Di2 was brauche ich, wie verdrahte ichs

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Liebe Lastenradgemeinde,
ich fahre schon länger ein Bullitt mit Alfine 11, habe das Teil gerade mit einem Bafang Motor elektrifiziert. Die Alfine 11 möchte ich nun gegen eine Nexus 5 tauschen, da diese mehr Drehmoment aushält. Nun finde ich die Di2 Variante sehr charmant. Nur kenne ich mich damit überhaupt nicht aus. Man braucht ja einen Akku, diverse Kabel, ein Display... . Wer kann mir sagen was ich brauche und wie man das anschließt. Wer kann mich beraten.

Ahoi Karsten
 
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Als Minimum für ein Di2-System brauch man einen Sytemakku oder eine Spannungsversorgung über das Bordnetz. Das können Shimano Mittelmotoren. Für den Akku benötigt man auch ein Ladegerät. Das gibt es als externes Ladegerät oder als Netzteil zum Anschluss an das Lenkerdisplay.
Desweiteren ein Schaltwerk bzw. einen Stellmotor für die Getriebenabe plus dazu passende Schaltnabe und einen Gangwechseltaster.
Da der "Schalthebel" keine Mechanik mit Schaltstufen nutzt, ist man bei der Wahl des Schaltstufentaster recht frei. Die sind untereinander austauschbar kompatibel, so das jede Bauart von Di2-Taster geht. Rennlenker, Triathlonlenker, MTB-Lenker - freie Auswahl.
Das Display brauch man nicht zwingend, es ist aber nützlich. Es verbindet durch die eingebaute Blutooth-Schnittstelle die Schaltung mit geeigneten Bordcomputern oder dem Smartphone. Zudem dient es als "Mehrfachsteckdose", denn es hat drei Anschlüsse. Bei der Nabenschaltung brauch man nur einen Schalttaster, der zweite Anschluss wäre für einen zweiten Schalttaster um etwa einen Umwerfer anzusteuern. Dort könnte aber auch ein zweiter Schalttaster an einer anderen Lenkerposition angeschlossen werden, der dann ebenfalls die Getriebenabe schaltet. Beispielsweise am Griffende eines Aero-Lenkeraufsatz.
Der dritte Anschluss ist natürlich zur Weiterverbindung zum Akku oder zur Schaltung.
Und zu guter Letzt kann man über das Display auch ein Ladegerät für den möglicherweise schwer zugänglichen Akku anschließen.
Bei der Verkabelung des Rades kann eine "Verteilerbox" (Junction Box) gebraucht werden.
Wenn beispielsweise das Kabel vom Lenker am Unterrohr bis zum Tretlager führt und der Akku in der Sattelstütze sitzt, gehts einmal in eine dort verbaute Verteilerbox und dann einmal rauf zum Akku und einmal weiter zur Getriebeschaltung.
Für eine Kettenschaltung mit Umwerfer wird man immer auch einen Verteiler benötigen.
Ansonsten brauch man die verschieden langen Kabel und die muss man in einer geeigneten Länge bestellen, denn es gibt sie nur vorkonfektioniert.
Bei einer Verlegung innerhalb der Rahmenrohre lässt sich etwas Überlänge gut in den Rahmen schieben. Liegen die Kabel aber außen, sollte man schon genau ausmessen, welche Längen man benötigt.
Bei einer Verkabelung mit Display und einem Schalttaster brauchst Du mindestens drei Kabel. Von der Schaltung zum Display, vom Akku zum Display und vom Display zum Schalter. (Geht nur bei 1x-Schaltungen, also ohne Umwerfer und zusätzlich sollte der Akku nahe am Cockpit platziert sein, etwa unter dem Vorbau.)
Hierbei ist besonders wichtig, wo der Akku verbaut wird. Der kann in die Sattelstütze, oder an den Rahmen dran oder auch an die Unterseite des Lenkervorbau. Entsprechend ändert sich natürlich die jeweilige Kabellänge.

Ziemlich fies und teuer ist das Maintenance-Kit. Das benötigt man meist nur zur Ersteinrichtung. Die einzelnen Komponenten müssen mit einer einheitlichen Softwareversion ausgestattet sein und das Verbindungsgerät zwischen Fahrrad und PC ist recht teuer.
Hier wäre ein Softwareupdate und -abgleich durch den oder die Händler sinnvoll. Spätere Softwareupdates können auch sinnvoll sein, aber ohne Veränderung an den Komponenten kommt man vermutlich gut ohne aus.

Ich verfüge noch in meinem Teilefundus über ein XTR 11-fach Schaltwerk RD-M9050, ein XTR Display SC-M9050 und einen Alfine Taster SW-S705. Kann verhökert werden.
 
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Hallo Christoph,
vielen Dank für deine Beratung. Das hört sich ja eher nicht so für mich machbar an. Auch sind die Preise nicht gerade als günstig einzustufen. Das kostet nach meinen Recherchen ja die Elektrik mehr als die Nabe an sich. Dann noch die Problematik mit der gleichen Firmwareversion und dem kostpieligen Programmierinterface. Das war beim Bafang fast das preiserteste Acessoire. Mein Gewissen sagt mir lass es und nimm die mechanischer Version. Ich gehe in mich und vergleiche haben wollen mit Preis/Leistung...

Ahoi Karsten
 
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Über die Nexus 5 kann ich bisher nichts nennenswertes sagen.
Wir schalten mechanisch, das geht gut, leider gibt es nur einen Drehschaltgriff.
Ein Nachteil der Di2 ist das lernen der Schaltpunkte - wenn mehrere das Rad nutzen, schaltet das Ding immer, wenn man es nicht braucht. Auch am Berg schaltet die Nabe dann schon Mal hoch, wenn man grad Schwung holt und gleich runterschalten will.
 
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Hier gibt es auch eine Übersicht kompatiblen Di2 Teile:


Ist eine Wissenschaft für sich und ich glaube auch nicht, dass Du sie mit dem Bafang-Akku kombinieren kannst, sondern dass Du einen separaten Di2 Akku brauchst. Ich denke mal den Automatik hängt auch eher an der Steps-Motor-Elektronik als in der normalen Schaltung.

Wie viel Drehmoment hat der Bafang denn? Das Bullitt gibt es ja ab Werk auch in der Kombination mit E6100 Motor und Alfine 11.

Ansonsten, wenn es mechanisch sein soll, wäre vielleicht auch die Sturmey Archer 5 Gang eine Option:


Soll laut Beschreibung für Transportrad/E-Bike gedacht sein. Evtl. speichen sie Dir das auch ein:

 
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Dann noch die Problematik mit der gleichen Firmwareversion und dem kostpieligen Programmierinterface.
Also das kann ich nicht bestätigen. Ich habe bei meinem Setup die Sachen einfach zusammngestöpselt, mein Handy mit der E-Tube-App per Bluetooth mit dem Display gekoppelt und alles aktualisiert, was geht. D.h. ich habe irgendwo auf "Aktualisieren" gedrückt. Die Komponenten waren keineswegs auf einem einheitlichen Stand beim Einbau, sie haben aber nach dem Zusammnstöpseln auch ohne Aktualisierung einfach funktioniert. Im Handbuch zur Alfine 11 DI2 (http://si.shimano.com/pdfs/dm/DM-S7051-03-GER.pdf) sind ab Seite 39 alle möglichen Verkabelungsoptionen illustriert. Es ist auf jeden Fall einfacher, als die Alfine mit Bowdenzug zu installieren ...
Gruß Mark
 
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Nein, schwierig ist der Anbau jetzt nicht. Teuer aber durchaus und das Preis-/Leistungsverhältnis gegenüber der mechanischen Schaltung mit Seilzug ist bei Di2 oder elektronischen Schaltungen allgemein schlechter.
Als Vorteil steht da vor allem die Zuverlässigkeit der Schaltung im Vordergrund. Schaltseile längen sich im Gebrauch geringfügig und dadurch verstellt sich die mechanische Schaltung schleichend selbst. Das muss man entweder regelmäßig kontrollieren oder bemerkt eben ein zunehmend schlechtes Schaltverhalten (Gänge treffen nicht mehr genau, wechseln oder der Antrieb macht ungesunde Geräusche). Davon bleiben elektronische Schaltungen verschont, aber der Komfort erhöht deutlich die Kosten.
 
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Nachdem ich mir nun das Alfine Dokument angeschaut habe und annehme das es nun doch nicht so tragisch sein kann die Firmware upzudaten und es das ein Display gibt was Bluetooth kann und ich es hiermit updaten kann werde ich es probieren. Die Kabel am Bullitt werden dann aber auch nicht weniger. Da muss ich mir auch noch was einfallen lassen. Das aber später. Dank euch allen für die Tipps und die Ermutigung das anzugehen.
Ahoi Karsten
 
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Ich bin ja geringfügig angefixt, eine Sram GX Eagle AXS Schaltung anzubauen. Das ist eine aktuelle MTB-Schaltung mit 12 Gängen von Sram. Sie ist elektronisch, aber verglichen mit den Systemen von Campagnolo oder Shimano arbeiten die elektronischen Schaltungen von Sram kabellos. Die Komponenten verwenden Batterien (im Schalthebel) oder wechselbare Akkus und werden per Funkprotokoll angesteuert.
Kein Kabel, keine Verlegearbeiten am Rad. Einfach dranschrauben und losfahren.

Allerdings gibt es das von Sram nur für Kettenschaltungen und Sram baut auch keine Nabenschaltung mehr.

Trotzdem lasse ich davon noch die Finger. Bezogen auf Schaltwerk und Schalthebel sind das bei dieser günstigsten Gruppe 400 Euro Mehrkosten gegenüber der mechanischen Schaltung und diese Kosten sind mir zu hoch.
Ein neues Fahrradprojekt würde ich damit aber wohl aufbauen wollen ... irgendwann.
 
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Ich kann mich nicht entscheiden, denn die Di2 Teile sind echt zu teuer. Schalter, Display, Schaltbox, Akku und die Kabel kosten zu den 160€ der Nabe nochmal fast 300€ dazu. Finde ich nicht angemessen. @vonweit empfielt die 5er Sturmey Archer, finde ich auch keine schlechte Idee obwohl ich immer noch Berührungsängste mit diesen Naben habe. @ Christoph empfiehlt eine elektronische Kettenschaltung, die finde ich auch interessant aber eine Kettenschaltung kommt mir nicht mehr an meine Räder. Ich kenne inzwischen die Sachs und Shimano Nabenschaltungen in und auswendig und kann die zerlegen und zusammenbauen. Ich werde gleich mal ein neues Thema zu der 5er Sturmey Archer Nabe auf machen. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen damit. Jedenfalls hört sich die Beschreibung der Nabe nach einer sehr robusten Ausführung an.
 
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So sollte man eine Schaltung nicht auswählen.
Beim Lastenrad kann die Fuhre schwer werden. Das spürt man auch in den Beinen, zumindest wenn ohne Motor gefahren wird.
Da sollte die Schaltung eine nicht zu grobe Abstufung bieten, was eher für viele Gänge spricht.

Die Kettenschaltung ist sehr variabel abstufbar und immer die robusteste Wahl.
Und übrigens empfehle ich keine elektronische Kettenschaltung, weil die eben auch einen deutlichen Aufpreis kostet. Wenn ich aber eine elektronische Schaltung in Betracht zöge, dann definitiv das kabellose System von Sram, denn das ist in fünf Minuten installiert mit nur zwei (1x-Schaltung) bis vier (2x) Komponenten.
Und ohne Schaltzug beschränkt sich die Wartung dann nur noch auf reinigen und schmieren der Kette sowie ab und an den Akku laden. Nur bekomme ich das mit mechanischen Komponenten zu einem Viertel des Preises.

Die Getriebenabe ist nicht viel wartungsfreundlicher, aber die Kette kann gekapselt werden (geschlossener Kettenschutz) und somit mit einer Schmierung lange vor Schmutz geschützt laufen.
Die Gangabstufung wird fix von der Nabe bestimmt, lediglich das Übersetzungsverhältnis lässt sich durch Größenwahl von Ritzel und Kettenblatt bestimmen.
Bei der Auswahl der Nabenschaltung ist man allerdings auf eine handvoll Modelle begrenzt. Shimano mit Nexus 8 und Alfine 8, eventuell auch Alfine 11. Der Hersteller der stufenlosen Enviolo, wie immer der gerade heissen mag (2x pleite, dritter Firmenname) und Sturmey-Archer, die eine neue Produktpalette eingeführt haben. Außerdem gäbe es noch Rohloff und Kindernay, aber die fallen wohl preislich raus.

Die Enviolo ist mist. Reparabel oder zu Pflegen ist da nix. Die Nexus und Alfine 8 kann und sollte man jährlich reinigen und fetten, was etwas mehr Aufwand ist als der Ölwechsel bei Alfine 11, Rohloff und Kindernay (haste nie von gehört, ist ähnlich der Rohloff). Bei der Alfine 11 bin ich allerdings unsicher, ob sie zum Lastenrad taugt. Die ältere 700er definitiv nicht, dazu fühlt sie sich für mich zu fragil an. Die aktuelle
7001-11 ist für eBikes verstärkt, das sollte eher passen.
Bei den Sturmey-Archer-Naben sieht das ähnlich aus. Mehr Gänge und die Angabe ob sie für E-Antriebe oder Lastenräder geeignet sind, sollte man abfragen, dann halten sie auch kräftige Eingangsdrehmomente aus, also Mittelmotoren oder kräftige Beinarbeit.

Die X-RK5 von SA wäre mir zu grob abgestuft. Zwei Untersetzungen, ein Neutralgang und zwei Übersetzungen, Abstufung gleichmäßig 25%. Das sind relativ große Sprünge. Die RK8 ist da schon netter.
Aber das hängt von der Strecke ab, die Du damit befahren willst.
 
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So sollte man eine Schaltung nicht auswählen.
Wie habe ich denn eine Schaltung ausgewählt? Ich bin mir noch nicht sicher welche Cargobikenabe ich nehmen soll. Da gibt es die Shimano und die Sturmey Archer mit jeweils 5 Gängen. Mit einer ordentlich ausgewählten Übersetzung von Kettenblatt und Ritzel sind diese sehr gut geeignet für ein Cargobike. Jedenfalls hier im Havelland.
Glaub mir ich habe schon jede Menge Sachs/Sram/Shimano -Naben zerlegt, repariert, geschmiert, gewartet... ich kenne die Dinger auswendig. Daher auch meine Affinität zu diesen Naben. Und genau, meine SG-S700 11x Nabe soll noch weiter leben. Daher muss sie getauscht werden. Nur leider habe ich gerade keine Nexus 8 mit Scheibenbremsaufnahme. Nun soll es eine neue Nabe werden. Da gibt es eben, speziell für Cargobikes die Nexus 5 oder die RX-RK5. Die Nexus kann man mit Drehgriff oder als Di2 fahren die RX-RK5 mit Drehgriff, Shifter oder gar Daumenschalter. Ausserdem hat die RX-RK5 eine 6-Loch Aufnahme für die Bremscheibe meiner Maguras. Aber ich kenne sie nicht, daher bin ich skeptisch.
Aber all das ist nicht die Antwort auf meine Frage. Die ist ja offensichtlich beantwortet und ich werde die Di2 Sachen nicht installieren. Ich werde mir ein Hinterrad mir einer der beiden 5x Naben bauen und schauen ob es sich anständig fahren lässt. Das aber mechanisch geschaltet.
Eine Kettenschaltung kommt mir nicht ins Haus, ans Cargobike.

Ahoi Karsten
 
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Eine Kettenschaltung kommt mir nicht ins Haus, ans Cargobike.
Dem pflichte ich bei, eine Nabenschaltung kann ich im Stand schalten, eine Kettenschaltung nicht. Da ich oft beladen fahre und trotz aller Vorsicht ab und an mal vollbremsen muss, ziehe ich auch eine Nabenschaltung vor. Derzeit habe ich eine 8-Affine mechanisch, eine 8-Allfine elektrisch und einen 5-Nexus elektrisch. Die 5er DI2 Nexus gefällt mir derzeit am besten, da sie sich unter Last gut schalten lässt.
Aber:
Jeder Jeck is' anders. Eine Kettenschaltung, egal welche, ist wesentlich feiner abgestuft und für sportlich Fahrende durchaus geeigneter.
 
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Richtig, wie gesagt die Momente wo ich im höchsten Gang plötzlich stehenbleiben musste und kann ich bei über 5t km an einer Hand abzählen. Und selbst da komme ich wieder los, wenn es dabei nicht auch noch gerade stark bergauf geht (da habe ich davor aber auch meistens nicht den höchsten Gang drin)

Eine Nabenschaltung kommt mir nicht ins Haus, auch nicht an ein Cargobike
 
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Bei mir nicht. Und ich glaube, auch alle anderen Diskutanten sehen das nach dem Motto "leben und leben lassen".
 
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Ich habe drei fahrbereite Fahrräder im Bestand.
Das motorlose Lastenrad mit genau seit Heute angebauter 1x11 Kettenschaltung.
Schon etwas länger ein etwas ausgefallenes Rennrad mit ebenfalls einer 1x11 Kettenschaltung und das trieb mich auch dazu, das Lastenrad anzugleichen.
Und ein Trekkingrad, das ich wegen zeitweiser Herzprobleme von einer 2x10 Kettenschaltung auf eine vergleichsweise niedrig übersetzte Alfine 11 umgebaut hatte. Es war lange mein einziges Fahrrad und auch mein Ältestes (2013). Dieses Rad mit Nabenschaltung fährt sich wunderbar, aber es war für mich ein Therapierad. Das Fahrrad hätte ich auch mit einer Kettenschaltung an meine verringerten Kräfte anpassen können, aber Verschleiß an der Hinterradnabe und der Felge machten ein neues Laufrad erforderlich und die Alfine 11 gab es zum Sonderpreis.
Aber das Rad ist in meinen Augen nicht sportlich. War ja auch nicht gewollt.

Und so assoziiere ich Nabenschaltungen grundsätzlich nicht mit "sportlich". Allerdings ist die Nabenschaltung wartungsarm. Gerade auch weil die Kette zwar offen läuft, aber mit Kettenspanner.

Die Vorzüge der Kettenschaltung zeigt aber ein anderes Beispiel der heutigen Fahrradreparaturen.
Ich baute heute am Lastenrad die Schaltung um auf einer 11-Gang Kassette mit leichteren Berggängen (also größere Ritzel). Die Kassette war gebraucht. Ich hatte sogar noch die damit zuletzt genutzte Kette und diese wies keinen messbaren Verschleiß auf.
Bei der Probefahrt zeigte sich aber, das die beiden kleinsten Ritzel der Kassette verschlissen waren - die Kette rutschte dort durch. Nicht ungewöhnlich, saß diese Kassette doch früher an einem Pedelec und die Fahrer sind es gewohnt, dank Motorunterstützung fast überwiegend die großen Gänge zu fahren.
Ein zu starker Verschleiß im Getriebe einer Nabenschaltung macht diese zu Schrott. Die Kettenschaltung lässt sich aber einfach Instand setzen, denn die kleinen und schneller verschleißenden Ritzel kann man einzeln nachkaufen und leicht ersetzen.

Ist man also willens und fähig das Fahrrad zu pflegen und zu reparieren, geht das mit der Kettenschaltung preiswerter. ;)
 
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Liebe Freunde der alternativen Fortbewegung,

die Frage war nicht welche ist die beste, preiswerteste oder tollste Gangschaltung am Cargobike. Ich wollte auch keine Grabenkämpfe lostreten. Wenn ihr über solche Vergleiche und Meinungen und sonstiges gefühltes Wissen diskutieren wollt ohne Missionierungsabsicht, bin ich dabei. Doch Bitte, kapert nicht einen Thread und verfälscht den eigentlichen Inhalt bis auf Unkenntlichkeit. Wer eine Diskussion zu diesem Thema möchte, kann mich gerne dazu einladen. Ich erläutere gerne meine Beweggründe der Wahl.

Ahoi Karsten
 
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Man braucht ja einen Akku, diverse Kabel, ein Display... .

Ahoi Karsten
Dazu die Nabe, einen Akkuhalter, ein Ladegerät und eine Schalteinheit.
Das ganze ist recht einfach.
Ich hatte neulich ein Rad mit Alfine gesehen, das sah sehr smart aus. Externer Akku, Display (Ganganzeige) und RennradSchaltbremseinheit.
 
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@guinness das sind natürlich interessante Dokumente, aus denen man das benötigte Material herausfinden kann. Die kannte ich noch nicht. Nur bin ich überrascht, was die Komponenten alle so kosten. Jedes Teil, welches ich dafür brauche kostet um die 60€. Davon braucht man einige. Das übersteigt den Preis der Nabe um einiges, daher baue ich das Hinterrad mechanisch auf. Jedoch finde ich das elektrische Schalten sehr faszinierend und werde über Kurz oder Lang mir sowas an einem Rad aufbauen. Die Dokumente habe ich erst mal gesichert.
 
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