Eurobike 2025

Hier ein ganz brauchbarer Beitrag ab 22:10, wie ich finde



Die 2025er Ausgabe war tatsächlich hart und für die Hersteller in diesem Format viel zu teuer und zu lang.
Aber das ist schon ein Ding. Die veränderte 2026er Ausgabe hätte man ja nochmal abwarten können?
Gab ja ein paar Änderungen?
Hausmessen sind jedenfalls nicht die Lösung und B2B ist schon wichtig? Alles zwei Jahre. Da hat Tilman mMn schon sehr recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die kleinen Formate sind auch in meiner Branche am Durchzünden.
Hausmessen beim Großhändler, eine Messe von einem Fachverlag über inzwischen zwei Hallen in Hamburg, immer mehr Demotage bei Herstellern, Vertrieben oder Kunden und die einst große Branchenmesse in Frankfurt ist seit diesem Jahr Geschichte.
 
Mich wundert eher, dass die großen Messen so lange durchhalten. Das primäre Ziel im B2B (Kontakte generieren) erreicht man zu einem Bruchteil der Kosten und viel qualifizierter mit Internet, Social Media und eigenen Veranstaltungen wie Hausmessen.

Für B2C sind kleinere „hippe“ Veranstaltungen allemal attraktiver.
 
Das primäre Ziel im B2B (Kontakte generieren) erreicht man zu einem Bruchteil der Kosten und viel qualifizierter mit Internet, Social Media und eigenen Veranstaltungen wie Hausmessen.
Das will ich bewiesen sehen. B2B mit Internet und Social Media ... na denn, gute Nacht. Der menschliche Kontakt ist vor allem in der Fahrradindustrie durch nichts zu ersetzen.
Und dann auf jede olle Hausmesse fahren, klar, null Kosten.
Welche sinvollen Hausmessen für Fahrradhersteller kennst du denn?
"hippe Veranstaltungen" sorgen nicht wirklich für Umsatz, eher für Kosten.

Die Eurobike war so wie in Frankfurt aufgestellt nicht gut für B2B, aber da hakte es vorrangig am Timing (Sommer :X3:) und an der Dauer.
Mehr Platz als in Friedrichshafen war schon gut, Konzeption war halt bekloppt.

Immer wieder schön zu lesen, wie die eigene Bubble auf anderen Industrien umgemünzt wird.

Messen sind sehr wohl noch wichtig. Kann man nachlesen:

Der richtige Mix, das richtige Format ist halt wichtig, vorrangig, wenn kleiner Hersteller auch vertreten sein sollen.
Das hat zuletzt bei der Eurobike in Frankfurt nicht gepasst.
Aber es gab ja Reaktionen und eine Wille zur Veränderung.

Dieses Machtspielchen jetzt bringt irgendwie keinem was.
 
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So bei uns sterben die Messen immer mehr. Bei Fortbildungen sieht man ab und zu ein Hersteller.
Gut wir sind eine kleine Branche ca 5000 Betriebe im Bundesgebiet.
Leider springen fast alle Hersteller auf die moderne Zeit auf und bekommen es nicht gebacken.
 
Wenn bei Bosch/ZIV der "offene Diskurs über die strategische Ausrichtung" so aussieht, wie sie ihre Bestrebungen zur zunehmenden Regulierung von e-Bikes bewerben, dürfte es auch einfach schwierig sein, diese verschiedenen Interessen unter einen Hut zu packen
 
Wenn bei Bosch/ZIV der "offene Diskurs über die strategische Ausrichtung" so aussieht, wie sie ihre Bestrebungen zur zunehmenden Regulierung von e-Bikes bewerben, dürfte es auch einfach schwierig sein, diese verschiedenen Interessen unter einen Hut zu packen
Den Verdacht hätte ich auch...
 
Bestrebungen zur zunehmenden Regulierung von e-Bikes
hier nochmal die entsprechenden Inhalt zu Bosch und ZIV
zum Nachlesen für Interessierte.
 
Die Interessen der Aussteller dividieren sich einfach auseinander. Ein Hersteller von KEP (Paketkogistik) Lastenräder wird dann eher zur Post&Parcel gehen. Was soll er auf der Eurobike? Ein anderer geht auf eine Sportmesse, wieder einer zu einer Touristikmesse, die kleinen lieber zur Cyclingworld, die nischigen zur Spezi, manche auf ein Mobilitätsforum.

Die Eurobike hat in Friedrichshafen funktioniert, weil das eine tolle Location war, mit vielen Touren nach den Messetagen und manche haben einen Urlaub daraus gemacht. Frankfurt war Größenwahn.

Kein Mensch muss auf eine große Messe, sondern dahin wo sein Publikum bzw. sein Interessensgebiet geballt ist, wenn es diese Veranstaltungen gibt.

In allen Industrien, in denen ich gearbeitet habe, struggeln die Leitmessen.
 
Für Konsumgütermessen ist eine echte Messe noch immer sehr wichtig.
Allein mit mehr oder minder triviale Iinternetspots kann die Gesamtheit der neuen Sachen, Produkte nicht überblickt werden.
Ambiente, Premier und alle Möbelmessen sind einfach eine Pflichtveranstaltung.
Ausgelagert Hausmessen und so doofe Demotage braucht kein Mensch.
Schade, der Messestandort Frankfurt ist mal wieder nicht richtig angekommen.

Tage in Frankfurt auf der Messe sind anstrengend, teuer und mit viel Arbeit und Stress verbunden.
Aber das ist ein Teil der Messe und gehört für mich einfach dazu.
 
Allein mit mehr oder minder triviale Iinternetspots kann die Gesamtheit der neuen Sachen, Produkte nicht überblickt werden.
Naja. Sehr viele spezielle Produkte finden abseits von Insta praktisch nicht statt, weil die Hersteller noch nicht mal eine der kleineren Messen stemmen können.
Was Du auf Messen hingegen oft siehst, sind so startup-Phantome, die mit Riesenstand und dicker Hose auflaufen und danach in der Versenkung verschwinden. Irgendein Motorhersteller flog damals sogar mit dem Zeppelin Werbung über der Eurobike. Von dem hat man nie mehr gehört.
Kommen wir zurück zu Cargobikes: am Anfang des Booms standen fast alle auf Gemeinschaftsständen für lau oder sehr wenig Geld. Als das gewachsen ist, wurde das natürlich nicht mehr angeboten und nur eigene Stände zu wesentlich höheren Kosten angeboten. Wer sich das nicht leisten kann oder will geht nicht mehr hin oder mogelt sein Fahrzeug anders rein, über einen Motorhersteller, ein Uniprojekt oder was weiß ich.
Da wird dann sehr genau überlegt, wo das Publikum ist und wo das Kosten-Nutzen Verhältnis stimmt.
 
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