Das Problem, dass S-Pedelecs 45 km/h dürfen und Probleme, die damit zusammenhängen

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Das wird immer wieder behauptet, aber nie belegt. Hast Du da eine Quelle?
Dann wäre ein PKW auf dem Fußweg ja auch ohne Versicherung unterwegs - eher nicht.

Du verstößt mit dem Fahren auf dem Radweg gegen die STVO und somit gegen die Vertragsbedingungen der Haftpflichtversicherung. Somit hast Du, (so ziemlich) egal was passiert, mindestens eine Mitschuld.

Sollte sich ein Auto auf dem Fussweg bewegen, würde ich das gleiche erwarten. Ebenso im Fall, dass das Auto auf dem Fussweg geparkt ist und Dritte es beschädigt haben.
 
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Du verstößt mit dem Fahren auf dem Radweg gegen die STVO und somit gegen die Vertragsbedingungen der Haftpflichtversicherung. Somit hast Du, (so ziemlich) egal was passiert, mindestens eine Mitschuld.

Sollte sich ein Auto auf dem Fussweg bewegen, würde ich das gleiche erwarten. Ebenso im Fall, dass das Auto auf dem Fussweg geparkt ist und Dritte es beschädigt haben.
Ich meinte eine Quelle, keine persönlichen Erwartungen oder Meinungen.

Ein Verstoß gegen die StVO ist überhaupt kein Grund, dass deine Haftpflicht die Zahlung verweigert, genauso wenig eine Mitschuld.
Es geht da immer nur um den Schaden, den Du durch Dein Verschulden Dritten zufügst. Da passt auch das Beispiel mit dem Auto, das auf dem Gehweg parkt, nicht rein, das ist höchstens ein Kaskoschaden.

Mein Halbwissen: Die Haftpflicht kann z.B. bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit den Verursacher in Regress nehmen. Klassiker ist das Fahren unter Alkoholeinfluss oder das Tippen auf dem Handy. Ob das Fahren mit angemessener Geschwindigkeit auf einem Radweg dazu gehört, bezweifle ich. Ich vermute, dass das im Einzelfall vor Gericht geklärt werden müsste. Aber auch ich habe nicht genügend Ahnung und finde dazu auch keine Urteile im Netz, daher meine Hoffnung, statt der immer wiederkehrenden Vermutungen mal was konkretes zu lesen.
Meines Wissens, und auch belegbar ist die Höchstsumme aber 5000 Euro. https://www.haftpflicht-wissen.de/grobe-fahrlaessigkeit-kfz-haftpflicht-regress.html https://verkehrslexikon.de/Module/RegressBegrenzung.php. Es geht also, wenn ich das richtig sehe, um maximal 5000 Euro. Auch nicht so toll, aber immer noch weit von "ohne Versicherung" entfernt.

Wo man klare Aussagen findet: Beim Fahren mit einem getunten Pedelec besteht keinerlei Versicherungsschutz durch die Privathaftpflicht.
 
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Das ist meiner Erfahrung nach eine Illusion. Alles, was pedaliert, löst einen Überholzwang beim gemeinen Autofahrer aus.
Selbst mit meinem wirklich sehr schnellen STROMER ST5 (nach Tacho bis 48) werde ich waghalsigst überholt, selbst in der engen 30er-Zone.
Ähnliche Erfahrung. Letztens mit 38km/h in der 30er Zone, mittig auf der Fahrbahn. Dabei hat sich der PKW-Fahrer hinter mir (ein älterer Herr mit Hut) über mich scheinbar so echauffiert, weil ich in der Mitte der Fahrbahn fuhr, dass er volle Kanne über die rote Ampel sauste, an der ich brav stehenblieb. Gut, dass er niemanden umgebracht hat.
 
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die Pendants in freier Wildbahn eher gegenteiliges Verhalten an den Tag legen ;-))
Der Smiley macht das, was du schreibst, freilich auch nicht unbedingt erträglicher, aber es war ja nur ein lustiger "Seitenhieb".

Machen wir es doch lieber einmal hieb- und stichfest:
Wie viel muss man fahren, um überhaupt _einen einzigen_ S-Pedelecfahrer zu treffen, so wenige es gibt? Tage, Wochen, Monate? Und du extrapolierst von den paar Eumeln, die du mal hast rasen sehen, auf die Gesamtheit der ohnehin verschwindend geringen Anzahl von S-Pedelec-Fahrern? Oder verwechselst du S-Pedelecs gar mit wirklich rücksichtslosen Tunern, die ihr 25er-Pedelec "aufgemacht" haben und damit gleich mehrere Straftaten begehen? Das ist für mich genau das Gleiche wie die ewige Litanei der Autofahrer, "die" Radfahrer hielten sich "alle" sowieso "nie" an die Verkehrsregeln, zahlten "keine Steuern" und sollten mal einen Führerschein machen und überhaupt: "K E N N Z E I C H E N P F L I C H T".
Wahlweise: "die" Rennrad-, Motorrad-, Elektroroller-, Porsche-, Dingsbumsfahrer ...
 
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Mein Halbwissen: Die Haftpflicht kann z.B. bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit den Verursacher in Regress nehmen. Klassiker ist das Fahren unter Alkoholeinfluss oder das Tippen auf dem Handy. Ob das Fahren mit angemessener Geschwindigkeit auf einem Radweg dazu gehört, bezweifle ich.

Okay. Dann kommt zwangsläufig die Fragen auf: Was ist angepasste Geschwindigkeit?
Ist das Fahren eines S-Pedelecs auf dem Radweg Vorsatz oder grob fahrlässig?
 
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Mein Halbwissen: Die Haftpflicht kann z.B. bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit den Verursacher in Regress nehmen. Klassiker ist das Fahren unter Alkoholeinfluss oder das Tippen auf dem Handy. Ob das Fahren mit angemessener Geschwindigkeit auf einem Radweg dazu gehört, bezweifle ich.

Doppelpost.
 
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Okay. Dann kommt zwangsläufig die Fragen auf: Was ist angepasste Geschwindigkeit?
Ist das Fahren eines S-Pedelecs auf dem Radweg Vorsatz oder grob fahrlässig?
Vorsatz wäre es, wenn Du jemanden mit Absicht umfährst.

Angepasste Geschwindigkeit: Das ist ja keine S-Pedelec-spezifische Frage und in der StVO relativ klar geregelt:

"Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann."

Alles andere ist Spekulation und führt hier zu keinem weiteren Erkenntnisgewinn.
Dass man als S-Pedeler auf Radwegen ohne Versicherer unterwegs ist, ist dann ja etwas, dass jeder für sich und mit sich selbst klären muss...
Wäre jedenfalls schön, wenn so was als Meinung oder Vermutung, und nicht als Tatsache formuliert wäre.
 
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Der Smiley macht das, was du schreibst, freilich auch nicht unbedingt erträglicher, aber es war ja nur ein lustiger "Seitenhieb".

Machen wir es doch lieber einmal hieb- und stichfest:
Wie viel muss man fahren, um überhaupt _einen einzigen_ S-Pedelecfahrer zu treffen, so wenige es gibt? Tage, Wochen, Monate? Und du extrapolierst von den paar Eumeln, die du mal hast rasen sehen, auf die Gesamtheit der ohnehin verschwindend geringen Anzahl von S-Pedelec-Fahrern? Oder verwechselst du S-Pedelecs gar mit wirklich rücksichtslosen Tunern, die ihr 25er-Pedelec "aufgemacht" haben und damit gleich mehrere Straftaten begehen? Das ist für mich genau das Gleiche wie die ewige Litanei der Autofahrer, "die" Radfahrer hielten sich "alle" sowieso "nie" an die Verkehrsregeln, zahlten "keine Steuern" und sollten mal einen Führerschein machen und überhaupt: "K E N N Z E I C H E N P F L I C H T".
Wahlweise: "die" Rennrad-, Motorrad-, Elektroroller-, Porsche-, Dingsbumsfahrer ...

Hier sprichst Du ein tatsächliches Problem an. Die Zahl der S-Pedeler ist so gering, dass statistisch verwertbare Aussagen so gut wie unmöglich sind.
Das gilt natürlich in beide Richtungen: Wieviele S-Pedeler gibt es denn hier im Forum? Aus der derzeitigen Diskussion schätze ich mal: Drei. Und ich glaube sogar, dass diese sich draußen ihren Worten gemäß verhalten. S-Pedeler, die mir "draußen" negativ aufgefallen sind: Ich schätze im letzten Jahr so 7-8 (mit Kennzeichen). Also mehr. Beide Zahlen sind zugegeben zu gering, um eine hieb- und stichfeste Aussage zu treffen.

Es geht mir auch generell weniger darum, S-Pedelecer um jeden Preis auf die Strasse zu zwingen oder ihnen Böses nachzusagen. Fahrt auf dem Radweg, wenn Ihr es für sicherer haltet- ich werde Euch nicht deswegen hinhängen. Verhaltet Euch entsprechend und ich bin zufrieden.
 
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Das ist meiner Erfahrung nach eine Illusion. Alles, was pedaliert, löst einen Überholzwang beim gemeinen Autofahrer aus.
Selbst mit meinem wirklich sehr schnellen STROMER ST5 (nach Tacho bis 48) werde ich waghalsigst überholt, selbst in der engen 30er-Zone.
Feiner Unterschied ob es nur keinen Grund mehr gibt, eigentlich, oder ob sie es trotzdem noch tun ;) Allerdings könnte es einen kleinen Unterschied machen, ob das Pedelec ein "bauartbedingtes Verkehrshindernis" wegen 25 bei 30 erlaubt ist oder nicht.

Nur gebe ich mich genau wie @cubernaut keinen Illusionen hin, dass nicht doch der Überholzwang sich bei vielen weiter Bahn bricht. Deshalb wünsche ich mir entweder automatische Geschwindigkeitseinhaltung bei Autos, gerne auch mit geofencing, oder verschärfte Kontrollen und Strafen. Kommt davon wenn man seinen Kindern das Sams vorliest, da bekommt man Wunschfantasien...
 
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Der Smiley macht das, was du schreibst, freilich auch nicht unbedingt erträglicher, aber es war ja nur ein lustiger "Seitenhieb".

Machen wir es doch lieber einmal hieb- und stichfest:
Wie viel muss man fahren, um überhaupt _einen einzigen_ S-Pedelecfahrer zu treffen, so wenige es gibt? Tage, Wochen, Monate? Und du extrapolierst von den paar Eumeln, die du mal hast rasen sehen, auf die Gesamtheit der ohnehin verschwindend geringen Anzahl von S-Pedelec-Fahrern? Oder verwechselst du S-Pedelecs gar mit wirklich rücksichtslosen Tunern, die ihr 25er-Pedelec "aufgemacht" haben und damit gleich mehrere Straftaten begehen? Das ist für mich genau das Gleiche wie die ewige Litanei der Autofahrer, "die" Radfahrer hielten sich "alle" sowieso "nie" an die Verkehrsregeln, zahlten "keine Steuern" und sollten mal einen Führerschein machen und überhaupt: "K E N N Z E I C H E N P F L I C H T".
Wahlweise: "die" Rennrad-, Motorrad-, Elektroroller-, Porsche-, Dingsbumsfahrer ...
Doppellike!!!!

Genau aus dem Grund bin ich aus dem ADFC ausgetreten, als in der MITGLIEDERzeitschrift irgendwann ein Artikel erschien, in dem Rentner mit E-Bikes und Familien und "durchschnittliche" Radfahrer als die Guten bezeichnet wurden und die Rennrad-, Fixie- und Singlespeedfahrer*innen als die, die sich an keine Regeln halten und ständig über rote Ampeln fahren.
So nach dem Motto, je reißen wir uns doch bitte alle mal zusammen und verhalten uns brav, damit uns keiner dumm kommen kann. Derart viele Schubladen in einem Lobbyverband fand ich krass ... weg war ich. Man stelle sich vor, der ADAC machte sowas? UNVORSTELLBAR.

Es nervt, aufgrund des Fehlverhaltens wirklich Einzelner immer so in die Haftung genommen zu werden. Eigentlich nennt sich das schlicht Gesellschaft und da verhalten sich eben nicht alle konform, aber das Gefährt ist sch...egal.
Valide Zahlen haben die Kritiker hier im Thread noch nie gebracht, lediglich Vorurteile und persönliche Mutmaßungen.
 
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Feiner Unterschied ob es nur keinen Grund mehr gibt, eigentlich, oder ob sie es trotzdem noch tun ;) Allerdings könnte es einen kleinen Unterschied machen, ob das Pedelec ein "bauartbedingtes Verkehrshindernis" wegen 25 bei 30 erlaubt ist oder nicht.

Nur gebe ich mich genau wie @cubernaut keinen Illusionen hin, dass nicht doch der Überholzwang sich bei vielen weiter Bahn bricht. Deshalb wünsche ich mir entweder automatische Geschwindigkeitseinhaltung bei Autos, gerne auch mit geofencing, oder verschärfte Kontrollen und Strafen. Kommt davon wenn man seinen Kindern das Sams vorliest, da bekommt man Wunschfantasien...
Der Unterschied ist mir bewusst, aber das ändert mutmaßlich, wie du ja auch ausführst, tatsächlich nichts an der Praxis. Schraub an ein 170-PS-Motorrad Kurbeln und pedaliere - Autofahrer werden dich überholen (wollen).
 
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Ist aber nicht nur für Fahrräder eingebaut. Der Überholreflex greift auch bei Kleinkrafträdern mit dem kleinem Kennzeichen.

Habe ich schon die Geschichte erzählt als ich mit der Simson meine 60km/h in der Stadt gefahren bin und als mich der PKW hinter mir natürlich überholen MUSSTE und dabei geblitzt wurde?
Ach habe ich gelacht :D
 
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Habe ich schon die Geschichte erzählt als ich mit der Simson meine 60km/h in der Stadt gefahren bin und als mich der PKW hinter mir natürlich überholen MUSSTE und dabei geblitzt wurde?
Zu schnell innerhalb der geschlossenen Ortschaft? Bis 10 km/h zu schnell sind 30 Euro Bußgeld, immerhin kein Punkt. Bitte zeige den Fehlverhalten bei der Rennleitung umgehend an.;)
 
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Sinnloses Überholen erlebe ich auch oft noch vor roten Ampeln. Meistens fahren sie dann auch ganz rechts ran. Ist mir eigentlich lieber, dann habe ich links genug Platz um vorbeizufahren. Einmal hat sich eine Frau schön die Alufelgen am Bordstein zerkratzt.
Den Hügel vom Grunewaldturm fahre ich auch gerne mit 50 runter, obwohl in der ganzen Straße nur höchstens 30 erlaubt ist. Dort werde ich auch noch überholt. Einen Blitzer habe ich dort noch nie gesehen.
 
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Tatsächlich täte bei den SPeds eine generelle Änderung Not, gerade was auch die Nutzung von Waldwegen angeht - andererseits kämen dann u.U. weitere L-Klasse-Fahrer auf die Idee, ähnliches für sich reklamieren. Wenn tatsächlich für SPeds eine Geschwindigkeitsregelung käme, wäre auch die Frage, warum die nur für diese gelten sollte. In anderen EU-Ländern gibts sowas ja bereits. Ich persönlich als Fahrer von Liegen und VM wäre da nicht so begeistert.
Eine wirklich gute Lösung sehe ich auf Anhieb bisher nicht.

Helmut, du wärst einer der wenigen, der in Foren bei mir auf eine Ignorierliste kommen würde.
Wer ist eigentlich Helmut? :D
 
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Ist aber nicht nur für Fahrräder eingebaut. Der Überholreflex greift auch bei Kleinkrafträdern mit dem kleinem Kennzeichen.

Habe ich schon die Geschichte erzählt als ich mit der Simson meine 60km/h in der Stadt gefahren bin und als mich der PKW hinter mir natürlich überholen MUSSTE und dabei geblitzt wurde?
Ach habe ich gelacht :D
Das heißt neudeutsch "instant karma" und ist zugegebenermaßen ein herrliches, ja erhebendes Gefühl.
 
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Nachdem jetzt intensiv über Radwege diskutiert wurde:

Wie sehen die S-Pedeler unter uns denn die anderen "Nachteile" des S-Pedelec:
- Führerscheinpflicht?
- Helmpflicht?
- eingeschränkte Komponentenwahl?
- ?
Führerscheinpflicht
Die Dinger sind deutlich schneller als ein normales Biobike, ich finde einen Führerschein dafür OK.

Helmpflicht
Sehe ich nicht als Nachteil.

Eingeschränkte Komponentenwahl
Ist ein Problem. Vor allem, wenn man sieht, dass manche Komponenten in einer (in meinem Fall) R&M-Version aufgelegt werden, die nicht im freien Handel sind. Da halte ich es durchaus für fraglich auch in 10 Jahren zugelassene Komponenten ohne Schwierigkeiten zu bekommen.
 
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