Brennholz mit dem Lastenrad

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Ich heize mit Holz und "mache" es inzwischen auch selber.
Vor einiger Zeit hat hier mal einer angefragt wegen Brennholztransport. Ich habe damals sinngemäß geantwortet, daß sich die erforderlichen Mengen kaum sinnvoll mit dem Rad transportieren lassen.

Aber es muß ja nicht alles sinnvoll sein. Kann ja auch einfach Spaß machen.
Unser Flüßchen hatte vor ein paar Tagen wieder Hochwasser geführt, und dabei wird so allerhand angeschwemmt.
Da habe ich mir heute meine kleinste Säge geschnappt, bin mit Cargobike long und meinem Fahrradfahrradanhänger losgezogen und habe Treibholz gesammelt.



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Bilanz: 10 Minuten Hinfahrt, 45 Minuten vor Ort gewerkelt, 20 Minuten zurück, etwa 0,2 Rm eher minderwertiges Holz. Dürften so etwa 100-150 kg sein. Erfordert noch ca. eine Stunde Arbeit zum kleinsägen, spalten, aufsetzen und hat dann nach Trocknung in zwei Jahren einen Wert von ganzen 8 Euro. Zum Heizen wird es mir für etwa vier Tage reichen.

Also wirtschaftlich totaler Schwachsinn, hat aber Spaß gemacht! Werde vielleicht die Tage noch ein paar Fuhren machen, es sei denn, der Förster meldet sich und weist mir ein Flächenlos im Wald zu, mit dann richtigem Holz.
Dann werde ich aber Auto und Anhänger nehmen, dann kann ich pro Fuhre etwa 2 Tonnen transportieren
 
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idame

Guest
AW: Brennholz mit dem Lastenrad

Es war jetzt sehr interessant deine Story zu lesen! Es ist interessant, dass du es quasi auch aufgerechnet hast, ob es sich lohnt oder nicht, es sieht aber auf jeden Fall nach viel Arbeit aus. Ich weiß nicht ob mir das Spaß machen würde ;) Das muss ja auch sehr schwer gewesen sein beim Transport und es hat sicher auch ein Weilchen gedauert bis du alles zusammengesammelt hast?
 
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AW: Brennholz mit dem Lastenrad

Holz machen muß einem Spaß machen, denn der erzielbare Stundenlohn ist mit dem üblichen Hobbyequipment eh lächerlich. Zumindest wenn man kalkuliert, was die selbe Holzmenge zu kaufen gekostet hätte. Wenn man auf Heizölequivalent umrechnet sieht es schon etwas beser aus.
Das ist körperliche Arbeit an der frischen Luft, bei der auch noch was, wenn auch wenig, "dabei rumkommt". Andere gehen ins Fitness-studio, was nicht nur Geld kostet, sondern wo die körperliche Leistung sinnlos verpufft.
Und wenn man dann nach all der Arbeit das "Selbstgemachte" dann in den Ofen steckt, ist das vergleichbar mit Gemüse aus dem eigenen Garten oder selbstgemachtem Apfelmost oder Wein oder ein selbstgebautes Rad: ein ziemlich befriedigendes Gefühl.

Übrigens habe ich jetzt ein "Flächenlos" im Wald erhalten, das werden so gut 10 Rm ergeben. Und es liegt quasi direkt vor der Haustür, nur ca. 2,5 km und 50Hm entfernt. So nah hatte ich es noch nie. Trotzdem sind da gute 8 to zu bewegen, das macht mit dem Rad wenig Sinn.
10 Rm Buche entsprechen dann getrocknet etwa 1800 Litern Heizöl. Bei geschätzten 100h Gesamtarbeitszeit, bis es im Ofen steckt und geschätzten 300 Euro Kosten (Förster, Benzin, Ketten, Öl, Abschreibung für Hänger, Spalter, Säge) bleiben immerhin, so gerechnet beim momentanen Ölpreis rund 12 Euro/h netto. Fast schon gut.
 
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