Das habe ich heute gebastelt

Ich finde es aber interessant zu wissen wie es den Teilen am Rad je nach Behandlung geht und messe daher immer bei der Wartung.
Da war ich lange ähnlich gestrickt, habe es mir aber komplett abgewöhnt.
An meinen Kettenschaltungen habe ich zu viele Zyklen durch, da bin ich schon zu der Erkenntnis gekommen.
Wachs sowenig wie möglich und fahren bis nichts mehr geht ist da für mich der günstigste Weg.
Das liegt aber an den günstigen Komponenten.


Bei der Nabenschaltung meiner Frau ist es müßig, seit 2014 bis Dato(~17.000km) hat es den zweiten Antrieb drauf.
Komplett erneuern kostet da keine 25€, da war es mir das Experiment mit 0 Pflege wert raus zu finden
ob man eine Kette wirklich pflegen muss.
 
Habe in der Hinsicht ein Experiment am laufen.
Das Bike meiner Frau hat Bosch Gen.2 und Nexus 8 mit Kette.
Habe bei 8600km Kettenblatt, Ritzel und Kette (KMC x1) so wie in der Packung ans Bike geschraubt.
Anschließend wurde das Bike annähernd immer mit allem was der Motor kann gefahren.
So schaute es nach 6097km aus ohne je irgendwas auf oder an der Kette gemacht zu haben.
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Kette gespannt und weitergefahren.

Nach 8400km Laufleistung war die nächste Runde Nachspannen angesagt, das ging nicht mehr da die Kette zu lang war.
Kette um 2 Glieder gekürzt.
Die Niete sitzen genauso stramm wie bei einer neuen 1xKette.
Es braucht schon etwas mehr Kraft als bei den Ketten für Kettenschaltungen Niete rauszudrücken.
Die 2 Glieder hab ich zerlegt, schaut so aus:

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Deutlich sichtbar das die Niete eingelaufen sind.
Die Röllchen haben auch leicht Spiel auf den Innenlaschen.
Aber nichts was Besorgnis auslöst das die Kette demnächst reißen würde.
Ritzel schaut so aus:
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Weiterfahren.
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Warum das Ganze?
Weil es mich einfach interessiert ob man eine Kette wirklich pflegen muss und wie sie sich verhält wenn man es eben nicht tut.
Ich behaupte mal: 0,1 Watt Leistungsverlust pro Kettenglied…
 
Das mag vielleicht sein, der Bosch lässt das aber komplett untergehen.
Meine Frau kennt nur Alles was der Motor kann, Turbo bis der Akku aufgibt.
Quietschen und festgammeln findet jedenfalls nicht statt, das Bike fährt dafür zu regelmäßig.
Auch steht es Zuhause warm und trocken.
 
Meinung die keiner teilen muss:
Kettenlehre für Nabenschaltungen sind eher mal über.
Ihr einziger Zweck ist es, den Verschleißgrad einer Fahrradkette zu messen, bevor diese teure Folgeschäden anrichtet.
Nur welche teuren Folgeschäden hat es den bei einer Nabenschaltung?
Solange es problemlos funktioniert bleiben bei uns die Teile dran, das geht erstaunlich lange gut.

Bei einer Kettenschaltung ist es teilweise anders, da hängt es von den Kosten von Kassette und Kettenblatt ab.

Ok, also ist mein schlechtes Gewissen vollkommen unnötig, weil ich seit Monaten mit einer gelängten Kette an meinem Go rumfahre? Es ist einfach viel zu kalt um an dem Bock rumzuschrauben!
 
Warum das Ganze?
Weil es mich einfach interessiert ob man eine Kette wirklich pflegen muss und wie sie sich verhält wenn man es eben nicht tut.
Ich finde deine Versuchsabläufe immer aufschlussreich weil sie im realen Alltag stattfinden. Das gibt mir persönlich mehr als hochwissentschaftliche Erhebungen auf einem Prüfstand.

jop, man kann fahren, bis die Kette überspringt. Dann kommt man mit moderatem Tritt immer noch nach Hause. Mehrfach bis 50km erprobt ;)
So fahre ich seit drei Tagen an meinem Winterrad herum, weil ich mich nicht aufraffen kann die Kette zu wechseln. :X3:
 
ich hatte schon genug Ketten die deutlich schneller verschleißt sind als das Kettenblatt und das Ritzel , was sich dann beim Fahren auch die ganze Zeit nach einem Unrund laufenden Antrieb anfühlt. Da hab ich dann auf dauer kein Bock drauf und tausch mal die Kette.

Bei den EBikern beobachte ich das aber auch auf meinem Arbeitsweg vermehrt das da alles Quitscht, aber scheiß drauf der Motor schiebt ja.
 
ich hatte schon genug Ketten die deutlich schneller verschleißt sind als das Kettenblatt und das Ritzel , was sich dann beim Fahren auch die ganze Zeit nach einem Unrund laufenden Antrieb anfühlt. Da hab ich dann auf dauer kein Bock drauf und tausch mal die Kette.

Bei den EBikern beobachte ich das aber auch auf meinem Arbeitsweg vermehrt das da alles Quitscht, aber scheiß drauf der Motor schiebt ja.

Das ist jetzt die zweite Kette die nach fast 10.000 Km durch ist. Die dritte Kette liegt auch schon länger parat. Sobald das Wetter besser wird, wird die auch gewechselt.
 
Wenn es so richtig kalt ist, hat die Kette auch wieder die richtige Länge. Passt doch.
Deswegen hat die Deutsche Bahn im Sommer auch immer Verspätung, weil die Schienen aufgrund der Wärme länger und der Weg damit weiter ist..
 
Überhaupt zum Thema Klappifizierung: Das wird hier schon wieder auf die Spitze getrieben, völlig unnötig. Diese Lösung sehe ich seit Jahren immer wieder an der U-Bahn stehen, selbst die Abrostungszugabe ist noch ausreichend! :giggle:

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Auf jeden Fall Deutsche Ingenieurskunst vom Feinsten:
Wie es aussieht kann man mit dem unteren Beschlag das Klappi nicht ganz trennen, da der Bolzen fest im Scharnier verbaut ist.
Und oben sind die Laschen so schräg drangebraten, dass man mit der Schraube die Verbindung schon stramm anziehen kann.
Vielleicht sollte es als komplett geteiltes Klappi in einen seeehr kleinen Kofferraum passen. Je mehr Rost desto stabiler die Verbindung ;)
 
Ich mag geschmierte Ketten. Es ist für mich zu hören und bemerkbar beim Treten, wenn die Kette trocken oder rostig ist. Und den "Aufwand", die Kette einmal durch einen Schmuddellappen zu ziehen und danach zu fetten (nicht zu viel, überflüssiges Schmiermittel immer aufnehmen), finde ich nicht allzu groß. Wenn die Kette überlang ist (Kettenlehre), wird sie insbesondere bei Kettenschaltung getauscht. Der Aufwand ist ebenfalls klein, finde ich. So habe ich beim verkauften Packster problemlos das erste Kettenblatt (bis heute?) betrieben und erst die zweite Kassette. Letzteres hatte ich aber einfach deshalb nach ca. 6000 km getauscht, weil ich meinte, es sei verschlissen. Hätte bestimmt noch ein paar hundert oder tausend km gemacht. Kettenverbrauch auf 13000 km vielleicht 4?
Und meine nicht repräsentative Erfahrung: Eine 10-Euro-Shimano-Normalo-Kette lief genau so lang wie eine teure KMC-Special-E-Bike-Supi-Tupi-Kette.

Ach so: Ich verabscheue Kettenkästen, Chainglider und Co. zutiefst. Sie sind hässlich und unpraktisch und laut. :p
 
Klappifizierung für eine Freundin die durch 1,2 kontinente tingeln will:
sie ist ganz happy damit
1770928775814.png
Kettenblatt hat auch Platz
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Ich habe endlich einen gebrauchten Gepäckträger fürs Cargoville LJ gefunden. Der vom Bakery passt tatsächlich exakt.
Problem 1: Die billigen Packtaschen passen nicht richtig dran. Am übergangsweise montierten Thule waren sie hingegen perfekt und nicht klauwürdig. Jetzt verwende ich wieder meine Ortlieb Sport Roller.
Problem 2: Der Gepäckträger verdeckt das Rücklicht am Schutzblech. Also musste ein großes Rücklicht her.
Der Gepäckträger hat auf der Innenseite der hinteren Querstrebe zwei M5-Gewinde im Abstand von 50 mm. Da die Querstrebe auch noch geneigt ist, musste ich eine gebogene Adapterplatte anfertigen. Dazu habe ich eine Kunststoffplatte geföhnt und zurechtgebogen.
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Das alte Rücklicht habe ich dran gelassen, da sonst zwei hässliche Löcher im Schutzblech wären. So sieht man auch den Unterschied zwischen Bumm (ungleichmäßig beleuchteter Rand) und Lezyne (nur zwei leuchtende Flecken an den Enden).
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Um das Kabel vorne durch den Gummistopfen im Schutzblech zu fädeln habe ich die Teleskopantenne eines alten Radios abgebrochen und über das Kabelende gesteckt.
Ich habe das Motorgehäuse geöffnet, um an die Anschlüsse zu kommen. Dabei habe ich bemerkt, dass meinem Kurbelabzieher der Adapter für Hollowtech und andere moderne Kurbeln fehlt. Also muss ich suchen, was hier kürzlich empfohlen wurde. Zum Glück ließ sich das Gehäuse an der Kurbel vorbei verdrehen. Aber mindestens eine der langen Schrauben, die die Gehäusehälften verbinden, ist rundgedreht. Beim Verlegen des Kabels habe ich gemerkt, dass es auf dem Weg zum Motorgehäuse unter einem Kunststoffdeckel lang geht. Dort hätte ich es auch mit dem alte Lichtkabel verbinden können ohne das Motorgehäuse zu öffnen. Also war der große Aufwand mit Schäden nicht notwendig.
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Beim Verlegen des Kabels habe ich gemerkt, dass es auf dem Weg zum Motorgehäuse unter einem Kunststoffdeckel lang geht. Dort hätte ich es auch mit dem alte Lichtkabel verbinden können ohne das Motorgehäuse zu öffnen. Also war der große Aufwand mit Schäden nicht notwendig.
Du hast dich eben im Namen der Wissenschaft aufgeopfert damit andere es in Zukunft einfacher haben. ;)
 
Den Adapter für Vierkantabzieher um Hollowtech I-Kurbeln demontieren zu können, kann man nachkaufen. Es gehen aber auch Centstücke, wenn man auf die verzichten kann. Man braucht zwei bis drei. Die sind danach aber auch hin.
 
Den Adapter für Vierkantabzieher um Hollowtech I-Kurbeln demontieren zu können, kann man nachkaufen. Es gehen aber auch Centstücke, wenn man auf die verzichten kann. Man braucht zwei bis drei. Die sind danach aber auch hin.
Würde denn nicht auch eine passende Mutter gehen? Notfalls bisschen rund gefeilt.
 
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