Anhänger: steckbare Räder oder gelagerte Achse

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Hallo,

Ich plane gerade einen Leichtbau-Wohnwagenanhänger. Konstruktionstechnisch wären mir steckbare Räder lieber (z.B. "H2O Bootswagen" https://www.hinterher.com/shop.php#modelle), allerdings von der Belastbarkeit scheint eine gelagerte Achse besser zu sein.

Gibt es irgendetwas was gegen steckbare Räder spricht? Während der Fahrt ist die Beladung inkl. Konstruktion relativ gering (30-40kg), beim Schlafen kommt dann noch eine 80kg Person dazu.

Hat vielleicht jemand langzeit Erfahrungswerte die für/gegen Steckachsen sprechen?

Danke und Grüße
 
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Hallo,

bei Rollstühlen wird viel mit Steckachsen gemacht und das hält auch viele Jahre. Einfache Systeme haben einen Federsteckbolzen. Der hat an der äußeren Sirnseite einen Knopf, der am anderen Ende Kugeln frei gibt. Genau wie bei einer Knarre die Nüsse verriegelt werden können. Das hat den Nachteil einer Achse mit geringem Durchmesser und die Buchse in die man die Welle Steckt kann verschleißen. Sportliche Stühle werden daher bei hochwertigen Herstellern mit deutlich fetteren Achsen gemacht und im Rahmen ähnlich wie eine Sattelstütze geklemmt.

Die Lösung mit den Steckbolzen ist für dich aber ausreichend. Ich glaube ich habe gerade meine letzten Räder weg geschmissen, die ich mal für ein Projekt besorgt hatte. Da hätte ich mal Bilder machen können, letztendlich waren aber nur normale Kugellager in der Nabe. Die Reifen und Felgen von Rollstühlen sind idr anders zu denen von Fahrrädern, ich habe die Maße aber gerade nicht im Kopf. Die Naben passen aber und die Felgen sind nur durch den Greifring so stabil und würde den dran lassen.

Wenn du preisewrt an Teile kommen willst, würde ich mal schauen ob es einen Hersteller für Rollstühle in deiner Nähe gibt und den Fragen oder ein Sanitätshaus ob die alte Laufräder für dich haben.

Grüße Sebastian
 
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Im Anhänger Faden hat Holzwurm kürzlich was mit Rolkstühlrädern gebaut und auch was zur Reifengröße gesagt.
Ich denke, Steckachsen reichen.
 
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Das kommt darauf an, wieviel Kilometer Du damit machst. Für lange Strecken und viele Fahrten sind Kugellager besser. An einem MTB habe ich Crankbrothers Eggbeater Pedale mit Delrin-Lagerung. Ist schön leicht, aber schnell locker. Clickpedale mit Kugellager innen und außen halten viel länger.
 
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Ich werde damit mehrere tausend Kilometer im Jahr fahren (für Touren; statt dem Zelt wie bisher). Vom Preis her muss ich nicht unbedingt das billigste nehmen - wichtiger ist die Haltbarkeit unterwegs.
 
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Die Steckachsräder, die ich habe, haben alle Kugellager.
Nur der 12" Hochdeichsel Hänger hat Kunststoff Gleitlager.
 
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Da es um einen Wohnanhänger geht kommt die Frage auf, ob er im "Wohnstand" auf den Räder steht, oder diese durch passend klapbare Beine entlastet werden. Wenn die Räder nicht entlastet werden steht das Teil auf gelagerten Achsen, bzw. einer durchgehenden ruhiger, und hat weniger Spiel als mit Steckachsen.... was für Be -und Anwohners schlaf wohl förderlicher wäre.

:) Helmut
 
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Das kommt darauf an, wieviel Kilometer Du damit machst. Für lange Strecken und viele Fahrten sind Kugellager besser. An einem MTB habe ich Crankbrothers Eggbeater Pedale mit Delrin-Lagerung. Ist schön leicht, aber schnell locker. Clickpedale mit Kugellager innen und außen halten viel länger.

Deswegen merke, wenn es sich bewegt, nicht von CB ;)
 
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Da es um einen Wohnanhänger geht kommt die Frage auf, ob er im "Wohnstand" auf den Räder steht, oder diese durch passend klapbare Beine entlastet werden. Wenn die Räder nicht entlastet werden steht das Teil auf gelagerten Achsen, bzw. einer durchgehenden ruhiger, und hat weniger Spiel als mit Steckachsen.... was für Be -und Anwohners schlaf wohl förderlicher wäre.

:) Helmut

Er wird durch 4 Beine (2 vorne, 2 hinten) entlastet.
 
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Deswegen merke, wenn es sich bewegt, nicht von CB ;)
Und wenn es sich tunlichst nicht bewegen soll (Sattelstütze zum Beispiel) auch nicht. Die Cobalt 2 mit ihrem zwar schön kleinen, aber doch sehr merkwürdig konstruierten Kopf habe ich an ein 20"-Kinderrad gebaut, würde sie aber nicht an einem Erwachsenenrad mit den höheren Lasten fahren wollen.

t.
 
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Richtig. Ich hatte einmal eine Variostütze von denen, das was sich nicht bewegen sollte, Klemmung, hat sich bewegt, und der Verstellbereich hatte seitlich extremes Spiel ;)
 
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Solche Sattelklemmung taugt auch nix. Das wird sich so gut wie immer verdrehen, egal welcher Hersteller. Besser so wie bei Tune, ax lightness oder MCFK; vorne und hinten eine Schraube. Da kann man den Winkel auch besser einstellen. Die Laufräder von CrankBros haben außer einer besonderen Optik auch keine Vorteile.
Die Eggbeater Pedale fahre ich eigentlich schon immer. Habe sie mir damals von meiner Trainingpartnerin aus San Francisco mitbringen lassen. Hier kannte das fast niemand. Die Konstruktion ist simpel, leicht, schnell zerlegbar und funktioniert auch bei Schnee und Matsch noch sehr gut. Einzige Schwachstelle ist das Delrin-Lager an der Innenseite. Die 11er Version mit Titanachse sollte man auch lieber im Laden lassen.
 
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