Hilfe bzgl. Umgang mit Lastenrad

...zwei Punkte noch, die zumindest beim Bullitt für die ersten Fahrübungen ganz hilfreich sind: achtet beim fahren auf die Fahrbahn vor euch - und schaut NICHT aufs Vorderrad. Dann stellt sich viel schneller ein normales Fahrgefühl ein. Und für die Balance ist es gut, wenn der Gesamtschwerpunkt weit nach vorne wandert, dann muss das Vorderrad auch nur kleinere Ausschläge machen, um das Gleichgewicht zu halten. Also etwas Gewicht auf der Ladefläche ist gut - schön tief und ganz nach vorne schieben...
 
Da weiter oben jmd gefragt hatte: Einen Anhänger haben wir nicht, nein.

Federung dachte ich sei gerade bei 3 Rädern für Kindertransport so wichtig, eben weil man damit ja anfälliger für Schlaglöcher etc ist...? Da wünscht man sich doch wirklich, in Holland zu wohnen und sorgenfrei Babboe fahren zu können (hätte hier einfach die Vermutung, dass der Motor dann doch manchmal zu schwach ist und die Bauteile an sich sind ja auch nicht so das Gelbe vom Ei).

Danke auch für die Einschätzung zum UA Shorty - auch wenn ich den Kommentar zum Regenverdeck nicht verstehe; wieso geht das flöten?

Velokitchen ist mir ein Begriff, ja. Also entweder dort oder beim Händler („Radgebiet“ in der City) mal testen...
Wer kommt denn mal mit dem eswap vorbei und lässt mich das testen?

Teile ebenfalls die Einschätzung zum Packster bzgl. Kinderausstattung und Männerprodukt ;-) Leider! Hatten es damals aber für gut befunden und dann ein gutes Angebot über ebay kleinanzeigen... und als Autoersatz war die Riesenkiste auch schon manches mal super, da hätte kein kleineres mithalten können. Blaq kennen wir auch, ja. Nutzen aber mit nur einem Kind zurzeit das Original von R&M und haben unserem Lütten eine erhöhte Sitzbank aus Holz gebastelt. Mal sehen, was passiert, wenn er dafür zu groß ist... spätestens dann kommt das chike!

Nochmal ein großes Dankeschön an euch alle, dass ihr so viel Verständnis zeigt und mich nicht für die Ängste angeht - hat mich etwas Überwindung gekostet, das überhaupt hier zu posten, weil wir den Gedanken „autofrei und dafür Lastenrad“ echt leben. Und sich dann einzugestehen, dass man (ich) nicht damit klarkommt, schmerzt zurzeit. Ich hoffe, ich finde ein Rad für mich! Bin mit dem normalen Rad eher sportlich unterwegs (so gar nicht hollandradmäßig), aber evtl gilt das für mich plus Lasti einfach nicht.
 
Da
...zwei Punkte noch, die zumindest beim Bullitt für die ersten Fahrübungen ganz hilfreich sind: achtet beim fahren auf die Fahrbahn vor euch - und schaut NICHT aufs Vorderrad. Dann stellt sich viel schneller ein normales Fahrgefühl ein. Und für die Balance ist es gut, wenn der Gesamtschwerpunkt weit nach vorne wandert, dann muss das Vorderrad auch nur kleinere Ausschläge machen, um das Gleichgewicht zu halten. Also etwas Gewicht auf der Ladefläche ist gut - schön tief und ganz nach vorne schieben...
Danke für die Tipps - ist soweit alles bekannt, ja! Ich gucke nicht aufs Vorderrad. Wenn man einmal fährt, fühlt es sich ja auch normal an und ich fahre ohne Probleme 20/24 km/h. Mein Problem ist das Anfahren und Stoppen mit Last und hektischer, nerviger Straßenverkehr allgemein mit der potentiellen Gefahr des Unvorhergesehenen.
 
Bin mit dem normalen Rad eher sportlich unterwegs (so gar nicht hollandradmäßig), aber evtl gilt das für mich plus Lasti einfach nicht.
Weiter oben hat es schon jemand angeregt: versuch doch mal ein Longtail. Vom Fahrgefühl her unterscheidet sich das nicht allzusehr vom „normalen“ Fahrrad. Vielleicht fällt dir das leichter.
 
Die Anmerkung bezieht sich auf den ersten Beitrag dieses Threads von LuziEva. Zitat: "Ich fühle mich nicht wohl. Habe Schiss, vor allem wenn Autos, Ampeln, Kreuzungen in der Nähe sind, traue dem Fahrrad nicht, der Vorbau wackelt mir zu sehr...". Ein unruhiges Vorderrad läßt sich mit einem Lenkungsdämpfer ganz gut in den Griff kriegen und Ladung auf Ladefläche hilft auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Anmerkung bezieht sich auf den ersten Beitrag dieses Threads von LuziEva. Zitat: "Ich fühle mich nicht wohl. Habe Schiss, vor allem wenn Autos, Ampeln, Kreuzungen in der Nähe sind, traue dem Fahrrad nicht, der Vorbau wackelt mir zu sehr...". Ein unruhiges Vorderrad läßt sich mit einem Lenkungsdämpfer ganz gut in den Griff kriegen und Ladung auf Ladefläche hilft auch.
Danke für die Aufklärung.
:)
 
Ich bin auch der Meinung, dass hier einfach nur Fahrpraxis in einer ruhigen Gegend fehlt. Noch dazu ist das 80er auch ein Schwergewicht. Aber das lässt sich schon lernen.
Meine Frau wollte früher auch nicht das Bullitt fahren. Vorallem mit Kind drin. Mittlerweile hat sie ihr eigenes Bullitt und fährt nur noch dieses ;)
 
Das Können ist das eine. Das geht mit nur einem Kind sicherlich. Das Zutrauen das es geht ist eine ganz andere Geschichte... Ich würde trotzdem nochmal 3-4 h (leer oder ggf mit 2 Sixpack Wasser) auf (fast)autofreiem Gelände Probefahren mit dem Packstern empfehlen. Eventuell gibt sich das dann. Aber auch wenn nicht, und ihr ein 3 Rad kauft, ist es sehr wertvoll. Jedes Rad hat mal eine Panne, und es ist wirklich Gold wert ausweichen zu können
 
Danke auch für die Einschätzung zum UA Shorty - auch wenn ich den Kommentar zum Regenverdeck nicht verstehe; wieso geht das flöten?
Na für das Shorty gibt es einfach kein Regenverdeck, es sei denn ich habe was verpasst. Man kann die Kiste zumachen und man kann auch ein Kind sitzend unterbringen, aber das war es auch schon.

Insgesamt würde ich einerseits viel üben. Ich denke, du bekommst das hin.
Ansonsten ist es nie Verkehr viele Lastenräder zu haben und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr sinnvoll sein kann, den Fuhrpark zu diversifizieren.
Also entweder mit oben schon erwähnten Longtails, oder eben mit kürzeren Long Johns. Du hast ja schon das Muli angesprochen, weniger vielseitig, aber dennoch agil und spritzig (und mit Verdeck) sehe ich da auch das R+M Packster 40 (mit Gepäcktaschen sollte da auch Kram transportiert werden können, allerdings ist man auf ein Kind limitiert).

Bullit wurde schon genannt und ich würde auch noch das Kargon ins Rennen schmeißen (allerdings fehlt auch da das Kinderverdeck und die Transportfläche ist relativ klein, aber das Handling ein Traum -wenn ich die Vielseitigkeit/Familienfreundlichkeit des Urban Arrows nicht bräuchte, würde ich ein Kargon fahren).

Oder eben von mir aus 3-rädrige Modelle.
 
Da mit dem Kopf ist auch so eine Sache, mit dem Motorrad hat es nach einem - glimpflichen - Abflug in den Acker fast ein Jahr gedauert, bis ich wieder flüssige Linien fahren konnte. Aber auch da war es wichtig, einfach dran zu bleiben. Wenn ich dann deswegen das Mopped abgeschafft hätte, ich glaub ich wäre nie wieder reingekommen.
Dranbleiben, Schwächen analysieren und dann beheben. Dann geht's auch mit dem langen Packster!

Und ich pack' mir jetzt das Load und baue einen Switch ein.
 
Ikea- und ähnliche Parklätze sind sonntags ein sehr gutes Umfeld, um diverse Fahrmanöver auszuprobieren und Ängste abzubauen. Respekt von Autofahrern kann man sich dann ein Stück weit durch 'raumgreifende' Fahrweise einholen. Ein kühlschrankgrosser Pappkarton quer auf der Ladefläche ist dabei sehr hilfreich - kann ja ruhig leer sein, Hauptsache alle erkennen es als Schwertransport. Haben ja auch alle Angst um ihren Lack... :D - gut ist auch, wenn man nicht allein unterwegs ist - mal bei einer Critical Mass mitzufahren, hat meinem Selbstbewusstsein als vollwertiger Verkehrsteilnehmer sehr gutgetan ;)
 
OT, aber was ist ein Switch und was tut er am Load- Weder die direkte Übersetzung noch das Patchfeld im Serverschrank machen für mich Sinn...
 
Wir haben auch ein Packster 80 und wir standen vor dem gleichen Problem. Anfangs bin auch nur ich damit gefahren und meine Frau hat sich (obwohl sie sonst sehr viel Rad fährt) einfach nicht getraut – schon gar nicht mit 2 Kindern im Rad. Irgendwann haben wir uns dann einen halben Sonntag auf den IKEA-Parkplatz gestellt. Seitdem klappt es und sie nutzt das Rad jetzt fast jeden Tag.

Außer dranbleiben und üben fällt mir leider auch nicht viel ein. Ich glaube 90% liegen da im Kopf. In Wirklichkeit machen der lange Radstand, die breiten Reifen und der Tiefe Schwerpunkt, das Rad eigentlich sehr sicher.
Ich bin in den letzten 3 Jahren zweimal umgefallen. Allerdings beide mal im Schritttempo ohne Folgen für mich oder die Passagierinnen.
Ein Dreirad ist mMn keine gute Lösung, da die – mit Ausnahme jener Modelle mit Neigetechnik – eine viel schlechtere Kurvenlage haben.

Der einzige echte Tipp: Die Pedalen tauschen. Die von R&M verbauten Pedalen sind Mist und bei Feuchtigkeit sehr rutschig. Ich fühle mich mit großen Rutschfesten Plattform-Pedalen a la Downhill-Bike wesentlich besser.
 
Der einzige echte Tipp: Die Pedalen tauschen. Die von R&M verbauten Pedalen sind Mist und bei Feuchtigkeit sehr rutschig. Ich fühle mich mit großen Rutschfesten Plattform-Pedalen a la Downhill-Bike wesentlich besser.
Seit ich das Packster 80 habe (fast ne Woche) sehen meine Schienbeine ziemlich mitgenommen aus, und sind sehr froh, dass da keine rutschfesten Pedale dran sind.
 
Der Hauptständer ist gerade bei rutschigen Boden etwas blöd. Ich habe mir hinten einen zusätzlichen seitenständer montiert um das Rad mal eben so abzustellen. Habe ich das richtig verstanden dass du aus Dortmund kommst? Ich wohne in Bochum und wenn du magst kannst du ja mal mein Packster 60 ausprobieren in du mit der kürzeren Version besser klar kommst. Eigentlich fährt sich das Packster sehr gutmütig finde ich, bei niedrigem Tempo und mit Beladung wird es allerdings schon etwas kippliger. Ggf könntest du einen kürzeren Lenkervorbau montieren, dann fährst du nicht so weit nach vorne gebeugt. Ich bin 1,77 groß, habe den Lenker wegen dem Verdeck ganz oben und finde den Abstand zwischen Sattel und Lenker auch etwas lang.
 
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