Anhängerkupplungen und Deichselanschlussysteme

Ich habe ja seiner Zeit bei einer Transportkette für nen Alex mitgemacht und hatte den fast leer am Rennrad.
Bin mit über 60 nen Berg runter und musste unten auch hart bremsen. lief ohne Probleme seiner Zeit. Klar ist jetzt nicht jeder Anhänger gleich. Aber ich fand das System auch sehr angenehm.
Bei einem normalen Fahrrad und mit beladenen Anhänger könnte ich es mir etwas kritischer vorstellen wenn der Anhänger keine gute Auflaufbremse hat. Wenn man dann mehr Vorne bremst könnte ich mir vorstellen, dass der Anhänger einem das Hinterrad aushebt.
Wobei ich auch schon die Erfahrung gemacht habe, dass eine Tiefdeichsel mit sehr viel Gewicht im Anhänger, einem das Hinterrad wegschiebt zu Seite. War auch nicht toll, aber die Situation war auch meinem jugendlichen Leichtsinn geschuldet. Heute würde ich in der Situation anders fahren!
OT, aber diese Transportkette war eine sehr schöne Aktion!
 
ja so meine ich das, nur etwas weniger Holz.

Ich habe bisher halt noch nicht so viele vergleiche, wie unterschiedliche Hänger und Bremsen im Notfall reagieren.
Es gibt zwei Trikehänger mit Tiefdeichsel, kennst Du die?
Kennen... ,nur Bilder, so was würde ich halt eher real testen wollen, und da spielt dann auch immer das Zugfahrrad eine entscheidende Rolle.
Heute würde ich in der Situation anders fahren!
oft kannst du die Situation nicht vorhersehen, im Notfall ziehst du einfach hart die Bremsen.
 
Ich habe mir letztes(?) Jahr einen y-Frame small fürs Brompton gekauft. Vorangegangen war ein längerer Entscheidungsprozeß zwischen Carryfreedom und Radicaldesign. Letzterer hat die unschlagbare Kupplung mit der sich das Brompton Hinterrad unterklappen läßt ohne den Hänger abzukuppeln.
Nun habe ich mir die Kupplung von Radicaldesign besorgt und möchte das gerne umbauen.

Die Deichsel ist ein quadratisches Profil mit einem Innenmaß von 19 mm
Y-Frame_Deichsel.jpg



Darin sitzt die Lollipop-Kupplung
Y-Frame_Kupplung.jpg



Die soll ersetzt werden durch die Kupplung von Radicaldesign
RadicalDesign_Kupplung.jpg

Diese hat ein M10 Innengewinde mit einer Tiefe von 35 mm.

Ich suche also einen 'Bolzen' der wie die Lollipop Kupplung 18,5 mm Durchmesser hat und der an einem Ende ein M10 Gewinde hat, dass aber drehbar gelagert sein muß.
Der Bolzen wird durchbohrt und wie die Lollipop Kupplung mit einer Schraube fixiert.

Hat jemand eine Idee wie ich das lösen kann?
Einfach eine M10 Schraube in der Deichsel zu fixieren und die Kupplung nur aufschrauben wird nicht gehen, da die Bewegungen während der Fahrt das Gewinde der Kupplung kaputt machen - vermute ich.
 
eine M10 Schraube in der Deichsel zu fixieren und die Kupplung nur aufschrauben
hatte ich so bei meiner CarlaCrowd gemacht. Das hat prima funktioniert. Bei mir war allerdings eine M10 Mutter im Deichselrohr eingeschweißt, so dass ich eine Gewindestange nehmen konnte um die Kupplung drauf zu schrauben.
 
Wie ist denn diese "drehbarkeit" bei der originalen deichsel gelöst? Im video schraubt er das kupplungsteil locker-flockig rauf..stell ich mir schwer(er) vor, bei einer leichtgängig gelagerten achse..so ab 0:20
 
Du hast recht, er dreht das Augstück nach Anschlag anderthalb Umdrehungen (0:50) zurück.
Also nicht kontern oder fest schrauben.
Dann wird das Gewinde wohl ne Weile halten.
Evtl mit Teflonband auffüttern, falls es mal so weit verschleißt, das es klappert...
Gruß Krischan
 
Wie ist denn diese "drehbarkeit" bei der originalen deichsel gelöst? Im video schraubt er das kupplungsteil locker-flockig rauf..stell ich mir schwer(er) vor, bei einer leichtgängig gelagerten achse..so ab 0:20
Warum habe ich mir dieses Video nicht angesehen? :rolleyes:
Weil es hier zu warm ist?
Mannmannmann

Danke!
 
Hi,

also M10 und dann nur lose einschrauben, das könnte sich durchaus nach schon wenigen km ausschlagen, und nur Mutter einschweißen ist meineserachten ein zu kurzes Gewinde, also zu wenige Gewindegänge, das könnte ausreißen. Besser ist ein etwas größeres in die Deichsel passendes Metallteil mit einer Gewindebohrung zu verwenden, ggf einschweißen.

Ich habe gerade man nachgeschaut die alten DDR Kupplungen haben M12 und werden gekontert. In der Hängerdeichsel ist Vollmaterial mit Gewindebohrung eingeschweißt. Im Kugelkopf haben die nicht allzuviel Spiel zum verdrehen. Ich kann es am Hänger gerade nicht messen, aber so ca. 15cm Höhenunterschied der beiden Anhängerräder sollte gehen.

Nachtrag: Gewindestangen haben im Vergleich zu Schrauben eine geringere Zugfestigkeit und sind deshalb weniger belastbar.
 

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  • DDRMifaKupplung.JPG
    DDRMifaKupplung.JPG
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könnte sich durchaus nach schon wenigen km ausschlagen
Nein, tut es nicht.
Ich fahre ein Kugelgelenk M10 seit gut 8000km in einer einfachen, stumpf angeschweißten Mutter.
Ladung bis 200kg, viele schlechte Strecken. Das nervigste ist, dass das leicht verschlissene Gewinde klackert. Deshalb die Empfehlung von Teflonband: Drehbarkeit bleibt erhalten.
@Bastel-Schrauber , sorry für Praxis :p
Gruß Krischan
 
Ich verlinke hier einmal die Beiträge zur Kfz AHK am Fahrradanhänger aus dem Dreiradanhänger Thread die dort OT sind.
Es gibt anscheinend nur in Kombination mit dem Zugfahrzeug, von @ididimarco verlinkt.
Wieder mit Pkw-Kupplung, wie weiter oben. Neuer französischer Standard?


Gruß KrischanAnhang anzeigen 73942Anhang anzeigen 73943Anhang anzeigen 73944

Ich denke, die wird benutzt weil die geprüft und genormt ist und ausserdem beim Logistiker auf dem Hof mit allem rangiert werden kann, was einen Kugelkopf hat.
Ein Teil weniger, das konstruiert und zertifiziert werden muss.

Einfach zu bedienen, die Leute kennen es und bei dem Gewicht (200kg Zuladung pro Hänger) dürfte das Zusatzgewicht der Kupplung ja auch nicht mehr relevant sein. Was ich tatsächlich spannend finde: anscheinend gibt es ein durchgehendes Bordnetz, oder wofür ist sonst das Kabel?

So Modulare Aufbauten find ich klasse. Die kurze und waagerechte Deichsel auch.
Die Anhängerkupplung macht es nicht leichter aber schön kompatibel.
Ist halt eine ganz andere Liga als ein Selbstbauanhänger.

Zumindests benutzt K-Ryole benutzen auch solche Kupplungen.

Der fehlt hier auch noch :X3:
Ich finde, der zählt trotz des Zwillingsreifens vorne.
Gruß Krischan

Ich finde die Wahl der Kupplung jetzt nicht so abwegig. Es geht ja auch darum, wir der Nutzer das Gerät behandelt. @Kaffeetanne hat da so einen Faden, der zeigt eindrücklich wie belastend gerade auch die Mitarbeiter für das Material sind. Und das, obwohl sie das Material nur in der gedachten Nutzung verwenden. Da kann ich mir gut vorstellen, dass ein bisschen mehr Substanz im Material der Kupplung den Alltag deutlich sorgenfreier gestalten kann.
 
Meine Kritik an der Verwendung der Pkw-Kupplung im Fahrradbereich ist die extreme Überauslegung. Man hat hier ja mind. 100fache Reserve bei großen Gewichten. Nur weil sich niemand die Mühe macht, gegen die Verhinderungslobby anzugehen, und eine 45km/h Kupplung neu zuzulassen.
Sie würde sämtliche Logistik im städtischen Bereich auf den Kopf stellen, weil plötzlich praktisch alles auch mit 45km/h Zweirädern ausgeliefert werden kann, mit entsprechend leistungsfähigen Motoren.
Wir stecken - mal wieder - im Autolobbyloch fest :sick:
Gruß Krischan
 
Wahrscheinlich ist es nicht die Kupplung sondern das Gespann aus Zugfahrrad und Schwerlasthänger das den Behörden Schweißperlen verursacht.
Man könnte ja dafür auch erstmal die Autokupplung auf 45km/h zulassen, ich bin auf die Gegenargumente gespannt.
Den Vorteil einer speziell dafür entwickelten Kupplung sehe ich gerade im Bereich Lieferdienste oder Post nicht wirklich. Die bekannte Kupplung funktioniert, die Bedienung ist gewohnt und der zu erwartenden Gewichtsvorteil rechtfertigt bei diesen massiven Rädern den Aufwand nicht.
 
Das Schwerste ist der Kugelkopf, die Blechkupplung geht ja noch...
Meinst Du, man muss eine 100km/h Kupplung mit 75kg Stützlast und mehreren Tonnen Anhängelast für schwächere Nutzung zulassen?
Kann ich mir so gar nicht vorstellen.
Die werden bestimmt schon an 45er Quads verwendet.
Gruß Krischan
 
Es ist doch völlig egal ob eine E-Bike Kupplung eine ABE hat, einfach nicht nachfragen beim Tüv.
Am Fahrrad ist alles erlaubt solange es nicht explizit individuell verboten wurde.

Jeder ist doch selber verantwortlich dass im Straßenverker schnell und caotisch gefahren wird.
Wer sein Auto kaput fährt hat doch eine Versicherung.
Bei Pedelecs fährt mann mit vollgeladenem Hänger immer 45km/h, dass ist völlig unzureichend eine PKW Kupplung zu montieren.

einfach Fahrradkupplung nehmen bis 200kg
 

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  • Kupplung03.png
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Motorisierte Fahrzeuge über 25km/h sind Kraftfahrzeuge und unterliegen entsprechenden Vorschriften. Bis zur Grenzöffnung gab es die Simson-Kupplung bis 60km/h, die Zulassung lief aber aus. Daher die Lücke.
Und E-Pedelecs haben eher selten eine Anhängerzulassung.
Kann man umgehen, aber evtl nachteilige Folgen sind erheblich viel teurer wegen Verlust des Versicherungsschutzes etc.
Gruß Krischan
 
ist die extreme Überauslegung
Also an einen 10mm Bolzen, einseitig angeschweißt würde ich so einen Hänger voll beladen nicht anhängen wollen.
Die Kompatibilität ist doch cool. Kein gefummel mit einer Mutter, Sicherungssplint überflüssig.
Vielfach bewährt und getestet mit viel höheren Lasten.
Eine normaler Anhänger-E Stecker wäre dann auch noch von Vorteil.
Die Kugel der Kupplung muss ja nicht aus Stahl sein.
Aber das ist halt eine andere Liga wo man diese Hänger einsetzen könnte.
Deshalb sind doch die Paar Kilo Mehrgewicht egal.
Lieber überdimensioniert als unterdimensioniert.
 
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