Der Werkstatt-Sammelthread

Google mal "Kubotan".
Das sind kurze, angespitzte Stäbe die meist zur "Selbstverteidigung" angeboten werden. Damit soll man auf den Angreifer einstechen und ihn so verletzen. Letztlich handelt es sich um stabile, metallene Kugelschreiber und es gibt auch Kubotane zu kaufen, die gleichzeitig auch Kugelschreiber sind.
Mit etwas Phantasie eignen sich viele Dinge als Waffe.
 
Ja, oder die Krücke von der Krankenkasse.
Es dürfte sehr viel leichter sein, ein legales Mittel zur Abwehr von Angriffen auszuwählen als eines zum Schälen seiner Apfelsine.

Was die Messer angeht: Kam es da nicht auch auf die Kombination von einhändig zu öffen und einrastend an?
 
Nein, das Einrasten spielt keine entscheidende Rolle. Beim Benutzen ist es natürlich von Vorteil, wenn die Klinge verriegelt wird und nicht nur von Federkraft in Position gehalten wird. Die Messer mit entsprechend starker Federmechanik lassen sich allerdings auch schwerer öffnen.
Bei einem Messer mit Sperrriegel (oft ein so genannter "Liner Lock") ist nur wenig Federkraft gegeben, damit die Klinge eingeklappt bleibt.
Es bedarf nur wenig Übung und dann kann man solch ein Messer auch ohne zweite Hand öffnen, indem man das Messer so hält, das der Klingenrücken nach unten zeigt und dann schwingt man die Hand kräftig in Form eines U. Das lässt sich durch ein gut geöltes Gelenk noch vereinfachen. Mit einem klassischen Schweizer Offiziersmesser bekommt man das nicht hin.
Also auch ein legales Messer für Zweihandöffnung kann manch Einer trotzdem mit nur einer Hand öffnen.

Ich persönlich glaube allerdings, das es nur wenige Situationen gibt, in denen es einen Unterschied macht, ob man nun eine oder drei Sekunden braucht, um eine Messerklinge zu entfalten. Die mittlerweile oft berichteten Messerangriffe erzählen meist von Menschen, die ein deutlich sichtbares Messer in einer Hand halten und damit auf andere Menschen hinzu rennen. Ob der Täter dieses Messer zuvor mit einer oder zwei Händen aufgefaltet hatte oder ob es sich um ein Küchenmesser handelte, spielt in der Berichterstattung und auch im Ergebnis keine Rolle.
Dazu kommen Berichte von Angriffen mit Macheten oder Schwertern, die in der Regel nicht Hosentaschentauglich sein dürften.
Zu meinem eingangs erwähnten Taschenmesser gab es beim Hersteller auch eine Beschreibung und in der war eine Rille und eine Aussparung zwischen dem Metall und dem Holz des Griffes erwähnt und es wurde erklärt das diese Aussparung es erleichtern würde, das Messer vom Blut zu reinigen (nachdem man einen Hirsch zerlegt hatte), da nicht wie sonst Blutränder zwischen Heft und Griffschale schwer erreichbar blieben.
In einer bedrohlichen Situation hätte ich, falls man Gelegenheit dazu hätte, also meine Waffe erklärt und wie leicht man sie reinigen könne.
So etwas macht sicher mehr Angst, als nur damit herum zu fuchteln. :eek:
 
Zuletzt bearbeitet:
So eine Diskussion wollte ich eigentlich nicht auslösen. Ich dachte, ich gebe den Link mal als Info und/oder nette Anekdote in den Werkzeugthread....
 
Sorry. Aber ich hab kürzlich Bilder gemacht, um zu inserieren. Ich hör aber hier auf mit spammen.
Na endlich wenigstens ein Laster, welches ich nicht auch teile! :cool:
Konnte Multitools noch nie viel abgewinnen und dieser ganze EDC-Hype der letzten paar Jahre läuft vollkommen unbewegt an mir vorbei.

Ich denke, dass wir uns so langsam wieder den 999 Promille anderer Werkzeuge als Messer zuwenden sollten...
Das würde ich begrüßen. Für solche Diskussionen gibts eigene fachspezifische Foren.
 
Hier zwei praktische Alltagswerkzeuge für unterwegs, seit Jahren bei mir gut bewährt:
1. Halter für mini-Pinzette aus Edelstahlstreifen aus Auto-Scheibenwischer und Zahnstocher aus Kabelbinder geschnitzt
2. Schraubendreher angelehnt an Schweizer Offiziersmesser, hergestellt aus billiger Schere

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Nehmen wir doch Kleindrehmaschinen für Fahrradbastler! :giggle:
Du bist ein boshafter Mensch!

Aber wenn du es schon ins Spiel bringst:
Der Werkzeugdiscounter HBM Machines aus den Niederlanden hat im Zuge seines jährlichen "Toolfest" gerade eine Mini-Drehbank für 400 Euro im Angebot. Keine Ahnung ob das was taugen kann, da können eventuell die Metallbauer hier im Forum was zu sagen.
 
...für eventuelle Tipps und Hinweise empfehle ich die "Zerspanungsbude"..
Zumindest kann man sich da eine grobe Meinung abholen. Im Endeffekt musst Du aber selbst entscheiden, denn die Anforderungen für den jeweiligen Nutzer sind sehr verschieden.
Ich habe auch mit einer sehr kleinen Maschine angefangen (Saupe SD300), nach etwas Erfahrung damit habe ich dann meine Schwerpunkte gesetzt. Muss dazusagen, dass ich auf Industrie-Maschinen gelernt habe, aber für den Hobbybereich ist das eine ganz andere Baustelle...
 
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