Cargobike mit Seilzuglenkung

Hallo Cargogemeinde,
möchte hier mein Lastenrad vorstellen, welches ich über den Winter fertiggestellt habe. Das Rad ist eine komplette Eigenkonstruktion, wobei ich bei der Seilzuglenkung ein bisschen abgeguckt habe.
Die Rohre habe ich von Hand (flexen und feilen) an den alten MTB-Rahmen angepasst. Gebogen habe ich auch selbst, da eine Firma in der Nähe ca. 250 € dafür haben wollte. Also Biegemaschine für 100 € besorgt, und danach wieder für 80 verkauft.
Das einzige was ich nicht selbst gemacht habe sind die Schweißarbeiten. Habe ich von einem befreundeten Schlosser machen lassen.
Und die Pulverbeschichtung ist selbstverständlich auch nicht von mir.
Die Ladefläche habe ich aus alten Eichenbrettern gesägt, geschliffen und verleimt.
Alles in allem hat mich das Rad ca. 600 € gekostet.
Aber schaut selbst.
Kritik und vor allen Dingen Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne an.

Gruß Guzzischorse
 

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und ich habe heute früh mich wieder dabei erwischt auf der Bronte Seite das Framekit anzuschauen und mit dem Gedanken gespielt mir da mal ein kurzes Stahl-Cargo zu bruzzeln.
Zack kommt der nächste mit einem Eigenbau ums Eck ...

Gefällt das Rad (y)
 
Moin Guzzischorse,
herzlich Willkommen im Forum! Das ist ein sehr cooler und sauber gemachter Umbau! Vor allem die Umsetzung der Seilzuglenkung ist ja ne Herausforderung... Respekt!! Du kannst gerne noch ein paar Details und Lösungsansätze bezüglich der Umsetzung schreiben/ zeigen, fände ich (und andere wohl auch) interessant.

Gruß
derbonsai
 
Tach,
eine Beschreibung des Seilzuges mit Fotos stelle ich in den nächsten Tagen noch ein.
Und besten Dank für das positive Feedback.

Gruß Guzzischorse
 
Sehr schönes Fahrrad, gefällt mir.

Würdest Du mir verraten, woher Du die Alu-Winkel für die Kiste hast?
 
Hej Guzzischorse,
ich habe gerade gesehen, dass du auch den Big Ben fährst. Mich würde es interessieren welche Bleche du genommen hast, denn ich suche momentan nach Alternativen für die Original Douze Bleche.

Gruß
derbonsai
 
Hallo an alle,
hier jetzt eine kleine Beschreibung über die Umsetzung der Seilzuglenkung.
Habe auf jeder Seite 2 Züge genommen, um eine gewisse Sicherheit zu bekommen. Falls mal ein Zug reisst.
Dann 6 Scheiben mit passendem Loch schneiden lassen. 3 Stück mit 100 mm Durchmesser, und 3 mit 90 mm.
Die unterste Scheibe am Lenkrohr bzw. an der Gabel anschweißen lassen, die anderen mit Schrauben verbunden.
Noch ein paar Löcher für die Optik gebohrt, und fertig.
In den Bildern ist noch der Versuch mit einer BMX-Gabel zu sehen. Habe ich dann aber verworfen, und mir eine gebrauchte MTB-Gabel besorgt.
Stellschrauben für die Bowdenzüge gibt es im Handel für Bowdenzüge.
Die Bowdenzüge (2mm) und -hüllen sind von Shimano.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

@ elitee, Die Aluwinkel sind selbst gebogen, gebohrt, geschliffen und lackiert.. Aluprofil 30 x 4

@ derbonsai, Schutzbleche gibt es hier: https://www.zweiradnetz.de/index.ph...id=241&virtuemart_product_id=26753&Itemid=116

@ Herbergsvadder, die Höhe der Ladefläche ergibt sich bei mir aus der Rahmenkonstruktion. Und da das Rad gerade erst fertig geworden ist, habe ich noch keine Erfahrung über die Fahrbarkeit mit Lasten sammeln können. Ohne Last fährt es sich prima, auch kein Spiel in der Lenkung.
Werde demnächst mit höheren Lasten testen.

Gruß und schönes WE
 

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Danke.
Du machst öfter was mit Metall, oder?
Die Ladefläche würde ich auch eher auf der Höhe des unteren Rahmenrohres ansetzen, was aber nicht heisst, dass das jetzt so schlecht fahren muss. Und bei Umrüstung auf Pedelec kannst Du schön links und rechts je einen Akku unter Flur montieren...
Die Lenkung ist schön umgesetzt ohne die Notwendigkeit einer Fräse und die Befestigung auf der Gabel mit der geänderten Gabelkrone geschickt gelöst ohne zuviel Bauhöhe zu verursachen.
Ich überlege, ob ein kleinerer Durchmesser Vorteile hat, aber das sind ja Kleinigkeiten. ..
Ich schick Dir mal nen MTB Rahmen :)
Du musst ja in Übung bleiben.
 
Danke.
Du machst öfter was mit Metall, oder?
Die Ladefläche würde ich auch eher auf der Höhe des unteren Rahmenrohres ansetzen, was aber nicht heisst, dass das jetzt so schlecht fahren muss. Und bei Umrüstung auf Pedelec kannst Du schön links und rechts je einen Akku unter Flur montieren...
Die Lenkung ist schön umgesetzt ohne die Notwendigkeit einer Fräse und die Befestigung auf der Gabel mit der geänderten Gabelkrone geschickt gelöst ohne zuviel Bauhöhe zu verursachen.
Ich überlege, ob ein kleinerer Durchmesser Vorteile hat, aber das sind ja Kleinigkeiten. ..
Ich schick Dir mal nen MTB Rahmen :)
Du musst ja in Übung bleiben.
Hallo lowtech,
ich bin eher der Holztyp. siehe Homepage: https://www.rainerlue.de
Und vermutlich hast du Recht was die Fahrbarkeit angeht. Aber kann ich leider nicht mehr ändern. Beim nächsten Rad.;)
Ein kleinerer Durchmesser verursacht erhöhte Lenkkräfte. Und wenn du bei der Übersetzung 1:1 bleibst, ist es egal wie groß der Durchmesser ist.
 
Entschuldige, ich meinte eine Verkleinerung des Durchmessers Beiderseits. Irgendwo ist bestimmt die Grenze, weil der Seilweg nicht mehr ausreicht für annähernd 90 Grad Lenkwinkel. Aber die Lenkkräfte steigen auch bei kleinerer Scheibe glaube ich nicht übermässig, mit dem Lenker sitzt du ja am "längeren Hebel". Du hast da aber deutlich länger drüber sinniert als ich jetzt - und von der Tastatur aus kritisiert es sich leicht.
Bitte nicht als meckern verstehen, Ich wollte nur meine Sicht und Erfahrung teilen.
 
Alles kein Problem.
Bin für jede konstruktive Kritik dankbar. Deshalb gibt es solche Foren. Mit dem "längeren Hebel" hast du Recht. Und den Durchmesser hab ich so gewählt, weil es passt. Größer hätte an der Gabel Probleme verursacht. Kleiner? Keine Ahnung. War wohl mehr Instinkt.
 
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