Die Werkstattabenteuer der Kaffeetanne

Hatte mich gedanklich vertippt ;) Hab zwar Airliner geschrieben, meinte aber Tannus Armour (richtig nervig bei der Montage). Lässt ein guter Freund in seinem Logistikunternehmen an all den Zugrädern und vor allem den Carlas installieren, nachdem er festgestellt hat, dass die Fahrer bei Platten an der Carla sowieso einfach weiterfahren ..... Reduziert den Schaden etwas ....
Wäre sicherlich eine Option, aber wie erwähnt stehen Plattfüße zwischenzeitlich relativ weit hinten in der Liste der defekte, der Handlungsdruck ist also recht gering und stehen in keiner anständigen Relation zu den Kosten.

Was dagegen relativ häufig vorkommt und ich neulich wieder zur Reparatur bekam...
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...war ein abgebrochener Bremshebel.
So ein Schaden entsteht meist wenn das Fahrrad umfällt. Die Hebel dienen dabei als Sollbruchstelle und geben nach, bevor der Geber selbst beschädigt wird.

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Wie oft sowas passiert? Oft genug das wir eine Kiste voll Ersatzgriffe in der Werkstatt vorhalten. :sneaky:
 
Geht es euch auch so, seit @Kaffeetanne berichtet beachte (und begutachte) ich Zustellerräder mit ganz neuen Augen (und Ohren). Einmal im Kopf, geht es nicht mehr anders! ;)
Auf dem Gebiet hat sich über die Jahre auch viel getan, Technik und Nutzung, von daher schon einen Blick wert. Bei uns liefert DHL kleine Pakete mit dem Fahrrad-Postboten aus, das entlastet die kleinen Straßen in Wohngebieten deutlich.
Im Winter hatte der Postbote aber einen ätzenden Trick: Angeblich hat er es übernommen, das Paketchen auszuliefern. Mittags, bei genau dem selben Glatteis wie morgens, konnte er nicht zustellen und das Paketchen wurde an eine Poststelle geliefert. Da durfte ich dann jedes Mal mit dem Spikerad hinfahren, ohne hätte ich das Problem gehabt. Das ging so zwei Wochen lang, der Pakettransporter kam natürlich trotzdem durch die Straße....
 
Geht es euch auch so, seit @Kaffeetanne berichtet beachte (und begutachte) ich Zustellerräder mit ganz neuen Augen (und Ohren). Einmal im Kopf, geht es nicht mehr anders! ;)
Willkommen in meiner Welt!
Egal wo ich unterwegs bin, ich muss stets jedes Postradl das mir begegnet inspizieren. Wenn eins an mir vorbei fährt kann ich meist bereits an der Geräuschkulisse feststellen, ob und wenn ja, was nicht in Ordnung ist. :p

Auf dem Gebiet hat sich über die Jahre auch viel getan, Technik und Nutzung, von daher schon einen Blick wert.
Tatsächlich verläuft die Entwicklung in dieser Nische sehr langsam. Abgesehen von Rahmenformen und Elektroantrieben hat sich über die vergangenen 15 Jahre kaum etwas an den Rädern verändert. Das ergibt auch durchaus Sinn denn wenn wir ehrlich sind, haben wir Fahrräder weitestgehend ausentwickelt.
Fast alle Innovationen der letzten Jahre konzentrieren sich auf höheren Komfort oder Verbesserung der (sportlichen) Performance.
Beides spielt hier keine Rolle. Ein Rad für die Postzustellung muss robust und kostengünstig im Unterhalt sein. Zudem kommt die Frage der Ersatzteilversorgung und Rückwärtskompatibilität hinzu.

Geschätzt ein drittel unseres zweirädrigen Fuhrparks dürfte 10 Jahre alt sein. Für ein Zustellrad ist das vollkommen üblich. Aus Sicht der Fahrradindustrie dagegen ist es eine gefühlte Ewigkeit in welcher die Hype-Train bereits unzählige Runden gedreht und mindestens drölfzig neue inkompatible Standards hervorgebracht hat, von denen dabei die hälfte bereits wieder gestorben ist und die Nutzer ohne Ersatzteile zurück lässt.
 
Letzte Woche kam einer unser Vielfahrer in die Werkstatt nachdem ihm auf dem Weg ins Depot die Kette abgesprungen war.

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Kein großes Ding, aber ungewöhnlich insoweit als das ich erst kurz zuvor einen neuen Reifen hinten aufzog, Bremsscheibe/Beläge tauschte und die Kette dabei auf Verschleiß prüfte.

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Tatsächlich musste ich dann auch das Laufrad aubauen weil sich die Kette von Hand nicht auflegen ließ. Im neuen Zustand sitzen die stets enorm stramm da der Rahmen über keine Einstellmöglichkeiten am Ausfallende verfügt.
Insofern habe ich keine Ahnung wie der Kollege dieses Kunststück vollbracht hat. Zur Sicherheit habe ich aber einen Kettenspanner installiert.
 
Das Bild ist eigentlich ein Testament an die Kette. Es ist ja wirklich qualitativ extrem hochwertig, wenn das alles so gehalten hat. Bei mir ist eine Lasche gerissen und 20 km später war die Kette dann auch komplett gerissen.
 
Also ich zähle drei :eek:
Bingo! Die Kette ist gleich an drei Stellen gerissen.

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Macht euch bewußt das es sich um ein eBike mit sehr leistungsstarkem Mittelmotor handelt der permanent an der Kette zerrt. Das die nicht komplett gerissen ist, ist in der tat erstaunlich.

Das Bild ist eigentlich ein Testament an die Kette. Es ist ja wirklich qualitativ extrem hochwertig, wenn das alles so gehalten hat. Bei mir ist eine Lasche gerissen und 20 km später war die Kette dann auch komplett gerissen.
Ironischerweise handelte es sich dabei um NoName-Ware die wir extrem günstig im 50er Pack gekauft hatten.

Für die Verwendung an den eBikes haben diese sich wegen schnellem Verschleiß als ungeeignet erwiesen. An den normalen Rädern verbaue ich sie weiterhin bis sie aufgebraucht sind.
 
Haben diese Räder eigentlich gar keine Gangschaltung?
Haben sie, nur halt nicht im Hinterrad wie man es bei Fahrrädern gewohnt ist sondern wie bei einem Motorrad integriert in den Motor.
Dort arbeitet ein sehr massiv ausgeführtes 3-Gang Getriebe.

Aktuell liegt in der Werkstatt ein zerlegter Motor rum, da kann ich gerne kommende Woche ein Foto machen.
 
Moin,
vielleicht mal 'ne blöde Frage;
Warum sind eigentlich immer die rechten Laschen gerissen? Ist da evtl. irgendwo ein "Schräglauf", so dass es hauptsächlich an der Außenseite zieht?
 
Warum sind eigentlich immer die rechten Laschen gerissen?
Das kann ich dir auch nicht beantworten.

Ist da evtl. irgendwo ein "Schräglauf", so dass es hauptsächlich an der Außenseite zieht?
Eigentlich nicht, die Position des Hinterrads ist ja wie weiter oben erwähnt fix. Kann natürlich sein das der Rahmen nicht ganz gerade geschweißt wurde, aber darauf habe ich bisher noch nicht geachtet.
 
Wird wohl eher ne Montagskette gewesen sein, bei der beim Vernieten irgendwas schief gelaufen ist.
 
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