Übergroße Lastenräder: Segen oder Fluch?

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Was meinst Du mit "Big"?
die Bremse Magura big. Aber vielleicht täuscht das auf dem Foto und ich irre - dann fällt meine Meinung etwas milder aus. Ist aber auch bloss Meinung und kein Sachverständigengutachten.

Die ungebremste Vorderachse ist auch bestimmt kein Geiz, sondern im Bremsverhalten begründet (das unbelastete Vorderrad verliert schnell Haftung und unlenkbar knickt der Sattelzug recht fix ab). Bei Gefahrbremsung kommt aber Druck aufs Vorderrad - zumindest bei annähernd geradeaus bringt das 1m Bremsweg.
 
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die Bremse Magura big. Aber vielleicht täuscht das auf dem Foto und ich irre
Ah, OK!
Hm, könnte hinkommen ... Dann aber ne etwas ältere Version. Die neueren sehen anders aus (zumindest nach den Bildern im Netz ;)).
Und die Geber sehen deutlich größer aus als bei der Trike-/Velomobil-Version. Inkl. der Stahlflexleitung kommt da vielleicht doch mehr Druck am Nehmer an. Hoffen wir also mal auf den guten deutschen Erfindergeist, der mit ausreichend Sicherheit plant. :p
 
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Ich weiß ja nicht, wenn ich ein Bullitt und ne Carla Cargo nehme, bekomme ich ordentlich was unter an Fracht. Außerdem habe ich bessere Bremsen als bei dem Gespann und im Zweifel kopple ich die Carla z.B. in einer Fußgängerzone ab und nutze sie als Handwagen.

Wie zuvor schon mal geschrieben, finde ich so nen Sattelzug nicht sonderlich bedrohlich, da er eh schlecht nutzbar ist.

Wenn ich aber diese miserable Umsetzung sehe, sehe ich noch weniger eine Gefahr, da kein wirklicher Mehrwert davon ausgeht.

Da würde ich ja eher noch zwei Carlas hintereinander koppeln und hätte mehr Nutzen.

Aber Hauptsache groß ....
 
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Moin,

geht es hier um das Schenker 5 Rad oder das Thema ?

@NplusEins Du hast mich erwischt.
Danke!

Ob mein Gespann besser ist kann ich nicht sagen.
Das 5 Rad soll 500 kg Nutzlast haben, ich kann 300 kg.
Das 5 Rad soll 3 Paletten können, ich 2.
Das 5 Rad hat vor dem Fahrer noch einen Meter Knautschzone.
Ich musste leider feststellen das manche Dosenfahrer mehr Rad besser übersehen können!

Aber wenn ein Fahrer der Feierabend haben will mit Last über Unebenheiten fährt, glaube ich nicht an langlebige Fahrzeuge.

Jetzt macht die Presse gerne Bilder von Politikern, in einem Jahr glaube ich nichts mehr davon zu sehen!
 
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Ihr hättet die Fragen vorher stellen sollen, weil ich mit dem Fahrer noch geschnackt hatte. Das ging aber eher darum, ob er bei der ersten Post-coronam-CM dabei sein werde. Er: Ja, mit Band auf dem Hänger. Das fand ich viel geiler, als mich rational mit dem Ding auseinander zu setzen.
Für mich ist die entscheidende Frage: Wer sich hier so vehement gegen derartige Fahrzeuge ausspricht: Tut er es noch vehementer gegen rußversprühende Stinker und SUV im Alltag, die täglich Menschen verletzten oder töten - durch Giftgas-Emissionen oder "Unfälle"? Wenn ja, dann ist alles fein. Wenn nein, dann kämpft er an der falschen Front.
 
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Also je nach Stadt findest du solche Wege inzwischen gar nicht so selten. In Darmstadt z.B. hat die grün-schwarze Stadtregierung - getrieben vom Radentscheid und von den miserablen Feinstaubwerten sowie vor dem Hintergrund mehrerer im Straßenverkehr getöteter Radfahrer - in den letzten zwei Jahren einiges umgesetzt, was ich vor Kurzem noch für nicht möglich gehalten hätte (könnte natürlich immer schneller gehen).

Als Folge gibt es den von dir gewünschten 2+ Meter breiten Radweg nun z.B. auf einer durchgehenden Strecke von 3,5 km vom südlichen Stadtrand bis zum zentralen Platz.


Ist halt auch immer eine Henne-Ei-Frage: Klar erzeugt gute Infrastruktur Radverkehr. Aber ohne die vielen Menschen, die sich Jahrzehnte lang von schmalen und schlechten Wegen nicht haben vom Radfahren abhalten lassen, hätten wir keine neuen breiten Radwege bekommen. Vielleicht beschleunigen gewerbliche Lastenräder ja diesen Trend?
Ich überspitze mal bewußt: Wir "freuen" uns schon über 3,5 km neuen Fahrradweg. Und geben uns seit Jahrzehnten mit miserabelen Fahrradwegen zufrieden? Wenn es stimmt, hat Paris 300 km innerhalb von 4 Jahren (?) geschaffen! Quelle: Vielen Dank an @holzwurm für diesen Artikel: Klick>

In der Süddeutschen war über Ostern ein schöner Artikel drin. Titel "Raus hier" im "Buch Zwei". Leider finde ich ihn nicht online. Inhalt ganz grob: Die Leute (hier im Speziellen Berliner) stellen mehr und mehr fest, dass Ihre Stadt nicht mehr lebenswert und zu teuer ist. Und wollen raus auf's Land.
Und was tun sie dort dann u.a.? Um mal wieder gut Essen zu gehen, fahren sie zig Kilometer mit dem Auto in die nächste größere Stadt. Denn auf dem Land fehlt dann u.a. der gut ausgebaute ÖPNV oder Alternativen.
Das ist doch verrückt! o_O
 
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Ich überspitze mal bewußt: Wir "freuen" uns schon über 3,5 km neuen Fahrradweg. Und geben uns seit Jahrzehnten mit miserabelen Fahrradwegen zufrieden? Wenn es stimmt, hat Paris 300 km innerhalb von 4 Jahren (?) geschaffen! Quelle: Vielen Dank an @holzwurm für diesen Artikel: Klick>
Ich freue mich, ehrlich gesagt, sogar ganz ohne Anführungszeichen.

Das Tempo, mit dem Paris den Verkehr umkrempelt (bzw. umkrempeln möchte), ist ohne Zweifel bemerkenswert. Davon können sich deutsche Städte ein paar Scheiben abschneiden.
 
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Die Leute (hier im Speziellen Berliner) stellen mehr und mehr fest, dass Ihre Stadt nicht mehr lebenswert und zu teuer ist. Und wollen raus auf's Land.
So als Ex-Berliner...ich habs einfach gemacht :p

Der Ausschlag war die teure Miete, die ich nicht bereit zu zahlen war...
Hab mir oft anhören müssen "Mensch Arkadi stell dich nicht so an, du könntest doch locker das Doppelte zahlen."
Was ja durchaus zutreffend war, aber will ich das für dieselbe Wohnung? Nöö!!!
Und was tun sie dort dann u.a.? Um mal wieder gut Essen zu gehen, fahren sie zig Kilometer mit dem Auto in die nächste größere Stadt. Denn auf dem Land fehlt dann u.a. der gut ausgebaute ÖPNV oder Alternativen.
Das ist doch verrückt!
naja...verrückt ist eigendlich nur die beschriebene Perspektive. ;)
Ich geh zum Einkaufen in den nächsten Hofladen, gut Essen koche ich zuhause.

ÖPNV habe ich in 5 Jahren sage und schreibe 2 Mal benutzt, den finde ich räudig und sinnlos teuer.
Von mir aus könnte der ÖPNV ganz abgeschaft werden - ich würds nichtmal merken.

Das mit den Alternativen verstehe ich nunmal garnicht, aber ich habe einen Geheimtip: nimms Rad.
Seit der Elektrifizierung gibts faktisch keine Ausrede mehr, die dagegen spricht.
Das Tempo, mit dem Paris den Verkehr umkrempelt (bzw. umkrempeln möchte), ist ohne Zweifel bemerkenswert.
Wo ein Wille ist...
Einfach nicht darauf warten, das es Einem mundgerecht serviert wird - die eigenen Blockaden/Ängste überwinden, sich selbst ermächtigen und mehr Offenheit bei der Lösungsfindung beweisen.

Wenn wir auf die Gaben der Politik warten, werden unsere Enkel noch von der Verkehrswende labern.
So wies schon die letzten 40 Jahre zeigen...

Ist wie mit der Achtung oder dem Respekt: nicht (von Anderen) einfordern, sondern selbst beweisen! ;)
 
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Ich bin auch aus der Stadt auf das Land gezogen.
ÖPNV zur Arbeit wäre schön, allerdings nicht möglich. Er ist zwar vorhanden aber nicht in die Richtung in die ich es benötige ...

Zum Thema gut Essen:
Zu unserer Osteria im nächsten Dorf kommen die Leute aus der Stadt extra angefahren! Ich mit dem Rad, die aus der Stadt mit dem Auto ;)

Zum Supermarkt und Co habe ich hier jetzt einen kürzeren Weg als vorher in der Stadt! In die nächsten Dörfer, Gemeinden und Co habe ich gut ausgebaute, im Winter geräumte, ebene Radwege!
Schrecklich so ein Landleben echt o_O
 
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In die nächsten Dörfer, Gemeinden und Co habe ich gut ausgebaute, im Winter geräumte, ebene Radwege!
Hör bitte auf...sonst muss ich mir doch noch überlegen, ob ich vor den gut ausgebauten Radwegen Angst hab...
Ich liebe es nämlich über Trails zu schottern :love:
Wobei: ich kann ja immer noch zurück nach Berlin ziehen - da gibts so tolle Abenteuer-Radwege... :LOL:
:rolleyes:
 
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@Arkadi - Berlin und das Umland haben wenigstens den Vorteil, eher flach zu sein, da fällt eine beliebte Ausrede gegen das Radfahren weg.
 
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ja an dieser "Ausrede" ist sogar ganz pragmatisch betrachtet was dran... (y)
Deshalb denke ich ja, das ein Miteinander mit der Gigaliner-Logistik gewisse Synergien mitbringt, die dieses Problem ausräumen wird...und sich btw auch auf die HS-Peds auswirken wird.

In gewisser Weise ist die Sachlage ähnlich wie ich sie aus meiner Historie "wir ersetzen das Auto durch ein Lastenrad" kenne...

Hier war es auch so, das wir anfangs (wirklich) Alle dachten: das wird nicht funktionieren - zu unzuverlässig, zu langsam im Vergleich zum Hundefänger-Verbrenner und den zu absolvierenden km/Tag.
Das mit den km/Tag hat sich schnell als unzutreffend herausgestellt...das Musketier im RL hat schnell bewiesen, das ein und dieselbe Tagestour nur die Hälfte an km bedarf im Vergleich zum Auto. Damit war klar, dass das Auto im Urbanen eben nicht im Vorteil ist von wegen Tempo und zu fahrender Strecke.

Als unvorhergesehenes und viel größeres Problem haben sich Bereifung und Laufräder heraus gestellt.
Genau hier hat sich der große Vorteil des Gewerbes herausgestellt, was letztendlich mittels finanzieller Potenz, Zusammenarbeit mit dem Hersteller und einer gewissen Bissigkeit/Nicht-Unterkriegenlassens zur zufriedenstellenden Lösung führte...
Und so haben wir in den ersten 3 Jahren ein gewisses Lehrgeld gezahlt (1 Verpackungseinheit=25 Schläuche + 14 Reifen pro Jahr und Musketier, eine größere Anzahl ausgetesteter LR-Komponenten, regelmäßige Werkstatt-Reporte an den Hersteller usw). Genau hierfür hätte mir als Privatuser wenigstens die Kohle gefehlt.
Das du heute ein Musketier kaufen kannst und damit so zuverlässig wie mit dem Auto (und nebenbei deutlich günstiger...) deine km abspulen kannst ist diesem gemeinsamen Miteinander vorantreiben der Sache geschuldet ;)

Das ich hier von mir rede hat nix damit zu tun dass ich etwa so toll bin oder so - im Gegenteil: ich bin nicht besser/toller als Holzwurm bzw auch nur ein "ganz normaler Idiot" genau wie er (könnte sogar gut möglich sein das ich noch sehr viel Bekloppter bin als er...das ist mein Ernst. ;) ). Es geht um die Macht, die entsteht, wenn wir zusammen hantieren! Oder um das Voranbringen, wenn viele Geister/Bekloppte nach einer Lösung suchen und im Austausch über Lösungsansätze stehen...

Und exakt identisch gelagert ist das mit dem Problem der Bergtauglichkeit...ai schwör you!
Das gabs vor 100 Jahren auch beim Auto, auch wenn es heute als nicht mehr nachvollziehbar erscheint.

Es hängt echt nur an uns (um mal bei der Überschrift des Threads zu bleiben), ob das Pendel zum Fluch oder Segen neigt. Lasst uns den Zeiger auf Letzteres drücken!
 
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Wollte keinen verteufeln, der "auf's Land" zieht! Und sehe Landleben auch nicht als schrecklich an.
Ich finde es halt nur schräg, wenn die Leute auf's Land ziehen (müssen), weil Ihnen die Stadt u.a. zu laut, zu dreckig und/oder zu teuer ist. Und dann aber wieder mit dem Auto in die Stadt fahren, weil dort z.B. Restaurants, Arbeit etc. gibt. Und damit selber zu den Ursachen beitragen, weswegen sie auf's Land gezogen sind. Da stimmt doch am System was nicht, oder?
 
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Ist das gleiche wie mein Chef, der mit dem Rad nur bei schönem Wetter ins Büro fährt. Er und seine Frau wählen zwar grün, hat sich aber gerade das dritte Auto gekauft.:(
 
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Den Walomat kennst du? ;)
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Und das dann auch genug Politik hier.
 
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