Bikepacking mit Lastenrad

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Ich frage mich warum Bikepacking mit Lastenrädern bisher scheinbar so gar kein Thema ist. Mein Riese Müller Load HS wäre meiner Meinung nach perfekt dafür geeignet. Man muss nicht sparen beim Gepäck und ist schnell. Ich würde mir eine große Powerbank (z.B. Anker Solix 1600) in den Laderaum stellen und könnte damit theoretisch 250-300km am Tag machen.

Scheitert es wirklich am Transport des Rads zum Startpunkt bzw. vom Endpunkt? Hat schon jemand Erfahrung mit "Cargopacking"?
 
Mit insgesamt 5x500Wh an Akkus plus Powerstation zum Nachladen, sind wir ebenso ausgestattet, hängen das bis auf diesen Absatz hier aber nicht an die große Glocke.

Viele andere hier sind ähnlich unterwegs, meist mit mehr Bio-Bikeanteil.

Wennde mit Transport zum Startpunkt die Bahn meinst, variiert das ja wie gehabt je nach Rad, Strecke, Zugpersonal oder Triebfahrzeug, kann funktionieren muss aber nicht.
 
Bikepacking mit Lastenrad ist durchaus ein Ding. Hier im Forum gab es doch zB eine Person, die bis nach Norwegen mit einem Omnium gefahren ist oder der Japan-Trip von boah, das jeweils ohne Motor. Mit Motor gibt es zB den glamping-Thread mit einigen Beispielen. Mit Bahn/Fluganreise bieten sich aber eher omniums oder andere kleine cargo bikes an.

Bikepacking war ja (im Gegensatz zum Biketouring) ursprünglich die Idee, dass man mit möglichst wenig Gepäck möglichst unabhängig von Infrastruktur unterwegs ist, z.B. mit Zeit. Sobald man mit Motor unterwegs ist, ist man deutlich mehr von der Infrastruktur angewiesen, z.B. um abends sein Rad zu laden. Damit beißt sich das ganze natürlich etwas, aber es muss ja jeder für sich herausfinden, wie eins am meisten Spaß am Reisen hat.

Mit einem HS kann man natürlich mehr Kilometer machen, dafür darf man offiziell auch einige der Radwege nicht mehr fahren, ob sich das für einen lohnt muss man wohl selbst wissen. Bei 200-300km am Tag (mit entspannter Unterstützung) kann man ja auch entsprechende Rundtouren planen und das Transportproblem dadurch umgehen. Mit der Geschwindigkeit stelle ich mir das aber eher als Fortbewegungsmittel und weniger als Radurlaub vor.
 
Die sind tatsächlich fürs Bikepacking recht beliebt. Ich hatte hier im Forum schon mal folgendes verlinkt:
und
und
Außerdem recht neu:
Markus
 
Sehe ich auch so.

Rad + Fahrer*in + Gepäck < 100kg

Wobei ich dafür etwas abnehmen müsste. Sagen wir: 120 kg?
Hängt natürlich auch von der Tour ab. Ein Franzose hat kürzlich ein Video von seiner Tour durch Nord-Norwegen und Schweden im tiefsten Winter veröffentlicht. Über zwei Wochen durch den Schnee ohne jegliche Zivilisation braucht ja große Vorräte und entsprechende Ausrüstung, das waren dann trotz 'leichter' Ausrüstung irgendwie um die 70kg. Das ist auch bikepacking auf eine Art, allerdings 'nur' auf einem stabilen Fatbike und nicht mit cargobike. Derartige autarke touren wären aber ja auch mit Lasti denkbar
 
Außerdem gab es gerade wieder Aktivität in einem anderen Faden zum Thema, den ich schon wieder vergessen hatte. Deshalb hier nochmal verlinkt:
Markus
 
Ich bin letztes Jahr mit dem Omnium minimax von Malmö nach Flensburg gefahren und möchte dieses Jahr von Göteborg über Fehmarn zurück nach Hamburg.
Das minimax ist natürlich ein kompaktes Lastenrad und kann in der Bahn transportiert werden aber die Ladefläche bietet mehr als genug Platz für Gepäck inkl. Campingausrüstung. Ich habe noch ein Stahl Gravelbike, was sehr tourentauglich ist aber mit dem Lastenrad ist es viel entspannter.
Gewicht spielt zwar auch eine Rolle aber Packmaß nicht so sehr.
 

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Habe auch schon einige Radreisen mit dem Omnium gemacht. Was mit am Bikepacking Konzept gefällt, ist das Reisen mit miniertem Gepäck. Ein leichtes Rad fährt sich einfach angenehmer (ITS Fahrer). Was mit am (typischen) Bikepacking nicht so gefällt, sind die siebenundrölfzig an den Rahmen getüddelten Taschen. Ich packe einfach alles in eine Tasche auf der Ladefläche. Wenn ich unterwegs an einem Supermarkt vorbeikomme, kann ich einfach einkaufen und habe kein Kapazitätsproblem, da die simple Rolltasche einfach mit dem Einkauf mitwächst.

Am Ende sind es natürlich individuelle Vorlieben, ich finde aber auch dass sich ein Cargobike sehr gut für Reisen eignet.
 
Habe auch schon einige Radreisen mit dem Omnium gemacht. Was mit am Bikepacking Konzept gefällt, ist das Reisen mit miniertem Gepäck. Ein leichtes Rad fährt sich einfach angenehmer (ITS Fahrer). Was mit am (typischen) Bikepacking nicht so gefällt, sind die siebenundrölfzig an den Rahmen getüddelten Taschen. Ich packe einfach alles in eine Tasche auf der Ladefläche. Wenn ich unterwegs an einem Supermarkt vorbeikomme, kann ich einfach einkaufen und habe kein Kapazitätsproblem, da die simple Rolltasche einfach mit dem Einkauf mitwächst.

Am Ende sind es natürlich individuelle Vorlieben, ich finde aber auch dass sich ein Cargobike sehr gut für Reisen eignet.
Ich bin mal relativ gleichzeitig mit einem anderen radreisenden aus dem Supermarkt gekommen und als er endlich sein Essbesteck gefunden hatte, war ich schon fertig mit dem Essen.
@Kunstrasen welche Tasche benutzt du? Ich wollte mir vllt was von Ortlieb holen inkl. der passenden Befestigung.
Grüße
 
Ich hatte mir im letzten Sommer einen zweiten Akkusatz für mein HS gekauft, um in einem Rutsch bis an die Nordsee zu kommen. 60 km mit einem Akkusatz sind doch etwas dürftig.

Ich sehe aber keinen Sinn darin, ein Lastenrad dazu zu benutzen viele Akkus mitzuschleppen. Laden kann man über Nacht. Natürlich könnte man (theoretisch) mit einem HS an einem 8-Stunden-Tag 360 km weit kommen - aber: Wozu?

Superpraktisch ist natürlich der große "Kofferraum" - ich hatte zwei große abschließbare Eurokisten mit haufenweise Geraffel für einen Vortrag mit zzgl. Campingzeug. Aber einen neuen deutschen Tagesrekord aufzustellen - Radeln soll Spaß machen. Gucken, anhalten, Eis essen. Weiterfahren. Klönschnack mit Leuten unterwegs.

Leben halt.
 
Den hier wollte ich schon öfter mal empfehlen, damit ihn jemand testet. :-)
Ich überlege so eknen Sack für Filibus und Kronan zu kaufen.
 
Den hier wollte ich schon öfter mal empfehlen, damit ihn jemand testet. :-)
Ich überlege so eknen Sack für Filibus und Kronan zu kaufen.
Hat laut Produktbeschreibung ein Eigengewicht von 2kg. Fürs gewichtsoptimierte reisen mit dem Rad ist der eher nichts.
 
Also für dieses Jahr sind 1 bis 2 Bikepacking Touren geplant. Dafür ist das Fahrrad ideal.
Was ist so geplant? Ich kann, wenn man in Nordeutschland lebt und erst mal mit den Öffis weg möchte, die Fähre nach Malmö empfehlen. Viel Platz für große Räder und das Risiko irgendwo zu stranden ist geringer als mit der Bahn.
Hat jemand ähnliche Empfehlungen?
 
Wenn Du einem Schweizer sagst, Du brauchst seinen Armeerucksack um Schokolade aus HOLLAND zu importieren. Also ich weiß nicht. Kauf ihm vorher besser auch sein Gewehr ab.
Na gut, wenn das Gewehr dann aber auch weg ist, dann erzählst du, dass du auch noch zwei Kilo Gouda darin transportieren möchtest .... nur den jungen...
 
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