Das Problem, dass S-Pedelecs 45 km/h dürfen und Probleme, die damit zusammenhängen

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Nachdem ich im Nachbarthread "Er"fahr"ungsbericht R & M Load 75 rohloff HS" mit meinem Geständnis, damit auch auf Radwegen zu fahren, eine ziemliche Lawine "losgetreten" haben, möchte ich diesen Thread für die Problematik nutzen, die sich daraus ergibt, dass HS-Versionen 45 km/h schnell sind.

Damit ergibt sich das Problem, dass sie nicht auf Radwegen unterwegs sein dürfen. Ein weiterer Punkt wäre erhöhter Verschleiß gegenüber der 25er-Version.

Ring frei.


 
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Jup, schwieriges Thema. Aber nach euerer Meinung darf dann auch der Roller Fahrer auf den Radweg, weil ja 45 bekanntlich zu wenig ist ...
Aber der tritt ja nicht selber ...

Darf er auch nicht. Sieht man hier (Emsland, B213) aber auch regelmäßig. Der Radweg entlang der E233/B213 ist wenig befahren.
 
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Ich kenne diese Diskussionen "drüben" auch. Habe vor einiger Zeit einmal eine Dame auf einem S-Pedelec angesprochen, ob sie schon einmal von der Rennleitung deswegen Probleme hatte. Das verneinte sie. In der Stadt fährt sie bevorzugt auf den Radwegen, besonderes an mehrspurigen Hauptstraßen. Allerdings dann halt etwas langsamer im üblichen Fahrradtempo. Die Lage ist halt immer so: wenn man sich nicht benimmt wie ein Arsch, dann meckert niemand.
 
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Dann wäre auch der Porsche in der 30er-Zone OK, jedenfalls was das Tempo angeht.
Das ist ja der Witz: jeder Porsche darf in jede 30er Zone, so wie jedes andere Auto. Obwohl bei jedem Auto die Höchstgeschwindigkeit über 30 liegt, und oft genug unter Beweis gestellt wurde dass diese Möglichkeit schneller zu fahren bei vielen zu schnellerem Fahren führt.

Aber Autofahrern traut man zu sich an die Regeln zu halten, Fahrradfahrern anscheinend nicht.

Man könnte ohne weiteres einführen dass S-Pedelecs auf Radwegen nur bis 25 unterstützt fahren dürfen, so wie normale Pedelecs. Dann noch ein Radweg/Innenstadt Knopf am Display der den entsprechenden Fahrmodus aufruft, und der Drops ist gelutscht.
 
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Früher habe ich auch allergisch auf S-Pedelcfahrer, die auf Radwegen fahren, reagiert. Das lag daran, dass ich genau wegen dieser Regel ein S-Pedelec für mich ausgeschlossen habe. Und dann kommt jemand, der die Regel ignoriert und den Vorteil eines S-Pedelecs hat. War ein no-go für mich.

Mittlerweile bin ich da nicht mehr so streng / verbohrt / fanatisch. Das liegt zum Großteil daran, dass ich mal über drei Wochen drei verschiedese S-Pedelecs geliehen habe (zwei Loads, ein nicht-Lasti). Die Erfahrung damit war vor allem, dass eine umsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise das Miteinander auf Strassen und Gehwegen bestimmt. Eine angemesse Wahl des Fahrstils und des Untergrunds (Radweg / Strasse) ist also für mich sehr wichtig.
Somit habe ich mich dazu entschieden ein grösseres Problem mit rücksichtslosen Radfahrern als mit S-Pedelecfahrern auf Radwegen zu haben.

Wir könnten sowas auch mal über Geisterradler diskutieren.
 
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Somit habe ich mich dazu entschieden ein grösseres Problem mit rücksichtslosen Radfahrern als mit S-Pedelecfahrern auf Radwegen zu haben.
Hier auf dem platten Land sind es nicht die vorsätzlich rücksichtslosen Radler, sondern eher die Gedankenlosen. Typischerweise TerroristenTouristengruppen, 12 bis 15 Leute, meist Rentner. Die genießen die neue Freiheit, die ein E-Bike liefert nebeneinander fahrend.

Leider sind die Radwege entlang der Landstraßen meist nur auf einer Seite, dafür in beiden Richtungen freigegeben. Kommt dir so eine Gruppe entgegen, schaffen es die ersten 2 Paare, sich wieder hintereinander aufzureihen. Die restlichen 10 sind überrascht, dass da Gegenverkehr kommt. Und da mache ich ihnen nicht einmal einen Vorwurf. Es ist schön, bei gutem Wetter in einer Gruppe palavernd durch die Lande zu rollen.

Wenn ich mit dem Hund vorweg Jöring fahre, halte ich entweder auf dem Grünstreifen an oder weiche rechtzeitig auf die Straße aus.

Ruhe is und alle sind glücklich.
 
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In den USA ist meiner Meinung nach nicht unbedingt vieles besser. Die Pedelec Regelung eindeutig schon.


Hätten wir in D/EU 20 Meilen/h = 32 km/h würden bestimmt viel weniger Leute ihr Pedelec illegal tunen.

Ob man sich dann noch ein S-Pedelec, mit 45km/h und Sonderregeln, kaufen würde wage ich auch zu bezweifeln.
 
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Das kommt einfach aus Zeiten, in denen alte knatternde Motorbetriebene Mofas etc. am Start waren. Mit einem S-Pedelec auf der Landstraße zu fahren oder gar im dichten Stadtverkehr, gleicht auch einem Selbstmordkommando. Oder man ist einfach lebensmüde. Ich fahre kein S-Pedelec, da mir die Einschränkungen zu hart sind. Aber warum ein Fahrrad nicht auf dem Fahrradweg fahren darf ist für mich völlig unnachvollziehbar.
 
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cubernaut schrieb:
Das stimmt aber auch nicht ganz. Es gibt eine "Inse"l in Deutschland, wo du das leghal darfst: https://nationaler-radverkehrsplan....bingen-gibt-den-ersten-radweg-fuer-s-pedelecs
OK, klingt vernünftig. Das Boris Palmer das Schild persönlich angeschraubt hat, naja.. Das er allerdings den Vergleich mit dem Porsche bringt find ich einfach nur beknackt.
Ein zugelassenes KFZ darf auf der Straße fahren, welche Geschwindigkeitsbegrenzung auch immer gilt, ob 60 oder 400 km/h eingetragene Höchstgeschwindigkeit spielt keine Rolle. Für Autobahnen mehr als 60, ich weiß.

Fahrräder dürfen den Radweg benutzen. S-Pedelecs sind nun mal rechtlich keine Fahrräder (mehr) sondern zulassungspflichtige Kleinkrafträder.

Wenn die Tübinger Tunnel Lösung Bundesweit kommt find Ichs ok, kauf ich mir eben auch so nen Speed Hobel. Vorher sicher nicht weil ich keine Lust habe Moped zu fahren, auf Radwegen illegal unterwegs zu sein und im Falle des Falles die A..Karte gezogen zu haben. Außerdem trage ich keinen Helm...

xchrizx schrieb:
Schon allein gegenüber dem Beitragsersteller ist so etwas unangemessen.
Sorry, aber lies mal den Eröffnungs Beitrag zum neuen Bike: "Radweg, Radwege entlang der Landstraßen, ich werde fast ausschließlich außerorts Radwege fahren..." Also von ganz ungefähr kommt das jetzt auch nicht.
 
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Unabhängig von allen anderen Argumenten haben S-Peds auf Radwegen einen Vorteil: Sie sind im Regelfall haftpflichtversichert (und selbst wenn nicht, gibts nen Extratopf der Versicherungswirtschaft für den Fall).
 
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Hab gestern ne neue Privat Haftpflicht abgeschlossen: :giggle:

-Fahrräder, Pedelecs und Elektrofahrräder:

-Versichert sind Schadensersatzansprüche gegen Sie als Radfahrer. Als Fahrrad gilt auch ein Pedelec bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, unabhängig, ob eine Anfahrhilfe besteht.

-Schäden, die durch den Gebrauch eines versicherungspflichtigen Pedelecs oder Elektrofahrrads verursacht werden, sind nicht versichert und auch nicht versicherbar.


Edit: Wenn ein S-Pedelec illegal auf dem Radweg fährt wird die Versicherung sich wohl sehr stark darum bemühen den Schaden nicht zu regulieren...
 
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Edit: Wenn ein S-Pedelec illegal auf dem Radweg fährt wird die Versicherung sich wohl sehr stark darum bemühen den Schaden nicht zu regulieren...
Nach meinem Kenntnisstand muss erstmal reguliert werden, dass sich die Versicherung danach an Demjenigen schadlos halten wollen wird, ist ne andere Baustelle. Sonst könnte sich ne KFZ-Haftpflicht ja bei jedem StVO-Verstoß rausreden.
 
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Ich fahre jetzt seit 2 Jahren S-Pedelec und Pendel damit von Osnabrück nach Hilter ca 25km der Weg führt durch die Stadt, Land- und Nebenstraßen. In der Stadt fahre ich auf der Straße, außer ich bin mit meiner Familie unterwegs dann mit 10-20 km/h. Autofahrer verstehen nicht, dass ein S-Pedelec auf die Straße gehört. Nebenstraßen sind meist ohne Radweg also keine Möglichkeit.
Auf dem Weg ist eine Landstraße mit 70-100 km/h und Rad- und Fußweg. Den nutze ich da die Geschwindigkeitunterschiede schon erheblich ist. Der Weg ist nicht hochfrequentiert, natürlich verhalte ich mich Rücksichtsvoll wenn ich jemanden begegne. Die Rennleitung hat mich auch mehrfach gesehen hat aber nicht eingegriffen.
Ich kann jeden verstehen der sagt: „Du gehörst nicht hier hin“. Anders herum fahre ich mit dem Rennrad ähnlich Geschwindigkeiten auf den Weg. Auf der Landstraße halte ich es für sehr gefährlich.
Ich würde mir Wünschen, dass man legal die Wege an Landstraßen benutzen darf. In anderen Ländern ist es auch möglich. Es ist sehr Schade, dass S-Pedelecs diesen schweren Stand haben.
 
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Nach meinem Kenntnisstand muss erstmal reguliert werden, dass sich die Versicherung danach an Demjenigen schadlos halten wollen wird, ist ne andere Baustelle. Sonst könnte sich ne KFZ-Haftpflicht ja bei jedem StVO-Verstoß rausreden.


Ja... stimmt, die Versicherung wird dem Gegener den Schaden regulieren müssen. Sie wird sich das Geld nur beim S-Pedelcfahrer wiederholen. Ahnlich ist das, wenn Autos so geparkt werden, das sie andere behindern, und es dadurch zu einem Schaden kommt. Die Versicherung zahlt den Schaden des Gegners, und holt sich das eim Versicherten wieder, weil er den Schaden billigend in Kauf genommen hat.

S-Pedelecs diesen schweren Stand haben.
Neee... S-Pedelecs haben kein schweren Stand, sie haben oft nur recht merkwürdig veranlagte Fahrer. Kaufen sich son Teil obwohl sie wissen das es gefährlich ist, und meinen, das sie um sich zu schützen andere gefährden dürfen.

:) Helmut
 
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Neee... S-Pedelecs haben kein schweren Stand, sie haben oft nur recht merkwürdig veranlagte Fahrer. Kaufen sich son Teil obwohl sie wissen das es gefährlich ist, und meinen, das sie um sich zu schützen andere gefährden dürfen.

:) Helmut
Interessant was du zwischen den Zeilen liest. Was ist am S-Pedelec gefährlich? Woran machst du es fest, dass S-Pedelecfahrer andere gefährden?
 
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Interessant was du zwischen den Zeilen liest. Was ist am S-Pedelec gefährlich? Woran machst du es fest, dass S-Pedelecfahrer andere gefährden?

An dem was S-PedelecFahrer hier schreiben... : Das ihnen das Fahren auf der Landstraße zu gefährlich ist. Dat dumme is nur, das man das doch vor dem Kauf schon weis, das das so ist. Wenn man mit 30 mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt wird man mit 50 oder schneller eng überholt, warum sollte das wenn man 45 fährt anders sein ? Einfach gesagt muß man sich dumm stellen, wenn man ein S-Pedele kauft, oder gleich den Vorsatz haben, sich nicht an die STVO zu halten.

Bei vielen, um nicht zu sagen den meisten S-Pedelecnutzern steckt "mehr Großmannsgehabe" dahinter, als das es irgendwie um Okoklogie geht... oder was war nochmal der Grund für die Erfindung der Dinger ? Wer mit einem PKW auf dicke Hose machen will kauft sich zum Brötchen holen einen dicken SUV.... wer "als Radfahrer" so drauf ist, ein S-Pedelec. Ick will so schnell fahren... aber doch nich auf der Straße....dat is zu gefährlich...fahr ich halt auf dem Radweg, und mach das leben für andere gefährlich.

WEnn die Rennleitung konsequenter auf Abstandsverstöße reagieren würde, würde sich kein PKW Fahrer trauen ein auf der Straße fahrendes S-Pedelec zu eng zu überholen.. eher dahinter bleiben.... so würde sich das von selber gefahrloser regulieren, als wenn die Rennleitung S-Pedelecfahrer auf Radwege schickt, und nix dagegen tut wenn sie sie da nicht an Regeln halten. Soll mir ein Rennleiter doch mal zeigen, wie ein Kraftfahrzeugführer auf einem 1,50 breiten Radweg ein Fahrrad regelgerecht überholen kann.

Das S-Pedelefahrer auf gut genutzen Radwegen schneller fahren als alle anderen, zeigt das von ihnen ein Risiko ausgeht. Wie in der anderen Diskussiion schon geschrieben :

Hier haben Leute mal beim Sperrmüll Bobbycars und co. gesammelt, damit die Kinder in deren Hofeinfahrt damit spielen. Wenn dann eine laut röhrende vor Fehlzündungen bebende Potzenstütze trotz Zone 30 vorbeigeflogen kommt, schiebt der Zufall bestimmt gerade Überstunden, und es kuller son Ding von alleine ohne Kind auf die Straße. Ähnlich wird es wohl S-Pedelcfahrern ergehen, die doch so rücksichtsvoll auf Radwegen an nicht einsehbaren Hauseinfahrten oder Einmündungen vorbei rasen. Ob der Notarzt schneller kommt wenn die Polizei das S-Pedelc auf dem Radweg fahren läßt ?

Sorry,... aber bei den Argumenten in Sachen S-Pedelecs auf Radwege werden früher oder später solche Lösungen für Klarheit sorgen, wenn bei einigen kein Verstand nachwächst.

:) Helmut
 
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