Gibt es keine "billigen" Lastenräder mehr?

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Ja, Popal hat das Fahrrad schon länger nicht mehr im Sortiment.
Meinst Du Fahrrad-Ass in Krefeld? Da habe ich meines her. Über den Händler kann ich an sich nichts negatives sagen, aber abgesehen vom kurzen Probefahren und ein paar Tage später abholen kann ich über den Laden nicht sagen.
War halt da mit Junior für die Probefahrt, hab dann eines geordert und ne Woche später in Kartons abgeholt.
Montage und Wartung habe ich halt komplett selber übernommen und danach nichts mehr mit dem Händler zu tun gehabt.
 
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@bastiaen Danke für deine ausführliche Beschreibung. So verhält es sich nach meiner Beobachtung eigentlich auch immer im Vergleich von Handwerk zu Industrie / kleine Manufaktur zu riesigem Hersteller.
Nicht ohne Grund versucht die Politik mit den Lieferkettengesetzen, den Einfuhr-Umsatzsteuergesetzen, etc, pp heimische/ europäische Hersteller von den Billigeimern abzuschotten, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Was für mich als Verbraucher allerdings auch bedeutet, es wird vieles teurer.
 
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Genau das ist der Punkt.
Wer in Deutschland hergestellte Produkte mit Chinaprodukten vergleicht ist selber schuld.
Problematisch finde ich einfach nur, dass es für Leute die wirklich so gut wie kein Geld haben im ersten Augenblick noch immer günstiger ist sich für 1000€ nen alten gebrauchten Wagen mit neu TÜV zu kaufen als ein Lastenrad.
 
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Auch nicht, das ein KFZ rund 300,- - 400,-€ / Monat kostet, auch als Stehzeug.
Diese Rechnung geht aber bei Autos in der Preisklasse nicht auf.
Wie schon mal geschrieben hat unser letzter Wagen, ein 1998 Mondeo Kombi, 800€ mit TÜV gekostet. Versicherung war was um die 20€ im Monat und um die 120€ Steuern im Jahr. Den Wagen haben wir ohne große Reparaturen vier Jahre gefahren.... oder halt nicht, darum musste er ja gehen.
In dem Link kann ich als jüngsten Mondeo nen 2019er auswählen.
Wertverfall, Wartung/Inspektion und solche Punkte fallen da i.d.R. weg. Auch wird die Wartung oft auf Reparaturen beschränkt.
Also wenn man in der Preisklasse überlegt, dann kostet der Wagen erstmal den Anschaffungspreis + Zulassung und dann noch die Kosten wie Versicherung und Steuern.
Und wenn man nicht viel fahren muss kommt da noch lange nicht so viel zusammen.
Also unser Mondeo hat uns wirklich nicht viel Geld gekostet.
Aber das ist der Punkt. Erkläre jetzt mal jemanden der kein überzeugter Radfahrer ist, dass es doch besser sei mehr als das doppelte für ein Fahrrad auszugeben, plus Geld für ordentliche Regen und Winterbekleidung. Sich den Witterungen auszusetzen. Je nach Strecke mehr Zeit einplanen zu müssen etc.... Wir kennen alle was da für ein Rattenschwanz dran hängt.
Die meisten werden einen auslachen oder nen Vogel zeigen, sich das billige Auto kaufen und bei kalten Regenwetter im Auto sitzend sich an das Gespräch erinnern.

Ist einfach so.
 
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Und mit "eher dumme Idee" meine ich eigentlich eine richtig Schlechte!
Na, herzlichen Dank für die Blumen :p
Reiß Dich mit Deiner Kritik zusammen. Nur weil Du nicht basteln kannst, brauchst Du mich nicht beschimpfen.
Man darf ohne die entsprechende Qualifikation keine Eigenbau-Fahrradrahmen in den Verkehr bringen. Insofern bleibt der EIGENBAU für sich selbst, also Eigenbau im Sinne von selber und für sich privat machen. Dieser Weg steht jedem offen. Deshalb sprach ich das Nieten als Verbindungstechnik an, da kann man sicher sein, dass das niemand kauft. Halten tut es, siehe Alphajet und Tornado. Am Steuerrohr bin ich dran, @shigivelos !
Wenn Dich die Bemerkung zur Handyzeit tangiert, @Bravragor, zieh den Schuh wieder aus. Der bundesdeutsche Durchschnittsmann ist zu zwei Dritteln übergewichtig und vier Stunden online.
Morgen gehts wieder in den Mietshausbastelkeller, 2x3m reichen ;)
Gruß Krischan
 
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Ich glaube zwischen Krischan und Bravragor gab es ein Mißverständnis - Bravragor meinte, es kann sich nicht jeder ein Rad basteln, nicht daß man selbstgebratene Rahmen billig verhökert.
Und Krischan sagt, man kann viel mehr, als man sich zutraut, wenn man es versucht.
Ihr seid also - mit verschiedenen Ansätzen - auf der selben Seite!

Mein Mietshausbastelkeller ist nur 1,45 x 3,50, daher bastel ich in meinem dienstlichen Lager und muss halt oft laufen, weil das Lager im Keller ist.
 
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Tja, Angebot und Nachfrage bestimmen halt den Preis. Es gibt eben ein Überangebot an gebrauchten Autos. Ein 20 Jahre altes halbwegs fahrtaugliches Auto für Max. 1000€ zu finden ist kein Problem.
selbst unser 2005er C-Klasse-Kombi aus erster Hand als Benziner in Buchhalterausstattung hat vor gut 3,5 Jahren mit nicht mal 200000 auf der Uhr gerade mal 5000 gekostet Und brauchte seit dem gerade mal ein neues traggelenk und einen neuen FensterHeber. Hätte ich ihn jetzt verkauft, hätte ich mir vom Verkaufserlös beim Packster den DoppelAkku und das Licht- und Bremse - Upgrade leisten können und vielleicht auch noch ein Wochenende in einer Jugendherberge im Sauerland.

Finde mal ein 20 Jahre altes Lastenrad... 20 Jahre alte Fahrräder hingegen gibts wie Sand am Meer für ganz kleines Geld.
Meine Antwort auf die Frage, wie teuer den das Packster war, lautet immer: teurer als mein Auto.
 
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Vor 20 Jahren waren Lastenräder nicht so verbreitet, aber Bäckerräder, alte Posträder und auch Longjohns und erste Bakfiets gibts ja.
Spannend zu beobachten, ob die in der Mehrheit motorisierten Räder - ähnlich wie Motorräder -im Bestand verbleiben und repariert und (in 3.-7. Hand) weiter gefahren werden oder ob die irgendwann verschrottet werden.
Aber das hängt wohl auch von der Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder sogar kompatiblen Teilen wie Akkus, Motoren für Bosch/Brose/Shimano... Aufnahme ab.
 
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@Krischan
Es geht nicht darum was ich kann. Wenn ich schweißen lernen würde, dann würde ich mir auch die Konstruktion eines Lastenrades samt der Herstellung zutraun. Ich gehöre zu den Glücklichen die einen großen Schuppen im Garten haben nur für meine Fahrräder.
Ich finde es auch immer wieder klasse was sich einige da zusammenbauen.
Aber das ist hier nicht Thema. Hier geht es um Lastenräder die man kaufen kann.

@lowtech und @holzwurm
Du hast recht.
Im Grunde sind wir auf der selben Seite, nur geht es hier um was anderes.
Ich schraube ja auch viel an meinen Fahrrädern selber... ich weiß nicht wann eines meiner Fahrräder mal ne Werkstatt gesehen hat.

@brokenspoke
Mein Lastenrad war/ist ja auch teurer als mein letztes Auto.
Ist halt alles eine Sache der Prioritäten.
Aktuell überlegen wir, ob wir nicht doch wieder ein billiges Auto anschaffen, hat mehrere Gründe.
Aber da bei uns auch weiter das Auto nur einen Bruchteil an km im Jahr machen würde von dem was ich auf den Fahrrädern abreiße (und damit auch weiterhin die Alltäglichen erledigungen machen würde) würde ich selber auch wieder in die 1000€ Kiste greifen. Aber auch dass ist wieder ein anderes Thema.

@lowtech
Ja ich bin auch noch gespannt wie das in einigen Jahren mit den ganzen alten E-Bikes aussieht
Schon wenn ich von meinem Bikedealer höre, dass Bosch an den Motoren nichts repariert sondern einfach austauscht.... Nachhaltigkeit schaut in meinen Augen anders aus. Und das Modell dann nicht mehr verfügbar ist weil seit 10 Jahren nicht mehr produziert.... warten wirs mal ab.
 
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Aber das ist der Punkt. Erkläre jetzt mal jemanden der kein überzeugter Radfahrer ist, dass es doch besser sei mehr als das doppelte für ein Fahrrad auszugeben, plus Geld für ordentliche Regen und Winterbekleidung. Sich den Witterungen auszusetzen. Je nach Strecke mehr Zeit einplanen zu müssen etc.... Wir kennen alle was da für ein Rattenschwanz dran hängt.
Die meisten werden einen auslachen oder nen Vogel zeigen, sich das billige Auto kaufen und bei kalten Regenwetter im Auto sitzend sich an das Gespräch erinnern.
Wenn einer vom Radfahren und dem Idealismus dahinter nicht begeistert und überzeugt ist, der wird sich auch keine billige Chinakutsche hinstellen, und falls, wird ihm da sehr schnell der Spaß vergehen. Auch der Vergleich mit dem Gebrauchtwagen hinkt - der nächste TÜV wartet schon, und steht dummerweise eine größere Reparatur an, heißt es in den sauren Apfel beißen, oder der Wagen ist Schrott, zumindest nichts mehr wert, und bedeutet Verlust. Das mag einmal gut gehen, und beim nächsten Mal hat man Pech. Die Unterhaltskosten schlagen auch zu Buche - Vers., Steuer, einer neuer Satz Reifen, Bremsscheiben und Belege, Ölwechsel, Filterwechsel usw. Es gibt also viele Argumente für das Rad, auch hinsichtlich des Preises. Die Entscheidung gegen das Rad, liegt also sicherlich nicht an den Preisen.
Kauft man sich ein frame-kit und baut das Rad selber auf, hat man ein qualitativ hochwertiges Fahrzeug, dass vielleicht auf 2500.-€ kommt, und mindestens 20 Jahre hält, das sollte doch jeden Sparsamen freuen. Es geht aber nicht alleine um den Preis, sondern hauptsächlich sind es Leute, die aus Überzeugung auf ein Lastenrad steigen, und da ist ein gutes Serienrad tatsächlich eine Alternative, und keine sinnlose und kostenintensive Anschaffung im Vergleich zu einem Auto, aber man muss es auch mögen, und davon überzeugt sein.
Ganz im Gegenteil kann einem evtl. so ein unmotorisiertes LR mit billigsten Komponenten die Freude an der Idee nehmen, wenn du mich fragst. Ich zumindest würde mich bei Autoverzicht nicht auf so einen Bock setzen .... - das macht einfach keine Freude, wenn man, wie bei uns im Hügelland, auf jeder Fahrt den Berg hoch muss, und runterwärts die Bremsen heiß laufen. Da setze ich dann doch lieber auf ein LR mit aktueller Technik und hochwertigen Komponenten - angefangen vom Licht, über Bremsen und Schaltung, Motor und Ladekonzept, bis hin zu den Rädern .... - das kostet halt, aber es macht Sinn.

lg ...
 
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Indem es nie darum ging Lastenräder in Selbstbau herzustellen.
Während die einen noch rechnen und sich über die Marktsituation austauschen, tüfteln die andern schon an einer technischen Lösung. Ob jetzt für den Eigengebrauch, als Machbarkeitsstudie oder nur zum Spass, ist im Grunde genommen egal. Diejenigen, die sich um die technische Umsetzung der Problemlösung kümmern, diskutieren einfach einen anderen Aspekts des vielschichtigen Problems. Meiner Meinung nach hat daher die Diskussion um Selbstbau in diesem Thread hier auch eine Berechtigung.
Die flexen jetzt schon hier und da mal ganz gut, nur eine von den beiden wäre wie Lenken mit einem Gummiband und würde sehr schnell brechen.
Will man das ganze mit einer Lenkstange verwirklichen muss da anders designt werden, teureres Material verwendet werden etc...
Klar ist ein Abmontieren nicht die Lösung. Dein Rad wird dadurch auch nicht günstiger. Aber wenn die Lenkstange wie der Rest des Rahmens aus Baustahl oder maximal 25CrMo4-Stahl besteht, dann bricht die nie. Eine dickere Stange kostet marginal mehr, dafür kann man sich das Schweissen, Biegen, Lackieren und Montieren der zweiten Stange sparen. Ich wollte damit sagen, dass dein Rad auch noch Möglichkeiten bieten würde, um noch mehr an den Herstellkosten sparen zu können, damit es theoretisch noch günstiger verkauft werden könnte.
 
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Zur Anfangsfrage: xyz Räder sind recht günstig, insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie hier gebaut werden ... ich wundere mich, dass die nicht viel verbreiteter sind.
 
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@Gandalph

Das ist immer so eine Sache mit den Kosten für ein Auto.
Wie geschrieben hat unser Mondeo 800€ gekostet. Einzige Reparatur hat mich 50€ gekostet. Der hätte auch nochmal TÜV bekommen. Nur hat er bei uns einfach nur noch gestanden. Manchmal bin ich mit dem Wagen zur Arbeit damit er überhaupt bewegt wird. Laufleistung im Jahr knappe 2000km.
Wie geschrieben überlegen wir manchmal ob die Anschaffung eines Autos wieder Sinn machen würde, da meine Frau kein Fahrrad fährt.
Ich war jetzt 4 Monate an einem Projekt wo ich jede Woche 3 Tage außer Haus war. Meine Frau war somit mit den Kindern recht eingeschränkt was die mobilität angeht, da alle Erledigungen in dem Bereich von mir gemacht werden.

Ich hatte auch schon mal erwähnt (lange her in einem anderen Thema), dass würde ich in einer bergigen Region wohnen auch zu der Version mit Motor gegriffen hätte.

Aber wo ich Dir wiedersprechen möchte ist, dass man an/mit so einem Fahrrad keinen Spaß haben kann.
Abgesehen von der Coronazeit fahre ich mit den Kindern mit dem Fahrrad sogar in den Urlaub zum Zelten und sind da bis drei Wochen unterwegs.
Auch im Alltag fahre ich mit dem Teil gerne. Klar muss man wegen der Bremsen seinen Fahrstil anpassen. Klar guckt man bei der Streckenplanung schon mal auf die Topographie und nimmt eventuelle Umwege in kauf.... Das bringt dann halt das gesparte Geld mit sich.

@jellenna
Könnte an der Bekanntheit/Marketing und/oder dem Design liegen.

@vnweit
Wie auch bei meinem Rad sind da ein paar Dinge zu beachten. Erstmal mag ich persönlich diese Dreiräder nicht (mit Neigetechnik ist das schon wieder was anderes)
Die mechanischen Scheibenbremsen sind etwas fummelig wenn es drum geht die vorn synchron zu bekommen.
Ansonsten, wenn es zu den eigenen Anforderungen passt ist gegen das Teil nichts zu sagen (fährt ein älterer Herr hier im Ort, hat seinen großen Hund da öfters drin).
 

bastiaen

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Es ist immer eine HERVORRAGENDE Idee Handyzeit einzusparen und sich ein Lastenrad zu bauen. Und noch besser wenn man das mit anderen gemeinsam macht und vielleicht dem einen oder anderen Nachbarn mit mehr Geld als Zeit und rechten Händen eins privat über den Zaun verkauft. Von einer Kommerzialisierung auf diesem Weg hat ja niemand gesprochen, oder?
Als kleines (!) StartUp gibt es eigentlich nur zwei Wege: ein technisch relativ einfaches Produkt, das sich mit überschaubarem Werkzeugeinsatz selbst herstellen lässt. Das Material kann hochwertig sein, die Fertigungsprozesse sind aber einfach. Am Ende steht ein handwerkliches Produkt mit Manufaktur-Label. Das kann am Ende viel zu billig sein, fair bepreist oder auch völlig überteuert. Hängt immer vom Vermögen und Mindset des "Machers" ab. Oder eine arbeitsteilige industrielle Lieferkette, mit der man dann auch technisch aufwändigere Dinge realisieren kann. Wenigstens die Leute in der Lieferkette wollen dann aber anständig bezahlt werden. Da gibt es keine Selbstausbeutung und kein Schönrechnen.
 
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Der Eigenbau bleibt als Alternative eine Nische, die nur von Fachleuten besetzt werden kann. Man braucht die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse, am besten auch praktische Erfahrung, und selbst dann ist ein hochwertiges Rad auch nicht günstig, wenn es nicht bei einem einzigen Exemplar bleiben soll und spezielle Rohre und Komponenten verwendet werden. Rechnet man die Arbeitszeit und das Material, bleibt an Ersparnis zu einem vergleichbaren Serienrad auch nicht die große Marge. Ein kostengünstiges Einzelprodukt kann man sich aber durchaus realisieren, wenn man`s kann. Aber das sind dann doch eher Einzelanfertigungen, und haben für den Markt keine Bedeutung, sondern wie erwähnt, nur für Einzelne, Versierte.

Für mich zählt die einfache Rechnung ....
- wenn ich zwei Handwerker einen Tag beschäftige, kostet mich das rund einen Tausender. ( 16Std. x 50.-€ zzgl. Steuer ). Ob in dieser Zeit zwei Fachleute ein fertiges Rad auf die Räder stellen, bleibt dabei noch fraglich.
- jetzt ziehe ich bei einem wie oben gewollten, fiktivem VK von 1000.-€ die benötigten Komponenten ab, das Material für Rahmen und Lackierung, Produktionskosten - Arbeits- Raum- Verwaltungs-, Energiekosten, Transport und Vertrieb, Rückstellungen für Gewährleistung - und stelle die Frage, was soll da groß an Rad rauskommen, und woran ist der billige Preis gebunden? Irgendwer "zahlt" dafür, und auch das Produkt kann nicht hochwertig sein ....
 

bastiaen

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Der Eigenbau bleibt als Alternative eine Nische, die nur von Fachleuten besetzt werden kann. Man braucht die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse, am besten auch praktische Erfahrung, und selbst dann ist ein hochwertiges Rad auch nicht günstig, wenn es nicht bei einem einzigen Exemplar bleiben soll und spezielle Rohre und Komponenten verwendet werden. Rechnet man die Arbeitszeit und das Material, bleibt an Ersparnis zu einem vergleichbaren Serienrad auch nicht die große Marge.
Ich habe - wie in Urzeiten in diesem Forum beschrieben - "The Box" als selbsttragendes Sperrholz Cargobike gebaut. Den Gedanken haben wir mit der Bonner Velowerft open source weiter entwickelt und mehrfach gebaut und das Prinzip hat sich bewährt.
Als Bausatz für den Eigenbau ohne Fachkenntnisse durchkalkuliert ist aber die ernüchternde Erkenntnis: Man muss das Kit im hohen dreistelligen Bereich verkaufen. Der Eigenbauer investiert dann viel Zeit und muss auch noch die Komponenten beistellen. Das muss man wollen.
Natürlich kann man mit Geduld, Geschick und Kreativität fast zum Nulltarif etwas bauen und es gibt kein größeres Erfolgserlebnis.
Wenn man aber versucht, das Prinzip Eigenbau niederschwellig zugänglich zu machen, steigt der Einstiegspreis, egal ob beim Velowerft, Veloader, XYZ usw.
 
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