E-Cargo für (größere) Kinder und Einkauf

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Lastenrad
Urban Arrow Family
Hallo zusammen :)
Mich hat die Idee für ein Lastenrad gepackt :love: und lässt mich nicht los, allerdings gestaltet sich die Entscheidung recht schwer. Grad bin ich über dieses Forum gestolpert und würd mich sehr freuen, wenn ich hier mehr erfahren kann als in Tabellen auf Herstellerseiten zu finden ist.
Momentan bin ich noch mit einem Corratec-Pedelec und Chariot Corsaire XL unterwegs, der Große (8) fährt meistens selbst, der Kleine (5) im Anhänger. Ich hätt aber einfach gern die Möglichkeit, bei Bedarf beide Kinder transportieren zu können, da ist im Anhänger einfach schon schluss (45 kg Zuladung sind überschritten und es ist einfach schon recht eng).

Kürzlich sind wir ein Bakfiets.nl probegefahren und ich hab so auch meinen GöGa anstecken können, wenn auch die unmotorisierte Variante absolut nicht für mich geeignet ist :D
Von dem Bakfiets-Verleiher wurde uns das Load empfohlen, wobei ich inzwischen da gehört hab, dass die Kiste wohl relativ klein ist und grad für 2 Kinder und Gepäck nicht geeignet. Somit fällt das flach und ich bin wieder am Anfang.

Meine bisherigen Überlegungen:
- es soll ein 2-Rad sein, GöGa ist kurz auf dem 3-Rad Bakfiets gesessen und fand es ganz ungut
- Kindertransport soll eben auch für diese Altersgruppe möglich sein
- ich hätt gern was mit Sitzbank, glaub das ist angenehmer als Passagier und bietet mehr Platz für gleichzeitiges Gepäck
- über ein Regenverdeck, das auch mich bissl trocken hält, würd ich mich schon freuen (ähnlich dem Urban Arrow)
- Bissl Komfort darf es schon sein, das Bakfiets war vom Gefühl her recht klapprig (vielleicht aber auch nur genau das Leihrad?)
- macht es bezüglich Sicherheit einen Unterschied, ob es eine Bakfiets-Holzkisten-Variante ist oder ein Urban Arrow? Wenn nur ein Kind mitfährt, sitzt das dann trotzdem auf der Seite? Im Anhänger muss ein einzelnes Kind ja in die Mitte...
und was mich vor allem beschäftigt weils die Auswahl enorm einschränkt:
- beim Kauf unseres Pedelec wurde damals dringend ein Bosch Mittelmotor empfohlen. Ist das immer noch DER Motor?

Ich wär ja schon beim Urban Arrow gelandet, hab aber wieder gelesen, dass die Lenkung eher ungünstig ist. Leider hat kein Händler hier sonst was zum Testen, einzig ein Bullitt aber das fällt wegen mangelnder Sitzbank auch flach.

Ich hoff das war nicht zu wirr, vielleicht hat ja wer ein paar Tipps für mich?

LG, sunshine
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Kinder sind ja schon recht groß, es könnte also auch im Bakfiets, Urban Arrow oder ähnlichen Rädern schnell eng werden, deshalb unbedingt Probe sitzen. Und auch das Regenverdeck ausprobieren, unter meines (gleiche Abmessungen wie beim Bakfiets) passt wahrscheinlich kein halbwegs normalgroßer 8-jähriger. Meine Große (4,5) stößt mit Helm fast oben an der Seite an.
Ansonsten, wenn nur ein Kind mitfährt sitzt es bei mir auf der Seite, das hat keinen großen Einfluss auf das Fahrverhalten.
 
PS: für größere Kinder sollte man sich vielleicht auch ein völlig anderes Konzept anschauen: Longtail-Fahrräder wie das Yuba Mundo. Mit den langen Beinen wird es nämlich auch irgendwann eng in der Kiste wenn auch noch ein Einkauf rein soll, und der Kopf kommt eventuell dem Lenker in die Quere.
 
Das Onderwater würd meinen Helden sicherlich gefallen :cool: allerdings hab ich dann keine Großeinkaufswanne.
Im Bakfiets wars jetzt schon ... sagen wir mal etwas kuschelig. Es ist ja nicht der Normalfall und nur für kürzere Strecken gedacht, dass wirklich beide mitfahren. Aber allein seit wir vorige Woche das Rad geliehen hatten, gab es 2 Situationen, in denen es echt praktisch gewesen wäre (Schulfreundin zu Besuch aber nicht mit eigenem Rad; Schulhinweg organisationstechnisch mit Auto, Rückweg wär gut mit Rad gegangen, ...).
Probesitzen ist klar, aber der nächste Händler ist mindestens 1,5 Std weg und ich will gut vorbereitet sein, wenn wir da mit Kind und Kegel hinfahren.
 
Wegen der Überschrift: Müssen wirklich der Einkauf plus zwei Kinder rein? Oder ist das Kaufhaus/der Supermarkt nicht doch so nahegelegen, daß der Große da selbst hinradeln kann. Ein Großeinkauf läßt sich sich übrigens auch ein bisschen fahrradgerecht gestalten und muß nicht zwangsläufig sieben Getränkekisten beinhalten. Auch auf dem Lastenrad kann man einen Gepäckträger und Packtaschen montieren, wo dann schon mal die ersten 40 bis 60 Liter Volumen* untergebracht werden können. Auch ein Anhänger läßt sich ankuppeln.
Ich sage das nur, damit du dir nicht wegen des momentan maximalen Platzbedarfes, der wahrscheinlich in ein, zwei Jahren ohnehin nicht mehr besteht, ein derart uferloses Gefährt zulegst, daß dir die Fahrerei damit keinen Spaß mehr bereitet.

Hast du das Rapid auf'm Schirm? (Guck's dir erst an, bevor du's deinem GöGa zeigst. Der wird das nämlich dann haben wollen! :cool:) Diese Plattformen (wie auch das Bullitt) halte ich für die universellste Bauform, weil in der Breite unbegrenzt. Mit etwas Eigeninitiative (Kischderl g'schreinert) ließen sich da auch drei Kinder nebeneinander unterbringen, wenn's sein müßte.

*Ich habe die Ortlieb Backroller. Die lassen sich grotesk überladen, wenn man sie einfach offenstehen läßt. Offen lassen sich die beiden Packtaschen vorne und hinten immer noch mit den Verschlußschnallen verbinden, sodaß sie stabile Kragen bilden, die zumindest nicht nach außen abklappen können. Und dazwischen paßt dann noch einiges ungesichert auf den Gepäckträger, gehalten nur von den aufragenden Packtaschen.
 
Nein das hab ich falsch Formuliert... es müssen definitiv nicht 2 Kinder und ein Großeinkauf gleichzeitig transportiert werden. Wenn beide, dann reicht sicher der Platz, der bei den Füßen in der Kiste noch ist für Schultasche, Kiga-Rucksack usw.
Ich wollt damit nur sagen, dass es mir nicht rein um den Kindertransport geht, wofür sich beim Alter meiner Kinder ein Lastenrad eigentlich nimmer auszahlen würd. Wir wohnen in der Stadt und geplant ist das Lastenrad bissl als Autoersatz, damit ich das noch öfter stehen lassen kann. Drum soll es eben das abdecken was mein Chariot jetzt nicht mehr kann: zur Not auch beide Kinder transportieren. Im Bakfiets bin ja ich auch schon kurz drin gesessen :D
 
Dann schau dir echt mal ein Longtail an. Da passt enorm viel drauf, und die Kinder kannst Du auch noch mal drauf packen wenn sie für ne Bak schon längst zu groß sind. Und billiger ist es auch noch als ein Kistenrad.
Kannst Dir ja mal die Fotos von triton-mole im "Sehenswerte Transporte" thread anschauen, um einen Eindruck zu bekommen.
 
PS: für größere Kinder sollte man sich vielleicht auch ein völlig anderes Konzept anschauen: Longtail-Fahrräder wie das Yuba Mundo. Mit den langen Beinen wird es nämlich auch irgendwann eng in der Kiste wenn auch noch ein Einkauf rein soll, und der Kopf kommt eventuell dem Lenker in die Quere.

Das sieht dann so aus:
index.php


Mundo V1 mit starkem Frontmotor als Familienvan. ;-)

Rechts habe ich immer eine Packtasche, links eine stinknormale billige Kühlbox, die ich bei Bedarf anschnalle.
Der vordere Gepääckträger dient normal zur Aufnahme des Akkus. Zur Zeit des Bildes war es aber etwas kalt und der Akku deswgeen mit Verlängerungsschnur in der Packtasche.

Das Mundo ist für größere Kinder sehr zu empfehlen! Ich habe diese Woche auch die Kleine, die inzwischen fast 8 ist zusammen mit meiner Frau hinten drauf gehabt.
Aber 110 Kilo sind dann schon etwas gewöhnungsbedürftig. ;-)

Was den Bosch als Maß aller Dinge angeht: Das mag sein, aber es gibt von Bafang den BBS, den man in fast jedem Tretlager nachrüsten kann. ich würde den Typ eines Lastenrades nicht vom Motor abhängig machen, sondern vom geplanten Zweck und dann sehen, was sich motorentechnisch machen lässt!

Wenn nicht viele steile Berge zu bewältigen sind, ist ein Nabenmotor nicht schlecht, weil er einfach einzubauen ist und die Kette nicht BElastet sondern ENTlastet.
Aber bitte bei Longtail-Rädern eher ein Frontmotor, weil das Hinterrad die hohen Lasten tragen muss. Ich weiß nicht, ob es Motoren gibt, deren Lager diese Belastungen so einfach tragen können.
Und Lagertausch im Nabenmotor ist sicher nicht nicht so toll.
 
Wie groß ist denn das Budget?
Wie siehts aus mit nem Tandem, zB. Hase Pino mit Kindertretlager? Da krigt man zusammen mit dem Lowrider 4 Packtaschen unter, wenn man noch die ein oder andere Option vom Pino Porter dazu nimmt, auch noch mehr.
Dann: Eigenes Fahrrad für den Größeren. Für schnellere Fahrten im Stadtverkehr oder bei Erschöpfung dann mit Tandemkupplung hinten dran, zB. FollowMe.
Kann dann so aussehen: http://files.veloscouches.webnode.fr/200000462-3e6533f5f9/Tandem Pino - Follow-Me 550.jpg
 
Das FollowMe kann nur bis 20" Räder aufnehmen, da ist das große Kind vielleicht schon drüberhinaus?
Ich transportiere gelegentlich noch alle drei Kinder (10,8,4) im Bakfiets. Das ist dann aber wirklich eng und mit Helmen unterm Zelt sieht es bei den beiden großen (140 und 135 cm groß) schon schlecht aus. Dann besser offen fahren, dafür aber mit Helm. Aber das sind dann auch so ca. 90 kg extra und die strample ich keinen noch so zarten Hügel mehr hoch!
Ich weiß nicht, wie genau ihr wohnt, aber ich mag ohne elektrische Unterstützung keine zwei Schulkinder, das Kindergartenkind und die Taschen heimfahren! Das Kindergartenkind und den Einkauf hingegen schaffe ich auch ohne Motor noch ;)

Letztens habe ich morgens ein älteres Nachbarskind (13 Jahre?) zur Schule gebracht, da hat der kleine auch genöhlt, dass es auf der Sitzbank zu eng war.

Mein persönlicher Favorit ist ja auch das Rapid, vor allem weil in der Kiste zwei schöne Bänke untergebracht werden können. Dann können sich die Kinder gegenüber sitzen und die Knie besser sortieren.

Üblicherweise sitzt der kleine hier rechts auf der Bank, auch wenn er sie für sich alleine hat.

Sorry ,muß weg, Kind meckert...
 
Budget...tja, angefangen hab ich bei 2-3000, inzwischen hab ich realisiert, dass es vermutlich drüber gehen wird. Die 5000+ für Riese und Müller wären mir aber eigentlich zuviel und ich will mich auch noch wo parken trauen :rolleyes:

Longtail ist tatsächlich eine Überlegung wert, da muss ich schauen was transporttechnisch möglich ist. Grundsätzlich gefällt mir halt die Lösung, dass ich einfach alles in die Kiste reinstell und nicht lange sortieren muss, was in welche Packtasche muss (war drum nur ein paar mal mit normalem Rad + Packtasche einkaufen, weil mir das einfach zu viel geräume war). Jetzt fahr ich oft am Rückweg vom KiGa noch einkaufen und stell das Zeug in den Chariot.
Die Kindertandems find ich total toll und grad mein Jüngerer hats letztens gesehen und will sowas unbedingt. Aber wie lange können die Kinder da mitfahren? Und da ist die flexibilität Kindertransport-Einkauf wieder nicht so gegeben...

Follow me haben wir auch überlegt, der Große ist aber schon bei 24 zoll. Und der Große fahrt ja eigentlich so gut wie immer selbst. Außer es wurde eine Strecke mit Auto zurückgelegt und ich möcht den Rückweg mit Rad bestreiten oder ich müsste mit dem Auto zur Schule fahren, weil er nach der Schule ohne Rad wo hin soll. Oder eben Schulfreunde mitnehmen, die nicht mit Rad in die Schule kommen.

Danke für die Info bzgl Vorderradmotor...bisher hab ich um alles was mit sowas ausgestattet ist gleich einen Bogen gemacht, ist scheinbar nicht nötig.
 
Das Riese und Müller ist für dein Vorhaben eh zu klein.

In meinem Extra Long-Douze, das es inzwischen auch elektrisch gibt, ist sehr viel Platz.
Es gibt aber keine Bänke, ein Canopy soll gerüchteweise bald folgen und du bist bei deutlich jenseits 5k EUR.
 
Die Packtasche hat 80 Liter Platz!
Das, worauf ich beim Packen am meisten achten muss ist, daß die Sachen unten nicht zerquetscht werden. ;-)

Man könnte auch zwei Packtaschen montieren.
Ich habe drei stabile Kunststoffwannen, von denen ich je eine vor mir und hinter dem letzten Kind aufschnallen kann.
Oder eine vorne und zwei auf dem Gepäckträger. Dann halt ohne Kinder.
Einkäufe plus Kinder ist am Mundo nicht wild. Und notfalls ziehe ich einen Anhänger hinter mit her.
Die Montage der Kupplung hatte mir etwas Kopfzerbrechen bereitet. An der Hinterradachse, wie normal üblich geht ja wegen des Ladebügels nicht.
Die Kupplung sitzt ganz hinten am Ladebügel.

Mit etwas Phantasie geht da viel zu machen.
Und es fährt sich wie ein normales Fahrrad. Keine Umgewöhnung. Einzig die Lenkausschläge beim ganz langsamen Fahren sind etwas größer. Das macht man aber sofort automatisch richtig.

In dem Mundo stecken mit allen Modifikationen gute 3000 Euro drin.
Aber das hat auch andere Räder vorne und hinten und einen andere Gabel.


Zu dem Bild http://www.flickriver.com/photos/markstos/14147292907/ nur kurz:
So wäre das in Deutschland nicht erlaubt.
Die Kinder müssen Fußrasten haben, dann sagt die Rennleitung nichts dagegen.
Vorschrift sind füür Personen auf Fahrrädern ein geeigneter Sitz (Gepäckträger Mundo), was zum Festhalten und was zum Füße abstellen.
Meine Große stellt die Füße auf die Ladebügel und für die Kleine habe ein ein Rohr mit Lenkergriffen an der Sattelstrebenbrücke angeschraubt.
Beides gibt es auch bei Yuba zu kaufen.
 
[...] der Große ist aber schon bei 24 zoll [...]

Oder beim Hase Pino den 5-jährigen mit Rad in den Follow me setzen. Beim Pino Porter ist das mit dem Reinschmeißen auch möglich. Da ist man dann aber auch schon bei 5000,- Plus.


Sonst den GöGa nicht nur kurz, sondern mal lang auf eine 3-Rad setzen, gerade mit Motor machen die richtig spaß.
Vielleicht auch mal die Räder von Butchers & Bicycles mit Neigetechnik ausprobieren oder das Nohola mit Achsschenkellenkung. http://bakfietsblog.blogspot.de/p/lenkungen.html
Ich weiß ja nicht was ihr probegefahren seid, aber evtl. mal den GöGa ausquetschen, was ihm nicht gefallen hat, dann kann man da noch ein paar Argumentationshilfen liefern.
 
Nettes Konzept bei dem großen Hasen, eda muss man ihnen schon lassen. Leider sehr teuer...
So ein Rad hätte ich gern irgendwann mal für eine gemütliche Radreise mit meiner Frau. Realistisch ist das wahrscheinlich so in frühestens 15 Jahren wenn selbst der jüngste nicht mehr mit uns Urlaub machen will weil es zu uncool ist.
 
So, wir haben das Wochenende für einen Kurztrip nach München genützt und ein Urban Arrow probegefahren - wir waren wirklich sehr angetan :love: das ist für mich vom Gefühl her die beste Lösung für alle Anforderungen (inklusive hohem Regenverdeck für mich :cool:), auch in Hinblick auf die spätere Nutzbarkeit für Lastentransport, wenn die Kinder dann wirklich garnicht mehr einsteigen wollen. Mein Großer, der eigentlich vorher verkündet hat, dass er sowas garnicht will, ist gleich zum kleinen Bruder eingestiegen und beide waren sich einig, dass sie nicht mehr aussteigen wollen. Der tiefe Schwerpunkt gefällt mir sehr gut, im Vergleich zum Holzbakfiets.
Allerdings gibts meiner Meinung nach bei der Gurtposition Verbesserungsbedarf, dieses über-den-Kopf-Stülpen gefällt mir nicht so recht (ich weiß, das haben fast alle). Da bin ich Chariot-Verwöhnt - vielleicht kann man da was machen, hat da schon wer erfahrung? Und die Styroporkiste hab ich bis zum Live-Treffen garnicht als solche wahrgenommen, aber das scheint sich bewährt zu haben?
LG, sunshine
 
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