Dreiste Fahrradwegparker

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Ich würde aber behaupten, dass in Städten mit schon gar nicht so schlechter Infrastruktur die grundlegende Einhaltung der stvo schon viel bewirken würde. Würden mehr Menschen privat und konsequent melden, dann wäre schon viel gewonnen.

Wo man immer ein wenig machtlos ist, das sind die innerstädtischen Raser. Das wird total verharmlost von den Behörden. Wer durch unsere beidseitig beparkte Wohnstraße mit 20 dort wohnenden Kindern mit 40 fährt, der ist nichts anderes als ein Raser.

Das Einfordern angepasster Fahrweise und Geschwindigkeit findet einmal in der Fahrschule statt und dann lässt man der Sache freien Lauf. Ich bin als Radfahrer auch immer schockiert darüber, wie bei Nässe und Dunkelheit noch durch die Stadt geballert wird.

Natürlich wäre Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit schon ein Erfolg. Aber das auch nur, wenn auch das konsequent und flächendeckend durchgesetzt wird. Bspw. durch viel mehr Blitzer.
 
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@enasnI
Schwierig weil einseitig. Natürlich hilft es wenn sich alle an die "Spielregeln" halten würden. Allerdings dann wirklich alle...ich kenne leider viel zu viele Radler die dies eben AUCH nicht tun.. und dann kommt man irgendwann nur noch zu gegenseitigen Vorwürfen...
Eine bessere Infrastruktur würde vieles vereinfachen, aber nicht sofort lösen...was wir brauchen ist mehr Verständnis, nur wie wir dahin kommen...vielleicht wäre es wirklich eine Idee, eine Art "Fahrradsteuer" zu erheben und damit auch gleiche Rechte und Gewichtung zu "erkaufen"? (Oder zumindest eine fundierte Gewichtung...aktuell habe ich eher das Gefühl der Duldung...)
 
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@enasnI
Schwierig weil einseitig. Natürlich hilft es wenn sich alle an die "Spielregeln" halten würden. Allerdings dann wirklich alle...ich kenne leider viel zu viele Radler die dies eben AUCH nicht tun.. und dann kommt man irgendwann nur noch zu gegenseitigen Vorwürfen...
Eine bessere Infrastruktur würde vieles vereinfachen, aber nicht sofort lösen...was wir brauchen ist mehr Verständnis, nur wie wir dahin kommen...vielleicht wäre es wirklich eine Idee, eine Art "Fahrradsteuer" zu erheben und damit auch gleiche Rechte und Gewichtung zu "erkaufen"? (Oder zumindest eine fundierte Gewichtung...aktuell habe ich eher das Gefühl der Duldung...)

Radfahrer in die "Ecke" zu stellen finde ich schwierig. Das hat der lokale ADFC hier einmal gemacht und schon bin ich ausgetreten.

Natürlich hast du recht und nicht alle Radfahrer sind Heilige, sondern halten sich sehr häufig nicht an die Regeln.
Nur sind die Regeln eben sehr deutlich zugunsten des MIVs, der eben auch immer noch sehr ungleich gefördert wird.
Radfahrer gehören immer noch, etwas weniger als Fußgänger vielleicht, zu den schwachen Verkehrsteilnehmern. Oft werden die schwachen Verkehrsteilnehmer gar gesellschaftlich gegeneinander ausgespielt. Auch durch Medien und den Stammtisch, manchmal gar durch Interessenverbände.
Das relativiert Regelüberschreitungen nicht, aber vielleicht kann man manchmal eine Erklärung finden.
Erst wenn wirklich faire Bedingung für wirklich alle Verkehrsteilnehmer geschaffen wurden, können wir mMn über die Kosten sprechen. Es ist derzeit sehr eindeutig, dass die Bevorteilung der Verbrenners (+Elektro) ein immenses und unfaires Minusgeschäft ist.

Und das können wir uns nicht nur verkehrspolitisch nicht mehr leisten, sondern auch gesellschafts- und umweltpolitisch.

Ich bin wirklich konsterniert, dass in diesem Land alles zugunsten einer dahinsiechenden Automobilindustrie geopfert wird. Der Knall wird kommen. Die Entlassungen werden so oder so aufgrund teilweise nicht konkurrenzfähigen Produkten kommen. Es ist beschämend wie sehr viel mehr politische Courage beispielsweise in Frankreich oder Spanien vorhanden ist.
 
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@enasnI
Schwierig weil einseitig. Natürlich hilft es wenn sich alle an die "Spielregeln" halten würden. Allerdings dann wirklich alle...ich kenne leider viel zu viele Radler die dies eben AUCH nicht tun.. und dann kommt man irgendwann nur noch zu gegenseitigen Vorwürfen...
Eine bessere Infrastruktur würde vieles vereinfachen, aber nicht sofort lösen...was wir brauchen ist mehr Verständnis, nur wie wir dahin kommen...vielleicht wäre es wirklich eine Idee, eine Art "Fahrradsteuer" zu erheben und damit auch gleiche Rechte und Gewichtung zu "erkaufen"? (Oder zumindest eine fundierte Gewichtung...aktuell habe ich eher das Gefühl der Duldung...)
Statistisch ist es nicht belegt, dass Radfahrer mehr Regelverstöße begehen als PKW-Fahrer.
Das ist um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Radfahrer keinen Führerschein brauchen, ab 12 Jahren auf der Straße fahren müssen und auch Fahrräder selbst keinerlei Zulassung oder TÜV benötigen.
Was mir z.B. täglich an PKW begegnet mit z.B. defektem Licht - und da gibt's sogar alle 2 Jahre TÜV...schon erstaunlich.
Mit dieser Arbeitshypothese bin ich nicht bereit, mir das Recht auf die gleichberechtigte Nutzung des öffentlichen Raums durch eine Steuer zu erkaufen, damit diese Brüllaffen in den sozialen Medien Recht bekommen, die bei jeder Gelegenheit nach Kennzeichenpflicht und Steuern für Fahrräder schreien.

Funfact: Ich habe der Stadt Bonn auch schon mal angeboten, freiwillig 60 Euro pro Jahr für Radwege zu überweisen. Das entspricht der KfZ-Steuer für einen 1l Euro-4 Benziner. Kam keine Antwort.
Für 60 Euro im Jahr, die ich für mein Auto tatsächlich zahle (+ Energiesteuer) komme ich aber auch nicht auf die Idee, dass das im Ansatz kostendeckend ist.

Funfact 2: Elektroautos sind teilweise sehr großzügig steuerbefreit. Warum dürfen die auf unseren Straßen herumfahren und bekommen sogar extra Stellplätze zum Laden?

Funfact 3: Mit dem Kauf meines Hipster-Edel-Lastenrades habe ich über 1000 Euro Mehrwertsteuer gezahlt. In Köln reicht das für 357 Jahre Radwegeausbau bei 2,8 Euro / Kopf und Jahr. Für Bonn habe ich keine Zahlen gefunden.

Also ich finde, das ist eine Sackgasse. Man darf sich einfach von den Schreihälsen nicht ständig erzählen lassen, dass RadfahrerInnen sich ja eh nicht an die Regeln halten und erstmal Steuern zahlen sollen. Das ist nämlich überhaupt nicht relevant und ausserdem grundfalsch.
 
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@elRadish
Also erstmal habe ich extra fett AUCH geschrieben. Ich bin nicht der Meinung, dass Radler mehr Verstöße begehen, trotzdem gibt es schwarze Schafe, auf beiden Seiten, das ist einfach so und leider sorgen diese für ein negatives Gesamtbild in der Öffentlichkeit.
(Wer dieses Bild verstärkt sei erstmal dahin gestellt)

Dann...das was ich geschrieben habe war ein Gedanke, und ich finde es falsch diesen komplett auszuschließen, nur weil er (auch mir) eigentlich nicht in die eigene Agenda passt. Ich wäre (zähneknirschend) dazu bereit, wenn es im Gegenzug entsprechende Versprechen gibt/gäbe, dass das Geld 1:1 in den Infrastrukturausbau gegeben wird und im Gegenzug auch die KFZ-Steuer entsprechend der entstehenden Kosten angepasst wird..(@kistenfahrrad war schneller)
 
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Also erstmal habe ich extra fett AUCH geschrieben. Ich bin nicht der Meinung, dass Radler mehr Verstöße begehen, trotzdem gibt es schwarze Schafe, auf beiden Seiten, das ist einfach so und leider sorgen diese für ein negatives Gesamtbild in der Öffentlichkeit.
Ja, ich habe das verstanden und bin da voll bei Dir.

Aber ich glaube nicht, dass die Idee, sich dann per Steuer etwas zu "erkaufen" daran etwas ändert. Denn auch die steuerzahlenden PKW-Fahrer benehmen sich daneben. Es ist nur anscheinend gesellschaftlich akzeptiert, dass wir fast 3000 Verkehrstote im Jahr haben. Bei Unfällen zwischen Rad und PKW sind z.B. in 25% der Fälle die RadfahrerInnen schuld.

Trotzdem finde ich die Idee charmant, wenn möglichst viele Menschen ihrer lokalen Verwaltung ein paar Euro pro Jahr ganz freiwillig spenden für den Ausbau von Radwegen. Das wird verwaltungstechnisch gar nicht möglich sein das anzunehmen (?), ist aber eine nette Aktion, vielleicht mit Presse und feierlicher Übergabe eines großen Schecks? Wobei es ja oft angeblich nicht am Geld fehlt, sondern am Personal. Die privaten Planer werden halt besser bezahlt und bauen dann lieber Hotels auf Freiflächen und keine Radwege.
 
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Da sind wir schon beim Thema, das Radfahrinfrastruktur ist nicht intuitiv benutzbar ist. Die Fotos geben das schön wieder. Dort, wo "Ende" steht, müssten wir Radelnde absteigen. Macht aber keiner. Schon sind wir "Kampfradler"! Oder mit dem H2O-Schlauch. da werden zu Fuß Gehende automatisch auf den Radweg gezwungen, weil niemand über den Schlauch stiefeln möchte. habe sogar die Bauarbeiter angesprochen, ob sie den Schlauch nicht um 90° drehen und dann erst den Fußweg kreuzen können. Ich bekam Achselzucken. Dort, wo der Radweg versperrt ist, gab es keine Rampe, um auf die Fahrbahn zu wechseln. So durfte ich nur im Schritttempo weiter radeln (Gehweg mit Zusatzzeichen!). Habe ich nicht gemacht, war ja niemand in der Nähe....
mal ganz davon abgesehen, dass Radwege ja auch prima Abstellflächen für Baukram & Dixies sind und ich keinen Radfahrenden kenne der dann absteigt, sein Rad um das Hindernis schiebt und dann weiter radelt. Dann war da noch die "Post", die hoheitliche Aufgaben wahr nahm. Blöd nur für die ältere Dame, die durfte ca. 50m weiter auf der Fahrbahn rollen, um an einer Hofeinfahrt auf den Gehweg zu schieben, da ansonsten überall hohe Bordsteine waren. Oder der Lieferdienst für die Apotheke, oder, oder oder
 

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bastiaen

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Der Zusammenhang zwischen Güte der Radinfrastruktur und Regelübertretung ist statistisch nachgewiesen:
Was im Umkehrschluss bedeutet: Reduziert man die Güte der (Park-)Infrastruktur für den MIV, steigt die Regelübertretung. Oder: verbessert sich die Infrastruktur nicht in dem Maße, in dem der Verkehr bzw. Parkdruck steigt (gerade ersteres gilt auch für Fahrräder) steigt die Regelübertretung.
Gleichzeitig zeigen aber alle im Radverkehr vorbildlichen Kommunen, dass man um die Erhöhung des Parkdrucks durch Verringerung des Angebots nicht herum kommt. Flankiert durch höhere Bußgelder. Die aber jemand eintreiben muss. Nur: muss ich diese Arbeit übernehmen, indem ich jeden Parksünder melde? Es schreien doch alle nach Innovation und Telematik: jedes aktuelle Kfz ist ortbar...China und 1984, here we come...
 
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Wenn dann bitte mit Berücksichtigung der vollen gesellschaftlichen Kosten für alle Verkehrsmittel. Dann gehen die Kosten für MIV nämlich durch die Decke, denn Kfz- und Mineralölsteuer decken nicht annähernd die Kosten des MIV.
Ich fürchte, du musst das nochmal lauter schreiben - in Bayern hat man dich leider nicht gehört.
 
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Ich war gestern im Baumarkt. Ein paar Schienen, Regalträger und Einlegeböden, um ein Lagerregal zu bauen. Maximal 2m lang; also nichts, was die Nutzung eines PKW rechtfertigen würde.

Ich befuhr die Julius-Brecht-Allee in südlicher Richtung. Das ist eine große Hauptverkehrsachse mit zwei Fahrspuren je Richtung, auf dem Mittelstreifen noch die Tram. Daneben ein vergleichsweise breiter Radweg und dann der Gehweg.

Ein ganzes Stück weit war der komplette Geh- und Radweg gesperrt. Aber am Beginn der Baustelle war eine Rampe am Kantstein angeschüttet, damit man auf die Fahrbahn runter kam. Und auf der kompletten Länge der Baustelle war der rechte Fahrstreifen komplett für den Fuß- und Radverkehr eingerichtet, mit fester Absperrung zum zweiten Fahrstreifen.

Ich habe keine Fotos gemacht. Sowas ist hier selbstverständlich.

t.
 
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So, ich habe mal nur ein paar Tage Fotos vom Smartphone gelöscht. Ich mag einfach nicht mehr. Ohne entsprechende Infrastruktur und auch Kontrolle ist da kein Blumentopf zu gewinnen.
Seht selbst:
 

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So, ich habe mal nur ein paar Tage Fotos vom Smartphone gelöscht. Ich mag einfach nicht mehr. Ohne entsprechende Infrastruktur und auch Kontrolle ist da kein Blumentopf zu gewinnen.
Seht selbst:

Das sehe ich ein wenig anders.

Sicher ist die bessere Infrastruktur die Lösung.

Aber mit den nun härteren Strafen und mehr Kontrolldichte geht da was.

Als Ordnungsamt würde ich mich mit im Rücken rufbereitem Abschleppdienst an Hotspots hinstellen und die Kategorie „nur mal 10 Minuten“ einfach direkt wegschleppen.

Das noch mehrfach durch die Presse jagen und da geht was.
 
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Das sehe ich ein wenig anders.

Sicher ist die bessere Infrastruktur die Lösung.

Aber mit den nun härteren Strafen und mehr Kontrolldichte geht da was.

Als Ordnungsamt würde ich mich mit im Rücken rufbereitem Abschleppdienst an Hotspots hinstellen und die Kategorie „nur mal 10 Minuten“ einfach direkt wegschleppen.

Das noch mehrfach durch die Presse jagen und da geht was.

Tja, ich sehe die Lage in Frankfurt anders. Die schleppen einfach nicht ab. Gibt hier nur Tickets. Mittlerweile gibt es bessere Verträge mit den Abschleppunternehmen, aber bis die Maschinerie losläuft, sind zwei Stunden Lebenszeit verlorengegangen.
Alle, wirklich alle Maßnahmen, die aufgrund des Radentscheids umgesetzt wurden, sind halbgar und provisorisch (was bedeutet, dass sie wieder abgebaut werden können; anfangs fand ich das gut, weil kein Planfeststellungsverfahren nötig, mittlerweile habe ich Zweifel) und sind am Ende nur Stückwerk bzw. Alibi (meine Kinder könnten nicht am Stück sicher fahren).
Alle Maßnahmen werden von Anfang an kritisch begleitet, ohne dass sie auch nur die Chance haben zu wirken.

Die neu eingeführten Fahrradstaffeln in Frankfurt kontrollieren eigentlich nur in der Stadt, selten in den Randbereichen der Stadt. Außerdem stehen sie Wache und kontrollieren lieber Radfahrer (Lichtanlagen oder wirklich vernachlässigbar Vergehen der Studis an der FH).

Die leicht höheren Bußgelder sind immer noch ein Witz.
Solche Raserunfälle passieren hier in Frankfurt einfach:
Der Typ wäre auch vor dem neuen Bußgeldkatalog in den Knast gekommen.
Wir haben hier ordentlich Ghostbikes rumstehen.

Und eigentlich wird nur in der Presse berichtet, wenn die armen Autofahrer zur Kasse gebeten werden. Parkraumbewirtschaftung wird hier in der Presse sehr negativ begleitet.

Aber hey, wir verbinden hier in Frankfurt mitten durch die Stadt zwei Autobahnen (A66, A661). Das ist ein Projekt aus den Achtzigern. Dafür werden ha-weise Feuchtgebiete und Bäume abgeholzt. Darunter auch 150 Jahre alte Pappeln. Grüne in der Landesregierung und in der Stadt zucken mit den Achseln und verweisen darauf, dass es nicht mehr in ihre Verantwortung fällt bzw. die Entscheidung in der Vergangenheit von Anderen getroffen wurde (Analogie zum Dannenröder Forst).
Man könnte für die Pendler (Frankfurt ist ja Pendlerhauptstadt, sodass sich die Pendlerpauschale und das versiegeln von Neubauflächen, wo die Bodenpreise eben günstiger sind, auch lohnt) auch ganz einfach mehr P&R Möglichkeiten schaffen, bessere Tarifzonen, bessere S-Bahn Verbindungen etc. ....aber das wäre zu einfach?
 
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Also wenn ich in Socialmedia-Kanälen was von Abschleppungen gesehen habe, dann in Frankfurt. Hier in Kassel schleppen sie einfach gar nicht ab. Nullkommanix. Und hier gab es prozentual betrachtet den erfolgreichsten Radentscheid in ganz Deutschland. Leider passiert noch weniger als in Frankfurt und ich blicke da fast schon neidisch auf das, was bei euch immerhin passiert.

Egal, es muss noch viel mehr werden. Mehr Blitzer, mehr Schlepper, mehr Kontrolldichte, härtere Ansagen, härtere Konsequenzen, mehr Bürger, die es mit verfügbaren Mitteln selbst in die Hand nehmen.
 
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Hier in Frankfurt werden Projekte auch wieder verworfen. Es sieht alles gut aus und irgendwann fehlt der Mut.

Wir hatten hier ein Jahr lang einen autofreien Mainkai. Ein kurzes Stück Straße am Main, nur für Fußgänger und Radfahrer. 65% der Frankfurter fände es laut Umfragen gut. Damals war Schwarz-Grün am Drücker.

Es wurde tatsächlich zurückgebaut. Angetrieben durch kleine populistische Minderheiten.

Die IAA ist hier zwar weg, die Liebe zu Blechkisten leider nicht.

Ernsthaft, ich versteh einfach nicht, warum beim Thema Auto so sehr gekuscht wird. Es zeigt sich auf kommunaler und Landesebene und natürlich jetzt wieder im Bund (Thema Tempolimit).
Ich bin mit gar nicht mehr so sicher, ob "die Bürger" wirklich ein drastisches und beherztes Vorgehen wünschen. Dazu müsste man aus der irrationalen Komfortblase raus und da ist die Bereitschaft wohl doch eher gering?

Ordnungsamt und Straßenbauamt habe ich in Frankfurt als sehr pro-Auto erlebt bei verschiedenen Aktionen und Maßnahmen.
Das sind zugegeben nur subjektive Erfahrungen, aber da ich eben auch noch ein Leben habe, bin ich eben etwas konsterniert und habe nicht mehr so wirklich Lust, den Don Quijote zu spielen.
 
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