"Berlin autofrei"

Beiträge
742
Lastenrad
Bullitt XT 1x11
Vielleicht können wir das Thema "Berlin autofrei" hier diskutieren ...

Ich hatte auch erst ähnliche Gedanken wie @Waldstube in seinem/ihrem Post.
@stan : Deine Sicht würde mich interessieren.

Meine Gedanken: Ich verdränge zumindest kurz/mittelfristig den (Durchgangs-) Verkehr in den Bereich direkt rund um den S-Bahn-Ring, bzw. auf die auch schon sehr volle Stadtautobahn A100.
Auf lange Sicht finde ich die Idee aber sehr attraktiv, wenn Alternativen (zum MIV) da sind.
 
Schade, dass das hier nicht weiterging. Mein Umfeld findet Autofrei für Berlin zwar gut, befürchtet aber, dass es auf Lasten geringverdienender Pendler:innen geht. Gutverdienende mit "Innerring-Miete" fahren gerne Rad, weil man nicht länger als 20min ins Fabrikloftbüro fährt. Ich finde Radnutzung in Berlin nach wie vor sehr überschaubar und auch die Dichte an Neu(eren)fahrzeugen hoch genug um das mit dem "Geringverdienenden" anzuzweifeln.
Wenn die Autonutzung im inneren Ring eingeschränkt würde, glaube ich aber nicht, dass die Bezirke außerhalb des Rings darunter leiden müssten, ist ja nicht so als gäbe es dort massig park-and-ride Flächen.
 
Wenn die Autonutzung im inneren Ring eingeschränkt würde, glaube ich aber nicht, dass die Bezirke außerhalb des Rings darunter leiden müssten, ist ja nicht so als gäbe es dort massig park-and-ride Flächen.
Ich befürchte, statt auf kürzerem Weg quer durch den Ring, fahren mehr Leute mit dem Auto drum herum.
 
Irgendwo muss man anfangen. Die Alternative wäre, das autoärmere Leben der Zukunft in den Außenbezirken oder auf dem Land zuerst umzusetzen. Das gibt das gleiche Geschrei über die besserverdienenden Yuppies in den Städten, die mit dem Porsche zum Fabrikloftbüro fahren (ich empfinde das übrigens als nerviges Bashing).

Man kann auch entspannt aus weiten Bereichen der Außenbezirke mit dem Rad nach Mitte fahren. Klar fahre ich dann 40-50 Minuten aber mit Fußweg zum ÖPNV und dann zum Büro bin ich aus wirklichen Außenbezirken doch auch nicht schneller.

Ich pendele ganzjährig mit dem Rad aus Pankow (Altbezirk) Richtung Friedrichstraße. Dauert etwas länger als 20min (eher 40 bei ruhiger Fahrweise), ist meistens quality-time, ermöglicht Einkäufe nebenher usw.; völlig machbar.
Es müssten halt endlich mal Zubringer kommen, die einen deutlichen Zuwachs an Radverkehr aufnehmen könnten...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Manni Es kann schon sein, dass der Verkehr drum herum erstmal zunimmt. Aber ist das wirklich ein Grund es nicht zu tun? Radfahren oder ÖPNV ist halt oft auch Gewöhnungssache und Menschen sind Gewohnheitstiere. Manchmal brauch es da einen kleinen Schubs in die richtige Richtung. Eine "Befriedung" des Inneren Rings müsste aber natürlich einhergehen mit einem Verkehrsgesamtkonzept für Berlin-Brandenburg. Und diese Beziehung läuft ja nicht immer gerade gut...

@Buledde Deinen Punkt mit dem Bashing habe ich nicht verstanden. Sympathie für Individualverkehr mit Spritmonstern und für Autobahnraser habe ich aber generell nicht:)
Ansonsten gebe ich dir Recht: Das Fahrrad ist das sinnvollste Fortbewegungsmittel in der Stadt und oft auch das Schnellste. Der ÖPNV schlägt das Rad meistens nur bei einer direkten (mittel)langen Verbindung und direkter Nähe von Wohnort und Arbeitsplatz zur Haltestelle.
 
Moin, ich fahr ja vom äußersten Rand Berlins nach Kreuzberg in 1 Stunde, ÖPNV 50- 70 min, Auto nur Nachts ein Vorteil.
Also quality Time auf dem Lastenrad mit Besorgungen inkl.; manchmal in Verbindung mit S-Bahn( Ja LongJohn geht auch in der S-Bahn).
Ohne deutliche Verbesserungen im ÖPNV/ Wegenetz wird sich der durchschnitt nicht anders Fortbewegen als wie bisher. Und den S-Bahn Ring umfahren ist ja in den meisten Richtungen ein sehr zeitintensives Projekt. Ich muß heute Abend wg. eines Termins mit einem Firmenauto fahren. Hab ich inzwischen gar keinen Bock mehr drauf. War mal anders:)
Selbst wenn es Autofrei wird sind ja immer noch die ganzen Ausnahmen unterwegs.

Grüße
 
Wenn ich mir den KFZ-Verkehr hier in Köpenick/Südost so anschauen, dann ist grob 2/3 reiner Durchgangsverkehr (sieht man u.a. ja an der Staurichtung....).

Aus Bezirkssicht wäre es insofern sehr attraktiv, wenn dieser wegfiele. Gleichzeitig hängen hier viele an ihren Blechkisten und schließen sich der Lawine an - ein Bekannter von mir sammelt(e) hier für B autofrei und sagte was von 'mühsam'.

Aus der eigenen Erfahrung kommt man bereits jetzt halbwegs mit dem Rad (besser mitm VM/Pedlec, wg. Entfernungen) von hier in die Innenstadt. Wenn der Innenstadtdurchgangsverkehr auch nur um 50% reduziert würde, sähe das noch deutlich besser aus.

Wir selbst haben vor 7-8 Jahren den PKW abgeschafft (weil reines Standzeug), in die Innenstadt mitm PKW ist/war grausig. Versteh nicht, wie sich Leute sowas antun. Mein Vater hat zwar noch einen, war aber damit jahrelang nicht in der Innenstadt.

ps:
Nochwas Allgemeines: Nur Pull (attraktive Alternativen) reicht aus Erfahrung und Verkehrsforschung nicht. Es braucht auch Push (Druck, Regulation, unattraktiv machen), sonst dominieren Bequemlichkeit und Routinen.
Dies auch vor dem Hintergrund der Noch-Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (auch im Kontext der veränderten geopolitischen Realitäten) - die relativ schnell zu beenden wäre, den politischen Willen vorausgesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe einen (bahnpendelnden) Bekannten in der Berliner Verkehrsplanung, den ich nach einer VeloBerlin im Auto mit nach "draussen" genommen habe. Nicht nur seine Schleichwege waren interessant, sondern auch seine Kommentare. Eine leere Straße zur Stoßzeit ist "nicht optimal genutzte Kapazität". Seine Aufgabe beschrieb er resigniert-pragmatisch als "den Stau gleichmäßig verteilen".
 
Ich finde alle Kommentare bisher gut und verständlich.
Was ich nicht bedacht habe, ist der, hier mindestens ein Mal kolportierte, Druck, der kommen muss.

Ich denke, Druck ist das Eine. Das Andere wäre eine Bewusstseinsänderung bei den Leuten.
Autos müssen auf die gleiche Ebene wie das Rauchen gehoben werden.

Hauptursache für das viele Autofahren ist vor allem die kulturelle Fütterung der Konsumenten mit dem Thema Auto.

Kinderspielzeug, Kinofilme, Werbung und das gesamte Theater.

Obwohl das Rauchen den Steuerzahler nicht annähernd so teuer kommt wie das Thema Verbrenner und Auto, unternimmt man nichts. Warum nicht eine Kampagne im TV gegen Autos?
Warum kein Werbeverbot für den individuellen Gebrauch von Ottomotoren oder eben Dieselmotoren?
Warum keine Kriminalisierung von unsachgemäßen und verschwenderischem Umgang mit Kohlenwasserstoffen?

Meiner Meinung, haben die Leute Autos inhaliert. Sie sind tief verwurzelter kultureller Bestandteil unserer Gesellschaft.
Vom Matchbox bis zu Leichenwagen... Diese Infiltration der Menschen muss gesetzlich gebrochen werden.

Andernfalls haben wir immer eine Schicht, die behauptet, dass ihr etwas weggenommen werde und entsprechend barsch reagiert.

Es gibt nicht wenige Leute, denen bedeutet das eigene Auto mehr als alles andere. Das ist nicht nur ein Scheinstatus sondern ein real erworbener und medial in den Gehirnen verlinkter Status, der über Glück oder Unglück entscheidet.

Daher muss das Thema auf die Agenda der Rechtsprechung.
 
"den Stau gleichmäßig verteilen".
Das Problem dabei: Hiermit wird Stau (scheinbar) erträglich gemacht, verdünnt - statt ihn, v.a. für die, die drinstehen, so unerträglich zu machen, dass sie den Verkehrsträger wechseln:
Verkehrsverpuffung / traffic evaporation

Insofern ist genau dieses Verständnis, den Stau irgendwie zu managen bzw. problematischen Verkehr zu managen, statt ihn zu reduzieren, Teil des Problems, nicht der Lösung. Genau deswegen sind Neubauprojekte wie die TVO ebenfalls eher kontraproduktiv - und Kiezblocks bzw. modale Filter ein exzellentes Mittel zur Staureduzierung.
 
Es gibt nicht wenige Leute, denen bedeutet das eigene Auto mehr als alles andere. Das ist nicht nur ein Scheinstatus sondern ein real erworbener und medial in den Gehirnen verlinkter Status, der über Glück oder Unglück entscheidet.
Mir ist bei einem 7er BMW irgendwann aufgefallen, das die Fahrer großer Autos eigentlich wie kleine Wichte aussehen, wenn sie - proportional viel kleiner als ihr Fahrzeug - nur an der Unterkante der Seitenscheibe sichtbar sind. Das lustige ist, dass man, wenn man diesen Gedanken einmal hatte gar nicht mehr anders kann, als das so wahrzunehmen. Ob man will oder nicht.
Insofern hast Du völlig recht. Die Wahrnehmung von Status funktioniert zu einem großen Teil unterbewusst und das lässt sich ändern.
Insofern ist genau dieses Verständnis, den Stau irgendwie zu managen bzw. problematischen Verkehr zu managen, statt ihn zu reduzieren, Teil des Problems, nicht der Lösung. Genau deswegen sind Neubauprojekte wie die TVO ebenfalls eher kontraproduktiv - und Kiezblocks bzw. modale Filter ein exzellentes Mittel zur Staureduzierung.
Er macht als Fachmann seinen Job entlang der von der Politik definierten Leitlinien. Und obwohl wir in dieser Hinsicht eigentlich keine Ansichten teilen, käme er auch nie auf die Idee mit dem Auto nach Berlin rein zu fahren.
 
ps:
Nochwas Allgemeines: Nur Pull (attraktive Alternativen) reicht aus Erfahrung und Verkehrsforschung nicht. Es braucht auch Push (Druck, Regulation, unattraktiv machen), sonst dominieren Bequemlichkeit und Routinen.
Dies auch vor dem Hintergrund der Noch-Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (auch im Kontext der veränderten geopolitischen Realitäten) - die relativ schnell zu beenden wäre, den politischen Willen vorausgesetzt.

Ein wenig "Push" erfolgt ja über den status quo - eben die Unattraktivität mit dem Auto in die City zu fahren (Stau, Baustellen, Parkplatzsituation) oder aktuell über die stark gestiegenen Kraftstoffpreise (da erhoffe ich mir andere Ideen als die aktuelle von Lindner).
Aber klar: Viel zu wenig gewollter "Push" und leider auch massiv zu wenig "Pull" (schön verknüpfen könnte man billig beides, wenn Fahrradstraßen immer ein Hauptstraßenschild bekämen).
 
Er macht als Fachmann seinen Job entlang der von der Politik definierten Leitlinien.
Da möchte ich als Organisationssoziologe (mit Fokus auf Verwaltungen) und als politisch Aktiver widersprechen. Die Leitlinien sind deutlich vielfältiger und gerade die mittlere Verwaltungsebene (inkl. fachliche Spezialisten) hat häufig *sehr* viel Ermessensspielraum und einiges an Machtressourcen (wie wir in TK regelmäßig im negativen Sinne sehen).

Leitlinien sehe ich u.a. in den Bereichen Recht (sehr träge, aber zentral), Normen (vielfach durch Verbände/Industrievertreter definiert), Fachverständnis (durch Lehre, dominante Strömungen etc. dominiert, sehr träge), wahrgenommene öffentliche Meinung (das sind auch nur Menschen), nichtpolitische Karrierebeamte als Vorgesetzte (meist fortgeschrittenes Alter und entsprechend durch die 'autogerechte Stadt' sozialisiert) definiert (gibt noch mehr, die fielen mir grade ein).


Im Besonderen den letzten Punkt, langjährige Karrierebeamte, würde ich nicht unterschätzen. Wenn die nicht massiv Mist bauen, sitzen die Jahrzehnte an der entscheidenden Schnittstelle zwischen Verwaltungsapparat und Exekutive. Und sie wissen genau, auf welche von den o.g. Bezugsrahmen sie sich wann beziehen müssen, um ihre persönliche Position durchzubringen.

Herausragendes, nichtrepräsentatives Positivbeispiel: Felix Weisbrich in FK, gefühlt typisches Negativbeispiel: ein Abteilungsleiter in TK (sinngemäßes Zitat: 'Radfahrer brauchen keinen Asphalt, da reicht Verbundpflaster').


Und ja, in einem gewissen Maße auch top down von der politischen Ebene (Stadträte etc.) herab. Das gleicht aber eher dem Don quischottschen Kampf gegen Windmühlen, wie ich für unsern Bezirk aus erster Hand (und nicht nur einer) weiss. Von der politischen Seite scheint mir am ehesten eine gewissen Definitionsmacht über die 'Stimmung' in der Verwaltung, also was gerade en vogue ist und was nicht, auszugehen.

Eine Ausnahme wäre es, wenn *alle* politischen Ebenen (vom Bund bis zum Stadtbezirk/Kommune) an einem Strang ziehen würden. Kannste lange drauf warten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ist bei einem 7er BMW irgendwann aufgefallen, das die Fahrer großer Autos eigentlich wie kleine Wichte aussehen, wenn sie - proportional viel kleiner als ihr Fahrzeug - nur an der Unterkante der Seitenscheibe sichtbar sind. Das lustige ist, dass man, wenn man diesen Gedanken einmal hatte gar nicht mehr anders kann, als das so wahrzunehmen. Ob man will oder nicht.
Insofern hast Du völlig recht. Die Wahrnehmung von Status funktioniert zu einem großen Teil unterbewusst und das lässt sich ändern.
Das meine ich nicht.

Das sind Dinge, wie du sie in jedem Lebensbereich findest. Die große Kamera, der krasse Drahtesel, das längste Long John oder was du willst.
Das sind Kompensatoren. Die sind meiner Meinung nach fast schon pathologischer Natur und die Menschen, die solchen Mechanismen anheimgefallen sind, tun mir eigentlich eher leid.

Ich meine die gesellschaftlich getragenen Maßnahmen zur gründlichen Kultivierung des sogenannten Individualverkehrs mit dem Verbrenner. Dazu gehört auch und gerade das Motorrad.

Genauso könnte man die Turnschuhe namhafter Hersteller an den Pranger stellen. Diese Schuhe werden in Billiglohnländern unter übelsten menschenverachtenden Verhältnissen gefertigt. Aber sie sagen uns, wir sollten froh sein, denn hätten diese Leute keine Arbeit.

Es geht nicht um den "Individualisten", der sich an 150 PS ergötzt und nicht merkt, dass er ausgelacht wird. Es geht um die Masse, die nicht merkt, dass sie einem Narrativ folgt, dass äußerst inhuman oder einfach massiv umweltschädlich ist.
 
Meiner Meinung, haben die Leute Autos inhaliert. Sie sind tief verwurzelter kultureller Bestandteil unserer Gesellschaft.
Vom Matchbox bis zu Leichenwagen... Diese Infiltration der Menschen muss gesetzlich gebrochen werden.

Da hatte ich mal auf dem Radweg nach Hause dieses Interview gehört. Leider habe ich es nicht mehr als Audio gefunden. Das war 2017 schon sehr gut formuliert
 
Autos müssen auf die gleiche Ebene wie das Rauchen gehoben werden.
Das ist ein sehr guter Vergleich.
Denn Autofahren macht ja durchaus auch süchtig - vielleicht nicht beim Pendeln im Alltag, aber so über Land mag ich das ganz gerne. Gemütlich über skandinavische Landstraßen dieseln mit dem Tuckern aus dem Heck ist schon auch nett. Andere brauchen die Geschwindigkeit, oder das Gefühl von "Macht".
In Berlin habe ich lange im Wedding gewohnt, sehr nah an der Autobahnauffahrt Seestraße. Autostellplatz im Hof 20 Euro.
Wenn man nicht im Berufsverkehr fährt, ist man dann schon unschlagbar schnell, wenn das Ziel auch in Autobahnnähe ist. Es gibt also z.B. in Berlin (leider) durchaus auch innerstädtische Strecken, bei denen das Auto sehr viel schneller war, vor allem, wenn man keinen Parkplatz suchen muss. Da hätte es damals bei mir finanzielle Anreize gebraucht (z.B. Innenstadtmaut), um die doppelte / dreifache Fahrzeit mit Rad / BVG in Kauf zu nehmen. Mittlerweile ist das Auto komplett aus dem Alltag verschwunden, zum Glück.

Es ist also eine Droge, ungesund für einen selbst und für andere, verursacht hohe Kosten und viele Menschen kommen in vollem Bewusstsein trotzdem nicht davon weg. Ausserdem hat es eine starke soziale Komponente. Und es gibt eine starke Lobby, die ein passendes Image bastelt.
Und es ist viel einfacher, nicht damit anzufangen als aufzuhören.
Man kann da also viel lernen von. Wenn man sich überlegt, wie undenkbar heute das Rauchen in Restaurants, Zügen, Flugzeugen usw. scheint, kann man ja hoffen, dass das private Autofahren in der Innenstadt in 25 Jahren ebenso absurd scheint. Und die Diskussion damals war ähnlich aufgeladen wie die um die autofreie Innenstadt heute. T
 
Danke für die vielen Beiträge! :cool:
Hatte den Faden schon fast aufgegeben ... ;)
Aber gut Ding will Weile haben.

In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen bin ich inzwischen auch ganz klar der Meinung: einfach mal machen!

Ich fahre jeden (Nicht-Homeoffice) Tag meine fast 13 km one-way von Tegel in den Gesundbrunnen und zurück. Und mach auch sonst alle Besorgungen in Berlin mit dem (Lasten-) Rad. Ich möchte es nicht missen! Das Auto ist kaum schneller und macht keinen Spaß. Hab zwar noch eins, kann aber eigentlich schon längst weg. Ist eher Bequemlichkeit/Faulheit, mich drum zu kümmern.

Und Mitte wäre ohne Autos ein richtig lebenswerter Ort, bzw. könnte es sein. Z.B. der Bereich um den Alex. Diese riesigen asphaltierten Flächen. Was könnte man dort für schöne Grünanlagen gestalten...

Was mich ärgert sind genau die geschilderten Hindernisse. Diese massive Zentrierung auf den MIV und den Fetisch Auto in der ganzen Gesellschaft ist eine gewaltige Hürde. Die Frage ist, wie man diese Verkrustung aufbrechen kann? Denn zu warten, bis vor allem meine Generation (50+) + die noch älteren aus dem Berufsleben wächst oder wegstirbt, dauert zu lange. Die Zeit haben wir nicht.
 
Zurück
Oben Unten