Übergroße Lastenräder: Segen oder Fluch?

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Ich glaube kaum das die reduziert wurde. Ein Freund fährt einen A5 um das Motorboot ziehen zu können.
Der schwere Anhänger lässt sich ziehen hat aber wesentlich mehr Auswirkungen auf das Zugfahrzeug, als wenn da nochmal gute ~400kg Mehrgewicht sind.

Ich hatte Anfangs meinen 750kg Wohnwagen mit einem 980kg 2er Jetta gezogen. Das ging auch, aber angenehm zu fahren war es mit dem 1.5t e39.
Mal sehen wie sich nach Corona der s204 schlägt. Einen SUV brauche ich für meine Knutschkugel eh nicht
 
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zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich zu den Nutzern große Wagen aus dem Anhängelastgrund gehöre.
Ich möchte nich mehrere LKW unterhalten und versuche daher unser Arbeitspektrum eher mit Anhängern abzudecken.
Die Aussage von Bastiaen kann ich nur teilweise unterstreichen.
Früher hatten viele Mitteklassekombis Anhängelasten von ca. 2,5 t, heute haben jeweils nur noch einzelne spezielle Motor/Getriebe Kombinationen diese Anhängelast.
Bei den SUV ist es so, dass nur sehr wenige die 3,5 t Anhängelast haben, dass ist aber schon die letzten 20 Jahre so gewesen (einige Sprinter, Touarge fast das komplette Landrover Regal, G und einige GLE/GLS, der große Landcruiser, Q7 und X5,.viele PickUps,.....)
Die meisten Fahrzeuge sind nicht wirtschaftlich zu Betreiben und damit nicht ernstgemeint im Gewerbe einzusetzen. Aufgrund der Steuerpolitik werden sie aber häufig genau dafür genutzt.
Ich wette jedoch die Anhängelast ist ein vorgeschobener Grund. Bis auf die Autohändler sehe ich sehr wenige SUV die wirklich Anhänger in der Klasse 2,5-3,5 t ziehen.
 

bastiaen

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Nein. Aber Du kannst in Deiner Auto, Motor, Sport Sammlung nachschauen.
Ich verstehe auch nicht, warum ein großes Auto das Prestige hebt. Ist Euch aufgefallen, dass in einem SUV jeder wie ein Wicht aussieht, weil im Profil der Kopf auf Höhe des Spiegels dicht hinter der A-Säule klebt? Einfach lächerlich. Ein normalgewachsener Mensch in einem (alten!) Mini? Sieht aus wie Bud Spencer. Message: Don‘t mess with me.
Diese ganze Idee „bulliger “Autos geht daneben. Machst Du beim aktuellen Berlingo die Motorhaube auf, brauchst Du lange Arme um an den Motor dran zu kommen. Da sind 30, 40 cm Luft drüber! Der alte hat das aerodynamischer verpackt.
Und besagtes Unfallopfer bestreitet seine Forstpraktika übrigens ohne Probleme mit einem Daihatsu Cuore.
 
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Schade, hätte mich soooo auf eine heisse Jagddiskussion gefreut. Ist bestimmt mal was Neues als die ständige ausgelutschte SUV-Diskussion.
Wir brauchen nur noch einen Lasten-Gelände-Bike-fahrenden Jäger, damit das Thema nicht als O.T. deklariert wird.....

Kriegen wir das hin?
 
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Diese ganze Idee „bulliger “Autos geht daneben. Machst Du beim aktuellen Berlingo die Motorhaube auf, brauchst Du lange Arme um an den Motor dran zu kommen. Da sind 30, 40 cm Luft drüber! Der alte hat das aerodynamischer verpackt.
Bitte bei der Debatte nur folgendes zu bedenken: Das ist nicht nur Optik!

Inzwischen spielen auch die Fußgängerschutz-Anforderungen vom Euro NCAP eine Rolle. Um die zu erfüllen brauchst Du z.B. ein paar mehr Zentimeter Luft zwischen Einbauten im Motorraum und Haube (Deformationsweg = "Knautschzone"). Und ebenso eine gewisse Höhe der Front, um die Beine eines Fußgängers möglichst gleichmäßig anzustoßen (Reduzierung Kniebelastung beim Aufprall). Klingt bescheuert, trägt aber zum Schutz von Fußgängern & Radfahrern bei.

Das kann erst dann wieder reduziert werden, wenn die Kollisionsgeschwindigkeiten runter gehen. ==> z.B. Tempo 30 in Ortschaften. :p
 
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Und ebenso eine gewisse Höhe der Front, um die Beine eines Fußgängers möglichst gleichmäßig anzustoßen (Reduzierung Kniebelastung beim Aufprall). Klingt bescheuert, trägt aber zum Schutz von Fußgängern & Radfahrern bei.
Das kannte ich noch nicht. Was machen dann eigentlich kleine Menschen (Kinder)? Mit dem Gehen und Radfahren warten, bis sie groß sind?
 

bastiaen

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Bitte bei der Debatte nur folgendes zu bedenken: Das ist nicht nur Optik!

Inzwischen spielen auch die Fußgängerschutz-Anforderungen vom Euro NCAP eine Rolle. Um die zu erfüllen brauchst Du z.B. ein paar mehr Zentimeter Luft zwischen Einbauten im Motorraum und Haube (Deformationsweg = "Knautschzone"). Und ebenso eine gewisse Höhe der Front, um die Beine eines Fußgängers möglichst gleichmäßig anzustoßen (Reduzierung Kniebelastung beim Aufprall). Klingt bescheuert, trägt aber zum Schutz von Fußgängern & Radfahrern bei.

Das kann erst dann wieder reduziert werden, wenn die Kollisionsgeschwindigkeiten runter gehen. ==> z.B. Tempo 30 in Ortschaften. :p
Da magst Du recht haben. Aber in diesem Fall wurde die Fahrzeugfront bis Vorderkante Haube von einer normalen Höhe auf ca. 1,30 erhöht und ist viel steiler als früher. Das spricht nach meinem Verständnis eher gegen Fußgängerschutz. Das Fahrzeug trifft den Fußgänger nicht unter der Hüfte, so dass er auf die Haube rutscht, sondern es knallt ihm gegen die Brust. Vor allem, wenn es sich um Kinder handelt, die qua Körpergröße komplett unterhalb der Haube verschwinden.
 
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Da magst Du recht haben. Aber in diesem Fall wurde die Fahrzeugfront bis Vorderkante Haube von einer normalen Höhe auf ca. 1,30 erhöht und ist viel steiler als früher. Das spricht nach meinem Verständnis eher gegen Fußgängerschutz. Das Fahrzeug trifft den Fußgänger nicht unter der Hüfte, so dass er auf die Haube rutscht, sondern es knallt ihm gegen die Brust. Vor allem, wenn es sich um Kinder handelt, die qua Körpergröße komplett unterhalb der Haube verschwinden.
In diesem speziellen Fall des Berlingo kann ich es nicht beurteilen. Da will ich mich nicht drüber streiten. ;)
Im allgemeinen spielt es aber durchaus eine Rolle. Was aber keine Rechtfertigung für die immer agressiver und bulliger wirkenden Fahrzeugfronten sein soll!

Zm Thema Kinder: Hier haben wir einen klassischen Zielkonflikt! Wobei ich aus meiner beruflichen Erfahrung eine hohe Front, die das Kind gleichmäßig anstößt, als positiv ansehen würde. Ich vermeide damit z.B. Scherbelastungen zwischen Oberkörper und Kopf, die Hals stark belasten.

Was ich damit sagen will, gilt ein Stück weit auch für den zitierten Artikel von Spiegel/bento: Das Thema Insassenschutz im Fahrzeug und Schutz von Fußgängern, Radfahrern etc. ist extrem komplex. Grund ist die extrem große Diversität der menschlichen Bevölkerung. Wenn man das Verhältnis von Nutzen & Aufwand für die Fahrzeugentwicklung in vernünftigem Rahmen halten will, müssen also Kompromisse eingegangen werden. Allein mit dem Thema könnte man aber ein ganzes Forum füllen. :unsure:

Dass hier, wie in vielen gesellschaftlichen Bereichen, die Gendergerechtigkeit bisher zu kurz gekommen ist bestreite ich aber nicht.

Die viel wichtigere Frage ist doch: Will/muss ich mich immer stärker mit der Unfallfolgenreduzierung beschäftigen, oder gehe ich lieber stärker die Vermeidung bzw. Abschwächung der Ursache, sprich Unfälle, an? Heißt z.B. Reduzierung der Geschwindigkeiten und damit der (Stoß-) Energien des motorisierten Verkehrs. Oder eine massive Einschränkung des Individualverkehrs zugunsten automatisierter Lösungen. Und dazu passende Infrastrukturmaßnahmen ...
 
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Schade, hätte mich soooo auf eine heisse Jagddiskussion gefreut. Ist bestimmt mal was Neues als die ständige ausgelutschte SUV-Diskussion.
Wir brauchen nur noch einen Lasten-Gelände-Bike-fahrenden Jäger, damit das Thema nicht als O.T. deklariert wird.....

Kriegen wir das hin?
Irgendwo war hier doch das Wildschweinfoto.

Da isses.


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Gibt es jemanden der das Ono schon einmal gefahren ist?
Use-Case:
Warmes Essen von Großküche zu Kitas fahren. Am besten mit Regenschutz/Kabine.
Alternative ist ja z.B. Streetscooter.
Ono hat den Vorteil das man einen Kontainer einfach draufrollt und wieder runter. Für unser Personal sicher einfacher als schwere Kisten zu schleppen.

Wer hat einen guten Tipp oder Erfahrungen?
 
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Frag doch mal ganz nett zB Velocarrier Berlin nach ner Einschätzung. Deren Leiter hatte den ne Woche und ne Meinung dazu.
Containerlösungen haben m.W. inzwischen einige. Kabine hat ihre eigenen Tücken.
 
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Ziemliche Ausführliches Interview/Zusammenfassung:


Bin die Fuhre auf der Velotransport mal gefahren. Für das, was es ist, fuhr es sich gut. Ich fand den Antrieb etwas unintuitiv von der Steuerung her, ging aber. Für den besagten Zweck (LastMile und Kurzstreckenlogistik) m.E. brauchbar und vielleicht das bisher konsequenteste Tretelektroleichtfahrzeug.

Nur bei Schlaglöchern und Bordsteinkanten sind die extrem tief liegenden Motoren ein Problem, aber das macht zB Ono auch nicht besser.
 
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....fahre mit dem Cargoradl den Weidezaun am Waldrand ab - auf dass die Wildsauen im Wald bleiben und den Maisacker vom Energielandwirt nicht zerstören.
Einzig eine Wildsau habe ich noch nicht transportiert - dafür schon mal ein Reh oder den überfahrenen Dachs. Da wird der Rahmen immer so blutig und muss gewaschen werden.
 
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