Bullitt Reifenfreiheit ungleich

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Speichenspannung auf der Antriebssseite etwas reduzieren, auf der Bremsenseite etwas anziehe. Dann kommt die Felge rüber. Sollte jeder Fahrradmechaniker hinkriegen. Wenn man schon mal Laufräder eingespeicht hat, kriegt man das auch selbst hin.
 
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Reifenbreiten schwanken zwischen den Herstellern, den Reifenmodellen und auch durch die Felgenbreite. Es kann also sein, dass der eien 1,9er micht passt, der Cheng shin 2,1er wohl.
 
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auch wenn das laufrad perfekt zentriert ist?
Ja, weil Du es danach selbstverständlich auch wieder perfekt zentrierst ;-)
wirkt sich das nicht auf die stabilität aus?
Nein, wenn sich das im Bereich weniger Millimeter bewegt, leidet die Stabilität sicher nicht. Für die Stabilität ist eine ausreichend hohe, gleichmäßige Speichenspannung entscheidend. So lange das gewährleistet ist, wird nichts passieren.
 
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Speichenspannung auf der Antriebssseite etwas reduzieren, auf der Bremsenseite etwas anziehe. Dann kommt die Felge rüber. Sollte jeder Fahrradmechaniker hinkriegen. Wenn man schon mal Laufräder eingespeicht hat, kriegt man das auch selbst hin.

Danke Neanderthaler Mein Rad war auch nicht richtig zentriert. Der 2.0 er Reifen hatte links ca. 3mm Platz aber rechts hat er am Rahmen geschliffen. Hab die eine Seite leicht gelöst und die andere angezogen. Jetzt sitzt der Reifen mittig
 
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Die Speichenspannung auf der rechten und linken Seite ist fast immer unterschiedlich. Bei Kettenschaltung sogar stärker. Es bricht aber nichts solange die Speichen eine Mindestspannung nicht unterschreiten und auf jeder Seite fast gleich gespannt sind. Selbst mit Offset-Felgen kann man das nicht ganz ausgleichen. Als ich ein neues Hinterrad für das Bullitt gebaut hatte, war es im Zentrierständer mittig. Nach einigen hundert Kilometern wanderte die Felge leicht nach rechts. Hab die Speichen auf der Disc-Seite nachgezogen und die Felge war wieder mittig.
 
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Muss dann dieses wechselseitige speichen an der komplette Felge geschehen oder nur da wo es schleift? Wie weit empfiehlt es sich die Speichen zu lockern bzw anzuziehen?
 
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Wenn du solche Fragen stellst, solltest du nicht so einfach an die Speichen ran. Da machst mehr kaputt, als es wieder ganz wird.
Wenn die Felge ohne Seitenschläge rund läuft, aber nicht zentrisch über der Nabe, reicht es aus alle Nippel auf der Seite anzuziehen, auf die die Felge wandern soll. Aber immer gleichmäßig und nicht mehr wie eine halbe Umdrehung auf einmal.

Sollte die Felge zentrisch laufen, aber einen Seitenschlag hat (da wo es schleift) dann die Nippel auf der gegenüberliegenden Seite anziehen. an der Stelle plus davor und dahinter die Speichen. Solange bis die Felge wieder rund läuft.

Speichen zu lockern empfiehlt sich eigentlich nicht, da du da unkontrollierter die Spannung veränderst als beim gleichmäßigen hochziehen. Wenn du lockern musst, mehr auf einmal und dann erst wieder anziehen. Nicht durch lockern auf einer Seite und anziehen auf der anderen den Schlag rausnehmen. Das führt meistens zu sehr ungleichmäßiger Speichenspannung
 
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Nu wundere ich mich aber doch. Ich habe auch die Beobachtung gemacht und bin bislang davon ausgegangen, dass der Hinterbau zumindest bei meinem Bullitt nicht symetrisch ist, siehe Fotos. Lässt sich schlecht fotografieren, aber wenn man über das Tretlager fluchtet wird es deutlich. Mag aber auch sein, dass die Augen mit dem Alter einen Knick bekommen. Ich hatte das auf irgendeinen konstruktionszirkus im Zusammenhang mit Riemenantrieben geschoben. Oder verstehe ich da was falsch, klärt mich bitte auf.

PS. Das Laufrad habe vor 2 Tagen im Rahmen der Wartung auf dem frisch kalibrierten Zentrierständer zentriert und mit der Lehre auf Mittigkeit überprüft. Weil zu Weihnachten gabs einen Satz Tensiometer. Was der Nerd sich halt so zu Weihnachten wünscht. :giggle:

Guten Rutsch für alle! Und damit meine ich nicht bei Eis übers 20"er Vorderrad.
 

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Ich habe auch die Beobachtung gemacht und bin bislang davon ausgegangen, dass der Hinterbau zumindest bei meinem Bullitt nicht symetrisch ist, siehe Fotos.
Sieht bei mir auch so aus. Der Reifen bzw. die Felge läuft aber trotzdem mittig zu den eingeschweißten Ösen für die Schutzblechaufnahme, also mittig im Rahmen, richtig? Auch beim Drehen des Hinterrads wandert der geringere Abstand nicht, also am Hinterrad liegt es nicht.
Die aktuellen Rahmen (ohne Motor oder Pinion) haben auf der Antriebsseite ein dünneres Blech in die Kettenstrebe eingeschweißt, hierbei wurde offenbar zuviel Wert auf Freiheit für Rennradkurbeln und weniger Wert auf Reifenbreite gelegt.

Interessant wäre, ob die 2021 ausgelieferten Rahmen diesbezüglich geändert sind.
 
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@Mike aus welchem Jahr stammt denn dein Bullitt?

Ich hab mein Rad dieses Jahr gekauft und hab die Bilder von dir mal mit meinem Hinterrad etc. verglichen (so gut es ging^^) und bei mir ist der Abstand deutlich genauer. Auf den Bildern bei dir, erwirkt es den Eindruck, als hätte das HR einen Rechtsdrall. Kann natürlich auch wie von @FraWie beschrieben am Rahmen liegen. Dennoch ist es bei mir ausgeglichener, oder vielleicht ist mein HR auch schief und deshalb wirkt es gleichmäßig? :eek: :D
 
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Seltsam. Mein Rahmen ist von Anfang 2020. Auf diesem Bild ist es vielleicht etwas deutlicher. Wobei "Genauer" ein interessanter Begriff ist. Das sieht bei mir schon so aus, als wäre das Absicht. Wie FraWie schreibt, da ist ein Blech eingeschweißt. Das fehlende Volumen der Strebe wird damit wohl ausgeglichen. Ich mach davon auch gerne noch ein Bild. Sonst frag ich bei den Jungs von Velogold bei nächster Gelegenheit mal nach, Die arbeiten mit den Dingern ja jeden Tag.

Und mein Kollege wollte eh wissen, wie die ne XT 1x12 mit 142mm Weite hinten in einen 135er Rahmen bekommen. :) Vielleicht modifizieren die in Kopenhagen ja nach Gusto.

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Ich meine solange wie es erstmal geradlinig läuft, ist ja alles in Ordnung. Ich werde demnächst auch einen Reifenwechsel durchführen und bin schon sehr gespannt, wie das bei mir aussehen wird. Hab auch nochmal geschaut, bei mir dreht sich das Rad auch vollkommen normal. Ich denke das wirkt einfach nur so, durch die Asymmetrie des Rahmens.

Und zu dem zweiten angesprochenen Punkt, ist das nicht die "normale" Breite? Sollte das dann nicht trotzdem passen? Ich meine das ist ja nur der Abstand von Innenseite zu Innenseite, man muss den Rahmen, bzw in dem Fall die Breite der Ausfallenden mit dazurechnen wo die Steckachse ebenfalls durch muss.

Anderseits kann ich bereis aus Erfahrung sagen, so eine Steckachse lässt sich auch mit einfachen Mitteln selbst zurecht fräsen und auf die entsprechende Länge kürzen. Musste das damals bei meinem Rennrad machen und hat super geklappt.
 
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Nach den Diskussionen prüfe ich das nochmal, aber eigentlich sitzt das sauber ohne Spiel in den Ausfallenden.

Zu Punkt 2: Danke vielmals für die Aufklärung, so wirds sein. Man lernt nie aus. :)
 
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Man könnte den Rahmen vermessen. Vielleicht ist es sogar Absicht. Cannondale hat zum Beispiel an einem Rahmen eine absichtliche Asymmetrie.
In den 80ern hatte ein gewisser Florian Wiesmann auch schon asymmetrische Rahmen gebaut.
 
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Der einfachste Weg ist einfach das HR mal verkehrt rum reinhalten. Ist dann die Assymetrie immer noch da / in der gleichen Richtung ist es der Rahmen. Wandert es auf die andere Seite ist es das Hinterrad.
Mein Rahmen von 2017 ohne E ist Symetrisch. Sowie das HR zentriert über der Nabe. Auf beiden Seiten mit 2.0er Reifen gute 6mm Platz.

Die 142er Steckachse wird ja über die Ausfallenden realisiert. Von daher hat der Bullittrahmen keine 135er Einbaubreite. Nur die „alten“ Kettenausfallenden sind für dieses Maß passend. Aber das wurde ja schon beantwortet
 
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