Das Platzen der Blase - insolvente Lastenradradhersteller

Der Kunde kauft gerne billig... und bei allem gilt eben Sklavenarbeit und niedrige Umwelt- und Sozialstandards gehen "leider" nicht in Eropa.
Regional einkaufen mit Bezug zur Herstellerfirma, nahezu unmöglich.
 
wenn ich das 450 Watt Panel für unter 50€ aus China bekomme,
dann wurde es halt in China subventioniert -
ab Lager Niederlande
bringt dann dem Holländer (mit Schlitzaugen? ;) ) und mit Briefkasten in Singapur oder auf den Kayman-Inseln noch die nötige Rendite, aber für die Gesellschaft hüben wie drüben nix. Darüber sollte jede/r und ntürlich insbesondere Politiker verstärkt nachdenken....
 
Wieso sollte ich deutsche Preise zahlen, wenn ich das 450 Watt Panel für unter 50€ aus China bekomme, ab Lager Niederlande?
Wenn man will, kann man sein Rad auch komplett in DE oder EU fertigen lassen.
Viele (ich auch) sind nur zu bequem oder gedankenlos.
Bullitt, Riese&Müller, Omnium, usw... (auch mein Stevens und mein Triobike) erhalten ihre Rahmen auch aus Fernost und haben hier nur die Endmontage mit dann auch nur teilweise Komponten aus europäischer Fertigung.
Löbliche Gegenbeispiele sind da z.B. Muli.
Oder die neu entstehenden Bike Valleys in Europa:
 
die neu entstehenden Bike Valleys in Europa:
können nur mit politischem Willen entstehen - wie alles andere auch: wenn reaktionäre Kräfte Innovation nicht nur verhindern, sondern geradezu bekämpfen, wird das Neue halt wo anders gemacht.
 
Für die internationalen Handelsbeziehungen wäre es wohl der ausgewogenste Zustand wenn die im- und exportierten Werte im Gleichgewicht sind. Wir müssen also nicht alles selber herstellen, was wir benörigen. Aber bei technologisch anspruchsvollen für uns kritischen Produkten sind mir Abhängigkeiten unbehaglich.
Photovoltaik sehe ich in diesem Bereich, Fahrradrahmen nicht. Bei Photovoltaik finde ich es auch deshalb erstrebenswert weil wir maßgeblich zur Entwicklung beigetragen haben.
 
Ein Fahrrad ist ein emotionales Thema. da gehe ich anders ran als an ein Solarpanel. Das muss Geld verdienen.
 
Passt wohl auch hier rein. Auf den ersten Blick wirkt es so, als ob über 25% des Fehlbetrages allein durch Importzölle und Schadenersatzforderungen/Versicherungen zustande kommen, letztere könnten natürlich durch die brennenden Akkus entstanden sein.
 
Wenn man will, kann man sein Rad auch komplett in DE oder EU fertigen lassen.
Viele (ich auch) sind nur zu bequem oder gedankenlos.
Bullitt, Riese&Müller, Omnium, usw... (auch mein Stevens und mein Triobike) erhalten ihre Rahmen auch aus Fernost und haben hier nur die Endmontage mit dann auch nur teilweise Komponten aus europäischer Fertigung.
Löbliche Gegenbeispiele sind da z.B. Muli.
Oder die neu entstehenden Bike Valleys in Europa:
Das ist alles löblich und gut, wenn in DE oder in der EU gefertig wird.
Und es gibt auch eine gewisse Nachfrage und einen Markt.
ABER: Wenn ich mir mal so anschaue (ohne zu urteilen, ich bin keinen Deut besser), wie das so im UTY Faden so abging und irgendwie keiner gefragt hat, wie die Produktionsbedingungen so waren/sind? .... Hauptsache Stahl ne.

Und überhaupt: Die Ausgangsmaterialien kommen ja auch irgendwo her, und eher zu einem kleinen Prozentsatz aus Europa. Vielleicht macht es ja auch Sinn, den Kram da zu verarbeiten, wo er produziert wird?

Zumal es in Fernorst eine gewisse Tradition -mittlerweile- in der Fertigungen von Rädern und Teilen gibt.
Das muss ja nicht alles schlecht sein bzw. da leben auch Familien von?

Kommt halt immer auf die Produktionsbedingungen an und Globalisierung ist ja per se nichts schlechtes, auch wenn Populisten das nun behaupten.
Wenn ich mir meine "nachhaltigen" Klamotten so anschauen (KOI, Knowledge Cotton etc.), so steht da seltenst "Made in Europe oder Tschörmany" drauf, aber zumindest schaut der Hersteller nach einer fairen Lieferkette, gewissen Standards und Umweltbedingungen.

Und ob muli die tollen Stahlrahmen jetzt per Roboter in D-land schweißt und da vielleicht zwei Leute arbeiten oder nicht?

Was will ich sagen bzw. TLDR:

Die Fertigung in DE oder der EU heißt nicht zwingend, dass das auch ein ethisch tolles Produkt ist. Es kann super sein, muli hat das echt prima gemacht, muss aber nicht so sein. UND R&M baut da gerade was in Portugal auf bzw. hat die Marktmacht, aber gewisse Margen sind denen schon noch wichtig.
Bzw. auch ein Produkt aus Fernost "kann" tollen ethischen und sonst welchen Standards entsprechen.

Nur müssen wir Verbraucher, dass a) auch einfordern bzw. b) bereit sein, das zu zahlen (und den Kram auch lange nutzen) und vor allem

C) wenn die "Convenience" in Gefahr gerät nicht gleich ne billige Kopie von Mr Burns wählen?

PS: Und politischer Wille wäre auch schön, aber, wenn überhaupt ist der eher in anderen Ländern zu finden. Hier wird ja gerade die Automobilindustire "gerettet"
ich bin ja eher der Meinung, dass das der Todesstoß ist
 
Radkutsche schweißt in der Gegend von Tübingen oder läßt in der Tschechien schweißen (Rapid).
 
Das ist alles löblich und gut, wenn in DE oder in der EU gefertig wird.
Und es gibt auch eine gewisse Nachfrage und einen Markt.
ABER: Wenn ich mir mal so anschaue (ohne zu urteilen, ich bin keinen Deut besser), wie das so im UTY Faden so abging und irgendwie keiner gefragt hat, wie die Produktionsbedingungen so waren/sind? .... Hauptsache Stahl ne.

Und überhaupt: Die Ausgangsmaterialien kommen ja auch irgendwo her, und eher zu einem kleinen Prozentsatz aus Europa. Vielleicht macht es ja auch Sinn, den Kram da zu verarbeiten, wo er produziert wird?

Zumal es in Fernorst eine gewisse Tradition -mittlerweile- in der Fertigungen von Rädern und Teilen gibt.
Das muss ja nicht alles schlecht sein bzw. da leben auch Familien von?

Kommt halt immer auf die Produktionsbedingungen an und Globalisierung ist ja per se nichts schlechtes, auch wenn Populisten das nun behaupten.
Wenn ich mir meine "nachhaltigen" Klamotten so anschauen (KOI, Knowledge Cotton etc.), so steht da seltenst "Made in Europe oder Tschörmany" drauf, aber zumindest schaut der Hersteller nach einer fairen Lieferkette, gewissen Standards und Umweltbedingungen.

Und ob muli die tollen Stahlrahmen jetzt per Roboter in D-land schweißt und da vielleicht zwei Leute arbeiten oder nicht?

Was will ich sagen bzw. TLDR:

Die Fertigung in DE oder der EU heißt nicht zwingend, dass das auch ein ethisch tolles Produkt ist. Es kann super sein, muli hat das echt prima gemacht, muss aber nicht so sein. UND R&M baut da gerade was in Portugal auf bzw. hat die Marktmacht, aber gewisse Margen sind denen schon noch wichtig.
Bzw. auch ein Produkt aus Fernost "kann" tollen ethischen und sonst welchen Standards entsprechen.

Nur müssen wir Verbraucher, dass a) auch einfordern bzw. b) bereit sein, das zu zahlen (und den Kram auch lange nutzen) und vor allem

C) wenn die "Convenience" in Gefahr gerät nicht gleich ne billige Kopie von Mr Burns wählen?

PS: Und politischer Wille wäre auch schön, aber, wenn überhaupt ist der eher in anderen Ländern zu finden. Hier wird ja gerade die Automobilindustire "gerettet"
ich bin ja eher der Meinung, dass das der Todesstoß ist
Passend dazu:

t.
 
bereit sein, das zu zahlen
wenn es nur noch um die Bereitschaft geht, ist mensch schon ganz weit vorne...
und den Kram auch lange nutzen
da beißt sich die Katze in den Schwanz: lange Produktzyklen - wenig Innovation, kurze Produktzyklen - viel Innovation (oder umgekehrt, ist im Effekt aber egal). Mit langen Nutzungszeiten wären wir noch beim XT386 mit Win 5.32 oder so, max. bei Iphone 2, der E-Antrieb am Pedelec würde noch immer keinen Spaß machen und und und... Ich will damit keinesfalls der Wegwerfgesellschaft das Wort reden, für das Kernproblem haben wir z.Zt. jede Menge mehr oder weniger gute Ideen, aber noch keine wirklich gute Lösung.
 
Radkutsche schweißt in der Gegend von Tübingen oder läßt in der Tschechien schweißen (Rapid).
Das Rapid wird bei Fort in Tschechien geschweißt.
Screenshot_20251218_072042_DuckDuckGo.jpg

Die machen auch die Rahmen für Ten07
 
da beißt sich die Katze in den Schwanz: lange Produktzyklen - wenig Innovation, kurze Produktzyklen - viel Innovation (oder umgekehrt, ist im Effekt aber egal). Mit langen Nutzungszeiten wären wir noch beim XT386 mit Win 5.32 oder so, max. bei Iphone 2, der E-Antrieb am Pedelec würde noch immer keinen Spaß machen
Es ist doch nur ein Fahrrad! Alles daran war um 1890 im Prinzip erfunden. Seitdem wird nur an Details gefeilt.
Der Vergleich mit Computern hinkt komplett.
Ob Du jetzt ein zehn Jahre altes oder ein neues Lasten(Rad) fährst macht nicht wirklich einen Unterschied. Es fährt, es schaltet, es bremst und wo bitte ist das Problem mit einem 15 Jahre alten Antrieb?
Ja, ein modernes tut das vielleicht marginal besser aber wer meint er „braucht“ das, lügt sich was in die Tasche.
 
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