Butchers & Bicycles MK1

Dieses Thema im Forum "Lastentransport (3-Rad)" wurde erstellt von micbreese, 26.04.2015.

  1. shr

    shr

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    Heute habe ich auch die 6000 km-Grenze durchbrochen. Mit Schnee bei -13°C... Schlechtes Video davon (müsste einhändig bergab fahren):
     
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  2. markus48

    markus48

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    @shr: Respekt! Wir sind noch zweistellig... haben es aber auch gerade eine Woche...
    Gute Tarnung mit dem weißen Bubi auf dem Schnee ;-)
     
  3. resistance01

    resistance01

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    Meine Erfahrungen nach etwas über 1.000 km mit dem MK1:

    Ich nutze das MK1 bei jedem Wetter täglich für den Kindertransport und zum Einkaufen, z.T. auch mit Anhänger.
    Im Augenblick habe ich einen Spikereifen am Hinterrad aufgezogen; ohne den ist es bei Glätte gefährlich, weil das Heck wegen des weit vorne liegenden Schwerpunktes leicht ausbricht.
    Das Verdeck ist auch bei starkem Regen dicht.
    Insgesamt ein tolles Gerät, das eine Menge Fahrspaß bietet, auch wenn man zügig unterwegs ist.
    Mit Kindern in der Box braucht man einen Gepäckträger mit Packtaschen (oder einen zusätzlichen Anhänger), wenn man auch noch ordentlich einkaufen will.
    Die Motorisierung reicht (mir) auch für steile Anstiege.
    Die Bandbreite der Übersetzung finde ich optimal (Standard-Kettenschaltung).
    Ich bin froh, zwei große Akkus gekauft zu haben: Ich fahre immer mit einem und lasse den anderen laden. Die Reichweite ist nicht besonders hoch, auch wenn ich nur auf "Eco" oder "Tour" fahre.
    Der Preis des MK1 ist exorbitant hoch, und ich hätte an einigen Stellen für das Geld Besseres erwartet, z.B. insgesamt weniger Plastik, bessere Verarbeitung des Verdecks, pannensichere Reifen etc.

    Kritikpunkte im Einzelnen:
    • Größe der Box: Sie ist sehr klein. In Winterjacken ist es mit einem Drei- und einem Einjährigen bereits ziemlich eng. 20 cm mehr in der Breite wären gut.
    • Radstand: Die Vorderachse gehört nach meinem Empfinden weiter nach vorne. Bei hoher Zuladung ist das MK1 sehr kopflastig, was insb. am Berg störend sein kann.
    • Verdeck: Bei täglicher Nutzung zwischen 10/2018 und 01/2019 zieht es an diversen Stellen Fäden bzw. die Nähte beginnen aufzugehen; ein Reißverschluss hat jetzt komplett aufgegeben --> Reklamation.
    • Schutzblech: Hinten ist bei mir eines verbaut, das nur so gerade eben nicht schleift (Breite + Montagehöhe) und gelegentlich korrigiert werden muss.
    • Beleuchtung: Die Positionierung des Heckscheinwerfers an der Hinterradachse scheint mir ziemlich ungünstig. Warum nicht höher, z.B. am Hinterbau oder an der Sattelstütze?
    • Federung: Gibt es nicht, und das merkt man. Die Kinder hüpfen ziemlich herum, wenn man nicht sehr langsam über Unebenheiten fährt.
    • Handschuhfach: Ist nicht zu öffnen, ohne das Verdeck halb abzunehmen. Das hätte man irgendwie eleganter lösen müssen.
    Am meisten stört mich die für meine Zwecke unterdimensionierte Box, die mit zwei kleinen Kindern im Prinzip schon ziemlich voll ist.
    Ich würde das MK1 trotz der genannten Kritikpunkte vermutlich wieder kaufen, weil mir keine bessere Alternative bekannt ist.

    Viele Grüße
    Jens
     
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  4. Raton

    Raton

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    Aber schau dir mal genau die Rahmengeometrie an, das VW Bike ist ein Tiefeinsteiger was Frauen begeistern wird.
    Es sieht auch nicht so frontlastig aus, wie es unter dem Bike aus sieht weiß man ja nicht.
    Wahrscheinlich kann man bald sein Diesel 4 gegen dieses Rad eintauschen.
     
  5. shr

    shr

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    Stimmt, ich hatte nicht gemerkt dass die Geometrie anders ist. Ich hatte schon vorher vor die Lampen etwas nach oben zu versetzen, hatte es aber erst nachdem ich die VW-Version hier im Forum gesehen habe realisiert, als mir das Aluteil gebrochen ist.
    Ich finde aber dass das VW-Teil vom Design her recht viel vom B&B kopiert hat. Das hatte man sicher etwas anders machen können. Als Designer hatte ich da etwas mehr eigene Akzente gesetzt um mich nicht schämen zu müssen...
    Dass die Box sich nicht verneigt finde ich ich nicht so schlau aber wenn man das Teil in einen Autoladen stehen hat ist es sicher einfacher für den Kunden der eigentlich ein Auto wollte und dann das "coole" Teil sieht es einfach mal austesten ohne das Radfahren neuzulernen und fühlt sich vielleicht etwas stabiler an beim Testen.
    Aber ich habe hier doch meine Bedenken. Das Teil muss doch irgendwie einen tieferen Sinn ergeben für VW. Alibifahrzeug um das Image reinzuwaschen? Vielleicht haben die noch nicht genug Batterien für ihre Autos und kompensieren es dann mit kleineren Batterien für Fahrräder und wenn man es im Autoladen verkauft, kann man vielleicht den Flottenverbrauch der Clean-Diesel dadurch kleinrechnen (ist doch kein Fahrrad sondern ein Dreirad Kleinwagen, geht als Auto durch, welches nur nicht Führerscheinpflichtig ist, aber man darf es ja auch mit Führerschein fahren, dann auch als Speed-Pedelec-KleinAuto Turboversion (wichtig für Manner zum Angeben) auf der Autobahn...). Oder es steckt im Akku doch ein kleiner Dieselmotor versteckt. Oder man bekommt ein Rad als Geschenk wenn man sich ein teures neues E-Auto kauft. Oder die tauschen die alten illegalen Diesel die man nicht mehr sauber bekommt gegen diese Fahrräder, dann sind die sogar sauberer als E-Autos (oder Diesel), auch wenn sie mit Strom von Braunkohlekraftwerk geladen werden...
    Im Ernst ist es aber doch auch gut, dass man als Autohersteller auch an Fahrräder denkt. Gut möglich, dass man neue Käufer für Cargobikes in Autoläden finden konnte, die sich nie gedacht hatten ein Lastenrad zu kaufen. Da möchte man ein Zweitauto kaufen wegen Kinder oder Arbeitsweg (Paare ohne Kinder) welches dann doch irgendwie etwas teuer wäre und siehe da, da steht das schicke Rad, passen auch die Einkäufe rein und Kinder und kostet ja "nur" ein paar Tausend usw...
     
  6. markus48

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    im Moment gibt es viele Ankündigungen der (deutschen) Automobilindustrie zum Thema E-Mobilität. Bin mal gespannt was sie umsetzen. Der erste Impuls ist tatsächlich: Was soll das, wollen die jetzt auch Fahrräder bauen?, E-Bike um von der Diesel-"Problematik" abzulenken etc.
    Mein Vorwurf insb. an die deutsche Autobilindustirie ist, dass sie eben nicht nachhaltig entwickeln und zu lange auf "alte" Konzepte gesetzt haben. Es gab bis Mitte/Ende letztens Jahres keine überzeugenden Angebote an E-Autos (gibt es heute noch nicht zu kaufen, nur ankündigungen, dass sie in 2019/2020 kommen sollen). Ausserdem müssen sich die Hersteller auch über eine veränderte Mobilität gedanken machen. Gerade in den Großstädten und bei jungen Leuten sind Autos heute eben nicht mehr das Statussymbol - da ist es eher das neueste Smartphone - und in den Großstädten mit ÖPNV etc. vielleicht auch gar nicht mehr sinnvoll. Wenn man also hier an anderen Konzepten arbeitet, die Mobiltät als "Ganzes" begreift und eben nicht nur "Auto", "Auto" und nochmal "Auto" ist das erst mal gut.

    Dann tun die hochbezahlten Manager endlich mal Ihre Arbeit, anstatt bei einbrechendem Absatz - weil sie auf falsche Modelle, falsche Antriebe gesetzt haben - nur Leute entlassen können...

    Markus
     
  7. markus48

    markus48

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    wir haben unser MK1 erst seit knapp zwei Wochen. Ausser einer längeren Strecke vom Händler nach hause waren es bisher nur die kurzen Touren in den den Kindergarten. Wir haben uns ein paar Räder angeschaut und das MK1 hatte beim Fahrverhalten überzeugt. Es macht einfach Spaß.

    Richtig ist, dass ich die Box auch etwas zu klein finde. Wir brauchen es für zwei Kinder. Da reicht die Box wohl aus. Allerdings soll noch ein kleiner Hund mitfahren, dann wird es schon etwas enger. Wenn dann noch Einkäufe mitgenommen werden sollen... Wir haben extra eine zweite Sitzbank geordert, weil eben vielleicht doch mal ein Freund oder Freundin unserer Kinder mitfahren soll. Ich glaube dann wird es echt eng.
    Die könnte echt etwas größer sein, vielleicht nicht unbedingt breiter aber vor allem länger.

    Gestern war ich eigentlich hoch motiviert, und wollte mit dem Rad zum Getränkehändler. Im Moment habe wir noch eine Weber-Babyschale montiert, da hatte ich einfach keinen Platz, um die Kiste Wasser im Rad zu transportieren...

    Zur Federung: ja, das könnte wohl auch besser sein, ich glaube aber, das wird bei anderen Lastenrädern auch nicht besser sein. Wir haben die neue Sitzbank mit dickem Polster. Ich glaube, da gibt es dann ausreichend Dämpfung, dass die Kinder nicht zu sehr durchgerüttelt werden...

    Markus
     
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  8. shr

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    Jemand hatte hier im Thread einmal erwähnt dass er das Rad mit einer Federsattelstütze gekauft hat. Daraufhin habe ich mir auch eines gekauft und es hat im Winter wirklich meinen Hintern gerettet und Rücken entlastet denn wenn man Dellen mit den Vorderrädern ausweicht trifft man sie meistens genau mit dem Hinter(rad)n...
    Ich habe mir also auch die Suntour SP12-NCX 31,6mm samt reduzierhülse 34,9 mm auf 31,6 mm bestellt und insbesondere im Winter ist mein Hintern und Rücken dafür dankbar. Das Teil habe ich jetzt seit einem knappen Jahr ohne Probleme im Einsatz.
     
  9. markus48

    markus48

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    an meinem Pedelec von R&M fahre ich eine Postmoderne PM-705n als Federsattelstütze. Die funktioniert wirklich sehr gut und federt sehr angenehm ab. Ist vielleicht tatsächlich eine Idee, die auch am MK1 einzubauen. Das mit den Löchern und Gullideckeln habe ich auch schon erlebt. Auf der Heimfahrt vom Händler habe ich mich immer gefreut, dass ich vorne die "Dellen" geschickt umfahren habe, nur um sie dann voll mit dem Hinterrad "mitzunehmen"... Da würde eine gefederte Sattelstütze wirklich helfen. Mal schauen...
     
  10. cubernaut

    cubernaut

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    Das dicke Polster hatte ich mir 2016 noch andertigen lassen - von einer hiesigen Sattlerin.
    Für meinen Po gab es einen Brooks 17 Canbium. Der ist um Meilen besser als der origunale.
    Alle Kritikpunkte teile ich - mit demselben Fazit: keine echte Akternative für wettergeschützten Kindertransport auch bei Schnee.
    Das Dach ist offenbar zu stramm bei der Biegung vorn. Hab auch schon das 2. Dach. Es zieht wieder Fäden und die Reißverschlussnähte weiten sich. Es ist aber unfassbar dicht - egal, ob Hagel, Sturzregen und/oder Sturm.
     


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