Das Schneemobil - ein Fahrrad für die Tage mit Schnee und Eis

Nach 2 Rutschern hat das Arbeitsrad nun die Marathon/GT 365 bekommen (und hinten eine neue Speiche).
Was soll ich sagen? Funktioniert. Statt vereister Wege 4 Grad und Regen.
:cool:
Den GT365 hatte ich mal testweise an einem unserer Räder im Betrieb raus. Schöner Reifen mit gutem Grip, aber durch die weiche Gummimischung leider schnell runter gefahren.

Hat da jemand eine Lösung für oder muss ich regelmäßigutwillig über Buckel fahren, damit das Licht frei wird?
Die Lowtech-Lösung wäre, einfach ein Stück stabiles Plastik zuschneiden und vorne dran pappen.
 
Ja, ich hatte das auch nur als reines Abenteuer in Erinnerung, war 6 Jahre alt und habe seinerzeit die existenzielle Krise nicht wirklich mitgeschnitten (gab ja durchaus mehr als zwei Dutzend Tote und hunderte Verletzte in Gesamtdeutschland):
- im selbstgebauten Iglo Tee trinken
- auf der Ostsee spazieren
- bei Gasheizungsausfall der Nachbarn gemütlich auf der Ofenbaank sitzen
- Schlitten und Gleitschuh fahren wie nie zuvor und niemals wieder
- Schnee bis zur Oberkannte der Haustürzarge und er Fenster
- ...

Ich bin ein Boomer der 70 iger, aber auch mit 8 Jahren hab ich das ganze Leid Drumherum natürlich nicht wahrgenommen.

Andererseits finde ich es aber erschreckend was heute für ein geschisse um ein bisschen Schnee gemacht wird, man muss ja froh sein wenn es überhaupt welchen gibt der auch mal liegen bleibt.
 
Heute war der erste Tag seit ich Spikereifen habe, an dem das Rad mit ungeräumten Straßen nicht klar kam.
Der Schnee war so trocken und dicht, dass das Rad nicht eingesunken ist, sondern wie auf feinem Sand gerutscht. Da haben auch 5cm gereicht... Insgesamt liegen vielleicht 10-15cm bei uns.
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Schön war es trotzdem
 
Heute morgen und Abend war es ein so schönes Fahren. Kaum Autos auf der Straße und die Handvoll die unterwegs war, fuhren sehr achtsam und hielten Abstand. Generell ist mir aufgefallen wie ruhig und entspannt eine Stadt plötzlich werden kann. Die Straßen leer und erstaunlich viele Menschen zu Fuß. Leute mit dem Fahrrad gab es aber auch nur zwei. Auch wenn ich weiß dass es für einige ein Problem ist, da hier weder Bus noch Züge fahren und selbst einige Straßen gesperrt worden sind. Ich liebe dieses Wetter.

Johannes
 

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Der Trick besteht darin, ein möglichst schweres Lastenrad zu nehmen!
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Ja genau. Ich habe Lebensballast mitgenommen zum Schwimmbad. Es waren exakt nur 10 Gäste und 2 Bademeister.

Die Lowtech-Lösung wäre, einfach ein Stück stabiles Plastik zuschneiden und vorne dran pappen.
Man kann sich natürlich einreden dass man so ein schönes Werkzeug wie ein 3d Drucker nicht benötigt. Ja, ein 3d Drucker ist ein WERKZEUG. Mal schauen wann du dir ein zu legst. :)
 
Auf Printables gibt es auch Druckerfiles für eine Verschlusskappe für Shimano EPxxx Akkus. Dann werden die Kontakte am Rad nicht naß, wenn man den Akku bei diesem Wetter nachlädt oder warmhalten will.

PS: man muss in Länge und Breite etwas nachjustieren, damit die Kappe nicht zu locker sitzt.
 
Ich bin ein Boomer der 70 iger, aber auch mit 8 Jahren hab ich das ganze Leid Drumherum natürlich nicht wahrgenommen.

Andererseits finde ich es aber erschreckend was heute für ein geschisse um ein bisschen Schnee gemacht wird, man muss ja froh sein wenn es überhaupt welchen gibt der auch mal liegen bleibt.
Absolut, in SH gab es in mehreren Kreisen Schulausfall und es war einfach nur: Winter.
 
Genau so, nur mit Nordsee :)
Und alle Kinder im Dorf mit Schlitten hinterm Trecker, der mit allen zusammen vorher aus einer Schneewehe gegraben wurde. Der war komplett weg, das war sehr eindrucksvoll für mich :)
Fahrt alle vorsichtig!
Hier bei uns fährt der Bauer auch seit Tagen mit bis zu 8 Schlitten durch die Gegend. Habe leider noch keine freien Platz erschascht, dafür aber meine Tochter. :D
 
Auch mit dem schweren haben wir nach 300m kapituliert.
Die wege sind wie Treibsand und die Schlittenhänge kahl geblasen... :rolleyes:
 

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Also mal die Perspektive der Großstadt. Ich war gestern auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg nach Hause herausgefordert.
Den Hinweg hatte ich schon erzählt. Ich arbeite bei einer Deutschschule und dort finden Freitags die Zertifizierungsprüfungen statt. 29 Personen waren angemeldet, an einer telc B1 Deutsch Prüfung teilzunehmen. Erschienen waren 16, 13 fehlten, das war wenig im Vergleich mit anderen Tagen, an denen durchaus mal 3-4 Teilnehmer nicht erscheinen. Betroffen waren besonders Teilnehmer von außerhalb Bremens, da viele Zugverbindungen ausfielen oder teils um Stunden verspätet waren.
Im laufe des Tages stellten dann in Bremen die Verkehrsbetriebe den Verkehr mit Bussen ein und mehrere Straßenbahnlinien fuhren teils nicht, teils Teilstrecken, weil Weichen durch Schnee verstopft und blockiert waren.
Als ich mich gegen 15:30Uhr auf den Heimweg machte, sah ich am Sielwall drei Straßenbahnen stehen. Eine Linie 10, die dort eigentlich abbiegt und dahinter die Linien 2 und 3 die geradeaus weiter fahren würden. Scheinbar versuchte man eine halbe Stunde lang die Weichen wieder gangbar zu machen, jedenfalls war das die angezeigte Verspätung. Schließlich fuhr die Linie 10 geradeaus weiter und umfuhr damit mehrere Haltestellen.
Ich stieg dort ein, obwohl mir die Linie 2 oder drei besser passten, denn ich wollte in die Obernstraße um zu meinem Rad zu gelangen. Die 10 endete dann eine Station vorher und ich musste über den Marktplatz. Nun, ich humpele und benötige an Treppen ein Geländer zum festhalten. Somit musste ich den Marktplatz umrunden und konnte ihn nicht queren, denn da war kein Weg frei geschaufelt. War schwierig, ging aber.
Das Rad erreichte ich, der Radweg war teilweise etwas geräumt (es schneite noch immer, aber nur leicht), teilweise der Gehweg. Irgendwo gings immer. Die große Kreuzung am Brill war dann unmöglich mit dem Rad zu queren, weil sich mehrere Schneehaufen der Räumfahrzeuge an den Straßenrändern und mitten auf der Straße türmten. Zwei Straßen weiter hatte ich Glück. Ich überlegte vorher, auf welcher Straßenseite ich besser durchkomme und entschied mich für die Linke, da musste ich kurz an den Rand ausweichen, denn ein Räumfahrzeug verringerte auf dem Radweg den Schnee. Dort war dann nicht frei, aber eine flache Spur.
Auf den letzten Metern vor der Konzernzentrale von Mondelez war dann plötzlich der Radweg nicht mehr geräumt und endete in einem Schneeberg. Ich umging diesen auf der geräumten Straße, Dann kämpfte ich mich nochmal etwa 200m über den verschneiten Radweg bis ich aus Trotz den Rest des Heimwegs von nur noch hundert Metern über die geräumte Straße radelte.
Zum Abend hin fuhren viele Buslinien wieder, die Straßenbahnen am Freitag kaum noch. Die Fernbahnen fahren erst seit Samstag wieder und der Bahn-Nahverkehr hatte mit teils unendlichen Verspätungen zu kämpfen. Teilweise war es für Fahrgäste schwierig, die Bahnhöfe zu erreichen.

Heute sind die Hauptstraßen frei geräumt, die Radwege ebenfalls. Wo nicht geräumt wurde, liegt durch Schneeverwehungen zwischen 5 und 30cm Schnee, geschneit hatte es 15cm feinkörnigen Pulverschnee.
 
Bei uns taut es jetzt wieder:(
Die letzten Tage sind wir zu Fuß mit Schlitten zur Schule gelaufen.

Heute habe ich es nach dem starken Schneefall zum ersten mal mit dem Bicicapace versucht.
Das ging erstaunlich gut auf dem angetauten Schnee und Eis.
Da macht sich das Gewicht und die kleinen Räder bezahlt.
Nur in den Spurrillen auf der Straße ohne Radweg war es schwierig zu fahren.

Direkt vor der Schule war leider alles durch Elterntaxis verstopft.
Da war selbst mit dem Fahrrad kaum durch zu kommen.
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