Faden zum Abschweifen, für alles was OT ist ;)

Dazu auch:


Zusammenfassung:

Wenn man Schilder aufstellt, an die sich keiner hält, schafft man ein falsches Gefühl von Sicherheit, also stellt man keine auf.
 
Ich mag auch ein schönes, professionelles Feuerwerk.

Aber habe sehr wenig Verständnis für den privaten Rotz, mit all den Kosequenzen für Umwelt, das Gesundheitssystem, Mitmenschen, Tierwelt. Genausowenig habe ich Verständnis für privates Rasen mit den tollen PKWs und Rauchen in geschlossenen Räumen.

Aber gut, vielleicht zeigt sich die Gesellschaft zur Jahreswende eben von der "besten" Seite. Hauptsache es knallt schön. Noch toller, wenn die Gebäude lichterloh brennen, so wie die Vondelkirche in den Niederlanden.
Die Befürworter des privaten Rumböllerns haben dort alle Argumente für das Verbot im kommenden Jahr geliefert.

Danke, das würde ich genau so Unterschreiben.

Ich wohne auf dem Dorf, unser Haus ist um 1900, Scheune und Stall aus 1934.

Es gibt klare Vorgaben der Gemeinde, 250m abstand zu Fachwerk usw. unser Grundstück liegt am Ortsrand, nun dürft ihr raten wo alle hinlaufen zum Böllern :mad:
Erst wenn was passiert ist das Geschrei wieder groß.
 
Rennen gegen mich selbst:

Ich sollte auf dem Heimweg zwei vorbestellte Brote abholen. War aber ohne Fahrrad unterwegs. Normalerweise hätte ich in einer Bäckerei am Hbf Brot gekauft, wo ich vom RE in die die S-Bahn umsteige.

Heute Bus, ohne Wartezeit, 4 Stationen, währenddessen ein „Welo“ (so ein bescheuerter Name!) reserviert, das direkt vor der Bäckerei stand. Brot abgeholt, 2 km bis zum S-Bahnhof, wo ich exakt gleichzeitig mit „meiner“ normalen Bahn ankam.

Von da musste ich leider laufen, denn seit Nextbike hier „Welo“ heißt, wohnen wir in einer kostenpflichtigen Zone.

Ich liebe diese Mobilität.
 
Die Gebäudeversicherer haben schon eine Datenbank erstellt, in denen solche Risiken mit Gebäudebezug vermerkt sind. Am falschen Standort wird man Schwierigkeiten bekommen, eine Gebäudeversicherung mit Elementarschadenabdeckung zu bekommen. Ohne so eine Vesicherung wird es für einen Käufer schwer werden, ein Darlehen für das Haus zu bekommen. Möchte man so ein Haus dann verkaufen, kommt nur der kleine Kreis der Personen in Frage, die das Geld auf dem Konto haben UND sich an dem Risiko nicht stören. Damit rückt die Klimakrise dann ganz nah ran.
 
Beim letzten großen Rheinhochwasser fragte eine Lokaljournalistin vor laufender Kamera den Besitzer eines überfluteten Hauses vor dem Deich, ob er nicht daran denke zu verkaufen und wegzuziehen.
Der arme Mann ist ihr fast ins Gesicht gesprungen: Wollen Sie et koofe? Wievill zahle mer denn do?
 
Ich würde diese Teile schlicht weg als Stalinorgel bezeichnen.
Wer will denn mit sowas das neue Jahr begrüßen ???
Wie schön wenn es zischt und knallt und der Feinstaub in die Luft geblasen wird.
Ich bin hin und her gerissen und wäre genau deshalb über ein Verbot froh.
Ich halte mich für einigermaßen (!) umweltbewusst, obwohl ich natürlich meine guilty pleasures habe.
ABER: Ich liebe das Knallen, den Rauchgeruch (bin Asthmatiker ...), das Feuer. War schon immer Pyromane.

Die Argumente auf der rationalen Seite sind mir alle bewusst und es gibt keine Gegenargumente. Darum bin ich froh, wenn mir die Entscheidung abgenommen wird.

Ich habe bis auf ein paar Wunderkerzen und Knallfröschen nichts gekauft. Die Nachbarschaft hat geballert und geböllert, als wäre es das letzte Mal! Ich hatte Ohrensummen und war reizüberflutet. Und wie war es : Leider geil!

P. S.: Habe verweigert und hasse Krieg. Stalinorgel an sich und ohne nachzudenken und nur anzuschauen wie in einem Computerspiel? Leider geil!

Disclaimer: Bitte gerade den Song mit viel Ironie nehmen!
 
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Beim letzten großen Rheinhochwasser fragte eine Lokaljournalistin vor laufender Kamera den Besitzer eines überfluteten Hauses vor dem Deich, ob er nicht daran denke zu verkaufen und wegzuziehen.
Der arme Mann ist ihr fast ins Gesicht gesprungen: Wollen Sie et koofe? Wievill zahle mer denn do?
Das Problem beginnt leider schon bevor überhaupt ein Schaden eintritt. Man ist also nicht nur einem Risiko ausgesetzt, sondern unabhängig von dessen Eintreten finanziellen Belastungen. Das schränkt die Reaktionsfähigkeit auf Flutereignisse und dergl. weiter ein.
 
Mal wieder nix Neues, nur von jemand anderem herausgefunden....


 
Am Wochenende durfte ich den 'Wintereinbruch' in Hamburg miterleben und irgendwie hat das doch mal wieder gezeigt, was bei uns in der Verkehrswende schief läuft und wie schön es sein könnte.

Mit dem Schneefall am Freitag und auf Samstag entsteht ein Moment der Anarchie, die abgestellten Autos werden 'unsichtbar' unter dem Schnee und die Menschen gehen plötzlich mitten auf der Fahrbahn spazieren und nehmen sich den Raum zurück, während die Menschen ihre Dosen lieber stehen lassen.

Am Sonntag war diese kurzweilige Idylle dann vorbei. Die meisten Straßen waren geräumt oder zumindest gestreut, jedoch mit dem Effekt, dass es so viel Matschpfützen gab, dass man nur mit hohen wasserdichten Schuhen die Straßen überqueren konnte. Radwege wirkten ungeräumt (zumindest aus meiner Fußgängersicht) und die Gehwege natürlich teils auch. Aus einer Stadt für Fußgänger wurde quasi innerhalb einer Nacht eine Stadt, die lediglich für Autos ist.
 
Ich habe entdeckt, was meine Velosambas nicht können (außer Radfahren bei Regen).
Laufen im Schnee. Der Schnee friert an den Cleats fest und bildet einen Eisball, der nach unten aus der Sohle hervorsteht.
Außerdem haben die Cleats Rostflecken auf unserem Fußboden gemacht.
 
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