2k
- Johansson oscar-s
- b&b mk1e
- winther kangaroo lite (in dem Glauben, dass es definitiv in einer Klasse „drunter“ spielt?!)
- evtl sogar ein hnf nicolai cd1 (auch wenn mir das mit mind. 2,30m in der M-Version vermutlich trotzdem zu lang ist?)
- triobike mono
- i:sy cargo

So, zugegeben, da sind einige dabei, die für den Kindertransport eher schlechter sind als das chike, dafür vllt wieder andere Vorteile haben. Habe nur auf die „Schnelle“ nach Dreirad mit Neigetechnik gesucht... Habe aber noch nicht gelesen, welche von den o.g. überhaupt Federung haben.

Oder man verzichtet von vornherein auf Probefahrten (weil eh kein Testrad in der Nähe greifbar wäre), kauft ein chike und hat damit den Händler ums Eck...
 
M

mrcFFM

Guest
Na ja, eigentlich machst du dir ja selber deine eigene Shortlist.
Und wenn ich mir so anschaue, was du so gelistet hast, würde ich alle "vielleicht" und "eigentlich" Teile wieder runterschmeißen, sodass ich am Ende vielleicht doch mal ein muli und eine b&b Probe fahren würde.

Und die anderen Faktoren wie Händler und Verfügbarkeit würde ich eben auch definitiv mit reinspielen lassen. Scheint dir zumindest wichtig zu sein. Ein Muli sollte jeder gute Radhändler auch reparieren können. Beim b&b ist's vielleicht etwas komplizierter, aber das hat auch viel Standardkram. Sollte ein guter Händler auch hinbekommen.
 
Schon einige Zeit hier mitgelesen, aber jetzt mal registriert, um antworten zu können.

Wenn ihr ein großes Lastenrad habt, um ab und zu auch mehr als nur das Kind zu transportieren zu können und sonst eigentlich lieber was kleineres hättet, hätte ich noch eine Idee:
Holt euch einen Lastenanhänger. Einer mit zwei Rädern beeinflusst die Balance nicht und gibt euch nochmal einiges an Stauraum für Einkäufe, etc.. (z.B. sowas wie ein Burley Nomad). Und wenn ihr den Raum nicht braucht, lasst ihr den einfach zu Hause. So machen wir das. Plus, ich kann den Anhänger auch einfach an mein normales Fahrrad hängen, wenn ich alleine den Wocheneinkauf mache. Plusplus, Anhänger kosten nicht so viel.
 
Aus Interesse: wie sieht es eigentlich mit Bordsteinkanten aus am Chike? An den nicht abgesenkten hab ich schon mit dem 20 zoller vorne Probleme (hätte gerne 24 Zoll:ROFLMAO:) Ist das machbar, oder muss es dann hoch gehoben werden? Dito beim runter fahren?
 
Aus Interesse: wie sieht es eigentlich mit Bordsteinkanten aus am Chike? An den nicht abgesenkten hab ich schon mit dem 20 zoller vorne Probleme (hätte gerne 24 Zoll:ROFLMAO:) Ist das machbar, oder muss es dann hoch gehoben werden? Dito beim runter fahren?
Ich bin schon kleinere Bordsteine runtergefahren, wenngleich nur sehr langsam und mit einem mulmigen Gefühl. Wenn ich mir das so auf unseren Bildern angucke, hat man die halbe Höhe der Vorderräder abzüglich des "Einfederweges" an Bodenfreiheit zur Verfügung. Der tiefste Punkt ist wohl das Lenkgestänge, welches aber zum Großteil von den Rädern "abgeschirmt" wird, wenn man den Bordstein senkrecht runterfährt.

Nicht abgesenkte Bordsteinkanten hochfahren halte ich beim den kleinen Vorderrädern nicht für eine gute Idee, es sei denn du kriegst das mit Beladung hin.
 

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