Der Werkstatt-Sammelthread

Achtung lassen Sie keine Knipex unbeaufsichtigt.
 

Anhänge

  • IMG_0899.jpeg
    IMG_0899.jpeg
    145,7 KB · Aufrufe: 92
Für meine improvisierte semi-mobile Werkstatt ohne dedizierte Werkbank musste ein besserer Schraubstock her, die Primärverwendung dafür ist das vorsichtige Einspannen von Naben um diese zu öffnen.

Ich habe auf dem Gebrauchtmarkt ein Set von Zyliss ("Profi King") erworben. Einem (ehemaligen) Schweizer Hersteller. Das war wohl in den 80/90ern der heiße Scheiß (insbesondere für Holzbearbeitung) und wurde auch auf Messen/Verkaufsveranstaltungen, Teleshopping verkauft. Auch nach UK, USA und Australien, Neuseeland exportiert (tlw. unter anderem Namen). Vermutlich von https://www.rexmetall.ch/ produziert, die es heute noch zu einem absurd hohen Preis anbieten (bzw. einen Nachfolger).

Heute haben viele das Glück, in Nachlässen, im Sperrmüll oder Gebrauchtwarenkaufhäusern günstig auf (mehr oder weniger komplette) Sets zu stoßen, ansonsten Kleinanzeigen oder eBay. Es muss noch sehr in den Kellern verbreitet sein, also keine Mondpreise zahlen.

Damalige Werbevideos (auch mit Zubehör, dass man heute nur noch schwer findet).
-
-
-

Deutschsprachiges Video:

Es gibt mehrere Versionen, bei den zuletzt vertriebenen gibt es die Funktion, per Tastendruck eine Backe von der Gewindespindel zu entkoppeln und von Hand am Werkstück anzulegen, über die Kurbel wird dann nur noch die endgültige Spannung durchgeführt. Die Tischbefestigung älterer Varianten klemmten erst ab Tischplattstärken von über 2 cm, den neueren reicht 1,5cm - natürlich kann man ein Stück Holz dazwischen legen etc.
 
Es muss noch sehr in den Kellern verbreitet sein, also keine Mondpreise zahlen.
Die werden öfters bei ebay für kleines Geld verkauft, das sind sie aber durchaus wert. Ein geschmiedeter Stahschraubstock ist was anderes, aber für das Arbeiten am Küchentisch oder besondere Spannsituationen ist sowas viel besser als nichts und relativ variabel. Meist sind die im Neuzustand, waren also nicht so übertrieben nützlich oder wurden eher als Impulskauf gekauft.

Noch mal etwas anders aber auch was für den Wohnungsbastler ist die Black&Decker Workmate. Die ersten Versionen aus den 70ern werden heute bei den Erstbesitzern oft nicht mehr benötigt und landen auf dem Markt. Das sind die mit den Alu- Streben. Die Workmates waren wohl insgesamt nützlicher und wurden echt verwendet. Die sind deshalb eher selten im Neuzustand, manchmal verrostet, vergammelt oder mit kiloweise Farbe drauf.
Die "Bankhaken" und Füße aus Kunststoff bekommt man heute noch als Ersatzteil günstig zu kaufen.
Die alten Workmates waren recht stabil und durch die Trittstufe kann man da recht kräftig dran arbeiten, weil man die Standfestigkeit mit dem Körpergewicht erhöht.
Dieses Modell ist gut: https://www.thewoodworkermag.com/early-origins-ubiquitous-black-decker-workmate
 
Der Workmate schaut aus wie ein Vorfahre der Wolfcraft-Werkbänke. Das ist halt vom Packmaß nochmal ne ganz andere Nummer. Den Zyliss kann man an einer Parkbank befestigen und Alu wiegt fast nichts.

Der überwiegende Teil der angebotenen Zyliss ist leider auch gebraucht. Nur wer 80-150€ hinlegt, bekommt noch einen neuwertigen. Aber das braucht man nicht.
 
Die Wolfcraft Werkbank ist ein auch schon lange erhältliches Konkurrenzprodukt. Die Workmate war wohl die erste ihrer Art und " Workmate" steht oft Synonym für alle Klappwerkbänke mit Schraubstockfunktion.
Gerade bei wenig Platz ein nützliches Stück Ausrüstung.
 
Die Wolfcraft Werkbank ist ein auch schon lange erhältliches Konkurrenzprodukt. Die Workmate war wohl die erste ihrer Art und " Workmate" steht oft Synonym für alle Klappwerkbänke mit Schraubstockfunktion.
Gerade bei wenig Platz ein nützliches Stück Ausrüstung.
Den (glaube das Modell Master 600) habe ich mir vor 3 Jahren für 20€ mit dem Bakfiets abgeholt, aber er hat keinen Schraubstock, nur die klemmbaren Holzblöcke.
 
Auf dem Zyliss steht nicht viel drauf, ohne den Markennamen und Bezug zu einem Neupreis kann man den "Schraubstock" in "gebraucht" mit etwas suchen billiger bekommen. So war das zumindest vor ein paar Jahren als ich meinen gesucht und gefunden habe. Das ist ja eher ein Universal-Leichtschraubstock mit Zusatzfunktionen, die Workmate eher eine klappbare Kleinhobelbank mit Spannfunktion. Meine drei Workmates waren alle umsonst, zwei Stück Kleinanzeigen-suche, eine zu verschenken am Straßenrand. Zwei davon sind zum Weitergeben an den Nachwuchs. Gerade in den Nomadenjahren jungen Menschen ist sowas praktisch, gebrauchte Möbel mit Anpassungsbedarf, wenig Platz, nur temporär.
Falls man mit so einer Workmate mehr Metallarbeiten machen möchte wäre es praktisch, sich einen richtigen Metallschraubstock mit einer hölzernen Grundplatte herzurichten, den man in den Spannbacken der Workmate einklemmen kann ohne sie zu demolieren.
Es gibt viele Workmate-Varianten oder clones, die man getrost dem hungrigen Maul des Sperrmüllwagens überlassen kann, man muss schon die guten Modelle wählen. Die Zyliss und clones gibt es in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten und Längen, die sind also nicht alle gleich.
 
eine Workmate aus 40*20*1,5 Stahlrohr, da könnte ich mir eine gewisse Grundbrauchbarkeit vorstellen, mit 25er Siebdruckplatte mindestens.
Sonst kann man besser frei auf dem Boden arbeiten...
Gruß Krischan
 
Auf dem Zyliss steht nicht viel drauf, ohne den Markennamen und Bezug zu einem Neupreis kann man den "Schraubstock" in "gebraucht" mit etwas suchen billiger bekommen. So war das zumindest vor ein paar Jahren als ich meinen gesucht und gefunden habe.

Das bezweifle ich. Ich habe zwei Wochen gesucht. Sämtliche Modelle sind damals von Rexmetal produziert worden, einmal für Zyliss und dann für 2-3 Direktvertriebs-Buden im Ausland. In D gibt es nur die Zyliss. Den gab es zuletzt als "Profi King" und "Profi King Plus" der letztere war breiter und kam mit Werkzeug zum Einspannen von Bohrmaschinen oder Drehfräsen. Den habe ich auch

Es gibt nicht ein Modell am Markt, dass der Konstruktion und Funktion nahe kommt. Workmate etc. ist ein kompeltt anderes Produkt. Nicht mal ein Schraubstock.
 
eine Honby-Bankzwinge? ;)
Vll hat @Rasende Badewanne recht, besser als nix...
Gruß Krischan
der ist recht günstig und für kleine spannereien ok

Der feine hätt sonst noch diese rohr-spanndinger für allgemeines..
 
der ist recht günstig und für kleine spannereien ok

Der feine hätt sonst noch diese rohr-spanndinger für allgemeines..
ist halt komplett anderes Produkt.
 
Ich wäre z.B. mit so einem Angebot: https://www.ebay.de/itm/397892012822 oder auch diesem hier https://www.ebay.de/itm/397736498266 zufrieden gewesen wenn ich nicht schon zwei davon hätte (einer bei K1 ausgelagert und auch in Benutzung).
Man kann damit recht große Sachen einspannen, wie in einen sehr großen Schraubstock. Spannt man sie so fest wie ein sehr großer Schraubstock das verträgt, dann bricht so ein Zyliss-Ding eben durch. Das sind Gussteile, die verformen sich nicht groß bevor sie brechen. Bei maßvoller Beanspruchung halten die durchaus, sie sind nur nicht narrensicher. Beim Arbeiten am Küchentisch ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht ob man das Werkstück mit dem Fuß festhält oder so einem Zyliss-Ding. Und in einer gut ausgestatteten Werkstatt gibt es hier und da mal eine besondere Spannsituation wo sowas gerade recht kommt.
Der Erfinder der Workmate hatte sich wohl zu Hause ordentlich Ärger eingehandelt weil er beim Absägen eines Bretts den Stuhl angesägt hat, den er als Unterlage benutzt hat. :giggle:
 
der ist recht günstig und für kleine spannereien ok
Auf Basis so eines "Tischlerschraubstocks" in schwererer Unterbauversion hatte ich die Hobelbank für meine Kinder gebaut. Das hat gut funktioniert und die Hobelbank habe ich gut weiterverkaufen können als sie da rausgewachsen sind.
Diese Rohrschraubzwingen hatte ich als seitliche Spannmöglichkeit für eine mobile dreibeinige Werkbank verwendet. Sehr praktisch war das aber nicht. Ich habe dann die Platte einer alten Kinderhobelbank auf das selbstgebaute Untergestell montiert, das ist prima. Zangen an einer Seite und der Stirnseite. Unten kräftige Querhölzer zum Stabilisieren ähnlich der Workmate, noch gut tragbar, ohne wackeln standfest durch die drei Beine. Ich muss nur noch den Typen dingsen der da immer sein Zeug nicht wegräumt... :rolleyes:

1778512574089.png
 
Wo ist er gebrochen?
An einem der Füße, in der Nähe der Gewindestange, wenn ich mich recht erinnere, ist schon ein paar Jahre her. Kann mir gut vorstellen, dass er da schon einen Defekt hatte und ich ihm erst den Rest gegeben habe…
Und ich weiß nicht, wieviel Gewalt er in seinem bisherigen Leben schon erleiden musste, gehe mal nicht davon aus, dass er nur für zarten Balsaholz-Modellbau verwendet wurde, sah schon gebraucht aus.
 
Zurück
Oben Unten