Fragen zum Bakfiets.nl CargoTrike

Hallo den stolzen Vätern,
der Maxi Cosi bleibt im Rad. Ich hab vor, einen gebrauchten zu kaufen und seh mich eh schon mit Säge in der Hand, um den passend(er) zu machen. Wobei ich den Bügel beibehalten würde, dient ja auch als Schutz. Ich hatte aber gehofft, dass ich da ein bisschen am Sitz rumbasteln kann, den dann aber an eine nicht von mir improvisierten Vorrichtung befestigen kann.
Je mehr ich selber basteln muss, desto unwahrscheinlicher, dass es in naher Zukunft fertig werden wird.

Davon abgesehen, dass es bei beiden Rädern anscheinend keine so vorgefertigte Lösung gibt, wie ich es mir erhofft hatte, vermute ich, dass beim Bakfiets sowohl die größere Kiste mit ihrer geneigten Vorderseite der Einbau leichter möglich sein wird.

Mal eine andere Frage und zwar zum Motor.
Heute im Geschäft wurde uns klar, dass das Christiania einen China-Motor (Bafang) hat. Den Begriff hab ich hier schon öfter mal gelesen. Es scheint also eine einigermaßen weit verbreitete Geschichte zu sein. Ich hatte das Gefühl, dass die im Fahrradladen nicht ganz so angetan davon waren. Klar, es funktioniert, aber Probleme gibt es doch schon mal.
Der Shimano Steps Motor im Bakfiets scheint da eine ausgeklügeltere Sache zu sein, oder?

Wir schwanken halt immer noch, obwohl ich ehrlich gesagt, in 1 oder 2 Tagen gern die endgültige Entscheidung treffen und endlich ordern will.
 
Zum thema federung für die kinder:
wäre nicht die einfachste lösung, sich im schaumstoffhandel einen passend zugeschnittenen schaumstoffquader mit geeignetem raumgewicht zu besorgen und diesen quader den kindern bzw. deren sitz einfach unterzulegen, als dickes, federndes kissen sozusagen ?
 
R

Raton

Guest
Beide Motoren sind aus China derBafang ist halt lange bewährt der Shimano ist noch relativ neu.
 
Zum thema federung für die kinder:
wäre nicht die einfachste lösung, sich im schaumstoffhandel einen passend zugeschnittenen schaumstoffquader mit geeignetem raumgewicht zu besorgen und diesen quader den kindern bzw. deren sitz einfach unterzulegen, als dickes, federndes kissen sozusagen ?
Das könnte man natürlich auch machen, wenn man den Schaumstoff passend auswählt ist die Federung garantiert nicht schlechter als bei der Steco-Halterung, tendenziell eher sogar besser. Und gegen die hier im Forum auch schon erwähnten Lösungen mit einem aufgepumpten Fahrradschlauch als Unterlage hat Schaumstoff den Vorteil dass er nicht nur federt sondern auch dämpft, so dass das Ganze nicht so ins Hüpfen/Schaukeln kommt.
Bei einer Schaumstoffkissenkonstruktion muss man dann nur sehen dass man die Babyschale noch irgendwie nach unten verzurrt kriegt, damit sie nicht bei der Fahrt nach oben raus kann. Ist zwar unwahrscheinlich, aber sicher ist sicher.
 
Je mehr ich selber basteln muss, desto unwahrscheinlicher, dass es in naher Zukunft fertig werden wird.
Das verstehe ich nur zu gut. Glaub nicht, dass bei uns alles sofort klappte. Außerdem gab es Diskussionen innerhalb der Beziehung zu den vielen Fürs und Widers. Was im Übrigen dazu geführt hat, dass wir beide nun zwei sehr unterschiedliche Lastenräder angeschafft haben. Jedem Tierchen sein Plaisierchen.

Aber keine Sorge: Wird schon werden. Gut werden. Mit Lastenrad ist immer besser als ohne! Ihr werdet nicht viel falsch machen.

Zum Besseren Verständnis in Sachen Bastelei und Suche nach dem goldenen Weg:

Bei dem ersten Kind haben wir die Anschaffung eines Kinderfahrradanhängers (Croozer) als echte Befreiung erlebt. Weg von Kinderwagen, U-Bahn und Bus. Und dennoch die Reichweite vergrössern. Ein Auto wollten wir nicht - ganz abgesehen davon, dass man damit auch nicht direkt in Parks und an Badeseen kommt. Hänger nerven manchmal, ganz ohne Hänger aber war es deutlich blöder gewesen. Lastenräder hatten wir immer schon im Hinterkopf, konkret wurde es dann aber mit dem zweiten Kind. Da der Zweieranhänger absehbar in der Breite deutlich zulegen und schwerer werden würde. Wir haben tatsächlich doch noch einen neuen gekauft, aber erst nach der ersten Lastenradanschaffung. Und zwar, weil der Anhänger andere Vorteile bietet gegenbüber einem Lastenrad: Variable Abholung mit einem der Trekkingräder, Buggyfunktion für Oma-Abhole oder aber als Buggy, um mit den Kindern in den Zoo zu gehen, etc.. Andererseits war der Lastenrad-Kauf allein schon aus Spassgründen eine ausgemachte Sache. Das war uns nach Probefahrten klar gewesen. Wenn schon kein Auto. Vorher hatte ich Transporte mit einem abgerockten Schrott-Kinderanhänger erledigt, ganze Bücherregale, Sessel. Aber das nervte auch etwas.

Lastenrad schauen, Infos einholen ... und dann kamen die Dämpfer:

Geld
Schon für Anhänger kann man ja ganz schön Geld ausgeben. Dass Lastenräder noch mal deutlich teurer sind - oha! Mit dem mehr Geld ausgeben steigen aber auch die Ansprüche nach einer perfekten Lösung. Das macht die Sache nicht leichter. Man sucht sich blöde mit dem Hintergedanken "für soviel Geld darf ich was erwarten". Wo indes der Preis die Qualität abbildet, das war uns anfangs nicht klar gewesen. Dieses Forum ist für solche Infos Gold wert. Auch wenn naturgemäß unterschiedliche Wichtungen existieren. Ihr scheint mir schon auf gutem Weg.

Beratung
Wer kennt sich aus, berät, gibt Tipps? Der local Fahrradhändler jedenfalls kaum, so unsere Erfahrung. Da wurden wir als Exoten behandelt. Die Infos, die der Händler auf Nachfrage einholte ("muss ich mal in Erfahrung bringen"), die hätten wir auch selbst im Internet finden können. Auch gab es viele Modelle einfach nicht oder aber ein Händler bot nur eine Marke an, Babboe beispielsweise, von der er dann enstprechend 100% überzeugt war. Einschränkend und aus Berliner Sicht muss ich anfügen, dass ich damals noch nicht Jakob Rohrer von Little Big Cargo kannte. Dort bekommt man prima Beratung! Allerdings ist dieser Laden für uns recht weit weg.

Babytransport
Baby- und Kleinkinder-Transport erschienen als ein von der Industrie sträflich vernachlässigtes Thema. Während uns die Lastenrad-Mondpreise noch teilweise durch kleine Stückzahlen erklärbar waren, sind wir am Design vieler Fahrrad-Kindertransport-Lösungen schier verzweifelt. Idiotisch angesichts dessen, was im Kfz-Zubehör seit langer Zeit Standard ist. Im Croozer war die Hängematte noch passabel gewesen, in das Lastenrad passte sie aber nicht mehr gut hinein. Eine hier noch unerwähnte Alternative wäre übrigens eine Weberschale (googeln), die wir auch in Betrieb hatten, die schön schlank und daher Lastenrad-Boxen-tauglich ist, sogar auch passable Gurte hat. So richtig begeistert hat die uns aber nicht, haben wir wieder verauft. Die Maxi-Cosis sind gut konstruiert bezüglich Halbliegeposition, Gurten, Kopf- und Nackenschutz. Und man bekommt die Dinger sprichwörtlich hinterhergeworfen. Geschenkt oder für kleines Geld. So, dass sich ein Basteln geradezu anbietet. Das Überlegen "Wie?"und das Diskutieren "Ob?" hatte übrigens schlussendlich die meiste Zeit verschlungen. Meine Frau war zunächst dagegen gewesen. Die handwerkliche Umsetzung der Idee war ein Witz gewesen - zwei Stunden.

Wetterschutz für die Kinder
Auweh! Jemineh! Viele blöde, klapprige und wenig praktikable Lösungen. Bei der Gebrauchtrad-Ausschau konnte man diese "gut gedachten" Dächer nach wenigen Jahren Betriebes bewundern: Wracks! Für mich war bei der Lastenrad-Typenwahl der Wetterschutz ein wesentliches Auswahl-Kriterium geworden. Ich habe es nicht bereut und fahre tatsächlich bei jedem Wetter. Konstruktives Nachrüsten / Selberbauen ist freilich möglich. Aber eben auch zeitintensiv. In jedem Fall gibt es hier in den Foren mittlerweile wunderbare Tipps dazu.

Systemgedanke
Ein Rad ist ja nicht einfach nur die bloße Materie. Es ist ein System. Es erfordert Wartung, einen Stellplatz, Wege die tauglich sind, die Klaugefahr sollte nicht allzu groß sein, etc.. Viele dieser "Systemprobleme" waren uns gedanklich klar. In der Umsetzung, im Alltag wurden die Dinge zumeist in Eile und ganz pragmatisch angegangen. Stichworte in Kürze: Laternenparken Ja, aber gutes Schloss erforderlich - besser zwei. Dazu eine Ganzabdeckung (schützt vor Verwitterung, aber auch vor Vandalismus und ein bisschen vor Diebstahl - das Rad sieht abgedeckt aus wie ein Motorrad). Pannensicherheit maximieren durch entsprechende Bereifung, Pannenspray und / oder Werkzeug und vor allem aber durch regelmässige Durchsichten. Winterbetrieb gut möglich, sofern man sich Zeit lässt und etwas Flexibilität für die Wege mitbringt, gute Wetterberichte einholt, auch mal das Rad stehen lässt (Ja, es gibt Spikes-Reifen, haben wir auch und aber nie aufgezogen). Gut ist, wenn beide Eltern das Rad fahren können. Für den Fall der Fälle. Gut ist, wenn neben den Kindern auch noch Platz für die Alltagsutensilien aller Mitfahrenden vorhanden ist. Inklusive auch in der Box für Kinder-Krams zur Unterhaltung. Letztlich bekam mein Rad Packtaschen. Der Art, dass man auch einfach mal was sorglos reinwerfen kann, wenn die Kinder den Papa mal wieder voll und ganz fordern. Gutes Licht ist ein wichtiges Thema, ohne Wenn und Aber. Für uns heisst dass: Nabendynamo, Kabel selber noch einmal verlöten und mit Heißkleber die wetteranfälligen Punkte versiegeln, dazu gute Scheinwerfer mit Standlichtfunktion hinten und vorne. Ich habe dann noch etwas Reflektor-Band an den Rahmen geklebt.

Eineinhalb Jahre nun. Aus einem Lasti wurden zweie. Der Hänger ist trotzdem noch in Betrieb (gestern etwa). Weiterhin begreifen wir das Thema als eines, welches ständig zur Optimierung verleitet. Und dennoch bleibt manches einfach mal wochenlang liegen, wenn anderes wichtiger ist. Putzen zum Beispiel. Aber auch mein Sattel, aus dem gerade das Gel aus einer Bruchstelle läuft, notdürftig aufgehalten durch Klebeband. Egal.

Liebe Grüße aus Berlin, gutes Gelingen, der Frühling kommt!
Manuel
 
Du kannst nicht zufällig herausbekommen, welcher Bafang verbaut ist? Aufgrund der Größe tippe ich auf den CST.

Grundsätzlich sind die Bafang überhaupt nicht schlechter. Sie bieten (in der Regel) weniger Systemintegration aber dafür mehr Modularität. Funktionieren tun sie aber ohne Probleme (bei mir zB seit 5500km auch ein Bafang ohne Probleme und Wartung).
Manche Sachen kann man nachrüsten, wie etwa Motorsteuerung über Trittfrequenz / -stärke. Manche Sachen wie die Integration der Schaltung mWn nicht.
Dafür ist nichts verdongelt, du hast keinen speziellen Rahmen und kannst Einzelteile im Falle eines Defekts unproblematisch austauschen.
Damit will ich Steps nicht schlechtmachen aber dir die Angst nehmen, mit Bafang einen Fehler zu machen.
B.
 
R

Raton

Guest
Dafür ist nichts verdongelt, du hast keinen speziellen Rahmen und kannst Einzelteile im Falle eines Defekts unproblematisch austauschen.
(y)
Das ist genau der Punkt der für mich auch eher gegen den Shimano Motor spricht obwohl der Motor nicht schlecht sein soll.

Das Rad wird definitiv den Motor überleben nicht anders rum.
Hast du den Shimano Motor im Rahmen dann bist du genau mit diesem Motor verheiratet da passt nichts anderes rein in den Rahmen, beim Hinterrad-Motor ist die Auswahl riesig und beim Ausfall auch wesentlich billiger.
Und du kannst aus gefühlten 10000000 Komponenten wählen die es gibt und tausendfach in normalen Rädern,Lastenrädern bewährt sind.

Übrigens kannst du dann noch zur endgültigen Verwirrung die Philosophie-Beiträge "was ist besser Naben oder Tretlager-Motor" lesen .:(

LG
 
Sorry, dass ich jetzt nochmal davon anfange, aber: Wollt ihr nicht eventuell doch noch ein Urban Arrow oder ein Bakfiets Long ausprobieren? Jetzt wo ihr schon ein wenig Erfahrung habt könnte das zu einem völlig neuen "Aha"-Effekt führen.

Und bei beiden Rädern ist der Transport von Baby-Schale plus größeres Kind problemlos möglich (soweit ich weiß).
 
R

Raton

Guest
Genau und diese Räder haben sogar Neigetechnik bis zum Umfallen :ROFLMAO:
 
Sorry, dass ich jetzt nochmal davon anfange, aber: Wollt ihr nicht eventuell doch noch ein Urban Arrow oder ein Bakfiets Long ausprobieren? Jetzt wo ihr schon ein wenig Erfahrung habt könnte das zu einem völlig neuen "Aha"-Effekt führen.

Und bei beiden Rädern ist der Transport von Baby-Schale plus größeres Kind problemlos möglich (soweit ich weiß).
Habe gerade noch einmal in den Ausgangspost geschaut, da schrieb @AndreaN dass sie wer Wert auf Komfort legen. Ein zweirädriges Lastenrad hat schon prinzipbedingt einen höheren Komfort als ein Dreirad, da es in sich mehr federt und man Schlaglöcher besser umkurven kann. Das wollte ich da noch flink anfügen.
 
Leute, Leute, Leute, dat bringt doch nix :coffee:

Ich bin schon überrascht, dass sich das Thema Maxi Cosi im Dreirad so kompliziert gestaltet. Aber deswegen auf ein Zweirad auszuweichen, ist auch keine Lösung.
Und die Sache mit dem Komfort für die Kinder. Lasst es mich umformulieren: Wir hätten gern genug Platz für die Kinder, so dass sie sich nicht zu sehr auf der Pelle sitzen. Sie gehören den Größeren ihrer Art an und wenn die Kleine nach dem Großen kommt, dabei nicht den Ruhigsten. Ich hoffe, dass sobald die Maxi Cosi Zeit überstanden ist, der Platz im Dreirad genossen werden kann.

Zwei Sachen, die wir nach einigen Testfahrten nun sicher wissen, sind (1) ja, wir wollen ein Dreirad, und (2) ja, es soll einen Motor haben.

Man sucht sich blöde mit dem Hintergedanken "für soviel Geld darf ich was erwarten".
Das trifft genau den Nagel auf den Kopf. Ich seh jetzt aber langsam ein, dass man wir doch Kompromisse eingehen müssen.
Und eine Bastellösung für den Maxi Cosi Einsatz finden müssen.

Danke für eure Einschätzungen zum Motor. Was für ein Bafang Motor genau es ist, weiß ich nicht.
Damit will ich Steps nicht schlechtmachen aber dir die Angst nehmen, mit Bafang einen Fehler zu machen.
Ja, genau darum ging es mir.

Ok, ok, wir werden also die Münze werfen...
 
Also wenn Kind Nummer 1 schon recht groß ist, dann braucht ihr vor allen Dingen eine lange box, damit Beine und Babyschale Platz finden ohne dass sich die Kinder zu sehr behakeln. Und das sind die Zweiräder sogar leicht im Vorteil.

Der größte Platzunterschied zwischen Zwei- und Dreirad-Bakfiets wenn die Kinder erst einmal auf der Bank sitzen ist dass die box vom Dreirad gute fünf cm breiter ist. Bei mir sitzen im Zweirad eine fast Sechsjährige (117 cm) und ein lang geratener Dreijähriger (108 cm) einträchtig nebeneinander.

So, jetzt sagte ich aber nix mehr, denn ihr wollt ja kein Zweirad, aber gefahren seid ihr auch noch keins, oder?
 
Jo, liest man schon raus, dass ich grad zum Christiania tendiere, gelle? Aber da gibts ja noch meine bessere Hälfte.

Und ja, die Entscheidung für ein Dreirad ist definitiv gefallen. Mein Mann ist ein Zweirad gefahren und es hat ihm ganz und gar nicht gefallen.
Ich muss dazu sagen, dass wir letztes Jahr eine ganz blöde Situation hatten. Jungfernfahrt mit dem Kind im Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger seines Fahrrads. Beim Absteigen bleibt mein Mann mit dem Bein an der Stange hängen, kippt um, Oberschenkelhalsbruch. Total unwahrscheinliches Szenario, aber einfach blöd gelaufen. Und das kurz vor der Geburt unserer Tochter, mit einem trotzenden Anderthalbjährigen (absolutes Papakind) zuhause und unserem Leben in einer Maisonette-Wohnung. Meinen Mutterschutz hatte ich mir anders vorgestellt. Hat uns alle ziemlich traumatisiert.
Ich verstehe, dass ein Dreirad zwar in Kurven leichter umkippen kann, aber immerhin steht's, wenn's steht. Und ja, ich weiß, dass das obige Szenario bei einem Lastenzweirad nicht hätte passieren können, weil die Kiste es nicht ganz auf die Seite hätte fallen lassen. Aber gebranntes Kind und so. Man(n.) soll sich sicher fühlen.

Davon abgesehen, dass wir beide nach wie vor davon überzeugt sind, dass unsere Nutzung nach einem Dreirad geradezu schreit.

Zum Platzangebot: Die Kistenlänge des Zweirads ist ordentlich, wenn auch kürzer als die des Dreirads. Aber zwei Gedanken: Wenn ich nun aber zwei Bänke hab, dann teilen sich bei dem Dreirad alle die vorhandene Beinfreiheit, da sich die Bänke gegenüber stehen, während sie beim Zweirad hintereinander stehen. Zweitens, dadurch dass die Kiste höher ist, sitzen die Kinder doch auch aufrechter, oder nicht?

Versteht mich nicht falsch - ich erkenne sämtliche Vorteile, die ein Zweirad mit sich bringt, an, aber die Vorteile des Dreirads überwiegen in unserer Situation. Sollte ich in Zukunft eines anderen belehrt werden, werde ich es hier aber kundtun ;)
 
Ich bin schon überrascht, dass sich das Thema Maxi Cosi im Dreirad so kompliziert gestaltet. Aber deswegen auf ein Zweirad auszuweichen, ist auch keine Lösung.
Das hast du falsch verstanden. Nicht die Babyschale ist der Grund, warum ich nochmal auf das Zweirad zurückgekommen bin. Aber ihr habt jetzt ausgiebig Dreiräder getestet und deswegen würde jetzt der nochmalige Test eines Zweirades völlig anders wirken.

Eine Babyschale ist halt für ein Auto optimiert und dadurch ziemlich sperrig, eigentlich braucht man für ein Lasti eine schlankere Lösung. Wenn bei uns nochmal Nachwuchs kommen sollte, dann werde ich in den ganz jungen Jahren mit Sicherheit auf eine Croozer-Hängematte zurückgreifen. Das ist für den Rücken das Beste (insbesondere auch in Hinblick auf Stöße und Erschütterungen) und obendrein noch extrem platzsparend.
Zum Platzangebot: Die Kistenlänge des Zweirads ist ordentlich, wenn auch kürzer als die des Dreirads. Aber zwei Gedanken: Wenn ich nun aber zwei Bänke hab, dann teilen sich bei dem Dreirad alle die vorhandene Beinfreiheit, da sich die Bänke gegenüber stehen, während sie beim Zweirad hintereinander stehen. Zweitens, dadurch dass die Kiste höher ist, sitzen die Kinder doch auch aufrechter, oder nicht?
Auch in der Zweirad-Box können sich die Kinder gegenüber sitzen.
http://bicyclebelleboston.com/wp-content/uploads/2016/01/UA-Photo-Poster-1-nologo-lr-960x300_c.jpg
http://www.mycargobike.de/wp-content/uploads/2016/01/Bakfiets.jpg
 
Ach so, ich dachte da an die Zweiräder und Babyschale wegen der oft geneigten Front bei den Zweiräderkisten.

Hmmmm, das mit der Hängematte ist auch ne Idee! Das guck ich mir mal genauer an.

Der Link zum Bakfiets Zweirad zählt nicht. Da sitzt das Kind auf dem Boden :whistle:
 
R

Raton

Guest
Bei der Croozer-Hängematte wodurch hat man da die Stoßentlastung?
Hängt die Matte an Gummies-Federelemente oder wie muß ich mir das vorstellen.
Die sieht sehr schön platzsparend aus, dafür hat man dann nix zum tragen wenn man den Zwerg raus nimmt.
 
wodurch hat man da die Stoßentlastung?
Kann ich Dir nicht sagen. Wir hatten die Hängematte im Croozer lange in Benutzung und unser Eindruck war gewesen, dass sie tatsächlich sehr gut Stöße abfängt, in Verbindung mit Ballonreifen eine Achsfederung komplett entbehrlich macht. Physikalisch müsste das jemand anderes erklären, Bitte. Vielleicht ist das technisch auch nicht richtig, aber es war eben unser Eindruck. Die Einbaumaße sind tatsächlich schön schmal. Allerdings muss man abseits des Croozer-Anhängers mit seinen zur Aufhängung der Matte perfekt positionierten Streben beim Einbau (der Einhängung) ziemlich improvisieren. Viel Spiel ist da nicht, sonst verscherzt man den Vorteil der geringen Größe. Etwa, wenn man die Aufhängegurte mit einem längeren Vorlauf montiert. Was außerdem dagegen sprach, die Matte in meine Long John zu montieren, das war der Umstand der vom Hersteller beabsichtigten Halbliegeposition. Nur dann nämlich funktioniert die Dämpfung. Und das Gurtsystem ist auch darauf ausgelegt. Eine solche Neigungs-gerechte Montage wie im Croozer hätte aber in meinem Rad zusätzliche Probleme aufgeworfen und Platz gefordert.

Hmmmm, das mit der Hängematte ist auch ne Idee! Das guck ich mir mal genauer an.
Ich würde Andrea dringend empfehlen, sich auch die Weberschale noch einmal genau anzuschauen. Die ist simpel, platzsparend, sehr variabel in der Montage / Laschung mit Gurten. Man kann sie gut unterpolstern, mit Schaumstoff, Luftsack oder was auch immer. Und es wäre eine sehr kostengünstige Variante für einen ja doch recht übeschaubaren Übergangszeitraum. Unsere Weberschale hatten wir gebraucht für unter 30,-€ bei Ebay-Kleinanzeigen erstanden - kostet nicht die Welt. Und sie verkauft sich anschliessend auch wieder gut. Platzsparender als damit geht es meines Wissens nach nicht.

Liebe Andrea. Das mit der Oberschenkelhals-Fraktur bei dem Mann klingt böse. Keine Frage, dass bei Deinem Mann, bei euch, Vorbehalte gegenüber einspurigen Lösungen in Verbindung mit Gewicht und / oder hohem Schwerpunkt bestehen. Das, so finde ich, gilt es absolut zu respektieren. Ich selbst hatte einmal einen schlimmen Radunfall mit Unterarm-Frakturen in Folge, der zwar einerseits durch Unachtsamkeit eines Autofahrers verursacht, andererseits durch Überbremsen meinerseits verschlimmert worden war. Ich bin der Überzeugung, dass ein technisches Detail die Sache befördert hat: die fehlende Gabelfederung bei meinem damaligen Trekkingrad. Ein sehr steifes und sich fast bockig fahrendes "Specialized". Man mag mir das technisch widerlegen, mag dazu die Qualität von billigen Federgabeln mit schlechter Wartung in Frage stellen, zu Recht. Ich bleibe dabei: Wenn Trekkingrad, dann hätte ich gerne eine Federgabel. Das Long John fahren ist aus dieser, meiner sehr subjektiven, Sicht heraus besonders schön, weil ein Überschlag durch Überbremsen des Vorderrades ausgeschlossen erscheint.

Kurz, Andrea: Ich finde es richtig, nach hinreichend vielen Probefahrten und Überlegungen, Ratschlägen das eigene Bauchgefühl auch mit einzubeziehen. Und klar zu haben, was entschieden ist, das ist entschieden. Christiania. Ihr kennt eure Wege am besten, eure Zeitplanung, euren Alltag. Und ihr werdet die Fuhre ja auch jeden Tag bewegen. Insofern hat das mit den Ratschlägen aus der Ferne immer auch Grenzen. Eine kleine Prophezeiung wage ich dennoch: Das erste Lastenrad wird sowieso nicht das letzte sein.

GLG an euch alle! Manuel
 
Danke, Manuel (y)

Das Foto von @kistenfahrrad hatte ich schon vorher im Blog entdeckt und es hat mich beeindruckt.

Antwort vom Händler bringt die neue Erkenntnis, dass das Christiania nun mit einem Motor von Pro-Movec kommt. Sagt euch das was?
Letztes i-Tüpfelchen und ich glaub, dann haben wirs.
 
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