Cargobike für das Pendeln mit S-Bahn innerhalb VGN

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Ich würde gerne mir ein Fahrrad zum Pendeln in der S-Bahn kaufen. Ich denke über ein Muli nach. Mein Plan ist, mit der S-BAhn zur Arbeit und mit dem Rad zurück nach Hause zu pendeln. Der VGN Verkehrsverbund ist nach Berlin Brandenburg der 2. Größte Verbund Deutschlands, d.h hier liegen Städte wie Bayreuth, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Roth, Kitzingen, Ansbach im Bereich des Verbundes. Für die Fahrradmitnahme gilt folgende Regelung:


Zitat "Nicht mitgenommen werden Fahrräder mit Verbrennungsmotor und Sonderkonstruktionen (z. B. Lasträder)."

Hier geht es dem VGN vermutlich darum, keine Sperrigen LAstenräder zu befördern, die mit der Box den ganzen Gang blockieren. Gilt das für das Muli mit zusammengeklappter Box ebenfalls?

Interessant für mich ist auch folgendes:

"Fahrräder, deren Rahmen zusammengeklappt sind und Kleinfahrräder mit einem Raddurchmesser bis zu 20 Zoll unterliegen nicht diesen Bestimmungen; sie gelten als Gepäck."

Ich könnte also 20 Zoll Fahrräder kostenlos mitnehmen und müsste kein Ticket lösen. Das Muli hat hinten nur 20 Zoll und vorne 16 Zoll, Gesamtlänge 195cm.
Die Länge entspricht aber eher dem normalen RAd und ist kein "Kleinrad" vermute ich. Es wäre dann schon dreist zu sagen, dass es laut VGN als "Kleinrad" gilt und daher GEpäck sei, oder habt ihr andere Erfahrungen?

Hat jemand mit dem Muli bereits Erfahrung, ob der Transport im VGN problemlos läuft? ICh habe den VGN angeschrieben, aber sie geben keine Auskunft zur Eignung bestimmter Fahrradtypen, sondern verweisen auf die Beförderungsbedingungen, die je nach SChaffner unterschiedlich ausgelegt werden können.
 
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Genau.
Wenn der Schaffner das will, bist Du ein Lastradfahrer und fliegst raus. Wenn der Schaffner aber anders will, bist Du ein Gepäck transportierender Fahrgast und musst nicht mal zahlen.
 
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Ich gehe stark davon aus, dass ein Kleinfahrrad eigentlich ein Kinderfahrrad wäre. Entsprechend bleibt nur die Argumentation über den gefalteten Rahmen -- und da denke ich, dass der Ladekorb nicht dazu zählt.

t.
 
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Ich glaube das das Muli wohl die einzige Long John Variante ist mit der man stressfrei durchkommen könnte !
Möglicherweise wäre ein Longtail die bessere Lösung da hier der Unterschied zu normalen Rädern nicht so deutlich ist .
Ist aber nur mein persönlicher Eindruck.
Lasti im Zug (Nahverkehr) ist immer kompliziert wenn der Zug sehr voll ist .
Königslösung könnte das Tern GSD sein da man das hochkant stellen kann und somit sogar weniger Platz verbraucht als mit anderen Rädern .
 
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Kostenlos wird das Muli wohl nicht. Aber es ist mit dem geklappten Korb nicht größer als ein "normales" Fahrrad und darf dementsprechend sogar im ICE-Fahrradabteil mitfahren. So sagte mir das einst ein Muli-Verkäufer.
Wenn du Zeit hast, dann schreibe doch mal den Verbund an und frage die, wie das denn nun ist, deren Angaben wären ja recht schwammig. Und vor allem, teile diese Botschaft mit uns.
 
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Doch das Muli ist kostenlos. 20“ maximale Radgröße. Der Knackpunkt ist nur, zählt es als Lastenrad, wenn der Korb zusammengeklappt ist
 
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Es gibt noch das Yoonit, das ist sogar noch ein bisschen kürzer.
Wurde erst kürzlich bei der Radelbande vorgestellt. Hinten 18", vorne 16". Ist aber nicht klappbar, soweit ich das sehen konnte.

 
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Königslösung könnte das Tern GSD sein da man das hochkant stellen kann und somit sogar weniger Platz verbraucht als mit anderen Rädern .
Senkrecht parken im Zug würde ich nur machen, wenn ich direkt neben dem Rad steh und es festhalten kann. Das kann such ganz schön wackelig sein ( zumindest mit Yuba Kombi, das GSD ist ja etwas kürzer)
 

bastiaen

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Das hängt ganz vom Zugbegleiter ab. Ich bin oft problemlos mit dem Bastiaen Zug gefahren, aber auch einmal mit einem zusammengefalteten Dahon Speed aus dem IC geworfen worden, weil es nicht in einer Tasche steckte. Zum Glück nah am Zielbahnhof. Der Kollege war vollkommen daneben. Normalerweise kommt man mit Freundlichkeit weiter und wenn das Muli o.ä. keinen Fluchtweg versperrt und gesichert ist, so dass es bei einer Notbremsung nicht rumfliegt sagt keiner was.
Ich hatte auch einmal aus beruflichen Gründen das zweifelhafte Vergnügen zwei Berliner U-Bahn Kontrolleure (Detlef und Dieter: "Ham se Spaß dran, wenn ik Sie ma kontrolliere, jute Frau?") einen Tag zu begleiten und würde sagen, wenn das S-Bahn Personal ähnlich drauf ist: viel Spass.
 
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Senkrecht parken im Zug würde ich nur machen, wenn ich direkt neben dem Rad steh und es festhalten kann. Das kann such ganz schön wackelig sein ( zumindest mit Yuba Kombi, das GSD ist ja etwas kürzer)
Ja das kann defintiv wackelig sein, das hatte ich auch schon mal . Im Zug so ne Sache. Aber manchmal geht es halt gar nicht anders. Dann muss man durch.
 
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Ich gehe stark davon aus, dass ein Kleinfahrrad eigentlich ein Kinderfahrrad wäre. Entsprechend bleibt nur die Argumentation über den gefalteten Rahmen -- und da denke ich, dass der Ladekorb nicht dazu zählt.

t.
Ich glaube auch, dass der ladekorb nicht dazu zhäht, kann es aber nicht mit sicherheit sagen.
 
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Ich bin bisher schon öfter im VGN gefahren, allerdings immer in Regiozügen und nicht im Berufsverkehr. Das hat bisher perfekt geklappt, das einzige was mich ein Kontrolleur mal gefragt hatte, war, wie ich das Fahrrad in den Zug gekriegt hab. Außerdem sehe ich mein Fahrrad definitiv nicht als "Sonderkonstruktion", ich hab das so gekauft, da ist nichts besonders konstruiert.
Ach so, bei mir sogar ein Bullitt. (da erledigt sich dann auch die Ticketfrage)

S-Bahn und Berufsverkehr sind aber vermutlich nochmal andere Kategorien, was die Akzeptanz vom Personal angeht.
 
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wobei...
ich könnte das Hinterrad herausnehmen und in der Kiste verstecken. Dann ist es entweder ein 20" Fahrrad und damit Gepäck, oder sogar gar kein Fahrrad mehr, ich hab schließlich noch nie gehört, dass ich für ein Einrad auch so ein überteuertes Fahrradticket kaufen muss. Damit wäre es dann auch Gepäck...
Damit es als Gepäck (oder als Traglast?) durchgeht, musst du es aber tragen können. Ich weiß, bei manchen Reisenden bräuchte dann der Koffer eine extra Fahrkarte, aber gerade beim Fahrrad ist das Beharren auf der tariflichen Eingruppierung als Gepäck oder Traglast ja schon fast eine Provokation.

t.
 
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