Er"fahr"ungsbericht R & M Load 75 rohloff HS

Beiträge
836
Ja würde ich machen. Einmal einen guten Laufradbauer drüber schauen lassen.
Kostet nicht die Welt. Problem ist allerdings, dass maschinell eingespeichte LR zwar auch einen gleichmäßige Spannung haben, aber das Gefühl fehlt und die Felge trotzdem stark verspannt sein.
im Idealfall zieht der Laufradbauer das HR neu hoch
Drüber schauen, ja. Aber nicht dran arbeiten, etwas zerlegen oder gar Teile austauschen.

Dann war's das nämlich mit Gewährleistung und Garantie.

t.
 
Beiträge
1.858
  • In einer normalen Fahrsituation bei langsamer Fahrt stürze ich, weil das Hinterrad in einer Kurve auf dem trockenen, asphaltierten Radweg wegrutscht (Ursache s. nächster Punkt)
  • Platten im Hinterrad; ich stelle bei der Reparatur fest, dass der Mantel entgegen der vorgeschriebenen Laufrichtung aufgezogen wurde (erneut ein Werkstattfehler; dies geschah beim Neueinspeichen des Hinterrades); der Platten selbst entstand durch die Benutzung eines völlig ungeeigneten Felgenbandes (weiches Gummiband, nicht für den hohen Reifendruck geeignet; der Schlauch hat das Felgenband in die Felgenlöcher gedrückt und ist an einer dieser Stellen zerrissen)

  1. Ich hatte einen Sturz bei mäßigem Tempo auf trockenem Asphalt in einer Kurve.
  2. Zu einem späteren Zeitpunkt hatte ich einen Platten. Bei der Reparatur stellte ich fest, dass der Mantel entgegen der vorgeschriebenen Laufrichtung montiert war. Außerdem stellte ich fest, dass die Ursache des Plattens ein ungeeignetes Felgenband war. Der Schlauch konnte sich in die Speichenlöcher durchdrücken und war dadurch gerissen.
Mein Professor für Linguistik sagte einmal sinngemäß:
Bei einer gescheiterten Informationsübermittlung liegt die Fehlerquelle im Kommunikationsmodell aus "Sender-Empfänger" in der Mehrzahl beim Codieren, nicht beim Decodieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
832
Mein Professor für Linguistik sagte einmal sinngemäß:
Bei einer gescheiterten Informationsübermittlung liegt die Fehlerquelle im Kommunikationsmodell aus "Sender-Empfänger" in der Mehrzahl beim Codieren, nicht beim Decodieren.
Ich befürchte, dein Professor hatte recht - aber ich war in der Stunde nicht da.

Sollte aber inzwischen klar genug sein, hoffe ich.
 
Beiträge
90
Noch mal wegen der Nutzungsentschädigung, auf Seite 44 im Handbuch von Riese und Müller steht: "Gemäß des hohen Qualitätsanspruchs setzt
Riese & Müller bei seinen Rahmen eine
Gesamtlebensdauer von 50.000 km an."
 
Beiträge
410
Noch mal wegen der Nutzungsentschädigung, auf Seite 44 im Handbuch von Riese und Müller steht: "Gemäß des hohen Qualitätsanspruchs setzt
Riese & Müller bei seinen Rahmen eine
Gesamtlebensdauer von 50.000 km an."
Mag schon sein, dass das da steht.
Du kannst also auf dein load noch einen 70kg Fahrer setzen, aber keine Zuladung mehr tätigen, und sollst mit deinem vollgefedertem Rad auch immer schön auf ebenen Wegen fahren, sowie jegliche Art anderer überdurchschnittlicher Belastungen vermeiden.
Dinge, die man natürlich mit einem Lastenrad gar nicht einhalten kann! Diese 50.000km sind so weder garantiert, noch wird dafür Gewähr oder Garantie geleistet - außer du machst die 50.000km innerhalb zweier Jahre, und bringst es in dieser Zeit 25 Mal zum Service. :) - und selbst da kann man dir dann noch unsachgemäße Verwendung ankreiden, was du dann entkräften müsstest ( die Beweislast liegt nach 6 Monaten bei dir, bzw. dem von dir bezahlten Gutachten ) :) Die Garantie unter Einhaltung der Serviceintervalle und oben angeführter Modalitäten beträgt 5 Jahre auf den Rahmen und Hinterbau.
Zitat aus dem manual:
"Bei Nichteinhaltung der Montagevorschriften und Prüfintervalle können Sachmangelhaftung und Garantie erlöschen. Bitte beachten Sie die in Ihrer Betriebsanleitung skizzierten Prüfungen bzw. den unter Umständen nötigen Tausch sicherheitsrelevanter Bauteile wie Lenker, Bremse usw."

Ist man mit dem Lesen dieses Abschnitts fertig, weiß man, ein R&M hält auch nicht länger, bzw. es wird trotz des hohen Qualitätsanspruches keine längere Lebenserwartung zugesichert, als bei jedem anderen Lastenrad auch, wozu man folgendes schreibt ...
"In den aktuell gültigen Normen, Prüfungen und Tests wird bei E-Bikes von einer durchschnittlichen
Lebensdauer von 10 Jahren oder 16.500 km – 20.000 km ausgegangen (je nachdem was zuerst eintritt)"

Zitat aus dem manual :
"Gemäß des hohen Qualitätsanspruchs setzt
Riese & Müller bei seinen Rahmen eine
Gesamtlebensdauer von 50.000 km an
. Die
Belastung auf ein E-Bike hängt aber stark
von der Zuladung, dem Straßenzustand und
dem Fahrstil ab. Wenn Sie aufgrund von
hoher Zuladung (Fahrzeuggesamtgewicht
über 110 kg), schlechten Straßen (z. B. Kopfsteinpflaster,
Schlaglöcher, Bordsteinkanten)
oder anderweitig das E-Bike regelmäßig
überdurchschnittlich hoch belasten, müssen
Sie von einer auf das branchenübliche Maß
gemin-derten Lebensdauer ausgehen. "


meine persönliche Meinung ....
- Texte von Riese und Müller lesen sich, wie aus einem Lehrbuch für Versicherungsvertreter ....
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
90
Der Hinweis war als Tipp gedacht, falls sich eine Nutzungsentschädigung nicht vermeiden lässt und der Händler diese auf Basis einer Gesamtkilometerleistung berechnen will. Dann hätte Riese und Müller schon mal eine Argumentationsgrundlage für 50.000Km geliefert.
 
Beiträge
410
Muaaaaah.

Bei meinem Körpergewicht dürfte ich mich nicht auf das Load setzen, sondern müsste es tragen, um die Garantie nicht zu gefährden. :)
- da wäre es lustig, wenn wir uns begegneten, statt mit Lastenrädern, mit Radlast :D:p:D

Der Hinweis war als Tipp gedacht, falls sich eine Nutzungsentschädigung nicht vermeiden lässt und der Händler diese auf Basis einer Gesamtkilometerleistung berechnen will. Dann hätte Riese und Müller schon mal eine Argumentationsgrundlage für 50.000Km geliefert.
Die Argumentationsgrundlage müsstest du aber auch liefern, und dich auf die Waage stellen, und beweisen, dass du auch keine weiteren Lasten fährst, sonst ist die angegebene erreichbare Kilometerleistung für die Berechnung auch passe` :)
 
Beiträge
90
Mir ist schon klar, dass das Load eigentlich ins Wohnzimmer zu stellen ist und nur zur jährlichen Inspektion von Lanzell zum Händler gebracht werden darf.
Aber dann gibt es auch bestimmt keine Probleme mit der Garantie ;)
(aber versuchen würde ich es trotzdem)
 
Beiträge
90
Muaaaaah.

Bei meinem Körpergewicht dürfte ich mich nicht auf das Load setzen, sondern müsste es tragen, um die Garantie nicht zu gefährden. :)
Dann könnte es natürlich auch sein, dass der Händler dir zusätzlich 30.000Km in Rechnung stellt, denn die möglichen 50.000Km sind ja auf 20.000Km geschrumpft, als du dich drauf gesetzt und das Lastenrad somit über Gebühr belastet hast :unsure:
 
Beiträge
45
Das ist doch genau das was ich meine: R&M geht von einer durchschnittlichen Lebensdauer eines E-Bikes von 16-20.000 km aus!

Das man dann in diesen ca 3 Jahren mehrmals zum Service muss um kleine Mängel auszubessern ist für R&M völlig normal.

Und genau deshalb ist ein R&M auch für Pendler, die ihr Bike täglich brauchen, ungeeignet!

Das ist doch ein Witz :) mein Bullitt hat jetzt 10.000 km in 2 Jahren, zum Glück weiß mein Bullitt, dass es kein Load ist :)

In den 10.000 km ging nichts kaputt, es gab keinen Service, sondern nur den normalen Verschleißteile-Tausch (Kette, Kettenblatt, Ritzel, Schlauch + Mantel) und genau so stelle ich mir das vor, wenn ich 5-7 Mille für ein Bike bezahle ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
45
Ich kenne dutzende Load und Packster Fahrer, viele ältere Modelle auch (wo vieles noch besser war) und keiner fährt lächerliche 10.000 km ohne Probleme - das ist einfach Fakt - traurig aber Premium!
 
Beiträge
184
Das ist doch genau das was ich meine: R&M geht von einer durchschnittlichen Lebensdauer eines E-Bikes von 16-20.000 km aus!

Das man dann in diesen ca 3 Jahren mehrmals zum Service muss um kleine Mängel auszubessern ist für R&M völlig normal.

Und genau deshalb ist ein R&M auch für Pendler, die ihr Bike täglich brauchen, ungeeignet!

Das ist doch ein Witz :) mein Bullitt hat jetzt 10.000 km in 2 Jahren, zum Glück weiß mein Bullitt, dass es kein Load ist :)

In den 10.000 km ging nichts kaputt, es gab keinen Service, sondern nur den normalen Verschleißteile-Tausch (Kette, Kettenblatt, Ritzel, Schlauch + Mantel) und genau so stelle ich mir das vor, wenn ich 5-7 Mille für ein Bike bezahle ;-)
Aber was macht den Unterschied, ausser dem Rahmen? Der Rest sind doch sehr ähnliche Komponenten?
 
Beiträge
410
viele ältere Modelle auch (wo vieles noch besser war)
- zumindest die Aufhängung der Hinterradschwinge wurde eindeutig verbessert. Der Rahmen insgesamt erscheint sehr stabil, und das Fahrverhalten ist hervorragend., auch bei hoher Zuladung. Bremse, Beleuchtung, Schaltung, Sattel, Motor, und weitere komponenten sind alle ok. Die Gabel ist bekannt, und hat Schwächen, die auch alle andere Lastenräder mit dieser Gabel haben. Ein adäquates Gegenstück dazu findet sich leider ncht auf dem Markt. Fährt man abseits von Asphalt, wird es nicht viele L-Räder geben, die sich so komfortabel fahren. Schnelle Fahrten auf Feld und Waldwegen werden sicher bewältigt. Auch bei sehr schnellen Asphaltfahrten über 70km/h läuft das Rad noch ruhig und stabil, und vermittelt stoische Sicherheit.
In den 10.000 km ging nichts kaputt, es gab keinen Service, sondern nur den normalen Verschleißteile-Tausch (Kette, Kettenblatt, Ritzel, Schlauch + Mantel) und genau so stelle ich mir das vor, wenn ich 5-7 Mille für ein Bike bezahle ;-)
Mehr ist am laod auch nicht zu machen. Es ist nur so, dass diese Arbeiten vorgeschrieben von einem Fachmann zu erledigen sind, wenn man die Garantie nicht gefährden möchte, was in Bezug auf die Garantie ja nur den Rahmen selbst betrifft, beim Service allerdings nur einer Durchsicht bedarf - was auch sonst sollte der Service am Rahmen tun.
Einen Rahmenschaden nach der Gewährleistungszeit, also den weiteren garantierten 3 Jahren, möchte ich aber fast ausschließen, wenn dieser nicht schon in der ersten 2 Jahren der Gewährleisrung Schwächen zeigt. Dass die Garantie an den Service gebunden ist, ist natürlich legitim für einen Garantiegeber, und für den Handel auch ein gewisses "Zubrot".

Die Geschäftspolitik ist ein ganz anderes Feld, und betrifft meiner Meinung nach das Rad nicht - das Rad selbst ist sehr gut.
Da es auch viele Fahrer gibt, die nur den Autoersatz suchen, und selbst keine Schrauber sind, sondern nur fahren wollen, machen die Serviceintervalle auch Sinn, denn dann ist immer sichergestellt, dass das Rad sicher und funktional bleibt.

Also kann man es auch so halten wie ich, auf die Rahmengarantie über die Gewährleistung hinaus zu verzichten, und die nötigen Wartungsarbeiten selbst zu erledigen, oder nur bei Bedarf eine Werkstatt aufzusuchen - nicht anders also, wie bei deinem bullit auch.

Ansonsten empfiehlt sich bei so hoher jährlicher Fahrleistung sowieso eine Versicherung mit Verschleißteileersatz und Vollkasko, welche auch den Rahmen abdeckt, und alle Schäden sogar auch bei Selbstverschulden.

lg ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
184
Einen Rahmenschaden nach der Gewährleistungszeit, also den weiteren garantierten 3 Jahren, möchte ich aber fast ausschließen, wenn dieser nicht schon in der ersten 2 Jahren der Gewährleisrung Schwächen zeigt. Dass die Garantie an den Service gebunden ist, ist natürlich legitim für einen Garantiegeber, und für den Handel auch ein gewisses "Zubrot".
Exakt - was sollten an einem Rahmen schon für "versteckte" Mängel auftauchen, die nicht schon in den ersten zwei Jahren aufgetaucht sind. Klingt für mich eher wie ein geschickter Weg, den Kunden für einfache Wartungsarbeiten zum Händler zu schicken mit einem Gewährleistungsbonus, der in der Praxis nie relevant sein wird.
Wobei das Wartungsintervall bei harten Bedingungen nicht reicht für Kette und Bremsen.
Daher tausche ich meine Verschleissteile lieber selbst. Da ich noch nie von defekten Packster-Rahmen gelesen oder gehört habe, bin ich da recht optimistisch.
 
Beiträge
90
Drüber schauen, ja. Aber nicht dran arbeiten, etwas zerlegen oder gar Teile austauschen.

Dann war's das nämlich mit Gewährleistung und Garantie.

t.
Ich habe jetzt eine Weile darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass mir ein überprüftes und im Zweifel überarbeitetes Laufrad lieber ist, als eines bei dem ich evtl. Garantie habe. Speziell bei mir wird das Load eh gewerblich genutzt.
Ich habe mal komponentix angeschrieben, ob die sich meiner Sache annehmen. Teile tauschen ist aber trotzdem sehr problematisch, weil es ein HS ist.
 
Beiträge
832
So.

Der "Fahrteil" meines Berichts zum Load 75 rohloff HS ist nach knapp 1.800 km abgeschlossen; ich bin vom Kaufvertrag zurückgetreten.

Der Händler hat das Rad vergangenen Mittwoch abgeholt. Ich bekomme den vollen Kaufpreis erstattet ohne Anrechnung meiner Eigennutzung.
 
Oben Unten