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Die "Laufräder" am Lastenrad

Dieses Thema im Forum "Technik allgemein / Selbstbau" wurde erstellt von Geopard, 05.01.2017.

  1. Geopard

    Geopard

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    sind doch mit unter die wichtgsten Baugruppe um Lasten sicher zu transportieren.

    Das Thema Laufräder scheint mir irgend wie bei Cargobike nicht so wichtig zu sein, stimmt das?

    Man liest ja viel über Speichendefekte und so.
    Nur gibt es da anscheinden noch nich so grossen Erfahrungsaustausch.

    Ich hab mir mal einen Laufradsatz für mein Vuba Mundo aufgebaut, da bei dem Orginalen der Maxxis Hockworm bei 2Bar von der Felge sprang.
    (einfache Kastenfelge 36/48L 2,0 Speichen)

    Bei meinen Ansatz um einen günstigen stabilen Laufradsatz auf zu bauen war so:

    VR.: 3Fach gekreuzt, Messing Nippel
    Felge Sun DitchWitch 32L.
    Nabe: Shimano Nabendynamo Disc
    Speichen: li. Sapim Force (2,2/1,8/2,0)
    re. Sapim D-Light (2,0/1,65/2,0)

    HR.: 3Fach gekreuzt, Messing Nippe
    Felge Sun DitchWitch 36L.
    Nabe: Shimano Deore FH-M525 Disc
    Speichen: li. Sapim D-Light (2,0/1,65/2,0)
    re. Sapim Force (2,2/1,8/2,0)

    Die Force Speichen haben einen durchschnittlich Spannungswert von 1200N
    und die andere Seite , das was erforderlich war um mittig zu zentrieren.

    Auf de neuen Laufrädern sitzt der Reifen jetzt perfekt und das auch bei 2,5 Bar.
    Es fehlen noch paar Teile um das Yuba Mundo fahrfertig zu machen, daher habe ich noch keine Fahrerfahrung mit dem Laufradsatz.

    Was denkt Ihr über den Ansatz, denn ich aus dem MTB-Erfahrungsbereich jetzt auf Cargobiking übernommen habe.

    LG
    PS.: es darf gerne Diskutiert werden
     
  2. bastelfreak

    bastelfreak

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    Hallo ich habe hinten die Force verbaut und vorn einfache 2.0mm Speichen. Die halten bei 20" ohen Probleme. Die sind auch mit sehr großer Spannung verbaut (Nabenmotor). Da hatte ich anfänglich eher etwas Angst um die Felge, aber es hält alles. Hinten muss ich jetzt mal wieder ran. Da war die vom Spokomat angedachte Speichenspannung zu niedrig und die Speichen haben sich ziemlich stark gelockert, rund läuft die Felge noch und gebrochen ist zum Glück auch noch keine.

    Generell zeigt meine Erfahrung: Ein mäßig gut selbst aufgebautes Laufrad (sogar mit 1.5er Speichen) hält wesentlich besser als ein maschinell eingespeichtes in Fertigrädern. Wenn man es gewissenhaft macht und gute Ausrüstung und/oder ein gutes Gefühl dafür hat, dann sind die Laufräder unschlagbar haltbar.
     
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  3. Cycliste17

    Cycliste17

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    1,5 er Revolution zB würde ich aber nicht fürs LaRa nehmen. DT Alpine sind sehr stabil. Aber 32 Loch finde ich ausreichend, auch für Lastenfahrrad.
     
  4. bastelfreak

    bastelfreak

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    Die 1.5er bezogen sich auf das normale Stadtrad oder MTB.
    32 Loch reicht aus, da hast du recht. Wie gesagt spielt der saubere Aufbau eine sehr wichtige Rolle.
     
  5. Geopard

    Geopard

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    Bei der 32/36 Loch Kombi gegenüber 36/48 war ich mir schon etwas unsicher. Bin Cargobikeneuling.
    Bei der Suche nach 48Loch Kompontenen die im bezahlbaren Bereich bzw 40Loch war mir klar dass es 36Loch auch tun muss.
    Da man oftmals hier im Forum von Speichenbrüchen liest, dachte ich mir mal die Laufbauḱunst aus dem Sportbereich teilweise auch auf`s Cargobike zu übernehmen.

    Was für Speichen und Nippel verwenet Ihr?
     
  6. bastelfreak

    bastelfreak

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    Hinten kann man die Force nehmen (also mit verstärktem Kopf) und vorn reichen einfache 2mm Speichen.
    Ich habe 14mm Messingnippel verwendet, die halten.

    Wenn sehr sportlich fährt sind die Lasten bei 3-Rädern ziemlich groß und wenn die Qualität nicht passt. Die ist bei den meisten maschinell aufgebauten Laufrädern nur mäßig. Da führt dann eine sehr ungleichmäßige Spannung zum Lockern einzelner Speichen und dann zum Bruch.
     
  7. triton-mole

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    Also ich habe im Hinterrad im Sommer eine Halo SAS Felge mit 48 Speichen.
    Die Speichen sind ganz einfache 2.0 Sapim mit Poliax-Nippeln (Messing).
    Dreifach gekreuzt um eine Brave Monster Nabe herum.

    Im Winter fahre ich das gleiche, nur mit 36 Speichen.

    Beide Räder habe ich selber gespeicht und die rollen bestens! Die haben nicht ein einziges Geräusch gemacht bei der ersten Fahrt nach dem Einspeichen. Nachspannen war auch noch nie nötig. Ich werde nie mehr ein Rad beim Profi aufbauen lassen. 120 Euro Arbeitslohn spare ich mir.

    Ich fahre täglich mit bis zu 120 Kilo auf dem Gepäckträger!

    Im Vorderrad werkelt bei mir ein DD-Motor mit 260 mm Lochkreis!
    Also eine Rigida Andra 40 (Halo SAS ist für Magura HS11 zu breit) mit 36 Speichen in 2.35 (oder waren 2.45?)
    Dazu Poliax Nippel.
    Einfach gekreuzt. Mehr geht bei dem Monster-Lochkreis nicht! Und auch so geht es nur mit Rigida Andra und Poliax Nippeln. Alles andere führt dazu, daß die Nippel in der Felge nicht weit genug kippen und die Speichen am Nippelende knicken.
    Das habe ich erst vor ein paar Wochen aufgebaut und kann noch nichts langfristiges sagen. Fühlt sich aber besser an, als die Exal XL25, die vorher drin war und auch knapp 15000 km gehalten hatte und jetzt raus musste, weil die Flanken kurz vor dem Brechen waren. Auch die XL25 war einfach gekreuzt gespeicht gewesen, aber mit deutlich weniger Spannung, als ich das jetzt gemacht habe. Wenn ich früher die Spannung erhöhen wollte, rissen mir die Speichen an den Nippeln. Früher hatte ich schnarrende Geräusche beim Fahren, weil die Vibrationen des Motors die Speichen an den Kreuzungen haben gegeneinander schlagen ließen. Das ist jetzt fast komplett weg.

    Am Mundo ist das Vorderrad meiner Meinung nach gar nicht so wahnsinnig problematisch, solange man keinen 40Nm DD-Motor fährt.
    Der macht aber VIEL Spaß! :D
     
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  8. Geopard

    Geopard

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    Moin,
    @triton-mole, 120Kg Ladung wow. Wie lang ist dann die Strecke und merkst du da einen Unterschird zwischen Hinterräder im Sommer vs Winter?

    Mein Mundo befindet sich gerade noch im Aufbau, es waren und weiterhin DiscLaufräder verbaut.
    Gibt es zwischen Disc und NonDisc im Bezug Belastung nennenswerte bekannte Unterschiede?
     
  9. Cycliste17

    Cycliste17

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    Baue auch die Räder selbst. In Berlin gibt's auch nur 3 Radläden denen ich vertraue. Die Kosten für ein Tensiometer und andere Laufradwerkzeuge hat man nach einigen selbsteingespeichten Rädern wieder raus. Habe den Laufradbau vor 20 Jahren beim Fahrradhändler bei einem Praktikum gelernt. Speichenbrüche hatte ich nur bei Noname Ware.
     
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  10. bastelfreak

    bastelfreak

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    Naja Disc-Felgen können bei gleicher Stabilität wesentlich leichter sein und man hat mehr Freiheiten beim Belastungsgerechten gestalten des Profils. Die Kastenform ist bei Non-Disc Felgen ein notwendiges Kriterium.
     
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  11. Geopard

    Geopard

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    hm, bei Non-Disc sind ja am VR die Speichen meisten im gleichen Winkel mit gleicher Spannung.
    Am Hinterrad mit Kettenschaltung und mit Disc sind ja rechts wie lnks ziemliche unterschiede bei der Speichenspannung.
     
  12. Cycliste17

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    Hinterrad hat bei Kettenschaltung immer unterschiedliche Speichenwinkel. Das liegt daran, daß die Ritzel im Rahmen auch Platz brauchen. Manche Felgenhersteller versuchen das durch asymmetrische Bohrungen in der Felge zu korrigieren. Mir ist bei beiden Systemen noch nichts kaputtgegangen. Nur bei sehr leichten Alufelgen gab's mal Risse neben den Ösen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.2017
  13. Köllefornia

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    Habe hinten eine Mavic en821 disc mit Messingösen, 32 Speichen, bisher zufrieden, erscheint mir stabil genug.
     
  14. cubernaut

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    Habe hinten im Butchers die Sram roam mit 26 (!) Messerspeichen und asymmetrischer Nabe.
    Mal sehen, wie die sich schlägt.
     
  15. Cycliste17

    Cycliste17

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    Hab auch schon ein Bullitt mit Scheibenrad auf 23mm Schlauchreifen gesehen. Das wird sicher halten. Was aber passiert bei 100 kg Beladung? Kommt immer darauf an was man mit dem Rad macht.
    Messerspeichen halten mehr aus als man glaubt.
     
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  16. Petracarotin

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    Fahre hinten und vorne Ryde Big Bull 36-Loch mit konifizierten Speichen, hinten verlötete Speichenkreuzpunkten. Naben: Novatech. Hatte bislang nie Probleme, von daher war mir das Thema auch nicht so wichtig.

    Nach dem ich mit zwei Shimano Hinterradnaben (XT) nur Ärger hatte, würde ich lediglich an dem Punkt zu einer Alternative raten. Die Qualität der Shimano-Naben ist definitiv nicht mehr die alte.
     
  17. joggl

    joggl

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    Du meinst sicher 28L ;).

    Ciao
     
  18. Köllefornia

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    Novatech ist bei mir auch drin als Nabe.
     
  19. Cycliste17

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    Werkstoff und Konstruktion ist ausschlaggebend. Tune Naben sind auch voll lastenradtauglich. Hatte le Woche mal bei denen angefragt. Man schrieb mir, daß die seit Jahren in Tandems gefahren werden. Das Paar King/Kong wiegt etwa 300g, kostet aber ne Kleinigkeit:) Auf Jahre gesehen ist das aber gut angelegtes Geld. Mein MTB hat seit 5 Jahren Prince/Princess Räder. Außer nachzentrieren musste ich nichts machen. Von XT Naben habe ich auch viel schlechtes gehört. Besonders die 12mm Steckachsenversion macht Probleme. Shimpanso sollte den Freilauf in den Nabenkörper verlegen so wie andere Hersteller das machen.
    Meine alte XTR 950 HR Nabe bin ich 5 Jahre im MTB gefahren, vorher hatte sie ein Kumpel ein paar Jahre. Dann war sie 4 Jahre im Kurierfahrrad bei jedem Wetter. 5 Freilaufkörper hat sie überlebt. Jetzt hat sie ihren wohlverdienten Ruhestand. Das war noch Qualität!
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.01.2017
  20. cubernaut

    cubernaut

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    Muss ich nochmal gucken.