critical mass berlin

Gerade drüber gestolpert:
" 11 Uhr: Fahrradtour zu Orten der Solidarität in Treptow-Köpenick // Treffpunkt Alfred-Randt-Straße 19

Ab 11 Uhr sind alle Fahrradfreund_innen eingeladen, Orte des Miteinanders und deren Akteur_innen kennenzulernen. Dazu laden das Willkommensbüro InteraXion und wir, das Zentrum für Demokratie, zu einer Fahrradtour ein. Los geht’s ab 11 Uhr, Treffpunkt ist die Unterkunft für Geflüchtete in der Alfred-Randt-Straße 19. Von dort aus ist eine zweistündige Fahrradtour durch Köpenick, Spindlersfeld und Schöneweide geplant. "

https://www.berlin.de/ba-treptow-ko...mitteilungen/2019/pressemitteilung.830150.php
 
Ich kann inzwischen Teile der Kritik an der großen CM nachvollziehen, ich war bisher allerdings auch nur auf einer Großen (nämlich der gestrigen).

Sehr viele Leute (positiv!), von denen allerdings der gefühlt größte Teil noch nie was von Korken o.Ä. gehört hat.
80% der kreuzenden Straßen waren unbesetzt. Ich habe mehrere Kreuzungen und Kreuzungsversuche von KFZ (bis hin zu Transportern) selbst gesehen.

Was vermutlich (!) auch dazu führte, dass min. eine Teilnehmerin von einem PKW-Fahrer überfahren und schwer verletzt (ansprechbar, aber auf der Trage mit Halskrause...) wurde. Der Unfallort (ich hab mit gesichert, daher etwas Zeit gehabt, hinzusehen) sah sehr offensichtlich nach einer versuchten Querung bzw. gewaltsamen Durchbrechung der CM aus.

Da die CM sehr dicht war, konnte man nach einem Korkeinsatz auch nicht ohne weiteres wieder vorfahren, dh, der Vorrat an Korkern, die wussten, was sie tun, war notwendig sehr schnell erschöpft...
 
Am kommenden Freitag 25.10. geht es wieder los! Um 20 Uhr ab Heinrichplatz / Mariannenplatz. Die große Berliner CM. Das Wetter schaut nach heutiger Prognose gut aus, trocken und nicht allzu kalt. Treffen der Cargobikes am Feuerwehrbrunnen? Wer kommt mit?
 
Was für ein Luxus!
Nu, ja. Schon. Oder aber: Wieder die Angeber aus der Hauptstadt, oder? Tatsache ist, dass hier tatsächlich mittlerweile sehr viele Ausfahrten stattfinden. Die Klimawandel-Protest-Woche brachte auch welche mit sich, nur zum Beispiel. Und fast parallel dazu gab es Sternfahrten von außerhalb in die Stadt hinein. Ich komme da garnicht mehr hinterher, viel zu viel. Bin schon froh, wenn ich es zu der einen, "großen", CM pro Monat dann überhaupt hin schaffe. Kind und Kegel, tsss. Grüße nach Düsseldorf (wird schon größer werden eure CM - macht ja auch Spaß)!
 
Also ich würde heute ja dazustossen, bin spät dran. Es hat aber gerade niemand die App an. Wie kann ich die CM in Berlin dann finden??
 
Shi....., mein tiefstes Beileid.

Erst gestern ist mir ein Baustellenfahrzeug an der grünen Fussgänger-und Radfahrerampel in den Vorderreifen gefahren, als er es nicht abwarten konnte, an der nächsten roten Ampel der erste zu sein, der dort warten muss.

Er ist zwischen Radfahrern und Fussgängern durchgezogen und hat eben mich mit dem langen Lastenrad erwischt.

Das war Vorsatz und es folgte eine Fahrerflucht. Konnte ihn an der nächsten roten Ampel stellen, da er da doch nicht als erster angekommen ist,

Hab 2 Stunden in der Kälte auf die Sherrifs warten müssen, da massivst unterbesetzt.

Weiss zwar, dass eh nichts rauskommt und aus Mangel an öffentlichem Interesse alles eingestellt wird, aber man muss trotzdem Zeichen setzten und zeigen, dass dieses darwinsche Getue, mit " ich bin der stärkere und ihr müsst stets alle springen wenn ich komme" auch mal Grenzen haben kann.

Das macht man woanders und dann ist nach 3 mal der Lappen weg. Bei uns bleibt es gefühlt stets ohne Konsequenzen und ermutigt die Leute auch immer wieder, dieses Machtgepotze ausspielen zu können.

Wie viel Mahnwachen muss man denn noch abhalten und Ghostbikes aufstellen, bis sich endlich etwas tut.

Unsere letzten Aktionen in München haben jedenfalls zum Teil bewirkt, dass ein paar Trixi-Spiegel aufgestellt werden. Kostenpunkt 75 Euro pro Spiegel. Jetzt werden Spenden für dieses Konzept eingefordert, da unser "Scheuer" für radpositive Maßnahmen wohl keinen Cent bereitstellen möchte.

Ob wir jemals Verhältnisse wie in Holland etc. ( siehe link) erleben werden?







Man darf ja noch träumen!


L.G. und bleibt gesund
 
Coole Sache @knarf
in München kannste "was melden" aber vergessen. Dann wird man schnell zur "persona non grata" und wird als Stänkerer gespeichert.
Leider selbst aus leidiger Erfahrung gemerkt. Alles was dem Ersatz-Gott "Auto" hindert, wird mit allen Mitteln versucht, entgegenzuwirken.

Schickt mal euren Strößenreuther zu uns. Er wird dort in BMW-Country verzweifeln.

Aber steter Tropfen hölt den Stein. Ein bisschen was haben wir Zecken ja erreicht und geben nicht auf.
 

Innerhalb von zwei Wochen sind fünf Fußgänger bzw. Radfahrer in Berlin duch Autofahrer getötet worden. Deswegen rufen mehrere Verbände jetzt zu verschiedenen Protestaktionen auf. Die Hauptdemo ist am Samstag.
Das passt für mich zum sehr subjektiven Eindruck, dass die Aggressivität bei Autofahrern in den letzten zwei Wochen nochmal zugenommen hatte. Ich werde hingehen. Nicht zuletzt, da ich selbst im November mit dem Rad von einem PKW-Fahrer über den Haufen gefahren wurde.
 
@stan: Danke für den ADFC-link zur Veranstaltung. Ich werde versuchen, auch hinzukommen. Gibt es eigentlich Pläne für gemeinsame Anfahrten, Treffpunkte? Im Sinne kleinerer critical-masses?
 
Aus dem ADFC-Newsletter:

Hier kompakt die Info zu den Protestaktionen der kommenden Tage:

ADFC Berlin, FUSS, VCD und Changing Cities halten eine Mahnwache für den am 15.12. getöteten Fußgänger am Unfallort ab:
Donnerstag, den 19. Dezember, 17:30 Uhr
Landsberger Allee / Ecke Ferdinand-Schultze-Straße (nördliche Fahrbahn)


Eine Mahnwache für den am 17.12. getöteten Fußgänger schließt sich in unmittelbarer Nähe an:
Donnerstag, den 19. Dezember, 18:15 Uhr
Landsberger Allee / zwischen Weißenseer Weg und Vulkanstr. (südliche Fahrbahn)

Mittlerweile vier tote Fußgänger*innen und eine getötete Radfahrerin in 14 Tagen:
Zentrale Protestaktion
Samstag, 21. Dezember, 15:30 Uhr
Rotes Rathaus, Haupteingang (Rathausstraße)

Info an die STG Steglitz-Zehlendorf:
Am Samstag, den 21. Dezember wird es gegen 14 Uhr ein kleines Gedenken für die an den Folgen einer Kollision verstorbene Fußgängerin geben.
Paul-Schneider-Straße / Ecke Mühlenstraße
Von dort fahren die Aktiven gemeinsam zum Roten Rathaus (s.o.).
 
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