Abbiege-Assistenten für LKW

Schon drollig: die EU-rechtlich viel problematischere Maut einzuführen war kein Problem, Einfahrverbote für Lkw ohne Abbiegeassistent aber schon - obwohl letztere in Österreich möglich sind.
Scheuer ist genau die Art Lump, auf die die Autoindustrie setzt. So einfach ist das. Hoffentlich legt dem bald einer das Handwerk, und hoffentlich bekommt dann nicht wieder die CSU dieses Ressort. Drei kriminelle Vollversager an dieser Stelle, alle aus der CSU, sind weiß Gott genug.
 
Man kann es nur verhindern, dass man so einen Laden einfach nicht wählt und viel Gazette bei all seinen Bekannten und Verwandten macht, das diese Lobbypolitik uns langfristig massiv gefährdet (den einen oder anderen Verkehrsverunglückten sogar sehr kurzfristig ums Leben bringt).

Edeka LKW´s haben vor 2 Jahren einen Abbiegeassistenten ohne gesetzliche Vorschriften von sich aus eingeführt, weil ein engagierter Mitarbeiter es nicht mehr mit ansehen konnte, dass seine Kollegen regelmäßig Radfahrer umnieten.

Er hat einen Abbiegeassistenten für 500 Euro entworfen, aber die Autoindustrie war nicht daran interessiert. Keiner wollte ihn unterstützen. So hat er es eben selbst geschafft, dass es jedenfalls intern bei Edeka eingesetzt wird.

Ich habe von seinem Vortrag damals im Verkehrszentrum noch irgendwo Notizen herumliegen.

Mal schauen ob ich bis zur nächsten Critical Mass mein anderes Cargorad mit der großen Alubox wieder zum Laufen bringe, dann hätte ich ne große Werbefläche für Forderungen an den Verkehrsminister.
 
Man kann es nur verhindern, dass man so einen Laden einfach nicht wählt und viel Gazette bei all seinen Bekannten und Verwandten macht, das diese Lobbypolitik uns langfristig massiv gefährdet (den einen oder anderen Verkehrsverunglückten sogar sehr kurzfristig ums Leben bringt).
So sieht es aus. Dein Wort in Gottes Ohr! :)
 
Moin,
bei meiner Arbeitsstätte wurde ein gebrauchter 7,5t angeschafft. Und ohne zutun kam sofort die Idee zum Abbiegeassistenten. Wir haben dann das EDEKA Modell bestellt. Mit technischen Geschick, aber nicht gerade als Fahrzeugelektrikprofi, haben wir das auch selber hinbekommen.

Wenn man unserer Verkehrscsu noch eimerweise Valium verabreichen würde- die Arbeitsgeschwindigkeit würde wahrscheinlich eher steigen.
Diese brisante Mischung aus nichts können und rumtrödeln. Was ja eigentlich nur ein Deckmantel für die Lobbyeinflußnahme ist. Wenn Toaster soviele Tote zur Folge hätten, wären die schon lange komplett verboten.

Meine 2 cent
 
Mal schauen ob ich bis zur nächsten Critical Mass mein anderes Cargorad mit der großen Alubox wieder zum Laufen bringe, dann hätte ich ne große Werbefläche für Forderungen an den Verkehrsminister.
Ich verstehe das Anliegen und sehe ebenfalls eine Notwendigkeit für entsprechende Assistenten, allerdings ist eine CM keine Demonstration. Politische Forderungen untergraben die Ausfahrt und machen die CM zu einer Versammlung.
 
Dass Schlimmste ist, dass der CSU die ganzen Rohrkrepierer auf dem Posten nicht selbst peinlich sind ...
Wieso; die machen doch genau das, was von ihnen erwartet wird; lobbyarbeitbasiertes Nichtstun auf höchstem Niveau.

So wichtig ich die Assistenten auch finde, würde es schon reichen, wenn die Fahrer der LKW überhaupt mal ihre Augen benutzen würden. Leider braucht es technische Unterstützung für Menschen, die augenscheinlich überhaupt nicht in der Lage sind, am Straßenverkehr teilzunehmen und erst recht nicht als Berufskraftfahrer.
Ich quere täglich auf einem vorfahrtsberechtigten Radweg, der rot lackiert ist und auf den mit 2 Hinweisschildern auf querende Radfahrer hingewiesen wird, eine Ausfahrt aus einem Gewerbegebiet. Ungelogen schauen 90% der LKW-Fahrer noch nicht mal ansatzweise, ob da ein Radfahrer kommt, bevor sie über den Radweg brettern.
(da würde auch ein Abbiegeassisten nicht helfen, sondern nur der Führerscheinentzug)
 
@Blechroller,
will jetzt nicht alle LKW-Fahrer in einen Topf werfen, aber ganz ehrlich......
jedenfalls bei den Taxifahrern fällt mir ständig auf, dass sehr viele sogar vorsätzlich Radler umfahren. Klingt übertrieben, ist aber leider die Wahrheit.

Ich hatte vor 2 Jahren mit einem zu tun, der sogar vor der Polizei und später vor Gericht mehrfach zugegeben hat, dass er mich umfahren wollte, denn Radfahrer haben auf Straßen nichts verloren und Autofahrer seien immer vorfahrtsberechtigt.

Er kam gegen die Einbahnstraße und ich war vorfahrtsberechtigt. War mit Schwerlastanhänger unterwegs und konnte nirgendswo ausweichen. Er steuerte 300 Meter frontal auf mich zu, um mich umzunieten.

Fragt nicht, was bei Gericht dann raus kam und wie er von allen Seiten in Schutz genommen wurde.

Gestern auch wieder : Taxler sieht mich und steuert mit Gas auf mich zu über den Radweg.

Da helfen alle technischen Gimmiks nicht, wenn vorsätzlich die Radfahrer umgefahren werden.

Die Presse schreibt dann schon im Vorfeld ohne weitere Kenntnis des Vorfalles: .......Radfahrer wurde beim Abbiegen übersehen
.....aber er trug keinen Helm.....laber laber laber

Polizei filtert in den regelmäßigen Pressetreffen alle wichtigen infos raus, so dass dann immer dieser oben genannte Satz stehen bleibt.

Das ist victim bashing vom Feinsten und nahezu jeden einzigen Tag bei uns in der Tagespresse in diesem Wortlaut zu lesen.

Früher habe ich diese Artikel sogar gesammelt und die Zeitungen dann damit konfrontiert. Ist aber niemals irgend eine Reaktion gekommen.

Jeder PKW oder LKW-Fahrer kann sich mit der Lüge "hab Radler nicht gesehen" jederzeit eine fast reine Weste machen. Bei Todesfällen gibt es im schlimmsten Fall Bewährung und eine minimale Geldstrafe.

Der Typ der mich vor fast 3 Jahren umgenietet hatte, hat bis heute sich nicht einmal über den Unfallhergang äußern müssen und wurde ohne meine Kenntnis und ohne Gerichtsverhandlung schon im Vorfeld von der Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung freigesprochen.

Es drohtem ihm keinerleih Konsequenzen im Gegensatz zum Verkehrsopfer, der vom System komplett fertig gemacht wird.

Könnte Bände erzählen....aber die Gutmenschen in der Wohlfühlblase werden mir das wieder an den Kopf hauen und es eh nicht glauben.


Aber @Blechroller hat es jedenfalls richtig kapiert. Respekt!
 
@cargomaniac: wenn ich so lese, wie es dir in München geht, meine ich doch hier in Regensburg auf einer Insel der Seligen zu leben. Gut, ich mag in München schon mit dem Auto nicht besonders gerne fahren...
Aber du scheinst wohl doch irgendwie ein Magnet für Deppen und Idioten zu sein. Ich kann das von hier nicht so extrem berichten. Vielleicht ist es auch hilfreich, dass ich selber schon einmal Lastwagen gefahren bin und weiß, wie scheiße man da raussieht. Auch wenn es mich oft eine oder zwei Sekunden kostet, wo ich bremsbereit bin und den Blickkontakt zum Fahrer suche, aber es bringt mir nichts, wenn auf meinem Grabstein steht: "Er hatte aber Vorfahrt".
 
Mal ganz ehrlich, was verlangst du in einem Land, in dem Schwarzfahren mit dem ÖPNV ein Straftatbestand ist und Du im Gefängnis landen kannst und die meisten KFZ-Vergehen nur Ordnungswidrigkeiten sind?

[Ironiemodus aus]
Nichts verlange ich, weil ich weiß, dass das alles noch utopisch ist. Aber es ist halt einmal so und ich habe dann die Wahl, mich entweder ständig über alles zu ärgern, oder einfach manche Sachen so zu nehmen wir sie eben sind, unvollkommen, fehlerhaft. Und versuche, damit zurecht zu kommen. Mein Motto ist, nicht nur auf der Straße: "Sei kein Arschloch!"
Ich selbst bestimme, worüber ich mich aufregen will oder eben nicht. Machen wir's doch wie die kleinen Nagetiere in der Urzeit, die in den Höhlen abgewartet haben, bis die Dinosaurier ausgestorben sind und dann die Herrschaft über die Erde erlangten.
 
Jepp @ holzi,
Regensburg ist lässig. Viele junge Leute, viele Studenten, große Parkplatznot und deswegen werden die Autos doch ein wenig rausgedrängt. Da können die auch nicht so leicht mit Ampelrasen und Kavalierstarts posen, denn da fehlen gerade in der Innenstadt einfach die Möglichkeiten.

Es wird m.M. nach auch deutlich härter bei Gehwegparkern und allg. bei Falschparkern durchgegriffen.

Ich hatte heute mit einem Bekannten etwas im Digitalministerium zu tun. Er wollte sein Auto direkt davor auf den Gehweg parken, während ich meinte, er solle sich doch einen legalen Parkplatz suchen.

Da es aber bequemer war, parkte er direkt vor dem Eingang. Denn......... er weiss, dass die Warscheinlichkeit gegen 0 geht, dass er einen Zettel bekommt und wenn, dann ist der Betrag lächerlich im Verhältnis zur aufwendigen Parkplatzsuche mit Schlepperei und Parkplatzkosten.

So denkt fast jeder und somit geht es zu wie im Wilden Westen.

Ich spreche oft mit den Kontrolletis vom KVR, warum sie einfach die Wildparker nicht aufschreiben. Hanebüchen, was man da für Antworten bekommt. Es scheint so, als ruht die schützende Hand vom Verkehrsminister über alle Regelverstöße.

Aktuell ist ein Teil des Isarradweges Richtung Norden gesperrt, weil nasses Laub zu wahnsinnig rutschigen Radwegen führt.

Anstatt, dass die Stadt den Radweg an den gefährlichen Stellen einfach säubert, wird dieser mit mobilen Blockaden komplett unbrauchbar gemacht. Jedoch gibt es an dieser Stelle dann keinerleih Ausweichmöglichkeiten. Man muss mit einem Riesen-Umweg die Blockadestelle umfahren.

Habe gestern abend mit den Sheriffs gesprochen, die die Gefahrenstelle mit den Blockaden abgesperrt haben, warum nun der so wichtige Radweg unpassierbar gemacht wird und nicht einfach die Gefahrenstelle gesäubert wird.

Fragt lieber nicht, was ich für Antworten erhalten habe...... ich tobe immer noch innerlich!


@holzi , klar hast Du Recht, wenn Du meinst, man solle sich nicht aufregen.

Aber trotzdem: stell Dir vor, es regen sich deutlich mehrere auf und dies regelmäßig und lautstark (siehe Greta Thunberg).

Man kann von ihr halten was man will, aber sie und die Anhänger haben mehr erreicht, als die Politik in den letzten 10 Jahren.

Same same mit dem Radentscheid in Berlin. Da wird wohl aktuell nun auch endlich etwas mehr Gas bzgl. Radverkehr gegeben (In BMW-Capital München aber undenkbar)



@holzwurm Respekt! dieser Aspekt ist mir immer schon ein Dorn im Auge. Selbst Leute, die einen Fahrschein gelöst haben, werden extremst kriminalisiert, sei es, dass die Tinte auf dem Fahrschein nicht mehr so schwarz ist oder sonst irgend etwas. Selbst die Polizei fordert, diese Lappalien zu entkriminalisieren, da auch das Justizsystem extremst überlastet ist.

ABER ÖPNV hat keine milliardenschwere Lobby und da laufen nicht Hundertschaften der Lobbyvertreter im Bundestag oder in Brüssel täglich ein und aus.
 
In München ist immer von SPD und Grünen regieren. Die CSU OB Kandidatin Kristina Frank ist immer mit schöne Lastenrad unterwegs.
ich darf sogar mit mein Sohn fahren.
Ob man sein Kind jetzt zwingend der CSU aussetzen muss, bleibt Geschmacksache ;-) Jedenfalls ist dieses Wahlkampfdingens das EINZIGE, das die CSU jemals für den Radverkehr in der Stadt getan hat.

Aber in München gibt es neben der starken Autolobby eine Polizei, die -das wird jetzt die harmlosest mögliche Formulierung- an der CSU-Landesregierung hängt und nicht an der Stadt. Wurde neulich von diesen Kasperln saugefährlich von der Staße gedrängt, weil ich nicht auf dem "Radweg" fuhr. Der "Radweg" hat nur das Problem, dass er keiner ist. Es gibt weder einen blauen Lolli noch ein "Radfahrer frei". Soviel zu Polizei in München. Und deren Negieren des Radverkehrs ist noch deren geringstes Problem...
SPD-München und Radverkehr? Ein mieser Witz, der erst durch den anstehenden Kommunalwahlkampf ein paar auflockernde Worte, gefolgt von sehr wenigen Taten (aber immerhin) etwas weniger mies wird. Die Grünen werden sich sehr deutlich an ihren Taten messen lassen müssen. Aber die Besten sind die ÖDP: Weil deren Ausschussmitglied gestern eine Ausschussitzung verpennt hat (nicht zum ersten Mal) hängt jetzt eine für den Radverkehr sehr wichtige Entscheidung... Penner!
 
Ich wurde von den Grünkappen bzw. jetzt Blaukappen auch schon öfters wüst vom fahrenden Auto beschimpft, dass ich sofort auf den Radweg fahren soll.

Antwort : dies ist kein benutzungspflichtiger Radweg und somit muss ich nicht darauf fahren.

Die Politöse wollte es einfach nicht kapieren, was dies bedeutet und plärrte einfach weiter. Den Spass habe ich mir dann erlaubt, um ihr ein bisschen Verkehrserziehung angedeihen zu lassen. Ist aber dann abgepfiffen, weil ihre Ampel grün wurde.

Same same, wenn ich mit meinem Schwerlastradanhänger unterwegs bin und Sachen transportiere, die >1 Meter breit sind.

Dann habe ich auch keine Radwegbenutzungspflicht und wenn die Blaukappen dann das hupen und deuten und plärren anfangen, dann grinse ich nur.

Dto, wenn die Radwege zugeparkt sind oder wenn sie nicht geräumt sind. Dann fährt der Bua eben auf der Strasse und wartet ab, wie lange es dauert, bis der erste IQ-Spezialist das Huben anfängt und sich in seinem Revier bedrängt fühlt.

Wenn der Radstreifen einfach nicht freigehalten wird, dann muss man sich eben andere Wege suchen.

Zur Ehrrettung der ÖDP. Die Leute waren jedenfalls sehr aktiv beim Radentscheid München dabei und ich habe mit denen auch wirklich interessante und fachlich gute Gespräche führen können.

Das was der Sebastian Frankenberger für die Nichtraucher getan hat, verdient den allerhöchsten Respekt. Ist aber OT.
Ösilande machen es jetzt endlich nach.

Ich versteh ja auch nicht, dass in Bayern jedes Polizeiauto stets mit laufenden Motor herumstehen muss (und dies pausenlos und bei jedem Wetter).

Dafür gibt es einfach so gut wie keinen Anlass. Im Ösilande geht´s ja auch, dass die bei Bereitschaft ihre Kisten ausschalten. Dort ist es interne Anweisung, dass nur bei Kälte und Strombedarf der Kasten laufen darf. Bei uns ist es anscheinend Anweisung, dass die Hundertschaften ständig die Kiste laufen lassen. Das soll einer verstehen???
 
Der Freistaat Bayern stellt seit Jahren die Bundes-Verkehrsminister. Was erwartet ihr? Gelernt haben sie ihr Handwerk doch bei euch im Bundesland. :D

Aber was hat das mit Abbiegeassistenzsystemen zu tun?
Auch bei den systemen zeigt sich wieder, dass die von der Industrie und den Verbänden vorgeschlagene freiwilligkeit mal wieder nicht funktioniert. Da wäre ein gesetzlicher Zwang zielführender. Möglichst auch ohne lange Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen.

Bei einem Zwang wären die Vorraussetzungen für alle Beteiligten gleich, bei Freiwilligkeit werden quasi die bestraft, die freiwillig ausrüsten/ aufrüsten.
 
Jepp @ holzi,
Regensburg ist lässig. Viele junge Leute, viele Studenten, große Parkplatznot und deswegen werden die Autos doch ein wenig rausgedrängt. Da können die auch nicht so leicht mit Ampelrasen und Kavalierstarts posen, denn da fehlen gerade in der Innenstadt einfach die Möglichkeiten.

Es wird m.M. nach auch deutlich härter bei Gehwegparkern und allg. bei Falschparkern durchgegriffen.
Aber gerade die Studenten auf Rädern sind eine wahre Plage, die leisten nämlich die beste Lobbyarbeit, die man sich wünschen kann - für die Fahrradgegner. Speziell zu Semesterbeginn hüpfen anscheinend Tausende Landeier das erste Mal aufs Fahrrad als Verkehrsmittel und fahren ohne Hirn, Verstand und Rücksicht kreuz und quer, über rote Ampeln, gegen die Richtung etc. Beleuchtung und Verkehrsregeln sind gänzlich unbekannt. Da kommt sogar mir als Mitradler regelmäßig das Kotzen.

Und dann darfst du dich nicht wundern, wenn die Radler einen schlechten Ruf haben.
 
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