Hier ist es das Gegenteil, mein Vater hat zwar mal längere Studienpraktika auf Bauernhöfen gemacht, hat aber nie Spaß an handwerklichen Dingen gehabt. Da wurde auch alles in externe Hände gegeben. Ich komme daher auch aus einer Familie, in der nur sehr wenig "gehandwerkelt" wird.Mein Schwager hat in der NSU gelernt, eigentlich war es da schon Audi. Aber Sprachgewohnheiten ändern sich nur langsam. Werkzeugmacher, und dann ab ans Band. Da ist er heute noch.
Wenn bei meinen Neffen, beide schon seit geraumer Zeit volljährig, Luft im Fahrradreifen fehlt, steht der PKW Transport zum Händler an.
Ich hab da wenig Hoffnung …
Ich bin da deutlich offener, ich habe nach der Schule tatsächlich auch ein Jahr im Handwerk verbracht und hatte auch echt Spaß dran (und habe damals sogar drüber nachgedacht, eine Ausbildung zu machen). Am Ende ist es doch das Studium geworden. In einer kleinen Srudi-Bude fängt man aber halt nicht mit großen Handwerksprojekten an, Makerspaces/geteilte Werkstätten etc. sind wirklich teuer und vieles muss ich mir ja auch erst beibringen.
Edit: der amateurhaft verlegte Fußboden und die aufgebaute Ikea-Küche (jedoch keine Oberschränke) ist hier auch komplette Eigenarbeit gewesen