Beratung für eBullitt (Auto-Ersatz + Hunde-Transport)

Beiträge
13
Ich überlege mir schon eine ganze Weile, ein Lastenrad zu kaufen. Wie im Titel bereits geschrieben als Auto-Ersatz und Hunde-Transport. Fahren würde ich zur Arbeit (knapp 30 km pro Strecke mit ca. 100 resp. 400 hm Steigung) und in der Freizeit (um die 10-40 km am Wochenende). Der Hund ist noch jung und fit, wird also auch nebenher rennen. Bei langen Strecken/stark befahrener Strasse/Hitze im Sommer könnte er vorne mit fahren. Mit Unterstützung weil es in der Schweiz doch immer wieder ein paar Hügel gibt. Gewicht von mir ca. 55 kg, der Hund wiegt 20 kg. Jetzt hätte ich ein Occasion-eBullitt in Aussicht mit folgenden Spezifikationen:
  • 3 Jahre alt
  • Shimano Steps E6000
  • Alfine 8-Gang Nabenschaltung
  • Scheibenbremsen
  • 3000 km
  • Honeycomb Board + Frachtnetz
  • Preis ca. 3'700 Euro
Ich habe schon etwas im Forum quer gelesen, allerdings bin ich eher die Fahrrad-Fahrerin und nicht -Schrauberin. Bei all den Fachbegriffen über Bremsen, Schaltung und Motoren raucht bei mir der Kopf deshalb wäre ich froh um ein paar Expertenmeinungen.
 
Beiträge
3.039
Von den Stichpunkten her ist das Rad ok.

Wenn es noch ein orginales E6000 ist, ist wohl eine MT5 als Bremse verbaut. Meine Frau fährt ihr E6000 auch sehr gerne. Den Preis finde ich recht hoch, allerdings habe ich hier in einem anderen Thread auch schon gesehen, dass die Gebrauchtpreise wohl angezogen haben. Wir haben deutlich weniger für eine vergleichbares E6000 gebraucht bezahlt.

Dem Hund muss man das Lastenradfahren wohl auch erst antrainieren. Da kenne ich mich aber überhaupt nicht aus. Will es nur angemerkt haben
 
Beiträge
837
Ich fahre dein Bullitt und geben dir ein OK dafür :) Empfehle dir, falls noch nicht passiert, auf 44er Kettenblatt vorn und 16er Ritzel hinten aufzurüsten (braucht Spezialwerkzeug, hat aber jedes bessere Fahrradgeschäft), damit läuft die Mühle auch ohne Motor wie ein Rennrad und es sind im 6. Gang bequem 26-28km/h drin, das originale 22er Ritzel ist sehr Oma. (generell fahre ich grundsätzlich mit abgeschaltenem Motor, selbst mit 40-50kg Zuladung und schalte den Antrieb nur am Berg kurz dazu) Von der Automatikschaltung nicht ärgern lassen, die einfach abschalten und abgeschalten lassen oder abgeschalten erst mal ein paar Kilometer anlernen, dann macht die oft was du willst.
Den Preis kannst du noch versuchen etwas zu drücken, 3400€-3200€ sollten drin sein.

Zwei Kisten Hopfentee, leichter Anstieg, 44-22 vor dem Umbau auf 44-16, 8. Gang ... lahme Mühle :ROFLMAO:

Der Hund muss unbedingt antrainiert werden! Habe schon einen erlebt der einfach angesprungen ist weil ihm gerade irgend was am Wegrand gefallen hat, gab ne blutige Nase :cry:
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
13
Danke für die Rückmeldungen. Bezüglich Preis: ich bin in der Schweiz, da kosten die Bullitts wohl eeetwas mehr. Hinten gibt’s wohl auch noch eine neue Nabe. Bin allerdings am Überlegen ob ich mir grad ein neues gönnen soll für ca. 1‘500 - 2‘000 Franken mehr.

Dass der Hund angelernt werden muss ist klar. Der Anhänger gefällt ihr schon mal, ich hoffe das Lastenrad passt ihr auch.
 
Beiträge
13
Haben übers Wochenende ein Bullitt mit Steps 6100 Motor getestet. Fährt sich toll und die Unterstützung ist bei Anstiegen schon sehr hilfreich, nur die elektrische Schaltung gefällt mir nicht so. Die ersten Kilometer bin ich ohne Motor gefahren und habe das schon als sehr angenehm empfunden – allerdings ohne Ladung drauf. Jetzt überlege ich mir, ein Bullitt ohne Motor zu kaufen und das allenfalls anzupassen falls ich doch eine Unterstützung brauche. Wie kompliziert ist das denn? Ich habe noch nie ein Fahrrad zusammen geschraubt, hätte aber einen Bekannten der sich schon mehrere Räder zusammen gebaut hat den ich um Unterstützung fragen könnte. Beim Programmieren hoffe ich mal auf die Hilfe vom Forum.
 
Beiträge
3.039
Das habe ich so gemacht. Bullitt ohne Motor und einen Bafang BBS01B nachgerüstet.

Etwas Schrauberfahrung ist vom Vorteil. Ist aber kein Hexenwerk. Wenn es ein Bafang werden sollte, bestelle das Programmierkabel direkt mit. Ohne wird das nichts.
Auch musste ich etwas am Motorflansch wegfeilen, oder ich hätte den Motor zerlegen müssen um ihn unters Bullitt zu bekommen. Gibt hier meine ich auch einen Thread dazu. Erkennt man auf dem Foto leider nicht, aber oben links zwischen Motor und Bullittrahmen ist eine Nase am Motorgehäuse zum Verschrauben des Deckels mit dem Gehäuse. Da musste ich ca 1-2mm wegfeilen. Oder man macht den Deckel auf, war mir aber zu umständlich

img_20190918_190155-jpg.912193
 
Beiträge
3.039
Hier noch 2 Threads wo auch der Umbau mit einem Bafang dokumentiert wurde


Meinen Aufbau habe ich im IBC (www.mtb-news.de) dokumentiert. Allerdings kam erst nach gut 2t km der Bafang nachträglich rein und wenig dokumentiert

Auf Seite 19 geht es mit dem Umbau los
 
Beiträge
2
Ich trainiere seit ein paar Tagen mit den Hunden vorne in einer 90l Mörtelwanne das Bullittfahren... das klappt ganz gut, selbst mit dem alten Angsthasen, der jetzt schon selbst „einsteigt“. Während den Welpen nichts schockt. Heute sind wir sogar mit beiden Hunden in der Box ein bisschen gefahren. Ein bisschen schiss hab ich immer noch, dass die beiden Granaten Nicht zuverlässig sitzen bleiben... da würden mich mal Erfahrungsberichte interessieren
 
Beiträge
90
sicher macht ein eBullit grossen Spass beim Fahren, ob du es für deinen Bedarf aber wirklich brauchst und ob es die flexibelste Variante ist?
Warum kein normales eFahrrad/SPed und dazu diverse Anhänger?
Wegen einem SPed mit Hänger wird die im Alpenland kein Tschugger nach lauffen...
Natürlich musst du dann selber etwas aufpassen, da die Hänger die hohe Geschwindigkeit nicht immer so gut vertragen und umkippen können...
Meine Hunde (Boxer und Frenschi) sind im BobYak mit Wandertec Innen Husse sehr glücklich unterwegs. Für Grosseinkaufe habe ich auch noch einen Zweirad Hänger. Der Zweiradhänger ist leer schon ein paar mal umgekippt als ich durch enge Kurven gefegt bin, der BobYak natürlich nie.
 
Beiträge
13
Einen Hänger für den Hund habe ich bereits, allerdings mag ich sie lieber im Blick haben wenn wir unterwegs sind. Die Tendenz geht jetzt eh zum Bio-Bullitt und einem eventuellen Umbau.

@Milan0 danke für die Links. Hab mich schon fleissig durchgeklickt...
 
Beiträge
13
Sooo... ich aktiviere den Thread mal wieder. Ein Lastenbike hab ich noch nicht – aber eines wollen tu ich immer noch. Derzeit hab ich grad zwei im Auge, kann mich aber so schlecht entscheiden.

Bullitt Pink hat einen 8000er Motor mit Kettenschaltung, Bullitt Pepper einen 6100er Motor mit Nabenschaltung und Gates Zahnriemen. Deshalb meine Frage: was sind so die Vor- und Nachteile von den zwei Motoren und Schaltsystemen?
 
Beiträge
192
Nabenschaltung und Zahnriemen ist fast völlig wartungsfrei. Dafür fährt sich so ne Kettenschaltung sportlicher. So wie beim Nicht-Lasti eigentlich auch. Aber da können die Spezis bestimmt noch ganz viel dazu sagen.
Ich denke, es ist auch eine Typfrage. Ich würde beides mal (mit Last, die dem Hundegewicht entspricht) Probe fahren. Wenn der Hund das Mitfahren packt, auch mit Hund!

Denn:
Ich selber hab ein Bullitt ohne E-Antrieb, aber mit Kettenschaltung. Ich heize einfach gern. Eigentlich. Stellte sich aber nun raus, mit dem Hund als Passagier geht das gar nicht so, denn dann wird das Tier seekrank. Fahre jetzt also eher moderat und Gas gegeben wird nur auf geraden glatten Strecken. Zwischen Anhängerfahren und Bullittfahren ist vom Mitfahrfeeling her ein großer Unterschied, das Bullitt macht ja ständig Ausgleichbewegungen, während der Hänger recht stabil läuft. Für manche Hunde scheint das eine Umstellung zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
192
bisschen schiss hab ich immer noch, dass die beiden Granaten Nicht zuverlässig sitzen bleiben... da würden mich mal Erfahrungsberichte interessieren
Mach doch in der Plauerecke einen extra Thread dazu auf. Man muss das ja doch recht speziell nach Hundetyp, gemachter Strecke usw. betrachten, wird hier schnell OT. Hier gibts einige Leute mit Hunden und Hundeerfahrung. Hier wurde schon bissl was geschrieben https://www.cargobikeforum.de/forum/index.php?threads/hundetransport-hundebox.2331/post-79077
 
Beiträge
3.039
Sooo... ich aktiviere den Thread mal wieder. Ein Lastenbike hab ich noch nicht – aber eines wollen tu ich immer noch. Derzeit hab ich grad zwei im Auge, kann mich aber so schlecht entscheiden.

Bullitt Pink hat einen 8000er Motor mit Kettenschaltung, Bullitt Pepper einen 6100er Motor mit Nabenschaltung und Gates Zahnriemen. Deshalb meine Frage: was sind so die Vor- und Nachteile von den zwei Motoren und Schaltsystemen?
Unterschiedlicher kann es wohl nicht sein.

Ich persönlich würde die Kettenschaltung wählen.
Welche Nabenschaltung ist denn verbaut? 5e, 8, 11er (Di2, mechanisch) oder sogar eine Rohloff?
 
Beiträge
295
Hi Bonita,
mit der Kettenschaltung hat man mehr Bandbreite insbesondere bei Steigungen. Du hattest ja geschrieben, dass Du aus der Schweiz bist, habt Ihr da Steigungen, die Ihr regelmäßig hochmüsst? Dann würde ich unbedingt beide Räder einmal Probe fahren. Ist ja am Ende wahrscheinlich auch eine Preisfrage.
 
Beiträge
3.039
Mir persönlich haben Nabenschaltung zu wenig Effizienz und zu wenig Bergtauglichkeit.
Das ist hier auch kein Geheimnis, dass ich Nabenschaltungen einfach nicht mag.

Bei Kettenschaltungen ist allerdings der Pflegeaufwand wesentlich größer, was mich aber nicht stört und ich eh alle benötigten Spezialwerkzeuge dafür daheim habe und alles selber mache
 
Beiträge
9
Bullitt Pink hat einen 8000er Motor mit Kettenschaltung, Bullitt Pepper einen 6100er Motor mit Nabenschaltung und Gates Zahnriemen. Deshalb meine Frage: was sind so die Vor- und Nachteile von den zwei Motoren und Schaltsystemen?
Wie Milan0 schon schrieb - völlig unterschiedliche Konzepte. Wenn ich mir Deine Fahrstrecke (30km mit 400hm) anschaue, rate ich Dir aber eindeutig zur Kettenschaltung!!!

Ich selbst fahre zwar eine Alfine 11er Nabenschaltung und bin damit hier in Wien sehr zufrieden, habe aber auch nur wenige und auch nicht sonderlich anspruchsvolle Steigungen zu bewältigen. Zudem bin ich Frischluftparker und schätze diesbezüglich v. a. die Wartungsarmut.
Für bergigeres Profil allerdings eher ungegeignet - vor allem mit Last.
 
Beiträge
35
Ich bin jetzt 3 Monate ein 6100 mit Nexus 5e gefahren und habe seit Freitag endlich mein eigenes 6100 mit XT Di2 Kettenschaltung.

Ich halte die Nexus 5 für eine Katastrophe und für unfahrbar, wenn's nicht bretteben ist und wenn man manchmal ohne Strom fahren will. Ich konnte bei einer mäßigen Steigung nicht aus dem Stand im 1. Gang anfahren. Jedenfalls ist sie von Haus aus viel zu lang übersetzt.
Für deine Anforderung empfehle ich dir die Kettenschaltung.
 
Beiträge
837
Datum verstehe ich nicht, warum die Alfine nicht mehr verbauen. Die läuft und läuft und läuft. Die par mehr Nm mehr am 6100 zum 6000 machen das Ding auch nicht platt.
 
Oben Unten