geplante Obsoleszenz bei Pedelecs, WDR-Beitrag

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von cargomaniac, 16.05.2019.

  1. woodfabi

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  2. stan

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    Könntest du das kurz erläutern? Ich raffs nämlich nicht. Hat der Händler das Rad selbst umgebaut (Garantieverlust beim Hersteller) oder was? Wenn, dann könnte hier auch ein Gewährleistungsfall vorliegen (Rad war von vornherein nicht in Ordnung), oder? Und wenns nicht erwähnt wurde, aber der Anschein erweckt wurde, es handele sich um ein Original mit Garantie, sogar Betrug.


    @topic: Systemintegration->Obsoleszenz/Kundenbindung: Zustimmung

    Ich singe gerne das Loblied auf den offenen Umbausatz (aktuell v.a. Kunteng), der kann alles mit fast allem.

    Nochfehlt allerdings ein gutes, flächendeckendes Werkstattnetz mit kompetentem Personal, gerade für professionelle Anwendungen/Wirtschaftsverkehr (wo es dann i.Ü. wieder auf Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit ankommt!). Auf den KFZ-Bereich übetragen ists ja aktuell ein bisschen so, als würden 80% aller Werkstätten nur VW annehmen.
     
  3. cargomaniac

    cargomaniac

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    Hallo @stan,

    vielen Dank für Deine Rückfrage. Ja, der Händler hat das Rad als Monopolist angeboten und als eCargoRad angepriesen.

    Zuerst als Weltneuheit und dann auf der Spezi 2016 als einziger Anbieter Europas (vielleicht auch weltweit), der dieses Rad als Pedelec-Version komplett serienmäßig anbietet.

    Eigentlich müsste er dadurch Hersteller sein und auch den gesetzlichen Garantieverordnungen unterliegen.

    Da es aber anscheinend schon einige Rahmenbrüche an dem Rad gegeben hat (höre immer mehr von diesen), hat er wohl nun die Reissleine gezogen und bietet stillschweigend nicht mehr diese Variante an, sondern nur noch die unelektrifizierte Version.

    Nichts desto trotz kann aber auch bei dieser der Rahmen bzw. die Schweißnaht am Klappmechanismus oder der Klappmechanismus an sich brechen und im worst case für den Radler ein tödliches Ende nehmen.

    So wie es bei mir war, gab es den Rahmenbruch innerhalb des Klappgelenkes, was man nicht sehen konnte. Erst beim Putzen des Rades nach dem Umfallen und bei dem Klappen sind mir dann Kleinteile entgegengesprungen und alles war instabil.

    Ich habe den Fall damals sehr genau dokumentiert, die Fotos und die Beschreibung eingereicht und bis heute (seit ca. 9 Monaten) keine Antwort vom Händler erhalten.

    Dann den Fall einem münchner Tern-Händler mit der Bitte um Klärung weitergeleitet. Dieser hat erst nach vielen Versuchen und monatelanger Arbeit irgendwann die Antwort erhalten, dass mit dem Werksumbau auf die beworbene Komplettversion die Garantie auf Rahmen und alles andere erlischt.

    Dies war weder im Kaufvertrag, noch bei den persönlichen Vorgesprächen, noch bei den mitgegebenen Unterlagen irgendwo zu ersehen.

    Sonst hätte ich natürlich das Rad so nie gekauft.

    Ich habe auf der Spezi nun ausführlich mit dem Tern-Importeur persönlich gesprochen und hatte einen Tag danach sofort eine exakte und ergiebige mail mit vielen Fotoanhängen verfasst und geschickt.

    Bis heute warte ich auch bei Tern direkt auf eine Antwort. BTW: mir wurde in die Hand versprochen, dass man mir einen Ersatzrahmen besorgt. Aber wie so oft: aus den Augen........ aus dem Sinn.

    Hatte heute vormittags um eine baldige Antwort angemahnt.

    Langsam reisst mir der Geduldsfaden mit diesen unseriösen Händlern/Herstellern.

    Ähnlich wie ich es erlebt habe, so haben es in einschlägigen Klappradforen auch andere Geschädigte erlebt.

    Lass mal einen Rahmenbruch bei einer schnellen Abfahrt in den USA passieren und dabei kommt der Radler um. Dann wird Tern auf Unsummen verklagt und kann dicht machen.

    Aber in Deutschelande ist wohl kein richtiger Verbraucherschutz am Start, bzw. können unseriöse Händler/Hersteller wohl ungeschoren so weitermachen.

    Mich wundert es mittlerweile nicht mehr, warum die e-Version des Tern Cargo Node nicht mehr aktiv beworben wird. Tern hat das Problem der Rahmenbrüche erkannt und hat dann den Rahmen im Folgemodell GSD nicht mehr klappbar gemacht.

    Ich habe bei der Veloberlin unter der Hand vom Tern - Chef Josh Hon in einem Gespräch erfahren, dass auf das Rad als Longtail viel zu viele Hebelkräfte auf den Rahmen bzw. auf das Klappgelenk einwirken und es deswegen überarbeitet wurde.

    Bei der Veloberlin im April 2018 hatte ich aber noch nicht den Rahmenbruch. Dieser passierte durch simples Umfallen des Rades als es von einer aufgehenden Türe eines Radwegzuparkers umgestossen wurde.

    Somit bleibe ich auf einen Schaden von (mit eigenen Umbauten) fast 4000 Teuronen sitzen.


    @stan, da Du ja auf dem Gebiet der Radpolitik als auch der Verkehrsplanung und auf vielen weiteren Gebieten sehr versiert bist, wie lautet nun Deine juristische Einschätzung?

    Besten Dank schon mal im Voraus


    Cargomaniac

    P.S. wenn du willst, kann ich dem nächsten Post ein paar Fotos anfügen.
     
  4. cargomaniac

    cargomaniac

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    Sorry, muss mich verbessern,

    wenn man Tern eCargo Node googelt, dann erscheint immer noch das Rad auf der Webseite und kein Wort von Verlust der Garantie
     
  5. stan

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    Das ist ein Mißverständnis - aktiv ja, aber juristische Ahnung davon - keineswegs. Deswegen ja die Nachfrage inkl. Spekulation und der Hoffnung auf kompetente Antworten anderer Forumsnutzer. ;)

    Ich würde bei dem Schaden aber definitiv juristische Beratung hinzuziehen. Falls du Mitglied bist würde ich sogar mal die Verkehrsrechtschutz des ADFC probieren, auch wenns eigentlich nen anderes Gebiet ist. Verbraucherschutzzentralen fände ich auch interessant.
     
  6. Sanktnelson

    Sanktnelson

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    generell hast du den Gewährleistungsanspruch immer deinem Händler gegenüber.
    Herstellergarantie ist freiwillig.
    Egal gegenüber wem: Da die Motorisierung nicht zu höherer Rahmenbelastung am Faltgelenk führt (höchstens am Antrieb oder an der Motoraufnahme), ist der Umbau für den Schaden technisch nicht relevant.
     
  7. holzwurm

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    Macht bitte keine "Juristische Beratung", das ist in D nur denen erlaubt, die das gelernt haben und es könnte deswegen sogar der Forenbetreiber abgemahnt werden. So zum Teil im DSLR-Forum.de schon geschehen. Hier gibt es doch eh nur "Laienwissen"...

    Zumal das mittlerweile ja nichts mehr mit "geplante Obsoleszenz bei Pedelecs, WDR-Beitrag" zu tun hat...

    Rechtsberatung darf nur von Rechtsberatern gemacht werden. Zumal, wie rechtssicher ist den im im Streitfall vor Gericht die Aussage: "Das hat aber einer im Cargobikeforum.de geschrieben!" :D


    ...der Spielverderber Holzwurm ;)
     
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  8. cargomaniac

    cargomaniac

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    Passt schon, @holzwurm,

    hast Recht! Es geht aber nicht um juristische Kleinfindigkeiten, da habe ich mich doch falsch ausgedrückt. Sondern eher, wie Ihr Kollegen mit ähnlichen Fällen konfrontiert gewesen seit und was bei Garantie-und Gewährleistungsansprüchen aus der Sache geworden ist.

    Des Weiteren soll schließlich auch Schaden an anderen ferngehalten werden, bzw. etwaiger Ärger schon im Vorfeld vermieden werden,
     
  9. cargomaniac

    cargomaniac

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    aktuelles update.!

    Tern hat sich gerade per mail gemeldet und bietet mir 2 " Kulanzangebote " an.

    1. da der Rahmen in Europa nicht mehr aufzutreiben ist, könnte einer vom Restbestand aus Taiwan zu mir verschifft werden. Wären ca. 500 Euronen zzgl. weiterer Kosten wie Zoll und Cargokosten. Dann käme noch der Umbau auf mich zu.

    2. gäbe es die Möglichkeit, ein GSD aus dem second hand - bestand zu erhalten. Über dessen Kosten wurde mir aber noch nichts mitgeteilt.
    Dies würde nur Sinn machen, wenn es ein wirkliches Schnäppchen sein würde, da dieses Rad (obwohl es bestimmt absolut o.k. ist) meinen aktuellen Einsatzzwecken leider nicht ganz entspricht.

    To be continued........

    L.G. und Grüße aus dem Dauerregen
     


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