Bullitt als Einsatzfahrzeug im Reparatur- und Montagesektor

So, nun habe ich an meinem neuen Bullitt die Federgabel aus'm Angebot für 69 Okken (Suntour Mobie 34 mit 110 x15 Steckachse) montiert. Macht einen sehr guten Eindruck. Habe allerdings das Lenkgestänge erstmal original angebaut, stelle mir allerdings die ganze Zeit schon die Frage, ob sich der Anschlag am Tauchrohr iwie negativ auswirken wird. Die Frage, ob das Lenkgestänge unten oder so weit oben wie möglich (andere Kröpfung!) angebracht werden sollte, wurde in 2014 hier im Forum schon mal diskutiert: bei Vollbremsung Gabelverbiegung nach hinten und damit Lenkgestängeverkürzung mit evtl. negativen Auswirkungen auf das Lenkverhalten - etwas ähnliches bzw. wesentlich deutlicheres entsteht ja an der Federgabel, weswegen wohl R&M den Anschlag am Standrohr gebaut hat. Bei der 1. Probefahrt leer konnte ich bei Vollbremsung nichts auffälliges bemerken, kann natürlich daran liegen, dass ohne Gewicht das Vorderrad eventuelle Lenkeinschläge durch die Stauchung des Lenkgestänges "überhoppelt" - werde nachher die Kiste aufsetzen, unter Last nochmal probieren und dann weiter berichten...
Kann jemand noch genaueres aus Erfahrung oder theoretisch zum Thema beisteuern?
 

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Ich habe bei mehreren Cargobikes das Lenkgestänge unten am Tauchrohr angebracht (mit Adapterblech an den IS2000).
Auf die Gabel dürfte das keine negativen Auswirkungen haben. Die Bremskräfte wirken auch quer auf die Tauchrohre und sind um ein vielfaches größer als die Lenkkräfte.
Man merkt allerdings bei scharfen Bremsungen, dass sich die Gabel verbiegt. Darüber bist Du Dir ja auch im klaren.
 
Man merkt allerdings bei scharfen Bremsungen, dass sich die Gabel verbiegt
Und WIE macht sich das bemerkbar? Das wurde noch nirgends wirklich klar beschrieben, es gibt immer nur die (nachvollziehbaren) theoretischen Betrachtungen...
 
Beim Bremsen biegt sich die Gabel nach hinten. Zusätzlich kippt sie innerhalb des Passungsspiels etwas nach hinten. Die Lenkstange ist einseitig angeschlagen. Entweder man nimmt an dass sie fest steht, dann biegt sich die Gabel auf der Seite weniger nach hinten oder man nimmt an, dass die Gabel sich beidseitig gleich nach hinten biegt, dann bewegt sich die Lenkstange und der Lenker dreht sich etwas.
Als Mensch ist man es eigentlich gewohnt, mit solchen Reaktionen umzugehen und sich daran anzupassen. Nerven tut es erst wenn man sich zu intensiv anpassen muss. Würde man sich stur nicht anpassen, würde man beim Bremsen immer etwas vom Kurs abkommen. Wenn die Gabel keine Wurfpassung hat und Du nicht stur bist würde ich in der Praxis nicht mit mit Problemen rechnen. Frag doch mal jemanden der Dich gut kennt! :giggle:

Die Klemmfaust beeinflusst das Spiel in der Gabel, das kann gut oder schlecht sein. Probier doch mal aus ob sie anfängt zu klemmen, wenn Du die Klemmfaust mehr als ordentlich anziehst. Wenn nicht sehe ich da kein Problem.
Wenn sie klemmt: Die Führung ist meist nicht auf ganzer Länge, sondern in Form von einzelnen Buchsen. Setzt man die Klemmfaust deutlich weg von einer Buchse, dann dürfte die Passung kaum beeinflusst werden.
 
Beim Bremsen biegt sich die Gabel nach hinten. Zusätzlich kippt sie innerhalb des Passungsspiels etwas nach hinten. Die Lenkstange ist einseitig angeschlagen. Entweder man nimmt an dass sie fest steht, dann biegt sich die Gabel auf der Seite weniger nach hinten oder man nimmt an, dass die Gabel sich beidseitig gleich nach hinten biegt, dann bewegt sich die Lenkstange und der Lenker dreht sich etwas.
Als Mensch ist man es eigentlich gewohnt, mit solchen Reaktionen umzugehen und sich daran anzupassen. Nerven tut es erst wenn man sich zu intensiv anpassen muss. Würde man sich stur nicht anpassen, würde man beim Bremsen immer etwas vom Kurs abkommen. Wenn die Gabel keine Wurfpassung hat und Du nicht stur bist würde ich in der Praxis nicht mit mit Problemen rechnen. Frag doch mal jemanden der Dich gut kennt! :giggle:

Die Klemmfaust beeinflusst das Spiel in der Gabel, das kann gut oder schlecht sein. Probier doch mal aus ob sie anfängt zu klemmen, wenn Du die Klemmfaust mehr als ordentlich anziehst. Wenn nicht sehe ich da kein Problem.
Wenn sie klemmt: Die Führung ist meist nicht auf ganzer Länge, sondern in Form von einzelnen Buchsen. Setzt man die Klemmfaust deutlich weg von einer Buchse, dann dürfte die Passung kaum beeinflusst werden.
Genau so.
 
???
Bin jetzt nochmal MIT Kiste (70 kg) als Zuladung gefahren, konnte die Vorzüge der Federgabel genießen und hatte keine negativen Eindrücke bezügl. der Befestigung des Lenkgestänges am Tauchrohr...
Fazit: die Befestigung beim R&M am Standrohr oben hat ihren Ursprung wahrscheinlich in der Entwicklung des Rades von Anfang an mit Federgabel, ist also den theoretischen Betrachtungen der Ingenieure geschuldet und kann im Allgemeinen bei der Nachrüstung am Bullitt oder so vernachlässigt werden - macht die ganze Sache ja auch um einiges flexibler und kostengünstiger :)
Vielen Dank für's Feedback.
 
Eine ganz ähnliche Situation gibt es bei Motorrädern mit einzelner Scheibenbremse im Vorderrad: Für normales Fahren reicht das, für Ideallinie bremsend auf letzter Rille nicht.
Was man nicht ausschließen kann ist, das im Lasti die Gabel schneller ausleiert. Also vielleicht die Wartung im Blick behalten.
 
Ich hatte mir u. A. mal überlegt, die upside-down Federgabel CARGOCA 20 Pro für Lastenrad Bullitt Cargobike von Biketechnology zu montieren und dort kürzlich angefragt, welches Lenkgestänge sie für diese Gabel empfehlen. Hier die Antwort:
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"Hallo Matthias,
Vielen Dank für das Interesse an unseren Produkten.
Bei uns kann die Original-Bullitt Lenkstange weiter verwendet werden.
Unser Adapter kann am Aussenrohr entsprechend weit unten montiert werden.
Unsere Gabel ist dafür perfekt konzipiert.
Dies hat sich bei bisher bei vielen Kunden bewährt.
Bei weiteren Fragen bitte einfach nochmal melden.
Mit freundlichen Grüßen..."
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Somit wäre die Frage ein für allemal beantwortet - ich war auch deshalb so verunsichert, weil z. B. bei der Federgabel von Twenty Inch automatisch das Lenkgestänge vom R&M Load 75 dabei war und bei der von Bullitt-Bike Norbert das Gestänge auch oben angeschlagen ist, scheinbar jedoch auch nur mit einem speziellen Adapter.
 
Wenn du die Anlenkung an einer Federgabel ganz unten hast, dann hat das den Nachteil das ganz eingefedert oder ganz ausgefedert die Lenkstange schiebt oder zieht weil sich ja ihre Länge nicht anpasst. Du müsstest das in der Theorie im Stand am Lenker sehen wenn du einfederst.
 
und um das Thema Federgabel hier abzurunden, noch diverse links innerhalb des Forums zum häufig diskutierten Thema Federgabel:
und JA, es handelt sich nur um die Freds, die sich mit Federgabel am Lastenrad beschäftigen,
und NEIN, ich habe sie nicht alle durchgearbeitet, aber einige, und teilweise sehr interessante Aspekte.
Das nächste Mal melde ich mich aus diesem Fred mit meiner neu gestalteten Kiste...
 
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