Dreirad-Lastenanhänger: Rahmen-Optionen und Achsschenkel-/Ackermann-Lenkung

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Hallo zusammen,

mein Name ist Andreas. Ich plane den Bau eines dreirädrigen, gebremsten (inkl. Feststellbremse) Lastenanhängers, auf den ich einen Wohnkoffer aufsetzen möchte.

Ich bin kein Neuling in diesem Bereich: Ich radreise schon seit einigen Jahren und genieße seit zwei Jahren die Vorzüge eines FaWoWa in Kombination mit einem Liegerad-Trike (KMX mit Solardach), bin aber auch minimalistisch mit meinem Brompton (ohne E-Antrieb) unterwegs. Ich bin aktiv im FaWoWa-Forum und suche nun den Austausch mit der Cargobike-Community. Da ich dieses Jahr drei Monate damit in Europa unterwegs sein möchte, ist die technische Stabilität des Fahrwerks entscheidend.

Projekt-Ziel und Rahmen-Optionen​

Mein Ziel ist eine Tiny Camper-Kabine mit einer Länge von ca. 195 cm und einer maximalen Gesamtbreite von 100 cm.

Ich wäge derzeit drei Optionen für den Rahmen ab:

  1. Plan 1: Bau eines komplett eigenen Rahmens.
  2. Plan 2: Kauf einer Carla Cargo (Breite ca. 95 cm), deren Rahmenbreite ich akzeptiere. Der Aufbau wäre dann minimal breiter (100 cm).
  3. Plan 3: Kauf eines Alexargo-Bausatzes. Hier ergeben sich zwei Unterpunkte:
    • Plan 3a: Ich akzeptiere die Breite des Alexargo von knapp 80 cm und habe einen beidseitigen Überstand des Aufbaus von ca. 10 cm.
    • Plan 3b: Ich verbreitere den Bausatz auf eine größere Breite (z. B. 95 cm).
Die Inspiration für die Verlängerung stammt übrigens von dem YouTube-Projekt "TINY CAMPER WELTREISE", bei dem der Basisrahmen einer Carla um ca. 40–50 cm verlängert wurde. Die Verlängerung (Länge) scheint technisch nicht das Hauptproblem zu sein.

Meine Kernfrage zur Rahmenbreite und Geometrie​

Der kritische Punkt ist die Verbreiterung (Plan 3b).

  • Problem: Wenn ich den Alexargo-Bausatz (oder einen ähnlichen mit Achsschenkel-Lenkung) in der Breite verändere, passen die Gehrungsschnitte/Winkel des Bausatzes nicht mehr zur neuen Breite.
Frage an die Experten:

  1. Wie wirken sich veränderte Rahmenbreiten (z. B. von 80 cm auf 95 cm) auf die Lenkgeometrie (insbesondere das Ackermann-Prinzip bei Dreirädern) aus?
  2. Hat jemand technische Anleitungen oder Formeln für die notwendige Anpassung der Gehrungsschnitte/Winkel am Lenkkopf, wenn ein Bausatz verbreitert wird, um die korrekte Ackermann-Geometrie wiederherzustellen?
  3. Welche der drei Optionen (Eigenbau, Carla, verbreiterter Alexargo) würdet ihr unter Berücksichtigung der Komplexität der Achsschenkel-/Ackermann-Lenkung und der nötigen Bremseninstallation empfehlen?
Vielen Dank für jeden technischen Input.

Viele Grüße Andreas
 
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Ich sag hier erstmal Willkommen, rufe @Krischan, ob er mal reinschauen kann, freue mich auf viele Fotos und kann sonst wenig beitragen :D
 
Hallo @AndreasT ,
herzlich Willkommen im besten Cargobikeforum der Welt ;)
Um Ackermann brauchst Du Dich nicht zu sorgen.
Den Steuerrohrwinkel eines breiteren Anhängers findest Du bei der CarlaCrowd bei Werkstatt-Lastenrad:
und
Stell dich mal eine Skizze vom Aufbau ein?!
Viele Grüße, Krischan

Ps
Andreas und ich haben schon telefoniert, der Cargobikeforum Tipp kommt von mir :)
 
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Du hast keine Achsschenkellenkung bei einem Dreirad, Ackermann hat hier nichts zu sagen.

Das ist rein technisch ein Drehschemel, der funktioniert einfach ohne etwas auszulegen. Die Lenkachse fährt einfach der Deichsel hinterher.
 
Guten Abend und willkommen .
Wäre es mein Projekt und im Budget, würde ich den Weg mit einer Carla wählen. Der Wohnwagen ist sicher aufwendig genug, so dass ich sonst vor lauter Projekten nicht zum Reisen käme...
Egal welchen Weg Du wählst, ich bin gespannt!
PS : Gab es nicht sogar einen Camper Aufbau für die Carla in (Klein)Serie?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schon besprochen, werde ich dir gerne helfen Geometrie und Zuschnittmaße von Rahmenrohren zu ermitteln.
Unklar ist, ob du den Rahmen selbst schweißen, oder Alexargo bemühen möchtest.

Die CARLACARGO ist mMn. von ihrer Konstruktion her zu kompliziert. Das macht den Aufbau des Aufbaus schwieriger. Da ist ein einfacher, rechteckiger Rahmen deutlich besser.

Ich wurde ja nicht gefragt, mein Tipp ist den Rahmen 1000 mm breitzumachen und die Räder nach innen zu nehmen.

50.jpg

Das vereinfacht den Aufbau kolossal. Wenn die Radkästen dann nach außen offen sind, kann sogar der Schlauch ohne Probleme gewechselt werden. Um das Rad zu entfernen, muss so weit aufgebockt werden, dass es nach unten entnommen werden kann.
51.jpg
 
jetzt noch ein Fahrerhäuschen integrieren und schon isset n Wohnmobil...
Gruß Krischan
 
Aber das mit den Rädern innen würde ich nicht machen.
Da hat man doch nur Nachteile bei einer Panne.
Lieber den Hängerboden mit überstand zum Rahmen und Radkästen bauen.

Da gibt es einen im FaWoWa-Forum der hat das sehr geil vorgebaut.
Sieht ähnlich deiner coolen nZeichnung aus.

Die Radaufhängung wie bei Hase mit Scheibenbremsaufnahme. Da hat man am Ende eine M8 Schraube und du hast das Rad bei einer Panne in der Hand. Kommst leicht an die Bremse und Radlager ran.

Wahrscheinlich ist der Rahmen das kleinere Problem bei so einem Projekt.
Den Aufbau leicht und stabil zu bauen stell ich mir sehr schwer vor.

1m breit wird evt. blöd bei Drängelgitter. Müsste man mal auf die Leute horchen die sowas fahren.
 
So hat jeder seine Ideen. Den Wagen 20 cm höher zu heben, bei einem Radausbau, würde mich weniger stören.

Den Stahlrahmen unter den Wänden, gleich als tragendes Bauteil zu verwenden und nicht mühsam mit irgendwelchen Platten und Hilfskonstruktionen über den Rahmen nach außen zu bauen, um dann mit Holz und Winkeln eine Ecke zu konstruieren, sehe ich deutlich vorteilhafter.
 
Ja wer weiß was da besser ist. Wenn man da so im FaWoWa-Forum ließt kommen ja noch 1000000 andere Probleme.
So von der Idee mit Hänger in den Urlaub hätte ich lieber nen kleineren Hänger zum klappen mit Zelt.
So ne art Trabbie mit Dachzelt welches sich zum Schloß ausklappen läßt.

Edit.
Und was irgendwie komplett noch fehlt ist der Gedanke der Federung. Wenn man da auf welchen Hänger auch immer ne leere Büchse baut ist das ja voll egal. Aber sobald da auch nur ein bisschen "Möbel-Heizung" reinkommen soll verkloppt es dir ja alles bei jedem Buckel das innenleben. Geschweige es bleibt Regendicht.
@AndreasT schreib doch mal vernünftige Anforderungen auf was du willst und planst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tendenziell würd ich den Rahmen selber bauen. Definitiv würd ich die Räder/Technik so bauen das sie seitlich/ von Außen zugänglich sind. Bei ein vollen Anhänger so aufbocken um das Rad zB nach unten zu entfernen ist bei einer Panne sehr aufwändig.
 
ich warte ja nur drauf, dass irgendwer diese Rahmenkonstruktion klaut kopiert...
Gruß Krischan
 
Wie schon besprochen, werde ich dir gerne helfen Geometrie und Zuschnittmaße von Rahmenrohren zu ermitteln.
Unklar ist, ob du den Rahmen selbst schweißen, oder Alexargo bemühen möchtest.

Die CARLACARGO ist mMn. von ihrer Konstruktion her zu kompliziert. Das macht den Aufbau des Aufbaus schwieriger. Da ist ein einfacher, rechteckiger Rahmen deutlich besser.

Ich wurde ja nicht gefragt, mein Tipp ist den Rahmen 1000 mm breitzumachen und die Räder nach innen zu nehmen.

Anhang anzeigen 70686
Das vereinfacht den Aufbau kolossal. Wenn die Radkästen dann nach außen offen sind, kann sogar der Schlauch ohne Probleme gewechselt werden. Um das Rad zu entfernen, muss so weit aufgebockt werden, dass es nach unten entnommen werden kann.
Anhang anzeigen 70687
Charmante Konstruktion und total klasse visualisiert!

Ein weiterer Vorteil des Außenrahmens: eine Kollision geht direkt auf Stahl. Wenn man mal am einer Kante oder einem Poller hängen bleibt, und das passiert, splittert also nicht sofort die Glasfaser des Aufbaus.

t.
 
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